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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 29. September 2014

Welt der Arbeit und Welt des Alters im Fokus bischöflicher Besuche

Betriebsbesuch 2014Die Kirche segnet und begleitet das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum Tod. Mit Besuchen in Betrieben und in Altersheimen betont Bischof Zsifkovics die Würde des Menschen sowohl in Tagen der Schaffenskraft als auch in Tagen von Schwäche und Krankheit. Diesmal anlässlich der Kontakttage im Dekanat Mattersburg.

Die Kontakttage der Diözese Eisenstadt finden in den einzelnen Dekanaten immer ein Jahr vor der Bischöflichen Visitation statt. Dabei zeigt sich die Nähe der Kirche zu den Menschen in zahlreichen Veranstaltungen und Besuchen, an denen Vertreter der Diözese, des Dekanats und der Pfarren teilnehmen.

Bischof sitzt bei Neudoerfler-Möbeln Probe
Die beiden Betriebsbesuche fanden vormittags in der Firma Mach Gummitechnik in Hirm und in der Firma Neudoerfler - Office Systems (in Neudörfl) statt. Bischof Zsifkovics nutzte die Gelegenheit, um sehr direkt auf die Mitarbeiter der beiden Firmen zuzugehen und herzliche Gespräche zu führen. Bei der Firma Mach führte der Rundgang vor allem durch die Produktionshallen, in denen Gummiersatzteile hergestellt werden. Bei der Firma Neudoerfler, die Büromöbel herstellt, wurde nach den Produktionshallen auch der Schauraum gezeigt, wo Bischof und Generalvikar Martin Korpitsch Sessel, Bänke etc. ausprobierten. An beiden Betriebsbesuchen nahmen Vertreter aus Diözese, Dekanat, Pfarre und Gemeinde teil.

Zu Besuch bei den Kranken und Schwachen
Im Pflegeheim St. Nikolaus in Neudörfl gab es am Nachmittag eine Wortgottesfeier und Krankensalbung mit dem Bischof, an der auch der neue Pfarrer von Neudörfl, P. Kuruvila aus dem Orden der Redemptoristen, teilnahm. Auch hier ergaben sich teils sehr berührende Gespräche und Begegnungen.

Dienstag, 23. September 2014

Der Glaube und die Fürbitte der Gottesmutter haben ihn jung gehalten

Prälat Rittsteuer DankmesseDer burgenländische Prälat Josef Rittsteuer, für Generationen von Priestern Vorbild und unzähligen Gläubigen Mahner gegen Selbstgenügsamkeit und Selbstgerechtigkeit, feiert am 25. September seinen unglaublichen 100. Geburtstag. 

Bereits am letzten Freitag feierte das Eisenstädter Domkapitel gemeinsam mit Bischof Zsifkovics und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diözese Eisenstadt im Dom das Geburtstagskind. Und vergangenen Sonntag hat der körperlich wie geistig immer noch rüstige Herr Prälat im Pfarrgarten seiner Heimatstadt Neusiedl am See den festlichen Erntedankgottesdienst gefeiert. Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics würdigte in seiner Predigt das Lebenswerk Rittsteuers, der vor 75 Jahren zum Priester geweiht worden ist.

Ein lebendiges Stück burgenländischer Kirchengeschichte

Prälat Rittsteuer war wesentlich am Aufbau des kirchlichen Lebens in der Diözese Eisenstadt beteiligt. Als Priester wirkte er in den Pfarrgemeinden Mattersburg, Wolfau, Lockenhaus, Eisenstadt-Oberberg, Kleinfrauenhaid, von 1962 bis 1965 als Dom- und Stadtpfarrer von Eisenstadt. Er war das erste Mitglied des Domkapitels nach der Gründung der Diözese Eisenstadt 1960, er wirkte als Regens des Burgenländischen Priesterseminars in Wien, als Chefredakteur der burgenländischen Kirchenzeitung und als Leiter des St. Martins-Verlages. Er war Vorsitzender in verschiedenen diözesanen Kommissionen (u.a. für kirchliche Kunst, Kirchenmusik, Liturgie, Medien, aber auch am Diözesangericht). 1998 trat er in den Ruhestand, blieb aber weiter in der Seelsorge tätig.

