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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Dienstag, 23. Mai 2017

Singende Botschafter für Frieden und starke Identität

Die singenden burgenlandkroatischen Botschafter
 mit ihrem energiegeladenen Chorleiter Ivo Šeparović
© Dominik Orieschnig
Burgenlandkroatischer Chor "Pax et Bonum" unter Leitung von Ivo Šeparović macht in Zagreb Furore – Zsifkovics: "Chor als Musterbeispiel für eine gelingende europäische Integration und für ein Bewusstwerden des europäischen Geistes" – Zweiter Reisetag im Zeichen intensiver Vorbereitung für die Übertragung des Pilgergottesdienst aus dem Zagreber Dom

Zagreb – Die historische Wallfahrt der Burgenlandkroaten nach Zagreb entbehrte nicht jenes Elementes, das mehr als alle anderen dazu befähigt, sich über die Niederungen des Alltags zu erheben und den Anliegen eines pilgernden Volkes Schwung zu verleihen: Musik! Dass dieser Schwung zur mitreißenden Kraft wurde, ist einem besonderen internationalen Projekt in der Diözese Eisenstadt zu verdanken, dessen Früchte Bischof Zsifkovics stolz der kroatischen Öffentlichkeit präsentierte.

"Pax et bonum": 3 Länder, 4 Diözesen, und (bislang) 145 Stimmen
Der auf Initiative von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics gegründete, aus aktuell ca. 145 Personen bestehende Chor "Pax et bonum" unter der Leitung von Ivo Šeparović spielte bei der Wallfahrt nicht nur eine tragende musikalische Rolle, sondern war gleichzeitig durch seine Zusammensetzung ein Gewährschaftsträger für die Botschaft der gesamten burgenlandkroatischen Wallfahrt. In dem seit dreieinhalb Jahren bestehenden Chor wirken nämlich Burgenlandkroatinnen und -kroaten aus drei Ländern und vier Diözesen mit: dem Nord-, Mittel- und Südburgenland, der Slowakei und aus Ungarn. Sie beweisen, mit wie viel Leidenschaft und Freude Menschen zusammenkommen, nationale Grenzen hinter sich lassen und im Miteinander Kultur auf höchstem Niveau mit Leben erfüllen können." Bischof Zsifkovics würdigte den Chor mehrfach als "lebenden und lebendigen Beweis, dass Europa und das europäische Projekt einer Friedens-, Freiheits- und Solidargemeinschaft im Lebensweltlichen der Menschen funktionieren kann".

Applaus im Dom bereits bei Probe
Chorleiter Ivo Šeparović ist das Energiebündel an der Spitze des Megachores. Mitreißend und charismatisch wirbelte er bei den Proben im Zagreber Dom durch die Reihen, spornte seine Leute zu Höchstleistungen an, sorgte immer wieder durch seine Spontanität für allgemeine Freude – auch bei den Zuhörern unter den Touristenströmen im Dom, die sich immer wieder zu spontanen Beifallskaskaden hinreißen ließen. Alleine 12 Neuanmeldungen nach der Messe des folgenden Tages hatte Šeparović zu verzeichnen: "So viele wollen mitsingen! Ich fürchte, dass das alles zu groß wird. Was soll ich nur tun?" Die Antwort kann nur lauten: "Weitermachen! Keine Angst haben!" Denn Angstlosigkeit und Zuversicht sind ja das Motto der ganzen Wallfahrt.

Hier geht’s zu den Videos der Chorprobe:
Video 1 …
Video 2 …

Bischof initiierte internationales Chorprojekt
Bereits im Dezember des Vorjahres hatte der damals neue Außenminister und Vize-Premier von Kroatien Davor Stier noch vor seinem Treffen mit dem designierten Bundespräsidenten Alexander van der Bellen und Außenminister Sebastian Kurz Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics besucht und im Rahmen einer freundschaftlichen Begegnung im Rahmen eines Weihnachtskonzerts in der Pfarrkirche der burgenländischen Gemeinde Nikitsch den Chor "Pax et bonum" kennengelernt. Stier, der auch an der Pilger-Festmesse am Sonntag (21.05.) im Dom von Zagreb teilnahm, bezeichnete bereits damals den Chor als "ein wunderbares und starkes Symbol für Europa, das durch das Miteinander der Menschen Wirklichkeit wird." Ausdrücklich hatte sich der neue kroatische Außenminister bei Diözesanbischof Zsifkovics für dessen Engagement und Unterstützung des Burgenlandkroatischen und der Volksgruppen im Burgenland bedankt und ihn nicht nur "Fürsprecher, sondern auch Architekt des grenzüberschreitenden Miteinanders der Burgenlandkroaten unter dem Dach des gemeinsamen europäischen Hauses" genannt.

Bischof probt mit Chor und Lektoren für Live-Übertragung
Bischof Zsifkovics ließ es sich nicht nehmen, persönlich jedes Detail bei den aufwändigen Proben im Zagreber Dom im Auge zu haben, mit dem Chor die Einsätze für jene Stücke zu proben, die mit seiner Predigt interagieren würden, mit den burgenlandkroatischen Lektoren die richtige Aussprache und Betonung bei den liturgischen Lesungen zu üben. Besonders der Bischöfliche Zeremoniär in der Diözese Eisenstadt, Mag. Miroslav Mochnáč, war dem Bischof in diesen Tagen eine unerlässliche Stütze bei der Vorbereitung und Durchführung aller liturgischen Termine. Mochnáč hatte sich bereits bei der ORF-ZDF-Live-Übertragung des Weihnachtsgottesdienstes 2016 aus dem Eisenstädter Dom in den gesamten deutschen Sprachraum einen Namen gemacht und bewältigte auch die anspruchsvolle Vorbereitung des Pilgergottesdienstes im Zagreber Dom trittsicher und souverän.


Bischöflicher Zeremoniär Miroslav Mochnáč bei der Besprechung mit dem Regisseur (Bildmitte)
der TV-Live-Übertragung © Dominik Orieschnig
Bischof Zsifkovics bespricht mit den burgenlandkroatischen Lektoren
Aussprache und Betonung der liturgischen Texte © Dominik Orieschnig
Letzte Stichprobe, ob wohl auch alles richtig klingt © Dominik Orieschnig

Dank an stille Mitstreiter im Hintergrund
"Mir tut es leid", so Bischof Zsifkovics am Rande der Proben, "dass so viele Menschen, die sich Tag und Nacht für das Gelingen dieser historischen Wallfahrt eingesetzt haben, unsichtbar bleiben, obwohl man ihnen eigentlich gar nicht genug Anerkennung zollen kann – wie etwa Pfarrer Željko Odobašić als engagiertem Reiseplaner und Pilgerführer, Agnes Bubich als professioneller Übersetzerin vieler Texte oder Pater Božidar Blažević OFM für sein Mitdenken und Mitorganisieren in so vielen Fällen." Sein Dank und sein Gebet am Grab des seligen Alojzije Stepinac gelte daher "allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Diözese Eisenstadt, die sich in den letzten Monaten mit Können und Hingabe an den Vorbereitungen beteiligt haben".

Trotz aller Mühen der Vorbereitung bleibt immer noch Zeit für fröhliche Begegnungen im Dom © Dominik Orieschnig

Bischof Zsifkovics vor dem Grab des seligen Alojzije Stepinac: Stilles Gebet für das Burgenland,
die Burgenlandkroaten und Europa, für liebe Menschen und Wegbegleiter  © Dominik Orieschnig



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