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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 22. Dezember 2014

Prälat Johannes Kohl verstorben


Am Samstag, 20. Dezember 2014, nachmittags verstarb Dr. Johannes Kohl im Caritas Haus St. Martin, wo er viele Jahre lang Seelsorger gewesen ist. Mit seinem Tod verliert die Diözese Eisenstadt einen bis zuletzt engagierten Priester und Seelsorger, der im geistlichen und administrativen Leben der Kirche im Burgenland eine prägende Rolle gespielt hat.

Nach geduldig ertragener Krankheit verstarb der ehemalige langjährige Generalvikar der Diözese Eisenstadt im 75. Lebensjahr und im 51. Jahr seines Priesterlebens. Geboren am 18. Oktober 1940 in Eisenstadt, absolvierte Johannes Kohl seine Studien an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Am 29. Juni 1964 wurde er im Dom zu Eisenstadt zum Priester der Diözese Eisenstadt geweiht.

Verantwortungsvolle kirchliche Karriere durchlaufen
Er wirkte von da an in verschiedenen burgenländischen Pfarren als Kaplan und Pfarrprovisor. Von 1975 bis 1978 war er Regens des Priesterseminars der Diözese Eisenstadt in Wien, bis 1993 Mitglied in zahlreichen Gremien auf Dekanats- sowie Diözesanebene. Der langjährige Dechant des Dekanates Neusiedl a. S. wurde 1993 von Bischof Paul Iby zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er bis zum 9. Juli 2010 inne. Während dieser Zeit war er Domkapitular und ab 2006 Domkustos des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt, wobei er von 1998 bis 2000 an der Domkirche auch als Dom- und Stadtpfarrer wirkte.

Zuletzt liebevolle Pflege für einen liebevollen Seelsorger
Nach seinem Eintritt in den dauernden Ruhestand im September 2010 wirkte Prälat Kohl bis Ende November 2014 als Seelsorger im Altenwohn- und Pflegeheim Haus St. Martin in Eisenstadt. Dort, wo er auch bereits in gesunden Tagen gewohnt hatte, erhielt er auch die notwendige, liebevolle Pflege. Dort verstarb er am 20. Dezember 2014 um 14.00 Uhr.

Verdienstvolles Wirken des Verstorbenen
Das verdienstvolle Wirken des Verstorbenen wurde von Kirche und Politik durch die Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten und zum Ehrenkanoniker des Kathedralkapitels zum hl. Martin sowie durch das Komturkreuz des Landes Burgenland und das Verdienstkreuz in Gold der Landeshauptstadt und Freistadt Eisenstadt gewürdigt.

Totenmesse und Beisetzung
Am Freitag, dem 26. Dezember 2014, wird um 10.00 Uhr die hl. Messe in der Kapelle des Altenwohn- und Pflegeheimes Haus St. Martin in Eisenstadt für den Verstorbenen gefeiert. An seinem Namenstag, am Samstag, dem 27. Dezember 2014, wird der Verstorbene ab 9.00 Uhr in der Dom- und Stadtpfarrkirche zum hl. Martin in Eisenstadt aufgebahrt, wo um 11.00 Uhr das hl. Requiem für ihn gefeiert wird. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Städtischen Friedhof Eisenstadt.

Diözesanbischof, Altbischof, Domkapitel und Presbyterium der Diözese Eisenstadt danken ihrem verstorbenen Mitbruder für sein langjähriges priesterliches Wirken, für seine verantwortungsvolle Tätigkeit in der Diözesanleitung und für seinen treuen Dienst.

Parte Prälat Johannes Kohl ... 

Betriebliche Kultur der Entschleunigung wird fortgesetzt

AdventAuch in diesem Jahr soll ein Betriebsurlaub der Diözese Eisenstadt kirchlichen MitarbeiterInnen mehr Zeit für Familie, Freunde, Muße und innere Ruhe ermöglichen.

Bereits zum dritten Mal setzt Bischof Zsifkovics damit ein konkretes Zeichen zur Entschleunigung der Weihnachtszeit. "Zu Weihnachten ist Gott Mensch geworden. Es ist ein Fest der Freude, ein Fest für Seele, Geist und Leib - die Menschen müssen die Möglichkeit haben, dieses Fest in innerer Freiheit, ohne seelischen Stress und Druck anzunehmen. Es bedeutet viel mehr, als am Heiligen Abend ein paar Geschenkspackerln aufzureißen", zeigt sich Bischof Zsifkovics vom hohen Wert eines weihnachtlichen Betriebsurlaubes überzeugt.