Bischof Zsifkovics: "Reiche Ernte eines priesterlichen Lebens"
Rittsteuer habe in all seinen vielfältigen Aufgaben während der vergangenen Jahrzehnte die Menschen versammelt, "wie eine Henne ihre Küken versammelt", so Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics bei seiner Predigt für den Jubilar in Neusiedl am See. Rittsteuer habe die Menschen aber auch aus Sattheit, Selbstgenügsamkeit und Selbstgerechtigkeit herausgeführt und sie in den schwierigen Jahrzehnten der Mitte des 20. Jahrhunderts zur Wachsamkeit gegen die totalitären Systeme des Nationalsozialismus und des Kommunismus gerufen. Vor allem aber sei es ihm immer ein Herzensanliegen gewesen, Christus zu den Menschen zu tragen. Umso mehr könne an diesem Erntedankfest auch für die Ernte eines priesterlichen Lebens, für die Treue zu Berufung und Erwählung Dank gesagt werden.

Mit 100 Jahren noch immer voller Esprit und Humor
Prälat Rittsteuer fügte in seinen Dankesworten eine humorvolle Note ein. In der 2.500 Namen umfassenden Priesterkartei der burgenländischen Priester bzw. der Priester, die im Burgenland tätig waren, habe er nur einen einzigen Geistlichen gefunden, der noch älter war, dieser erreichte ein Alter von 104 Jahren. Zugleich erzählte Josef Rittsteuer, wie er schon als kleiner Bub lernte, auf die Fürbitte und Führung der Gottesmutter zu vertrauen: Als Siebenjähriger spielte er in einem Theaterstück der Marianischen Kongregation über die Heilige Genoveva mit. Der marianischen Frömmigkeit blieb er ein Leben lang treu.

Montag, 15. September 2014

Bischof Zsifkovics spricht "Danke der Kirche an Melinda Esterházy"

Burgenländischer Bischof bei Requiem im Eisenstädter Dom: Mit Tod der letzten Fürstin der Dynastie ging Ära zu Ende. Die von ihr repräsentierte Dynastie hat über Jahrhunderte mit der Schaffung bedeutender geistlicher Zentren "dem Land die christliche Seele erhalten". 

Ein "Danke der Kirche" an Melinda Esterházy hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics beim Requiem für die am 28. August verstorbene letzte Fürstin des Hauses Esterházy gesprochen. Ihre eiserne Disziplin und ihr umsichtiges Wirken hätten sie nach dem Tod ihres Gatten Paul Esterházy 1989 "zu einer der bedeutendsten Förderinnen der kulturellen Entwicklung des Burgenlandes und des gesamten pannonischen Raumes gemacht", sagte Zsifkovics am Freitag in seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom.

Hohes kulturelles und künstlerisches Erbe
Das hohe kulturelle und künstlerische Erbe der Esterházys habe die frühere Balletttänzerin "als Fürstin weitergetragen auf dem Parkett der burgenländischen Zeitgeschichte". Der Bischof verwies auf die von der Verstorbenen eingerichteten Privatstiftungen, die dieses Erbe der Nachwelt erhielten, sowie auf die Verbundenheit Melinda Esterházys und ihrer Familie mit der Kirche.

Roter Faden durch drei Jahrhunderte 
Bereits Paul I. (1635-1713), der Begründer der Fürstendynastie, sei ein zutiefst gläubiger und frommer Katholik gewesen. Mit der von ihm selbst komponierten "Harmonia Caelestis" sei er musikalisch beim Trauergottesdienst präsent, "es führt ein roter Faden direkt von ihm durch drei Jahrhunderte hindurch hierher in diesen Dom", so Bischof Zsifkovics. Am Sarg der letzten Fürstin Esterházy seien die Trauernden Zeugen nicht nur des Endes eines persönlichen Lebensweges, "sondern auch des Endes von drei Jahrhunderten Fürstentum in dieser unserer geliebten pannonischen Heimat". Die Übergabe der sterblichen Überreste Melindas in der Familiengruft der Esterházys im Eisenstädter Franziskanerkloster sei "auch das Ende einer Ära", so Zsifkovics.

