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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Mittwoch, 8. April 2015

Glaube kommt vom Hören

Kardinal Joachim Meisner
(c) Diözese Eisenstadt/Gerald Gossmann
Nicht umsonst habe Gott dem Menschen zwei Ohren und nur einen Mund gegeben, merkte der emeritierte Kölner Erzbischof beim diesjährigen Priestereinkehrtag der Diözese Eisenstadt lakonisch an. Der Christ, und vornehmlich der Priester, müsse mehr hinhören als reden, erinnerte der Kardinal die teilnehmenden Geistlichen, Ordensleute, Seelsorger und Laienchristen.

Am Beispiel des Barmherzigen Samariters werde, so Kardinal Meisner, die Lebenskurve Jesu sichtbar: seine Demut, sein Interesse, für die Menschen, denen er die Füße wäscht und deren Sorgen er hört. Diesem Beispiel gelte es im seelsorglichen Dienst zu folgen. "Wenn wir Gott suchen, blicken wir für gewöhnlich nach oben. Doch wer ihn finden will, muss nach unten blicken", so der Kardinal.

Bei den Menschen sein 
Deshalb drängten sich die Menschen um Jesus und wollten ihn berühren. Kardinal Meisner: "Uns laufen die Menschen oft davon, sie drängen sich nicht mehr um uns, um mit uns in Berührung zu kommen. Im Gegenteil, sie laufen uns davon. Damit das nicht geschieht, müssen wir uns konkret fragen: Was berühren die Menschen denn, wenn sie mit mir in Berührung kommen? Jesus Christus in seiner unermesslichen Liebe zu den Menschen, oder irgendwelche theologischen Privatmeinungen oder Gejammer über die Zustände in der Kirche und der Welt? Berühren sie bei uns Jesus Christus? Wenn das der Fall ist, dann kommen die Menschen. Sie sprechen untereinander von einem solchen Priester und sagen: Mit dem kann man reden. Der versteht mich. Der kann einem wirklich helfen."

Kirche ist Kommunikation – Priester sollen "Plus-Typen" sein
Die Kirche ist für Kardinal Meisner Kommunikation oder Communio, d.h. sie ist das Kommunizieren Gottes mit den Menschen in Jesus Christus und so auch der Menschen untereinander. Dies umfasse auch das Leidvolle in der Welt: "Wenn Gott Mensch wird, dann wird er auch zum Schmerzensmann. Durch den Einsatz Gottes ist das Kreuz jedoch das Plus-gewordenen Minus der Welt", so der Kardinal. Und an die Priester gewandt meinte Meisner: "Ihr sollt Plus-Typen sein und keine Minus-Gestalten!"

Einheit nach innen 
Dabei dürfe der Priester kein Einsiedler sein, sondern das Charisma eines Priesters entfalte sich erst dann voll, wenn er sich seinen Mitarbeitern öffne. Dazu müsse der Priester gute Augen haben, um die Gaben seiner Mitarbeiter zu entdecken. Und Meisner mahnt zum Schluss: "Ist die Einheit nach innen nicht vorhanden, ist ein Gelingen der Seelsorge nicht möglich. Dann ist der Wurm drinnen."

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