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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Dienstag, 30. Juni 2015

26-jähriger Burgenländer zum Priester geweiht

Priesterweihe Philipp SupperDer 26-jährige Weppersdorfer Philipp Supper wurde von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zum Priester geweiht.

Noch als Schüler kam er während einer Berufsinformationsmesse in Kontakt mit dem Priesterseminar. Nun wurde Philipp Supper aus Weppersdorf zum Priester der Diözese Eisenstadt geweiht.

Sein Berufswunsch war schon früh "irgendwas mit Menschen". Supper überlegte, ob er Arzt werden solle, Psychiater oder Familienberater. Mit seiner Entscheidung, schlussendlich Priester zu werden, ist er heute sehr zufrieden. "Ich glaube, dass da viele Aspekte von anderen Berufsgruppen im Priesterberuf drinnen sind. Als Priester bekommt man vom Leben viel mit – man ist bei Taufen dabei, bei Firmungen und Begräbnissen."

Eigentlich hätte er auch fast den Weg zum Fußballprofi eingeschlagen. Er spielte im Bundesnachwuchszentrum (BNZ) und gehörte damit zu den talentiertesten Spielern des Burgenlandes. "Profispieler hätte ich aber nicht werden können, dazu fehlte mir das Potential", sagt er heute. Als Priester möchte er vor allem die Tätigkeit eines Seelsorgers in den Mittelpunkt stellen und "mit den Leuten mitgehen, sie begleiten, zuhören oder bei Bedarf Ratschläge geben." Seine Priesterweihe sieht er als Abschluss eines Weges, aber trotzdem auch als Neuanfang. "Ich habe Vorfreude auf das was kommt." Nachsatz: "Mit der Freude, mit der man sich auf das Fest freut, sollte man auch später an die Arbeit als Priester herangehen."

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hob in seiner Predigt drei Schlagworte hervor, die den Neupriester begleiten sollen. Das erste heißt: Führen. "Du sollst die Dir anvertrauten Menschen als Hirte auf eine gute Weide führen. Du sollst sie nicht an Dich binden, sondern indem Du ihnen das Wort Gottes verkündest, die Sakramente spendest und sie auch selber empfängst –besonders das Sakrament der Versöhnung – die Caritas lebst und die christliche Gemeinschaft mitaufbaust, sollst Du sie zu Christus führen. Richtschnur und Maßstab ist Dir dabei Jesus, der gute Hirte und sein Evangelium sowie das ständige Gebet." Das zweite Wort heißt: Prüfen. "Du sollst als Hirte die Dienstleistungen und Charismen der Gläubigen prüfen, das heißt ihre Talente und Fähigkeiten sehen, anerkennen und wertschätzen. Dazu braucht es ein offenes und liebendes Herz für die Menschen." Und das dritte Wort heißt: Einmütig zusammenarbeiten. "Einheit und Zusammenarbeit sind zwei Schlüsselworte in der Seelsorge. Ohne Einheit und Zusammenarbeit gibt es kein fruchtbares und glaubwürdiges Wirken. Einheit und Zusammenarbeit mit allen in der Pfarre, im Dekanat und in der Diözese, unter den Priestern und mit dem Bischof sowie zwischen Priestern und Laien."

Im letzten Jahr absolvierte Philipp Supper sein Pastoralpraktikum in der Pfarre Großpetersdorf. Künftig wird er zur Fortsetzung seiner Studien am Istituto Patristico Augustinianum in Rom freigestellt.

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Freitag, 26. Juni 2015

Stellenausschreibung

Das Bischöfliche Ordinariat bringt folgende Stelle zur Ausschreibung: 
Pastoralassistentin/Pastoralassistent für die Seelsorge im Landeskrankenhaus Oberwart

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Papst-Dank an die "Perlen der Pfarrhäuser"

Foto: ZVG
Burgenländische Pfarrhaushälterinnen trafen 250 Kolleginnen aus dem deutschsprachigem Raum

Fast 250 Pfarrhaushälterinnen aus Österreich, Deutschland und Südtirol kamen zur großen, zweitägigen Wallfahrt der Berufsgemeinschaft ins Stift Melk und ins Stift Göttweig – auch Vertreterinnen aus der Diözese Eisenstadt waren dabei.