Dank der Kirche, Dank Pannoniens
"Unser Danke an Melinda, die letzte Fürstin, ist gleichzeitig unser Danke an die ganze Fürstendynastie, die mit ihr zu Ende geht." Melinda sei Teil einer Familie gewesen, "der es über Jahrhunderte bestimmt war, die Geschichte Pannoniens zu prägen wie keine zweite" und diesen Teil Mitteleuropas "und mit ihm das österreichische Kaiserreich so zu schützen wie keine zweite".
Konzelebrant von Bischof Zsifkovics beim Trauergottesdienst war der Erzabt des westungarischen Benediktinerstifts Pannonhalma, Asztrik Varszegi. Musikalisch gestaltet wurde die Feier mit dem Requiem in c-Moll von Michael Haydn und Liedern aus dem Werk "Harmonia Caelestis" von Paul I. Esterházy, den Kaiser Leopold I. zum Dank für seinen Einsatz im Kampf gegen die Türken zum ersten Fürsten der Familie erhoben hatte.

Drei Länder und ein Geburtstag

ABC_9308Hunderte Pilger aus Österreich, Ungarn und der Slowakei nahmen teil an der diesjährigen Drei-Länder-Wallfahrt nach Frauenkirchen, wo auch der Geburtstag – das Patrozinium –der Basilika gefeiert wurde.

Bischof Ägidius J. Zsifkovics leitete am 8. September, dem Festtag „Maria Geburt“, in der vollbesetzten Basilika „Mutter auf der Heide“ in Frauenkirchen den Festgottesdienst und begrüßte mit sichtlicher Freude die vielen Teilnehmer, die an einem gewöhnlichen Wochen- und Arbeitstag an der grenzüberschreitenden Wallfahrt teilgenommen hatten.

Zsifkovics: „Kein leibfeindliches Christentum!“
In seiner Predigt verwies der Eisenstädter Diözesanbischof auf das wundertätige Altarbild des Marienaltars der Basilika, das die stillende Muttergottes zeigt. Es sei ein schöner Beweis gegen eine dem Christentum gerne unterstellte Leibfeindlichkeit, zeige dem heutigen Menschen aber vor allem, „wo die wahre Nahrung ist.“ In der heutigen Zeit würden viele Eltern ihren Kindern zwar weltliche Nahrung im Überfluss geben, für die Seele aber würde oft zu wenig getan. Es frage sich, ob hier nicht „eine an Gott mangelnde Generation herangezogen wird, die keine Orientierung mehr hat.“

Zahlreiche Priester nahmen teil
An der festlichen Liturgie nahmen viele Priester des Dekanates, P. Anton Bruck, der ehemalige Provinzial der Franziskaner, Bischofsvikar Laszlo Pál, aus Bratislava Bischofsvikar Robert Kiss und Milan Cervenansky, der Sekretär des Erzbischofs von Trnava teil. Bischof Ägidius gelobte beim Gottesdienst feierlich: „Der ‚Mutter von der Heide’vertraue ich an: unsere Diözese, meinen Hirtenstab, unsere Pfarren, die Familien, unsere Nachbarn, die Slowaken und Ungarn!“

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Montag, 8. September 2014

Zu Besuch in der slowenischen Nachbardiözese

Arbeiterwallfahrt 17Die junge Diözese Eisenstadt besuchte auf der diesjährigen burgenländischen Arbeiterwallfahrt ihre noch jüngere Schwester: die Diözese Murska Sobota

Die 62. burgenländische Arbeiterwallfahrt führte heuer in die neue Nachbardiözese Murska Sobota im Nordosten Sloweniens, wo 600 Pilger aus dem Burgenland u.a. den Marienwallfahrtsort Turnisce besuchten und noch dazu für ein Rekordspendenergebnis sorgten. 