Gegen die systematische Zurückdrängung menschlicher Freiräume
Die moderne Arbeitswelt mit ihren "teils erschreckenden turbokapitalistischen Tendenzen" neige laut Bischof Zsifkovics zur systematischen Beschneidung menschlicher Freiräume. Gesteuertes und übersteuertes Konsumverhalten, Entfremdung von natürlichen Formen des Wachstums in vielen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und Natur sowie überzogenes Anspruchsdenken seien Teile eines fatalen Teufelskreises: "Viele Menschen in den Wohlstandsregionen dieser Welt leben in der Illusion, alles haben zu müssen, und dies nach Möglichkeit sofort. Das hat letztlich in einer vernetzten Welt negative Auswirkungen auf sie selbst, auf ihre Familien, auf ihr ganzes Leben. Ich kann nicht verlangen, an Sonn- und Feiertagen bei anderen einzukaufen und aufschiebbare Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, und mich dann wundern, wenn auch in meinem eigenen Arbeitsumfeld alles hektischer, rasanter und gnadenloser wird", so der Eisenstädter Bischof.

Zsifkovics: "Gesunde Menschen für gesunde Betriebe"
Die Diözese hofft, dass das Beispiel auch in anderen Betrieben Schule macht. Untersuchungen zeigen, dass ausgeruhte, seelisch ausgeglichene Mitarbeiter mit ausreichend Zeit für Familie und Freunde langfristig auch ein wirtschaftlich messbarer Gewinn für einen Betrieb sind. "Jeder gesunde Betrieb, auch wenn er mit dem christlichen Menschenbild nichts am Hut hat, braucht gesunde Menschen", erklärt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics den Vorbildcharakter dieser Maßnahme, zu der sich die Diözesanleitung im Einvernehmen mit dem Betriebsrat entschlossen hat.

In der Zeit vom 24. Dezember 2014 bis 6. Jänner 2015 werden daher alle Dienststellen der Diözese geschlossen sein. Ausgenommen sind MitarbeiterInnen im seelsorglichen Dienst.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Gottesdienste Weihnachten/Jahreswechsel im St. Martinsdom

Mittwoch, 24. Dezember 2014 – Heiliger Abend
16.00 Uhr:      Krippenandacht
23.15 Uhr:      Turmblasen
23.30 Uhr:      Volkstümliche Weihnachtslieder

Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten
24.00 Uhr:      Christmette
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Zsifkovics

Donnerstag, 25. Dezember 2014 – Christtag
07.00 Uhr:      Heilige Messe in der Morgenfrüh - Hirtenamt
09.00 Uhr:      Pontifikalamt
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Zsifkovics
11.00 Uhr:      Heilige Messe
16.30 Uhr:      Pontifikalvesper mit Diözesanbischof 
                       Zsifkovics
18.00 Uhr:      Heilige Messe

Freitag, 26. Dezember 2014 – Stephanus
09.00 Uhr:      Heilige Messe 
11.00 Uhr:      Heilige Messe
18.00 Uhr:      Heilige Messe

Samstag, 27. Dezember 2014
18.00 Uhr:      Heilige Messe – Weinsegnung und Segnung der Familien

Sonntag, 28. Dezember 2014 – Fest der Heiligen Familie
09.00 Uhr:      Heilige Messe mit Segnung der Familien
11.00 Uhr:      Heilige Messe mit Segnung der Familien
18.00 Uhr:      Heilige Messe mit Segnung der Familien

Mittwoch, 31. Dezember 2014  Silvester
18.00 Uhr:      Heilige Messe zum Jahresschluss
23.00 Uhr bis 01.00 Uhr:      Betend ins Neue Jahr – gestaltet von Pax Christi

Donnerstag, 1. Jänner 2015  Hochfest der Gottesmutter Maria – Neujahr 
09.00 Uhr:      Heilige Messe
11.00 Uhr:      Heilige Messe
18.00 Uhr:      Pontifikalmesse zum Jahresbeginn
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Zsifkovics
                       Anschl. Sektempfang im Dompfarrzentrum