Nuntius Zurbriggen brachte Dank vom Papst
Nuntius Zurbriggen übermittelte dabei die Segenswünsche und den Dank von Papst Franziskus. "Ihr Dienst ist enorm wichtig für Kirche und Priester", sagte der Nuntius. Pfarrhaushälterinnen seien oft die erste Anlaufstelle, wenn jemand zum Pfarrhof kommt und vielfach echte Brücken zwischen Kirche und der Bevölkerung.

Bischof Schwarz: Ihr seid Perlen
Bischof Alois Schwarz, in der Bischofskonferenz zuständig für die Pfarrhaushälterinnen, betonte die Bedeutung der Gemeinschaft: "Ihr seid ein kostbarer Schatz, Ihr seid Perlen!" Aufgabe einer Pfarrhaushälterin sei es, das Gute in der Welt zu verbreiten, "denn damit unterstützen Sie den Priester in seinem Dienst an den Menschen". Es gebe fünf Prioritäten für ein gelingendes Leben. Einerseits bedürfe es genügend Schlaf, das sorge für Kreativität. Schwarz warnte vor einem Ausbrennen in der Seelsorge. Zweitens seien körperliche Bewegung sowie Gesundheit wichtig. Drittens bedürfe es für ein gelingendes Leben des Gebetes, "der Seele muss man immer wieder Sauerstoff geben". Weiters brauche es Zeit für Gemeinschaft und Gespräch. Fünftens sei die Arbeit zentral, wobei manche daraus einen Ersatz für Begegnung oder Gebet machen würden. Diese Prioritäten seien wichtig für die innere Balance sowie für die Seelsorge. Damit würden Perlen zum Glänzen gebracht. Der Bischof sagte auch: "Mögen die Menschen, denen Sie begegnen, spüren, dass Sie beim Reden mit und über die anderen Menschen Freude ausstrahlen. Dann wird der Pfarrhof zu einem Ort, zu dem man gerne kommt."

Mit einer Schifffahrt bis Krems und einer Führung mit anschließender Vesper mit dem Konvent des Stiftes Göttweig ging die Begegnung zu Ende.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Drei Seminaristen der Diözese Eisenstadt zu Diakonen geweiht

Diakonenweihe 2015
Shinto Varghese Michael, Stefan Ludwig Jahns,
 Lijo Thomas Joseph 
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
Der Burgenländer Stefan Ludwig Jahns und seine beiden indischen Mitbrüder Shinto Varghese Michael und Lijo Thomas Joseph wurden von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zu Diakonen geweiht.

Drei Seminaristen der Diözese Eisenstadt vollzogen einen wichtigen Schritt auf ihrem Weg zum Priestertum. Mit Stefan Ludwig Jahns aus Kroatisch Minihof wurde ein Spätberufener zum Diakon geweiht. Der Jurist mit eigener Rechtsanwaltskanzlei entschied sich vor sechs Jahren gegen den Gerichtssaal und für ein Leben als Student und Seminarist. Ins Grübeln, ob er denn diesen Weg überhaupt zu Ende gehen wolle, komme er nicht mehr. „Die Grundsatzentscheidung, ob ich Diakon oder Priester werden will, die klärt sich nicht in den letzten Wochen, sondern über die letzten Jahre.“

Mit Shinto Varghese Michael und Lijo Thomas Joseph wurden zwei Männer aus der indischen Partnerdiözese Kanjirapally zu Diakonen geweiht. Beide kamen vor sechs Jahren nach Österreich, mit dem Ziel, hier zu studieren und einige Jahre nach ihrer Weihe auch als Priester im Burgenland zu wirken. „Später werden wir dann nach Indien zurückkehren“, erzählt der 30-jährige Lijo, um anzufügen: „Wir freuen uns sehr, dass wir im Burgenland arbeiten dürfen. Uns gefällt es hier sehr gut, die Mentalität der Menschen ist toll.“Im Burgenland hatten beide in den vergangenen Jahren schon Bezugspfarren. Bei Shinto Varghese Michael war das die Propstei- und Stadtpfarre Eisenstadt-Oberberg und die Stadtpfarre Eisenstadt-Kleinhöflein. Bei Lijo Thomas Joseph waren es Marz und Rohrbach.

