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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 14. September 2015

Seelsorgertag 2015 im Zeichen des Jahres der Orden und der Flüchtlingstragödie

Kirchliches Leben ist wesentlich von Ordensgemeinschaften geprägt. Ob Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime, Akademien oder Universitäten, Ordensgemeinschaften engagieren sich an vielen Orten und bereichern mit ihrer unterschiedlichen Spiritualität unsere Gesellschaft. Stifte und Klöster fördern das kulturelle Leben auf dem Gebiet der bildenden Kunst, der Musik und der Literatur. Sie sind Traditionsträger, die das, was in der Vergangenheit gewachsen ist, in die Zukunft tragen. So könne sich jeder Bischof, der Orden in seiner Diözese habe, nur glücklich schätzen, meinte Ewald Volgger, Rektor der Päpstlichen Universität in Linz und selbst Angehöriger des Deutschen Ordens, beim diesjährigen Seelsorgertag im Eisenstädter Haus der Begegnung.

Neben den klassischen Orden gibt es Kongregationen, Gesellschaften apostolischen Lebens und Säkularinstitute bis hin zu sogenannten "gottgeweihten" Personen, die sich auf eine alte, bis in die Antike zurückreichende Tradition berufen. Gemeinsam sind allen die evangelischen Räte Armut, Gehorsam und keusche Ehelosigkeit, wobei Letzteres weniger mit Sittsamkeit als mit der kirchlichen Lehre verpflichtet zu tun hat.

Ursprünge des Mönchtums
Das 2. Vatikanische Konzil brachte eine radikale Reform für die Orden. Die Rückbesinnung auf ihren Ursprung sollte klären, ob Orden ihrem biblischen Auftrag noch entsprechen würden; ein oft schmerzlicher Prozess für viele Gemeinschaften, wie Professor Volgger meint. Neue Formen der Askese als Form der Entfaltung der Taufberufung wurden wiederentdeckt. Die intensive Kommunikation mit dem Auferstandenen führte Menschen im frühen Christentum in die Einsamkeit. Diese "Wüstenväter", im übrigen Laien, wurden dann von Menschen aufgesucht, die Rat für ihr Leben suchten. Die Rückbindung dieser Wüstenväter in die Gemeinschaft stellte schließlich den Beginn des Mönchtums dar.

Radikalität der Barmherzigkeit
Alle Ordensgemeinschaften waren immer eine Antwort auf die Nöte und Bedürfnisse ihrer Zeit. Ein großer Bogen spannt sich von Augustinus, Franz von Assisi, den Jesuiten, Don Bosco bis hin zu Mutter Teresa und Taizé. "Lebe einen Gedanken des Evangeliums, den du verstanden hat, und du wirst das ganze Evangelium leben", meinte Taizé-Gründer Roger Schutz. Alles Wesentliche ist im Gleichnis des Barmherzigen Samariters zusammengefasst. Ordensleute sollten ihre Gelübde mit Leidenschaft leben, meint Papst Franziskus. Sichtbar wird dies in der Radikalität der Barmherzigkeit.

Zentren der Begleitung
Klöster können heute zu Zentren für die Begleitung von Menschen werden, auch in Hinblick auf die Sehnsucht vieler Menschen nach einem versöhnten Leben, und zu Orten des Angebundenseins an eine Gemeinschaft. Dabei können Ordensgemeinschaften die Vielfalt ihrer Spiritualität zur Verfügung stellen.

Flüchtlingen sofort helfen
Bischof Ägidius Zsifkovics appelliert an die Pfarren, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Startschuss für den neuen Pastoralen Weg der Diözese wird zu Martini 2015 fallen. Parallel zum vom Papst ausgerufenen "Jahr der Barmherzigkeit" (8. Dezember 2015 bis 20. November 2016) findet ein Martinsjahr (11.November 2015 bis 11. November 2016) statt. Am 3. Adventsonntag werde die "Hl. Pforte" im Eisenstädter Dom eröffnet, Dekanatswallfahrten nach Eisenstadt sind geplant. Weitere Pforten werde es in Frauenkirchen, Loretto und Güssing geben. In jedem Dekanat solle eine "Oase der Barmherzigkeit" eingerichtet werden. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe an unseren Grenzen meinte Bischof Ägidius: Jetzt sei keine Zeit für frommen Sonntagsreden, es müsse sofort geholfen werden.

420 Flüchtlingsplätze
Momentan sei man mit 30 Pfarren bezüglich Quartiere für Flüchtlinge im Gespräch, so Flüchtlingskoordinator Markus Zechner. Jede Pfarre erhält ein Startbudget von 5.000 Euro bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Caritasdirektorin Edith Pinter berichtet über weitere Unterkünfte für 420 Menschen.

Passionsspiele 2016
Für die nächste Saison hoffen die Verantwortlichen der Passionsspiele in Sankt Margarethen auf 70.000 Besucher. Während der letzten drei Aufführungsjahre konnten 1,6 Millionen Euro für soziale Projekte zur Verfügung gestellt werden. Das Motto für 2016 lautet: Gelebter Glaube, Hoffnung, Gemeinschaft und Tradition.

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