Donnerstag, 1. Jänner 2015 – Anbetungstag im Bischofshof
10.00 Uhr:      Heilige Messe mit Diözesanbischof Zsifkovics - Radioübertragung
                       anschließend Aussetzung und Anbetung
16.00 Uhr:      Rosenkranzgebet
16.30 Uhr:      Vesper und sakramentaler Segen

Dienstag, 16. Dezember 2014

Diakonenweihe im Martinsdom

Diakonenweihe SupperDer 25-jährige Mittelburgenländer Philipp Supper wurde im Eisenstädter Dom von Bischof Ägidius Zsifkovics zum Diakon geweiht. Für den Weppersdorfer ist dies der nächste Schritt zum Priesterdasein.

"Wie kannst du für die Menschen da sein?" Diese Frage stand am Anfang des Weges von Philipp Supper, der am 3. Adventsonntag im St. Martinsdom von Eisenstadt zum Diakon geweiht wurde. Bereits als 18-Jähriger, kurz vor der Matura, stellte sich ihm diese Frage. Und anstatt Phsychotherapeut oder Arzt oder Lehrer oder Sozialarbeiter zu werden, entschloss er sich den Weg des Priester einzuschlagen. "Und zwar, weil ich glaube, dass man in keinem anderen Beruf so viel vom Leben mitbekommt", meint Supper. Ob er den Weg auch bis zum Ende gehen würde, habe er als 18-Jähriger natürlich noch nicht gewusst. Dennoch habe er den Schritt gewagt. "Ich hab mich einfach auf den Weg gemacht, geschaut, wie ich mich entwickle - und bin den Weg durchgegangen."

Dienst an den Menschen steht im Vordergrund
Den Dienst als Diakon sieht der Weppersdorfer und Alumne des Priesterseminars keineswegs als "Durchgangsposten" auf dem Weg zur Priesterweihe. Auch dort steht der Dienst am Menschen im Vordergrund. "Der Umstand, dass man vor der Priesterweihe erst einmal Diakon sein muss, macht deutlich, dass man ohne die konkrete Zuwendung zu den Menschen nicht Priester sein kann. Darin kommt auch zum Ausdruck, dass Gottesdienst (Liturgie) und Dienst an den Menschen (Diakonie) untrennbar zusammengehören. Das gilt es nicht nur zu verkünden, sondern vor allem zu leben", erklärt Supper. Er sieht den Diakon, einem alten syrischen Text folgend, als "Auge der Kirche": "Der Diakon ist jemand, der mit wachen Augen durch die Welt geht, der wahrnimmt, wo Not besteht, und helfend den Menschen zur Seite steht."

Bischof Zsifkovics: "Sei Querdenker, Schlankmacher, Straßen-Bahner!"
Bischof Zsifkovics wünschte dem Weihekandidaten in seiner Predigt, dass dieser als Diakon stets froh sein und wahre Freude ausstrahlen möge: "Bewahre dir den Blick auf das Wesentliche und führe die Menschen zu Jesus und zum Glauben!" Der Bischof bezog sich dabei auf die Gestalt Johannes des Täufers, von dem das Evangelium dieses Sonntags erzählte. So wie er müsse auch der neue Diakon ein Querdenker sein, der sich nicht in die Bindungen der Welt verstricken lasse, jemand, der den Menschen wie ein "Diätberater" hilft, sich von unnötigem Ballast zu befreien und falsche Pfade zu verlassen, und zu guter Letzt jemand, der ihnen Straßen auf dem Weg zu Christus bahnt.

Nach der Messe nahmen die zahlreich gekommenen Verwandten, Freunde und Weggefährten die Gelegenheit wahr, dem frisch geweihten Diakon das Beste für seine Zukunft zu wünschen.

Montag, 15. Dezember 2014

Jubiläums-Feier in Oslip

Fatimafeier in OslpZum einhundertsten Mal fand heuer die Fatimafeier in Oslip statt. Wie in den Jahren zuvor fanden auch heuer wieder zahlreiche Marienverehrer den Weg in die Osliper Pfarrkirche.

