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Dienstag, 15. März 2016

Bischof Zsifkovics spielt Steilpass der Spiritualität und kickt mit der Jugend

© Michaela Krasnanska
Was die Universalsprache des Fußballs mit dem Geschenk des Glaubens zu tun hat und wie aus einer bischöflichen Visitation im Dekanat Neusiedl ein Fußballfest wurde, bei dem Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics seine Dribbelkünste auspackte

Ein eleganter Haken hier, ein "Ferserl" da und dann der – bischöfliche – Steilpass ideal in den Lauf und punktgenau in die Herzen der Jugend gespielt: Ganz recht, ein Bischof, der mit den Kids kickt, der spontan zum runden Leder greift, das Stubenhocken mit dem Rasen vertauscht und eine Visitation zum Erlebnis macht: Aus dem "Steilpass der Spiritualität", den Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Rahmen seines Besuchs am vergangenen Wochenende in Potzneusiedl und Deutsch Jahrndorf im Dekanat Neusiedl jungen Menschen zuspielte und anhand der wohl allerorts präsenten, sich als emotionales Verständigungsband um den Globus schlängelnden Fußballsprache ausführte, wurde kurzerhand ein herzhaft-ungezwungener Kick – und der Bischof mitten drin und voll dabei.



Ein punktgenauer Pass: Das Leben als Gabe
"Menschsein heißt immer schon, aus einem Geschenk des Daseins, aus einer ursprunghaften Gabe, aus einem Fragen nach dem Woher und Warum und Wohin unseres existentiellen Unterwegsseins zu leben. Offen zu sein für dieses Geheimnis und diese Gabe, dass Einer immer schon das große Ja zu euch gesagt hat und immer sagen wird, und dieses Zuspiel, diesen Pass für euer Selbstsein und euer weltoffenes Miteinander aufzugreifen, das ist das wahre Annehmen der ‚Hand Gottes’", so Bischof Zsifkovics.

Die wahre "Hand Gottes" annehmen
"Nicht ein Maradona wurde zur ‚Hand Gottes’, als er ein schon legendäres WM-Tor irregulär und im Hintergehen der Spielregeln mit der Hand erzielte, sondern die ‚Hand Gottes’ ist immer schon ausgestreckt, der Pass immer schon zugespielt." Dieses Zuspiel bedeute nichts weniger als "das Freigegeben-Sein jeder und jedes Einzelnen zur je eigenen Freiheit, die zu vollbringen wir im liebenden Miteinander und Füreinander aufgerufen sind", so ein mit Fußballbildern gaberlnder Bischof.

Hl. Martin als "Goleador des Glaubens"
So sei gerade der hl. Martin, den die Diözese Eisenstadt im heurigen Jubiläumsjahr "1.700 Jahre hl. Martin" besonders feiert, ein "Goleador des Glaubens" gewesen, einer, der den Spielball eines christlichen Unterwegsseins in der Welt treffsicher und im ganz konkreten Tun in das Tor der Barmherzigkeit versenkt habe. "Wenn Martin den Mantel mit dem frierenden und hungernden Bettler teilt, wenn die Martinstat zu den Notleidenden und Schutzsuchenden, an die Ränder der Gesellschaft geht, dann sind christliche Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Solidarität nicht Taktik und Finte im Spiel, sondern der eigentliche Herzschlag im Zeit-Spiel-Raum unseres Lebens selbst. Weil wir immer schon aus einem Geschenk, einer Gabe sein dürfen, sind wir aufgerufen, den Pass und das Zuspiel eines liebenden Ja zu unseren Mitmenschen weiterzuspielen", so der Bischof zu den Jugendlichen.

Teamwork ist gefragt
Fußball, das Spiel auf dem grünen Rasen sei ein großartiges Bild für Einheit und Vielfalt im Leben und in der Gesellschaft: "Jeder Fußballer weiß, dass Erfolg nur im Teamwork möglich ist. Als Team auftreten können heißt, eine Vielheit je einzigartiger Spieler mit ihren je individuellen Potenzialen zu einer Einheit formen zu können, die im Einssein das Individuelle nicht niederdrückt, sondern gerade zur Entfaltung bringt. Geht die Einheit verloren, dann erodieren Beziehungsgefüge und Zusammenhalt. Geht die Vielfalt verloren, wird das Spiel schal und leer, unkreativ und unfrei."

Doppelpass mit bischöflichem Innenrist
Genug der Worte – das runde Leder will gespielt, der Torhunger gestillt werden, aus der Soutane wird ein Trikot, aus dem Steilpass der Spiritualität ein Doppelpass zwischen bischöflichem Innenrist und jugendlichen Wadln und somit aus einem bischöflichen Besuch von Firmlingen ein Fußballfest, bei dem die Jugendlichen mindestens so viel Spaß hatten wie Bischof Ägidius Zsifkovics selbst.

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