Burgenländische Lichterprozession im Nachbarland
Mit Kerzen in den Händen zogen die 600 Pilger aus dem Burgenland in die Wallfahrtskirche von Turnisce ein, wo ein feierlicher Gottesdienst mit anschließender Lichterprozession stattfand. Der ergreifenden Messe standen der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und dessen slowenischer Amtskollege, der Bischof der 2006 neugegründeten Diözese Peter Stumpf, vor.

Bischof Zsifkovics: „Nein zu gesellschaftlichen Wüstenbildungen in Europa!“
Der Eisenstädter Bischof ging in seiner Predigt auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ein, die höchst bedenklich seien. So sei der Trend spürbar, eine Gesellschaft ohne Gott aufbauen zu wollen und die christlichen Wurzeln der europäischen Kultur systematisch zu zerstören. Solchen spirituellen „Wüstenbildungen“müssten das klare Bekenntnis zum Glauben, zur Familie und zur Nächstenliebe entgegengesetzt werden.

Rekordergebnis bei diesjährigen Wallfahrtsspenden – Rekord beim Wallfahren
Teil der jährlichen Arbeiterwallfahrt ist es, dass ein Spendenopfer für ein bestimmtes Projekt gebracht wird. Heuer wurde ein Projekt für Straßenkinder in Manila bedacht. Mit 5.500 Euro kam so viel zusammen wie nie zuvor auf der Arbeiterwallfahrt. Die burgenländische Arbeiterwallfahrt zählt zu den großen Traditionswallfahrten in Österreich. Viele burgenländische Pilger nehmen bereits seit Jahrzehnten an dieser Veranstaltung teil. Der Rekordhalter liegt bei 40 Wallfahrten.

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Mittwoch, 3. September 2014

Zwei Kirchliche Großereignisse im Zeichen von Mariazell

GnadenstatueMit gleich zwei kirchlichen Großereignissen lenkt Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics den Fokus auf den Wert der kirchlichen Gemeinschaft und die Freude am Evangelium. Die Mariazeller Muttergottes steht in beiden Fällen als Patin dieser Werte.

Vom 22. bis zum 24. August 2014 pilgerten Kroaten aus dem Burgenland, der Slowakei und Ungarn zum 91. Mal nach Mariazell. Und am 6. September wird unter starker burgenländischer Beteiligung im Wiener Stephansdom das traditionelle Mariazellerfest gefeiert. Bei beiden Festlichkeiten steht die Gestalt Marias, ihr Hinzeigen auf Jesus und ihre völkerverbindende Kraft im Zentrum.

Kroatenwallfahrt zur „Mutter der slawischen Völker“
Die Wandermadonna wird jedes Jahr anlässlich der “Kroatenwallfahrt”nach Mariazell getragen, wonach sie einer anderen kroatischen Gemeinde zugeteilt wird. Seit der Ostöffnung 1989 wird diese Marienstatue nicht nur im Burgenland, sondern auch an kroatische Gemeinden in Ungarn und der Slowakei weitergegeben. Bei der feierlichen Messe in Mariazell bekommt die Kopie der Mariazeller Gnadenstatue, die während der gesamten Wallfahrt mitgetragen und als “Gütige Mutter der slawischen Völker”bezeichnet wird, einen Ehrenplatz in der Basilika.

Zsifkovics: „Lassen uns die Gemeinschaft und das Evangelium nicht nehmen!“
Den Abschluss der 91. Fußwallfahrt, an der rund 3000 Personen teilnahmen, bildete das Hochamt mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Sonntag. Bei seiner Predigt rief der Bischof das erste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus „Evangelii Gaudium“in Erinnerung und ermutigte im Blick auf Maria die Pilger zum starken Bekenntnis zur kirchlichen Gemeinschaft und zum Evangelium: „Lassen wir uns gerade in der heutigen orientierungslosen Zeit das Evangelium nicht nehmen! Lassen wir uns die kirchliche Gemeinschaft, in den Familien, den Pfarren, den Diözesen nicht nehmen! Und lassen wir uns unsere kulturelle Identität nicht nehmen!“