"Maranatha" - Herr, komm!" – Mit diesem Ruf entzündete Bischof Ägidius J. Zsifkovics die dritte Kerze am Adventkranz und eröffnete damit den Gottesdienst, den er gemeinsam mit Ortspfarrer Dechant Zeljko Odobasic und Diakon Georg Vukovits zelebrierte.

Wegweiser für den Glauben
In seiner Predigt würdigte Bischof Zsifkovics die vielen jungen Osliper, die die Mariazeller Wandermuttergottes, welche bis August nächsten Jahres in der Pfarre weilen wird, zu Fußim steirischen Bergland abgeholt hatten. Er verwies dabei auf die Wichtigkeit von Wegweisern während einer Wanderschaft. Zwei für den christlichen Glauben besonders wichtige Wegweiser seien Johannes der Täufer und die Jungfrau Maria gewesen, beide fest verankert im ihrem Volk, ihrem Glauben und ihrer Tradition. Ohne selbst die Mitte zu bilden, seien sie richtungsweisend für den Blick auf Jesus Christus als Retter und Heil der Christen gewesen. Dabei haben beide einen klaren Auftrag an die Menschen formuliert: Johannes mit seinem Aufruf zur Umkehr, Maria bei der Hochzeit in Kana mit der Botschaft: "Was er euch sagt, das tut!"

Marien- und Adventlieder als musikalische Umrahmung
Die Feier wurde vom Siegendorfer Kirchenchor unter der Leitung von Stefan Bubich musikalisch umrahmt. Stimmungsvolle Marien- und Adventlieder standen im Mittelpunkt des Programms, das von den Kantoren Johann Krupich und Stefan Bubich zusammengestellt wurde. Im Anschluss an die heilige Messe wurde die schön geschmückte Statue der Mariazeller Wandermuttergottes von Jugendlichen würdevoll durch den Ort getragen. Nach der Lichterprozession versammelten sich die Marienverehrer zum abschließenden Angelusgebet und zum Empfang des bischöflichen Segens in der Pfarrkirche.

Die nächste Fatimafeier mit Rosenkranzgebet, heiliger Messe und anschließender Lichterprozession findet am 13. Jänner 2015 um 17.30 Uhr statt.

"Aus Sportlern Gläubige machen und aus Gläubigen Sportler"

SportlerrorateMit diesen Worten eröffnete der Seelsorger für Olympische und Paraolympische Spiele, P. Johannes Paul Chavanne OCist., seine Predigt anlässlich der diesjährigen Sportlerrorate in Eisenstadt.

Führende Funktionäre der Burgenländischen Sportverbände folgten erneut der Einladung zur mittlerweile traditionellen Sportlerbesinnung im Haus der Begegnung. Nach der Einleitung von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der die Wichtigkeit der Begegnung zwischen Kirche und Sport betonte, kam es zu einem bewegenden Vortrag des Zisterzienserpaters Johannes Paul Chavanne.

Bewegende Erfahrungen von Sotschi
In seiner Predigt, die stark von seinen letzten Erfahrungen in Sotschi geprägt war, wies Pater Chavanne darauf hin, dass im Sport wie im Glaubensleben "das Gewinnen" eine Rolle spiele. Wie die Sportler nach dem Siegeskranz und dem Platz am Stockerl streben, so strecke sich auch der gläubige Christ nach einem "himmlischen" Gewinn aus. Beiden sei zum Erreichen des Zieles gemeinsam, dass es nur durch Übung und Training erreicht werden könne. Geht der Sportler nach einem strikten Plan vor, um seine Leistung zu optimieren, so brauche auch das christliche Leben einen geistlichen Rhythmus, der ständig neu einzuüben ist.

