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Dienstag, 3. Mai 2016

Katholische Erwachsenenbildung diskutiert "Arbeit im Wandel"

Die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung (KAB) Burgenland und das Forum Katholischer Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt laden am Mittwoch, 18. Mai 2016, um 19 Uhr zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion in den Saal der Arbeiterkammer Burgenland in Eisenstadt

"Arbeit im Wandel" kann als Einrahmung für Grundsatzfragen zur heutigen Arbeitswelt, als Chiffre ihrer damit verbundenen Herausforderungen, Probleme, aber auch Chancen wahrgenommen werden. "Arbeit im Wandel" ist zugleich Titel einer Veranstaltungsreihe der Katholischen Erwachsenenbildung in Österreich, die mit einer hochkarätig besetzten Veranstaltung auch in Eisenstadt Station macht: Am Mittwoch, dem 18. Mai 2016, findet um 19 Uhr unter der Leitfrage "Das Ende der Hierarchie in der Arbeitswelt?" eine Podiumsdiskussion statt, die sich der Herausforderung stellt, Arbeit und Leben neu zu denken.



Die renommierte Beraterin und Trainerin für Organisations- und Personalprozesse in der Arbeitswelt, Gerlinde Schein, wird einen Impulsvortrag halten und ebenso an der Podiumsdiskussion teilnehmen wie Dechant Norbert Filipitsch (KAB), der Präsident der Arbeiterkammer Burgenland, Alfred Schreiner, und Josef Stiglitz, Abteilungsleiter in der Wirtschaftskammer Burgenland. Die Moderation übernimmt der Generalsekretär der Katholischen Aktion, Karl Woditsch.

125 Jahre Katholische Soziallehre
Vor 125 Jahren gab die erste Sozialenzyklika der Katholischen Kirche – "Rerum novarum" von Papst Leo XIII. (1891) – Antworten auf Herausforderungen der Industrialisierung sowie ein klares Bekenntnis gegen die Ausbeutung der Arbeiterschaft und deren vielfach prekäre, menschenunwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen ("soziale Frage"). Die Diskussion "Arbeit im Wandel – Das Ende der Hierarchie in der Arbeitswelt?" konzentriert sich jedoch nicht auf eine historische Rückschau, sondern versucht, Antworten auf aktuelle Herausforderungen einer im Wandel begriffenen Arbeitswelt zu finden.

Die "soziale Frage" bleibt virulent
Prekarisierung, Flexibilisierung, Erwerbsarbeitslosigkeit, das Bedürfnis und grundlegende Streben nach Selbstverwirklichung und eine Vielzahl an alternativen Arbeitsformen sind nur einige wenige Schlüsselbegriffe, die den Themenrahmen zu aktuellen Fragen mit Blick auf Prozesse, Strukturen und deren Dynamisierung der Arbeitswelt abstecken.

Soziale Fragestellungen, vor allem im Hinblick auf nachhaltige und gerechte Modelle von Arbeits- und Lebensentwürfen sowie deren Ermöglichung zur Entfaltung von Selbst- und Mitbestimmungspotenzialen, haben im 21. Jahrhundert nichts an Dringlichkeit und Brisanz verloren. Globale Krisenphänomene, die Verschärfung von Ungleichheiten, die Radikalisierung von Marktideologien, das Spannungsfeld von Wachstumsideologie und Nachhaltigkeit, von neoliberaler Deregulierung einerseits und dem Grundbedürfnis nach Sicherheit und Gerechtigkeit andererseits, aber auch die Zunahme prekärer Arbeitssituationen, die den hinabziehenden Strudel des "working poor" ebenso befeuern wie systematische Überbelastungen und Überforderungen, sind einige jener Fäden, aus denen die Gefährdungen der menschlichen Würde und eines menschenwürdigen Lebens- und Gesellschaftsentwurfes durch fehlgeleitete Entwicklungen in der Arbeitswelt gesponnen sind.

Doch wie lässt sich ein nachhaltiges Arbeits- und Lebensmodell, das nicht ausbeutet, sondern generationenübergreifend bewahrt und bebaut, realisieren? Wie lässt sich eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Zugängen, wie lässt sich eine gerechte Teilhabe aller an einem guten Leben und öffentlichen, soziokulturellen Gestaltungsräumen, wie lässt sich eine Anerkennungsgerechtigkeit in der Würdigung der Potenzialität aller Menschen als einzigartige und unveräußerliche Freiheitswesen in der Gestaltung von Arbeit und Leben auf den Weg bringen?

Alternativen zur hierarchischen Arbeitswelt?
Aber auch auf Unternehmens- und Organisationsebene stehen zahlreiche drängende Fragen an: Gelingt es innovativen Unternehmen, Organisationen und Initiativen, Alternativen zu hierarchischen Strukturen zu etablieren? Welchen Beitrag können sie zur Stärkung demokratischer Gesellschaftsstrukturen leisten? In welchem Bezug stehen Führung und Selbstorganisation zueinander?

Diese und ähnliche Fragen werden auf der Podiumsdiskussion "Arbeit im Wandel – Das Ende der Hierarchie in der Arbeitswelt?" am 18. Mai im Saal der Eisenstädter Arbeiterkammer wohl zur Sprache kommen.

"Arbeit im Wandel – Das Ende der Hierarchie in der Arbeitswelt?"
18. Mai 2016, 19 Uhr
Saal der Arbeiterkammer Eisenstadt
Wiener Straße 7
7000 Eisenstadt
Einführungsreferat von Mag.a Gerlinde Schein (Katholische Sozialakademie Österreichs)
Podiumsdiskussion mit
Mag. Norbert Filipitsch MAS (Dechant und Pfarrer)
Alfred Schreiner (Arbeiterkammer-Präsident)
Mag. Josif Stiglitz (Wirtschaftskammer, Abteilungsleiter Arbeits- und Sozialrecht)
Moderation: Karl Woditsch MAS (Generalsekretär Katholische Aktion)





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