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Mittwoch, 16. Dezember 2015

Diözesane Betriebskultur: "Gute Arbeit braucht Anker der Entschleunigung und Sammlung"


Bereits zum vierten Mal ermöglicht die Diözese Eisenstadt mit einem Betriebsurlaub vom 24. Dezember 2015 bis 6. Jänner 2016 allen kirchlichen MitarbeiterInnen einen ausgedehnten zeitlichen Freiraum für die Familie, Freunde, Muße und die eigene innere Ruhe.

"Gute Arbeit braucht Ankerplätze der Entschleunigung und der eigenen Sammlung. Ohne das bewusste Setzen von Zeit-Ruhe-Räumen, ohne die Atemluft der Gelassenheit, die loslassen kann und darf von der Alltagsdynamik, von Leistungsansprüchen und Arbeitsanforderungen, wird nicht nur die Muskulatur des Produktiv-Kreativen erlahmen, es wird die leibseelische Ganzheit des Menschen und seine mitmenschlichen Bezüge austrocknen", so Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, der mit einem Betriebsurlaub für alle kirchlichen MitarbeiterInnen der Diözese Eisenstadt bereits zum vierten Mal ein konkretes Zeichen zur Entschleunigung und Sammlung in der Weihnachtszeit setzt.

Freiräume für das Fest der inneren Freiheit
"Zu Weihnachten ist Gott Mensch geworden. Es ist ein Fest der Freude, ein Fest für Seele, Geist und Leib. Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, dieses Fest in innerer Freiheit, ohne seelischen Stress und Druck anzunehmen. Das bedeutet viel mehr, als am Heiligen Abend ein paar Geschenkpackerln aufzureißen", so der Bischof, der von der Bedeutung eines weihnachtlichen Betriebsurlaubs überzeugt ist.

Sinnressource Arbeit braucht Work-Life-Balance
Gerade kirchliche Einrichtungen müssten beispielgebend vorangehen, wenn es darum gehe, eine sinnerfüllte "Work-Life-Balance", eine Balance zwischen Arbeit und freier Zeit, zwischen Stunden der Produktivität und jenen der Ruhe zu bewahren. "Menschliche Freiräume dürfen nicht den Idolen jener ‚turbokapitalistischer Verirrungen’ geopfert werden, die gute Arbeit als gestalterischen, kreativen, sich selbst und in der Gemeinschaft verwirklichenden Sinnvollzug zu Formen der Ausbeutung, der Entfremdung und Verdinglichung pervertieren", betont Bischof Zsifkovics. Die seit Jahren gepflegte Betriebskultur der Diözese, die genau diese Ankerplätze der Erholung und Zuwendung an Familie und Freunde ermöglicht, sei somit auch allgemeine gesellschaftliche Einladung zum Entdecken und Wiederentdecken von Arbeit als tatsächlicher Sinnressource, aber auch Stachel im Fleisch fehlgeleiteter Tendenzen.

"Atemlos lassen sich Potenziale nicht entfalten"
Untersuchungen zeigen eindeutig, dass Gestaltungsfähigkeiten, Arbeitspotenziale, die Selbstverwirklichung durch eigene Leistungen und die mit eigenen Handlungsleistungen verbundene Freude durch mangelnde Ausgleichs-, Ruhe- und Freiräume deutlich abnehmen. "Ein gesunder Betrieb braucht gesunde Menschen und Gesund-Sein betrifft den leibseelischen Selbst- und Weltbezug im Ganzen", so der Bischof. "Atemlosigkeit und die Illusion eines ruhelosen ‚Immer-Mehr’ sind keine gute Grundlage für das Entfalten und Verwirklichen von Potenzialen. Und das betrifft das Arbeits- und Wirtschaftsleben genauso wie die Gestaltung von Freizeit, die sich etwa durch einen überbordenden und übersteuerten Konsum selbst um die Chance einer eigentlichen Sammlung, einer Freilegung eigener Daseinsmöglichkeiten bringt."

In der Zeit vom 24. Dezember 201 bis 6. Jänner 2016 werden daher alle Dienststellen der Diözese geschlossen sein. Ausgenommen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im seelsorglichen Dienst.

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