"Ich bin nicht nur für Marcel Hirscher da"
Der heute 31-jährige P. Johannes Paul fährt alle zwei Jahre in die große weite Welt hinaus – einmal zu Sommerspielen, dann zu Winterspielen. Nur mit Stars sei er dort aber nicht unterwegs, wie er betont. "Neben den 120 Athleten sind dort auch Betreuer, Funktionäre und Angehörige der Sportler dabei. Die werden alle betreut. Ich kann ja als Priester nicht sagen: Ich bin nur für den Marcel Hirscher oder die Anna Fenninger da." Über die Resonanz zu seinem seelsorglichen Angebot war er begeistert. "Alle haben sich positiv geäußert. Wir haben auch gemeinsam Messe gefeiert." Das Eishockey-Team lud ihn als erstes ein. "Wir fühlen uns besser, wenn du dabei bist und uns deinen Segen gibst", sagten die Spieler. Viele Eltern der Sportler und auch die Athleten selbst seien religiös und freuten sich über seine Anwesenheit. Insgesamt seien die Paraolympischen Spiele aber das "schönere und interessantere Erlebnis" für ihn: "Ein Sportler sagte zu mir: ‚Bei uns gibt es keine Oberflächlichkeiten.’Medaillenfeiern gehen dort besonders zu Herzen."

Sternsingen: Nächstenliebe klopft an die Tür

SternsingerDie Heiligen Drei Könige und ihre "Tour der Nächstenliebe" sind fixer Bestandteil der Weihnachtszeit: Im ganzen Land bringen Caspar, Melchior und Balthasar Segenswünsche für das neue Jahr und erheben ihre Stimme für Notleidende in Afrika, Asien und Lateinamerika. Sternsingerspenden ermöglichen rund einer Million Menschen in den Armutsregionen der Welt ein besseres Leben.

Die Menschen in den Entwicklungsländern wissen selbst am besten, wie sie mit vereinten Kräften ihr Leben verbessern können. Durch Sternsingerspenden haben sie die Möglichkeit, diese Pläne auch umzusetzen: Rund 500 Sternsinger-Hilfsprojekte verändern konkret das Leben von über einer Million Menschen in den Armutsregionen in Afrika, Asien und Lateinamerika. In 20 Entwicklungsländern kommen die gesammelten Spenden zum Einsatz. Eines davon ist Bolivien. Obwohl Bolivien reich an natürlichen Ressourcen ist, lebt ein großer Teil der Bevölkerung in bitterer Armut. Hier setzen die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion an.

Hilfe zur Selbsthilfe – am Beispiel Bolivien
In der Stadt El Alto herrscht große Armut, über 1000 Kinder und Jugendliche leben auf der Straße. Kälte, Gewalt und Missbrauch schutzlos ausgeliefert, versuchen sie, durch den Konsum von Drogen ihrem Schicksal ein Stück weit zu entfliehen. Den Schritt zu schaffen, weg von der Straße in ein Heim, ein familiäres Umfeld oder ein geregeltes Leben, ist schwer. Den Kindern fehlt es an Ausbildung und an Vertrauen in sich selbst und andere Menschen, denn sie haben Schlimmes durchgemacht. In Heimen gibt es viele Regeln, die für Jugendliche, die jahrelang nur dem "Gesetz der Straße" gefolgt sind, schwer zu befolgen sind. Auch Arbeitgeber wollen die an den Rand gedrängten Jugendlichen nicht einstellen.

Maya Paya Kimsa - ein Schritt ins Leben
Diese Partnerorganisation der Dreikönigsaktion erleichtert den Kindern und Jugendlichen die schrittweise Gewöhnung an ein Leben in Gemeinschaft, mit strukturierten Tagesabläufen und grundlegenden Regeln. Dies geschieht durch das offene Tageszentrum, Gemeinschaftsaktivitäten und durch regelmäßige Besuche der Kinder auf der Straße. Maya Paya Kimsa ist gut vernetzt mit anderen Straßenkindereinrichtungen und kann so auch passende Wohn- und Ausbildungsplätze vermitteln.

Rekordspendenergebnis im Jahr 2014
Rund 4000 engagierte Sternsingerkinder haben im Jahr 2014 exakt 645.629,09 € ersungen – das beste Spendenergebnis aller Zeiten. Österreichweit wurde ein Rekordspendenergebnis von 16,1 Millionen Euro verzeichnet. Jeder einzelne Euro ein eindrucksvolles Zeichen, dass den Österreicherinnen und Österreichern das Schicksal der ärmsten Mitmenschen im Süden unserer Welt am Herzen liegt. Auch der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics war in diesem Rekordjahr mit einer Gruppe von Promi-Sternsingern unterwegs, deren mediales Echo zu starker Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Sternsinger führte.

