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Montag, 12. Oktober 2015

Bischof Zsifkovics: Dankbarkeit für Dienst der Diakone


Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics unterstreicht am Erntedankfest und Diakonentreffen in Illmitz seine Wertschätzung und Anerkennung für den Dienst der Diakone und spannt den Sinnhorizont der existentiellen Haltung der Dankbarkeit auf

"Der Diakon ist kein kirchlicher Statist, Karrierist oder gar Aufputz in der Liturgie, sondern – wie es die Kirchenväter so schön und klar sagen – das Auge Gottes der Kirche": Das sagte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics beim Diakonentreffen und Erntedankfest am Sonntag, dem 11. Oktober 2015, in Illmitz vor Diakonen aus ganz Österreich. Er drückte seine große Wertschätzung für den Dienst der Diakone aus, denen er drei "Tipps" mit auf den Weg gab: Die Fähigkeit zur kritischen Urteilskraft, also das Unterscheiden-Können zwischen dem Wesentlichen und Nebensächlichen bzw. dem Richtigen und Falschen, ein Leben, getragen vom "Atem des Evangeliums" sowie der "Dienst an den Armen".

"Ein Auge haben für die Not der Menschen"
Bischof Zsifkovics ermutigte die Diakone, "nicht zuerst auf sich selbst zu schauen, sondern ein Auge zu haben für die Not der Menschen, besonders für die Not der Armen von heute." Dies sei, so der Diözesanbischof wörtlich, der "erste und wichtigste Dienst". Die Wahrheit einer Logik des Herzens, wie sie im Evangelium verkündet und bekundet werde, bezeuge sich nicht durch Selbstbespiegelung und Strategien des Rückzugs, sondern durch das Hinausgehen zu den existentiellen Peripherien.

Seine Dankbarkeit für den Dienst der Diakone stand zugleich im Konnex des Bestrebens, den Dank als grundlegende Lebenshaltung, die den Blick freigibt für das Dasein als unverfügbares Geschenk, zu buchstabieren. Im existentiellen Phänomen des Dankens liege eine Demut, die gerade nicht klein mache und herabdrücke, sondern die im Aufsprengen der Icheinsamkeit die Freude über das unzählbar Haltgebende, Helfende, Bergende und Einbettende in die für alle Menschen essentiellen Fäden der Angewiesenheit auf andere wecke. "Wir alle sind angewiesen auf andere – von den eigenen Eltern, Familien und Freunden über das Ärzteteam im Spital bis hin zu großen, überindividuellen Organisationen". Darüberhinaus sei die Haltung der Dankbarkeit jener Schlüssel, der – weit mehr als bloße Höflichkeit – eigentliche zwischenmenschliche Nähe und Begegnungen, getragen von Achtsamkeit und Anerkennung, erschließe, wie der Bischof am Diakonentreffen betonte.

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