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Freitag, 4. September 2015

Zsifkovics: In Flüchtlingsfrage gegen den Strom schwimmen

Eisenstadts Diözesanbischof erinnert am Sommerfest der Priester und Diakone an den nach KZ-Haft verstorbenen Priester-Märtyrer Karl Leisner – Neue orthodoxe Mönche zu Gast am Fest

Eisenstadt - Jede echte Berufung bewährt sich im Zeugnis und damit in der Herausforderung, als Priester "nicht mit dem Strom mit zu schwimmen", sondern der Berufung in den vielfältigen Fragen unserer Zeit, "besonders heute angesichts der Frage der Flüchtlinge und Asylsuchenden", treu zu bleiben: Das betonte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Rahmen des bereits traditionellen Sommerfestes der Priester und Diakone, zu dem der Bischof kürzlich nach Eisenstadt geladen hatte. Bischof Zsifkovics erinnerte dabei an den vor 100 Jahren geborenen seliggesprochenen Priester-Märtyrer Karl Leisner, der wegen seiner Hitler-Kritik ins Konzentrationslager Dachau kam und kurz nach der Befreiung 1945 verstarb.
Leisner wurde im März 1939 vom Bischof von Münster zum Priester geweiht und im November desselben Jahres infolge seiner unbeugsamen und kritischen Haltung gegenüber dem NS-Regime von der Gestapo verhaftet und in das KZ Sachsenhausen interniert. 1940 kam er in den sogenannten Pfarrerblock des KZ Dachau. Leisner war der einzige, der je in einem Konzentrationslager die Priesterweihe empfing. Völlig entkräftet und geschwächt verstarb er nur wenige Monate nach der Befreiung des Lagers im Jahr 1945.

"Treue zur Berufung"
"Zur bleibenden Botschaft des Karl Leisner für uns heutige Priester und für alle Christen gehört, dass jede echte Berufung getragen wird und lebt aus der Liebe zu Christus. Jede echte Berufung braucht eine Entscheidung, kennt aber auch den Zweifel, die Krisen und das Ringen", betonte Diözesanbischof Zsifkovics. Der seliggesprochene Priester Leisner habe vorgelebt, wie wichtig es sei, Haltung zu zeigen und sich den Herausforderungen auf der Höhe der Zeit in Treue zur priesterlichen Berufung zu stellen. Dies gelte gerade auch im Hinblick auf die urchristliche Hilfe und Solidarität mit schutzsuchenden Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Elend.

Neue orthodoxe Mönche
Am Sommerfest der Priester nahmen auch die orthodoxen Mönche P. Arsenios, Abt P. Paisios, P. Raphail und P. Theoklitos teil, die in das neue Kloster "Maria Schutz" im burgenländischen St. Andrä am Zicksee einziehen werden. Das Kloster, so Abt P. Paisios, solle als geistliches Zentrum eine offene Begegnungsstätte, ein Zuhause sowie ein Ort der Sammlung und des Gebets für Orthodoxe in Österreich, für alle Christen und für alle Menschen guten Willens werden. Die Mönche sind derzeit unter anderem in der Seelsorge an orthodoxen Flüchtlingen tätig und bilden in Weiden am See im Pfarrhof eine klösterliche Gemeinschaft.
Abt P. Paisios betonte, wie wichtig es der Mönchsgemeinschaft sei, von der Gemeinde St. Andrä mit offenen Armen empfangen zu werden und mit den Bewohnern des Ortes in Freundschaft zusammen zu leben. Diözesanbischof Zsifkovics würdigte das Projekt als bedeutenden geistlichen Brückenschlag im Zeichen der ökumenischen Begegnung, die nicht nur das Expertenwort, sondern auch das konkrete und lebendige Tun der Menschlichkeit und Gastfreundschaft brauche.
Die Arbeiten an den Bauplänen sind noch nicht abgeschlossen, derzeit wird die Umwidmung eines Teils des Geländes in Bauland vorbereitet. Den Baugrund für das erste orthodoxe Kloster in Österreich stellte die Diözese Eisenstadt zur Verfügung.

Würdigung der Jubilare
Das Sommerfest der Priester und Diakone soll Ausdruck der Verbundenheit und der Gemeinschaft im Presbyterium sowie ein Zeichen der Dankbarkeit sein. Demgemäß standen auch die diesjährigen Priesterjubilare im Mittelpunkt. Diözesanbischof Zsifkovics würdigte die Jubilare als treue und glaubwürdige Diener der Kirche. Das 50-jährige Priesterjubiläum feiern in diesem Jahr Prälat Kons.Rat Johann Haider und Prälat Geistlicher Rat Martin Sack. Ihr 25-jähriges Priesterjubiläum feiern Mag. Burghard Lang, Ehrenkons.Rat Mag. Wilhelm A. Ringhofer, Geist.Rat Mag. Johannes Vertesich und Geistl.Rat Mag. Valentin Zsifkovits. 25 Jahre Profess feiern P. Péter Keresztfalvi OSB, P. Kuruvila Marottickal Varghese CSsR und P. Mag. Lorenz Voith CSsR.

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