Highlights 2015
Am 29. Dezember 2014 besuchen die "Heiligen drei Könige" Bundespräsidenten Heinz Fischer in der Hofburg. Das Burgenland wird dabei von Sternsingern der Pfarre Pamhagen würdevoll vertreten. Langjährige und engagierte Sternsinger und Sternsingerinnen der Pfarre Mattersburg besuchen im neuen Jahr Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl im Landhaus.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

"Worldwide Candle Lighting" - Weltgedenktag für verstorbene Kinder

Worldwide Candle LightingDas "Weltweite Kerzenleuchten" (internationales "Worldwide Candle Lighting®") findet jährlich am zweiten Sonntag des Monats Dezember statt und hat sich in seiner jungen Geschichte bereits als ein Weltgedenktag für Kinder etabliert. An diesem Tage gedenken Angehörige in der ganzen Welt ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister. Zahlreiche Institutionen und Vereine laden zu gemeinsamen Gedenkfeiern ein.

Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den "Compassionate Friends", zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen.

"... damit ihr Licht für immer scheinen möge"
Der Name des Worldwide Candle Lighting®leitet sich ab vom rituellen Anzünden einer Kerze für das verstorbene Kind um 19.00 Uhr jeweiliger Ortszeit. Diese Kerze wird sichtbar in ein Fenster platziert. Durch die stündliche Verschiebung in den unterschiedlichen Zeitzonen ergibt sich bildlich eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert. "... that their light may always shine - damit ihr Licht für immer scheinen möge!", ist dabei der Grundgedanke hinter dieser Idee.

Gedenkgottesdienst im Martinsdom am 14. Dezember 2014
In vielen Kirchen –heuer schon zum fünften Mal auch in der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt –wird am 2. Sonntag im Dezember um ca. 19.00 Uhr das Lichtentzünden zum Gedenken im Gottesdienst begangen. Die Feier im Dom wird heuer durch besondere, im Sologesang vorgetragene und mit Keyboard begleitete Lieder mitgestaltet.

Den Betroffenen Raum und Zeit für Gedenken geben
Alle verstorbenen Kinder - sei es, dass sie vor der Geburt, bald nach der Geburt oder im Laufe ihrer Kindheit aus dieser Welt geschieden sind - sollen von diesem Gedenken umfasst sein. Gerade Eltern und Angehörigen jener Kinder, die in einem frühen Stadium der Schwangerschaft verstorben sind, haben oft keinen angemessenen Ort für ihre Trauer. Ihnen soll hier Raum und Zeit für ein Gedenken gegeben werden. Alle Betroffenen, alle Angehörigen und alle, denen dieses Anliegen wichtig ist, sind herzlich eingeladen.

Dienstag, 9. Dezember 2014

„Lebendiges Krippenspiel" im Cenacolo Kleinfrauenhaid

Cenacolo-KrippenspielWie in den letzten Jahren führt die Gemeinschaft Cenacolo auch heuer wieder an drei Tagen in der Weihnachtszeit ein „Lebendiges Krippenspiel“ auf. 

Die Burschen sind mit Feuereifer dabei, ein kleines Betlehem vor ihrem Haus aufzubauen, die Kostüme anzufertigen und die Weihnachtsgeschichte, in der sich Himmel und Erde berühren, einzuproben, um mit dieser kleinen, das Herz berührenden Aufführung wieder vielen Menschen zu Weihnachten eine Freude machen zu können.

Nach den Aufführungen wird es jeweils einen kleinen Imbiss geben und die Möglichkeit, verschiedene Produkte aus den Cenacolo-Werkstätten zu erwerben.

Die Burschen aus Kleinfrauenhaid freuen sich auf alle Besucher und wünschen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

20. Dezember 2014 - 17.00 Uhr 
26. Dezember 2014, Stefanitag - 17.00 Uhr
06. Jänner 2015, Fest der Hl. Drei Könige - 17.00 Uhr 


Informationen unter: 02626/5963
Cenacolo-Haus, 7023 Kleinfrauenhaid 18 

Freitag, 5. Dezember 2014

Gebet aus Eisenstadt für Papst Franziskus

Gebete für Papst FranziskusVor kurzem erschien ein Buch mit einer Sammlung von Gebeten von 130 prominenten Autoren, die das reformorientierte Wirken des Papstes begleiten sollen. Darin findet sich auch ein sehr persönlicher, gleichsam tiefgehender wie humorvoller Text von Bischof Ägidius Zsifkovics. Jetzt wurde das Buch dem Papst überreicht.

