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Freitag, 4. November 2016

Eisenstädter Bischofsvikar P. Voith bei großer Ordenskonferenz in Rom: "Orden stellen sich Herausforderungen der Zeit"

Die Vertreter aus Österreich (v.l.n.r.):
P. Antonio Sagardoy OCD (Diözese Gurk-Klagenfurt),
P. Pius Maurer OCist. (Delegat D. St. Pölten),
Kardinal J. Braz de Aviz, P. Lorenz Voith CSsR (Diözese Eisenstadt),
P. Michael Zacherl SJ (ED Wien). © Diözese Eisenstadt
Internationale Tagung mit 250 Bischofsvikaren und Delegaten für das Geweihte Leben, darunter P. Lorenz Voith von der Diözese Eisenstadt, in Rom über Herausforderungen im Bereich des Ordenslebens, etwa bei der künftigen Zusammenlegung kontemplativer Frauenorden - Diözesanbischof Zsifkovics: Orden als "wesentliche spirituelle Leuchttürme" auf dem Neuen Pastoralen Weg der Diözese Eisenstadt

250 Bischofsvikare und Delegaten für das Geweihte Leben – darunter zahlreiche Bischöfe – aus allen Teilen der Welt kamen zu einer internationalen Konferenz der vatikanischen Kongregation für das Geweihte Leben zusammen. Auch Pater Lorenz Voith, Bischofsvikar für die Orden in der Diözese Eisenstadt, nahm an der hochkarätig besetzten Tagung teil: "Mit dieser erstmals stattgefundenen Tagung stellen sich die Orden den Herausforderungen der Zeit. Die Konferenz soll künftig alle zwei bis drei Jahre organisiert werden. Hier wurde ein Stück Weltkirche wieder erlebbar", so der Eisenstädter Bischofsvikar, der die persönliche Begegnung mit Papst Franziskus als einen der Höhepunkte neben der Tagung nannte. Geleitet wurde die Konferenz vom Präfekten der Kongregation Jose Kardinal Joao Braz de Aviz sowie vom Sekretär der Kongregation, Erzbischof Jose Rodriguez Carballo OFM.

Geplante Zusammenlegungen von Frauenorden
Im Zentrum der Gespräche standen dabei "einige wichtige Veränderungen im Bereich des Ordenslebens, die auch die Diözesen mit ihren Bischöfen und Bischofsvikaren betreffen", so der Eisenstädter Bischofsvikar. Dazu zählen die vom Papst eingeleiteten Änderungen von Rahmenbedingungen für kontemplative Frauenorden, wobei hier auch die Diözesen gefordert sein werden, damit die angestrebten Föderationen bzw. Zusammenlegungen gelingen.

Neue Gemeinschaften: Charisma im Fokus
"Ein weiterer zentraler Punkt betrifft das Ordensleben für Laienbrüder und deren Herausforderungen. Und schließlich sind Ortsbischöfe angehalten, vor der Zulassung von neuen Gemeinschaften verstärkt das Charisma, die Sendung und den Platz bzw. die Verortung in der Kirche zu überprüfen und den Kontakt mit der Kongregation für das Geweihte Leben zu intensivieren", fasst Bischofsvikar Pater Voith zusammen. Die Rolle der Bischofsvikare für das Geweihte Leben sah die Konferenz vor allem in der Mediation der Orden und der Wahrnehmung einer "Brückenfunktion zwischen Orden und Diözesanbischof".

Bischof Zsifkovics: Orden als spirituelle Leuchttürme
Für Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics nehmen die Orden gerade mit Blick auf den Neuen Pastoralen Weg der Diözese Eisenstadt eine zentrale Rolle ein: "Die Ordensgemeinschaften sind wesentliche spirituelle Leuchttürme, die ganz klar ausleuchten, dass strukturelle Veränderungen auf der Höhe der Zeit der spirituellen Verwurzelung bedürfen". Immer stehe dabei der "Dienst am Menschen, die Erweiterung und Vertiefung spiritueller Räume in der Rück- und Neubesinnung auf das Evangelium" im Vordergrund, betont Bischof Zsifkovics. Die Orden seien, so der Bischof, zentrale Impulsgeber und geistig-geistliche Quellen, wenn es darum gehe, die zeitgenössische Lebenswelt der Menschen für die spirituelle Dimension zu öffnen und umgekehrt die existenziellen Transzendenzbezüge der Menschen auf zeitgemäße Weise zu vermitteln.

Zukunftsfit durch Föderationen
Auf der Internationalen Konferenz für das Geweihte Leben in Rom wurde eine Reihe von aktuellen Themen behandelt, etwa die aktuelle Situation der Ordensgemeinschaften in vielen Teilen der Welt, Neugründungen, das Zusammenwirken mit der Ortskirche, kirchenrechtliche Fragen oder Fragen der Krisenbewältigung. Ein wichtiger Punkt war auch die neue apostolische Konstitution von Papst Franziskus "Vultum Dei Quaerere – über das kontemplative Leben in Frauenorden" (2016), die in breiter Abstimmung mit den Frauenorden weltweit erstellt wurde. Darin enthalten sind weitreichende Änderungen für alle kontemplative Frauenklöster. So müssen sich alle selbstständigen Klöster in Föderationen oder andere Verbände zusammenschließen, damit Leitung, Ausbildung und auch ökonomische Stabilität gewährleistet werden kann. 2017 folgen dazu von der Kongregation des Geweihten Lebens rechtlich verbindliche Vorgaben.

Begegnung mit Papst Franziskus: Orden als Geschenk
Ein Höhepunkt der Tagung war die persönliche Begegnung mit Papst Franziskus. Der Papst erinnerte dabei an die Wichtigkeit der Ordensgemeinschaften in die Kirche: "Das geweihte Leben ist ein Geschenk an die Kirche, wurde in der Kirche geboren, wächst in der Kirche, ist ganz auf die Kirche ausgerichtet." Die Orden und Säkularinstitute seien ein "geistiges Kapital" und "Geschenk" für das Wohl der ganzen Kirche. Die Bischofsvikare und Delegaten sollen die Institute des Geweihten Lebens fördern, begleiten und ihre Autonomie beachten. Papst Franziskus mahnte zugleich bei den Diözesen ein, die Prüfung von neuen geistlichen Gemeinschaften gründlich vorzunehmen und dabei die Konsultation mit der Kongregation des Geweihten Lebens wahrzunehmen.

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