Bei der Diakonatsweihe waren auch Altbischof Paul Iby und der Bischof der brasilianischen Diözese Propria, Mário Rino Sivieri, anwesend. Alle drei legten den Kandidaten die Hände auf. In seiner Predigt bezog sich Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics auf drei Punkte. Erstens: Habt ein Herz für Gott! „Weil Gott ein Herz für uns Menschen hat, sollen auch wir Menschen ein Herz für Gott, unseren Schöpfer und Erlöser, haben –soll auch unser Herz für Gott schlagen. Damit Ihr das könnt, braucht es eine innige Beziehung zum Herzen Jesu, braucht es das Lesen und Betrachten der Hl. Schrift, Gebet, Gottesdienst und die Feier der Sakramente.“Zweitens: Habt auch ein Herz für die Menschen! „Bei Eurem Weiheversprechen wird Euch besonders ans Herz gelegt, Armen und Kranken beizustehen, Heimatlosen und Notleidenden zu helfen. Das ist nicht nur ein frommes Versprechen –das zu erfüllen seid Ihr und sind wir alle gerade in unseren Tagen herausgefordert –denken wir nur an die vielen Flüchtlinge, die auch bei uns Herberge und Hilfe suchen!“Und drittens: Habt ein Herz für Euer Volk, Eure Sprache und Eure Kultur! „Das Eigene kennen und lieben und das Andere, Fremde schätzen und ehren! Das ist unser burgenländischer Weg, den unser Volk durch Jahrhunderte geht!“, erklärte Bischof Zsifkovics abschließend.

Nächstes Jahr folgt die Priesterweihe der drei Diakone. Stefan Ludwig Jahns wird im Martinsdom von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics geweiht, seine beiden indischen Mitbrüder in ihrer Heimat Indien.

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Mittwoch, 10. Juni 2015

Bischof Zsifkovics: Religionsunterricht für ganzheitliche Bildung unverzichtbar

Bischof Zsifkovics: Religionsunterricht für ganzheitliche Bildung unverzichtbar
© PH Burgenland
 Eisenstadts Diözesanbischof betont im offenen Gespräch mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule (PH) Burgenland die Bedeutung eines konfessionellen Religionsunterrichts gerade mit Blick auf die Identitätsbildung, Dialogfähigkeit und Wertehaltung junger Menschen – Ethikunterricht kann Bildungskonzept sinnvoll erweitern, aber nicht den konfessionellen Religionsunterricht ersetzen

Bildung ist mehr als bloße Informationsanhäufung. Sie ist immer auch Befähigung, Ermutigung und Bestärkung junger Menschen zur Reflexion über grundlegende Ziele, Werte und Prinzipien des individuellen und gesellschaftlichen Handelns. Und genau deshalb ist der Religionsunterricht ein unerlässlicher Bestandteil eines ganzheitlichen Bildungsauftrags, wie Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics im Rahmen der Podiumsdiskussion der Reihe „Gegenwartsgespräch – Zukunftsdialog“ am letzten Freitag an der Pädagogischen Hochschule (PH) Burgenland betonte. „Zum Konzept allgemeiner Bildung gehört das Nachdenken über den Sinn des eigenen Lebens. So soll ein konfessionell profilierter Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlichem Denken und Verhalten befähigen und zur Entwicklung einer gesprächsfähigen Identität beitragen“, sagte der Diözesanbischof im offenen Gespräch mit Studierenden der PH Burgenland.