Der Band trägt den Titel „Gebete für Papst Franziskus“und ist ein Who-is-who von Kirche, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in Österreich, unter anderem mit Texten von Sebastian Kurz, Heinz Nussbaumer, Hubert von Goisern, Kardinal Christoph Schönborn, Clemens Sedmak, Rotraud Perner oder Erzbischof Franz Lackner. Herausgeberin ist KAÖ-Präsidentin Helga Schaffelhofer, die vor wenigen Tagen bei einer Generalaudienz dem Papst das Buch persönlich überreichte. Darin sind insgesamt Beiträge von mehr als 130 Autoren –unter ihnen auch eine Reihe von Mitgliedern der Katholischen Aktion –versammelt.

Bischof Zsifkovics: „Wo weint er sich aus, wenn es ihm schlecht geht?“
Der Bischof von Eisenstadt, Ägidius Zsifkovics, überrascht in dem Buch mit einem sehr persönlichen „Abendgebet für Papst Franziskus“, in dem der Bischof Gott für den Menschen und den Papst Franziskus dankt, aber auch um Beistand für dessen schwere Mission bittet: „Lass ihn nicht scheitern beim Abschneiden alter Zöpfe und bewahre ihn gleichzeitig vor der Selbstverliebtheit, die alles besser weiß.“Franziskus sei „ein großes Bild“, an dem „wir alle uns in stürmischer Zeit festhalten können“, „kein dürrer, abgenagter Ast am Baum der Kirche, kein verdrossener Asket oder weltfremder Frömmler“, sondern „einer mit Humor, der selbst das Kleinste wahrnimmt und dabei immer das Größte vermag: den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie geliebt werden.“Ein solcher Papst der Reform, auf den alle Welt ihre „Wünsche und Hoffnungen, Begierden und Begehrlichkeiten“schleudere, brauche besonders das Gebet, um den Glauben, die Kraft, die Hoffnung und die Liebe nicht zu verlieren.

Papst Franziskus: „Ich brauche das!“
„Der Papst nahm das Buch mit wirklicher Freude entgegen und hat auf Deutsch mehrfach gesagt: ‚Ich brauche das! Ich brauche das!‘Und wenn man in seine Augen geblickt hat, hat man auch gespürt, dass er das nicht nur aus Höflichkeit sagt, sondern zutiefst meint.“, berichtet KAÖ-Präsidentin Schaffelhofer. „Wer Franziskus hautnah erlebt, sieht, wie viele Herzen und Türen er öffnen kann. Seine offensichtliche Freude am Evangelium, seine Lust am Glauben und seine Nähe zu den Menschen beeindrucken und inspirieren, und sie sollten auch uns Katholiken in Österreich, die wir oft müde und frustriert sind, aus der Lethargie reißen.“, so Schaffelhofer.

Das Buch „Gebete für Papst Franziskus“ist bei styria premium erschienen, hat 280 Seiten und kostet EUR 19,99.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

7. Dezember: Zwei Jubiläen im Martinsdom

(c) Wikipedia/ Wolfgang Sauber
Der Advent ist erfahrungsgemäß eine Zeit der schönen Bräuche, des heimeligen Kerzenlichts und liebenswürdiger alttradierter liturgischer Eigenfeiern.

Der Advent ist aber auch eine Zeit der leuchtenden Heiligengestalten, allen voran die Gottesmutter Maria und ihr Bräutigam, der hl. Josef, dann der hl. Nikolaus und die hl. Barbara, Johannes der Täufer, für manche auch der große Missionar der Neuzeit Franz Xaver und der Karmeliten-Mystiker Johannes vom Kreuz („Am Ende unseres Lebens werden wir nach der Liebe gefragt“).

Eine besondere Gestalt in den ersten Tagen des Advents ist der hl. Ambrosius von Mailand, bedeutender Bischof der frühen Kirche, der als Prediger, als Lehrer und Schriftsteller nachhaltig prägend blieb. An den Beschlüssen des Konzils von Nicäa (325) hatte er wesentlich Anteil, unter anderem ist uns das wichtigste christliche Glaubensbekenntnis, das so genannte „Nicänische Glaubensbekenntnis“ aus jener Zeit überliefert (Gotteslob Nr. 586,2).

