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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Freitag, 12. Mai 2017

Kooperation mit osteuropäischen Ordensgemeinschaften als Teil des gesamteuropäischen Friedenswerkes

Die Ordensoberen in Bosnien spielen eine
wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Landes
© Diözese Eisenstadt
Eisenstädter Bischof setzt weiterhin auf Zusammenarbeit mit Ordensgemeinschaften in Osteuropa – Zsifkovics: "Rolle der Ordensgemeinschaften nicht mehr nur im labilen Versöhnungsprozess einzelner Länder von tragender Bedeutung, sondern auch für ein in die Tiefe wachsendes Europa"

Eisenstadt / Sarajevo – Der Eisenstädter Bischof und Europabischof der Österreichischen Bischofskonferenz trifft im Rahmen seines mehrtägigen Arbeits- und Pastoralbesuches in Bosnien-Herzegowina die wichtigsten Entscheidungsträger von Diözesankirche und Ordenskirche.

Treffen mit Ordensoberen
Zsifkovics nutzte eine Tagung der Oberen der bosnischen Ordensprovinzen, um mit den Entscheidungsträgern der geistlichen Gemeinschaften des Landes ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde u.a. die politische Lage des Landes und dessen Annäherungsversuche an ein vereintes Europa intensiv erörtert. Alle Ordensoberen sind sich darüber einig, dass der christliche Glaube in Bosnien äußerst lebendig ist – eine Qualität, die es bei allen noch zu bewältigenden politischen und wirtschaftlichen Reformen zu schützen und zu bewahren gelte. Besondere Sorge bereitet den Orden in Bosnien jedoch die nachhaltig steigende, massive Abwanderung von Katholiken aus dem Land, deren Gründe in erster Linie Zukunftsängste und mangelnde Perspektiven seien. In diesem Zusammenhang sei auch die Wichtigkeit einer weiteren gegenseitigen personellen und materiellen Unterstützung und Kooperation zwischen Ordensgemeinschaften und Diözesen, auch und gerade mit solchen in Mittel- und Westeuropa, zu sehen.

Segnung des neuen Provinzhauses der Franziskanischen Schulschwestern
Hatte Bischof Zsifkovics im vergangenen Jahr noch gemeinsam mit Sr. Kata Karadža, der Provinzoberin der Franziskanischen Schulschwestern, die Baustelle des Provinzialatsgebäudes des Ordens in Sarajevo inspiziert, so konnte sein jetziger Besuch bei den Schulschwestern im Ambiente des mittlerweile fertiggestellten nagelneuen Provinzhauses stattfinden.
Angeschlossen daran befindet sich ein Gäste- und Sozialwohnheim. Von den Schulschwestern geführt, dient es unter anderem bedürftigen Patientinnen und Patienten aus ganz Bosnien zur vorübergehenden Unterkunft, um ambulante Therapien in der Klinik in Sarajevo wahrnehmen zu können, oder deren Angehörigen, um ihnen die familiäre Betreuung zu ermöglichen.
Unter Teilnahme hochrangiger Geistlicher aus Sarajevo und ganz Bosnien fand die Segnung des Hauses und der neuen Hauskapelle mit dem Altar statt. Der Kardinal der Erzdiözese Sarajevo, Vinko Puljić, nahm die Altarweihe vor und zelebrierte im Anschluss daran die Heilige Messe gemeinsam mit Bischof Zsifkovics und dem Apostolischen Nuntius in Bosnien-Herzegowina, Erzbischof Luigi Pezzuto.

Besonderes Gastgeschenk aus dem Burgenland
Gemeinsam mit Provinzoberin Sr. Kata Karadža hatte Bischof Zsifkovics im Vorjahr eine weitere Kooperationsvereinbarung zwischen dem Orden und der Diözese Eisenstadt besiegelt. So verrichtet mittlerweile ab Herbst vergangenen Jahres im burgenländischen Dekanat Großwarasdorf eine weitere Franziskanische Schulschwester aus Sarajevo ihren Dienst, wodurch es seit September 2016 in der Diözese Eisenstadt mit ihrer äußerst vitalen Ordenslandschaft eine weitere ordensrechtlich errichtete Kommunität von vier Schwestern gibt.
Beim jetzigen Besuch in Sarajevo wartete Bischof Zsifkovics als Zeichen seiner Verbundenheit mit den Franziskanischen Schulschwestern mit einem besonderen Geschenk für die neue Hauskapelle auf: eine vom burgenländischen Künstler Professor Heinz Ebner kunstvoll gestaltete Patene aus Glas. Der Künstler, der bei der Morgenmesse am Tag nach der Segnung des Hauses selbst anwesend war, nahm den Dank und die Anerkennung der Schwesterngemeinschaft entgegen und führte mit den über das Geschenk sichtlich erfreuten Schwestern anregende Gespräche.

Planungen mit Kardinal Puljić
Kardinal Puljić hatte es sich am Vortag nicht nehmen lassen, Bischof Zsifkovics nach dem gemeinsam zelebrierten Gottesdienst ins Erzbischöfliche Haus einzuladen, um mit ihm gemeinsame Agenden zu besprechen. Darunter fiel auch ein besonders bedeutendes Thema: Als Delegierter der Österreichischen Bischofskonferenz zeichnet Bischof Zsifkovics für die Planung der Vollversammlung der österreichischen Bischöfe im Frühjahr 2018 in Sarajevo verantwortlich. Gemeinsam mit dem Bischöflichen Sekretär und Pressesprecher der Diözese Eisenstadt Dominik Orieschnig hatten beide Bischöfe schon vorab ein anspruchsvolles Programm für den bevorstehenden Besuch erarbeitet, der nicht nur auf kirchlicher, sondern auch auf staatlicher und europäischer Ebene Bedeutung haben wird. Beim jetzigen Treffen wurden einige weitere Konkretisierungen vorgenommen.

Bischof Zsifkovics mit Delegation im Kreise "seiner" Schwestern © Diözese Eisenstadt

Bischof Zsifkovics, Nuntius Pezzuto und Kardinal Puljić zelebrieren den Gottesdienst am neu geweihten Altar © Diözese Eisenstadt

Die Freude über das Gastgeschenk ist riesig © Diözese Eisenstadt

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