„Religion light“ nicht zielführend
Zur Diskussion über eine mögliche Einführung eines Ethikunterrichts meinte der Diözesanbischof, dass dieser für Schülerinnen und Schüler, die an keinem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, durchaus eine sinnvolle Alternative für die Vermittlung grundlegender Wert­ und Sinnhorizonte sowohl für den individuellen Lebensentwurf als auch für das soziale Miteinander darstellen könne. Zugleich müsse man sich jedoch der mit einem alleinigen Ethikunterricht gegebenen Gefahr eines Steckenbleibens im bloß Oberflächlichen bewusst werden und kritisch rückfragen, „wer für einen solchen Ethikunterricht die Parameter aufstellt“ und aus welchen Grundlagen diese geschöpft werden. Eine Art „Religion light“, so der Bischof wörtlich, sei jedenfalls nicht zielführend. Andererseits gebe es berechtigte Zweifel, ob man „mit dem konfessionellen Religionsunterricht ganz alleine durchkommen wird“.

Dialog braucht Wissen um den eigenen Standpunkt
Die Vermittlung und Darstellung anderer Religionen und Glaubensansprüche sei wesentlich für die Herausbildung einer „gesprächsfähigen Identität“ junger Menschen und müsse somit fixer Bestandteil eines jeden Lehrplans sein, betonte Bischof Zsifkovics. Zugleich sei er überzeugt, dass „wir auch selber unsere eigene Religion, unseren eigenen Standpunkt kennen müssen“, zumal Dialogfähigkeit und das selbstbewusste Wissen um den eigenen Standpunkt Hand in Hand gehen und sich wechselseitig bedingen. Auch im Hinblick auf den Dialog mit säkularen Bereichen gelte es, eine Kultur der Offenheit, der Achtsamkeit und Achtung zu leben und zugleich das Profil religiöser Bedeutungsbezüge, Begriffe und Positionen klar und profund zu vertreten.
Angesprochen auf die Debatte über das Morgengebet im Unterricht sagte Bischof Zsifkovics wörtlich: „Mein persönlicher Standpunkt ist: Wir wollen niemandem etwas aufzwingen. Aber wenn die Mehrheit zum Beispiel der christlichen Kirchen angehören, dann glaube ich, sollte man bei diesem Gebet bleiben.“ Wer sich vom Gebet nicht angesprochen fühle, dem dränge man nichts auf. Man könne jedoch respektvoll um einen Moment des Innewerdens, der Ruhe, des eigenen Nachdenkens bitten.
Die Reihe „Gegenwartsgespräch – Zukunftsdialog“ ist eine Initiative der PH Burgenland, die im Rahmen ihrer „Politischen Bildung“ Studierende und Lehrende gemeinsam mit Persönlichkeiten des Landes aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kirche und Medien ins Gespräch bringt. „Diejenigen, die sich um die Kinder – die Zukunft des Landes – kümmern, sollen auf die Menschen treffen, die gegenwärtig das Land gestalten“, bringt PH­Vizerektorin Mag. Inge Strobl­Zuchtriegl das Anliegen der Gesprächsreihe auf den Punkt.

Offen für Begegnung mit der Jugend
Diözesanbischof Zsifkovics sieht in der Reihe „eine sehr wichtige Initiative für uns alle, für unser Land“. Er habe mit „viel Freude“ und „großer Offenheit“ dieses Gespräch mit Burgenlands zukünftigen Pädagoginnen und Pädagogen angenommen, ein Gespräch, bei dem es nicht darum gehe, etwas „vorzusagen und bloß zu lehren“, sondern in direkte Begegnungsräume mit der Jugend einzutreten, „ihre Vorstellungen, Meinungen, Ängste und Freuden hautnah mitzuerleben und davon zu lernen“, so Bischof Zsifkovics. Neben dem Bischof nahmen unter anderem bereits Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann­Stellvertreter Franz Steindl, Superintendent Manfred Koch, Generalvikar Martin Korpitsch, der Direktor der Arbeiterkammer Burgenland, Thomas Lehner, der Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland, Manfred Gerger oder ORF Burgenland Landesdirektor Karl­Heinz Papst an der Gesprächsinitiative teil.

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Zusammenfassung des Gespräches mit Bischof Zsifkovics …

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