Als Hymnendichter ist Ambrosius für den Kirchengesang bis heute maßgeblich, seine Poesie findet sich in nahezu jedem Gesangbuch, natürlich auch im neuen Gotteslob. Unter Ambrosius‘ Liedern meistverbreitet ist der Adventhymnus „Veni Redemptor gentium“, der in einer späteren deutschen Übersetzung im Kirchenlied „Nun komm, der Heiden Heiland“ usuell geworden ist (im Gotteslob beginnt der Text mit „Komm, du Heiland aller Welt“, GL 227).

Der Text und die archaische dorische Melodie haben viele Komponisten inspiriert, als eines der bekanntesten Werke gilt eine Kantate von Johann Sebastian Bach, die Anfang Dezember 1714, vor genau 300 Jahren, komponiert und uraufgeführt wurde.

Der Gedenktag des hl. Ambrosius fällt in diesem Jahr auf den zweiten Adventsonntag; das Datum 7. Dezember geht zurück auf den Tag der Bischofsweihe des Heiligen. Außerdem feiert der hl. Ambrosius heuer einen runden Geburtstag: er hat vor 1.675 Jahren das Licht der Welt erblickt.

Beide Jubiläen, jenes von Ambrosius‘ und jenes der Bach-Kantate, waren mitbestimmend für die musikalische Gestaltung des Hochamts zum zweiten Adventsonntag im Martinsdom:


Sonntag, 7. Dezember, 9 Uhr, Dommusik St. Martin (Solisten, Chor & Orchester),
Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

Montag, 1. Dezember 2014

Aktion "Fairer Nikolaus" 2014

Fairer Nikolaus 2014
Bernal und Carolina Bernal Mzwanka
mit ihren kranken Kindern Yohan und Simon in Itaragwe
Der Heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder und Kranken. Die Katholische Männerbewegung (KMB) erhält die Tradition des Heiligen, der Gutes bringt, in Form des "Fairen Nikolaus" nicht bloßaufrecht, sondern füllt sie seit Jahrzehnten mit Leben. Auch in diesem Jahr.

Seit dreißig Jahren unterstützt die Katholische Männerbewegung die Gesundheitsvorsorge in Morogoro, einer der ärmsten Regionen im Osten Tansanias. Sie finanziert den Bau von Gesundheitsstationen und die Versorgung mit Medikamenten. Damit werden täglich Leben gerettet. Schlüssel dazu bei uns hierzulande ist die Aktion "Fairer Nikolaus", bei der Schokolade gekauft und Hilfe geschenkt werden kann.

„Ein Stern der Hoffnung für alle Menschen, die in Morogoro leben“
Bernal und Carolina Bernal Mzwanka sind zwei Stunden zu Fußgegangen, um ihre Kinder Yohan und Simon zur Gesundheitsstation in Itaragwe zu bringen. Beide Kinder haben typische Symptome von Malaria: hohes Fieber und Gliederschmerzen. In Itaragwe bekommen sie Tabletten und werden einen Tag lang beobachtet. Dann können sie wieder mit Medikamenten und mit einem Moskitonetz versorgt für die nächsten zwei Tage nach Hause gehen.

„Ohne diese Hilfe wären Yohan und Simon sehr wahrscheinlich an Malaria gestorben. Die Gesundheitsstationen, die Dank der KMB gebaut wurden, sind ein Stern der Hoffnung für alle Menschen, die in Morogoro leben“, sagt Schwester Veronica Petri, Romero-Preisträgerin 2014.

Schenken Sie Kindern in Tansania mit der Nikolaus-Schokolade der KMB einen Stern der Hoffnung!
Die Nikolaus-Schokolade eignet sich als Geschenk für die ganze Familie, für die Hausbesuche des Nikolaus, für die Schule, den Kindergarten oder die Kolleginnen und Kollegen im Büro. 
Preis (exkl. Versandkosten): 1,- Euro pro Stück.

Nähere Informationen im Diözesanbüro der KMB: Tel. 02682/777-281 oder johann.artner@martinus.at

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