Mit Bischof Zsifkovics in den Wiener Stephansdom
Weil auch der Stephansdom mit der Verehrung der Mariazeller Muttergottes seit Jahrhunderten verbunden ist (der Dom besitzt eine autorisierte Kopie der Gnadenstatue), veranstaltet die Wiener Kathedrale ein jährliches „Mariazeller-Fest“um „MariäGeburt“; heuer am Samstag, 6. September. Das Mariazeller-Fest im Stephansdom ist eine stimmungsvolle Feier, zu deren Zelebration jedes Jahr ein anderer hochrangiger Geistlicher in den Stephansdom eingeladen wird; dieses Jahr steht der Eisenstädter Bischof der Feier vor.

Exklusiv für Teilnehmer aus dem Burgenland organisiert das diözesane Pilgerkomitee (pilgerreise@martinus.at) in Kooperation mit Blaguss eine Busfahrt mit einem ansprechenden Programm.

Montag, 1. September 2014

Katholische Frauenbewegung Österreichs tagt in Stadtschlaining für mehr Gerechtigkeit

PA kfbö SOST 2014 23..8_klMehr als hundert Frauen aus ganz Österreich und Südtirol haben sich in der Friedensburg Stadtschlaining zusammengefunden, um die sozialen Auswirkungen eines ungebremsten Kapitalismus zu erörtern. Bischof Zsifkovics betont bei Treffen die Rolle der Frau als Sensor für soziale Ungerechtigkeit.

Wo der Kapitalismus national wie international Ressourcen und Lebenschancen immer ungerechter verteilt, braucht es die Solidarität von NGOs. Das ist das Ergebnis intensiver Debatten mit Fachleuten aus Praxis und Theorie auf der Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs vom 20.-23. August.

Die Armen werden ärmer, die Reichen reicher
Während Institutionen wie WTO (Welthandelsorganisation) oder IWF (Internationaler Währungsfonds) am Leitsatz ungebremsten Wachstums festhalten, mehren sich die Stimmen, die ein weiteres globales Auseinanderdriften von Arm und Reich beklagen. Die Vernetzung auf Ebene der Nichtregierungsorganisationen habe daher auf dem Weg zu einem solidarischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell oberste Priorität, so Hilde Wipfel von der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.

Mehr Frauen an die Macht
Frauen in ihrer Politisierung zu fördern und zu unterstützen, sie weltweit mehr und mehr zu Subjekten in der Durchsetzung ihrer Rechte zu machen, sei daher gegenwärtig eine wesentliche Stoßrichtung im entwicklungspolitischen Ansatz, berichtete Andrea Kadensky aus der Projektarbeit der Aktion Familienfasttag. Bischof Yvon Ambroise, langjähriger Caritas-Präsident in Indien, der das Konzept dieser "Ermächtigung" seit den frühen 1990er Jahren in Indien betrieben und unter anderem in Projekten mit der kfböwirksam werden hat lassen, bezeichnete bei der Tagung die Mechanismen des neoliberalen Wirtschaftens als einen wesentlichen Faktor von "Entmächtigung" heute. Internationale Konzerne würden Fabriken hinter Gittern ohne jegliche sozialen Standards schaffen, offiziell dargestellt als Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen.

Bischof Zsifkovics: "Unsere Welt ist nicht gesund, Frauen können heilend wirken"
Der Eisenstädter Diözesanbischof fand klare Worte zur aktuellen Situation: "Unsere Welt ist noch immer nicht gesund. In vielen Gegenden unserer Erde ist ein Menschenleben noch immer nichts wert; politische oder religiöse Fanatiker treten Gottes Liebesbotschaft mit Füßen, Andersgläubige werden verfolgt, vertrieben oder hingerichtet; die Aufrüstung der Worte und der Waffen ist wieder aktuell geworden; Konzerne beuten Natur und Umwelt aus, während auf der anderen Seite der Hochsicherheitszäune Kinder verhungern und ganze Völker von der Landkarte verschwinden." Es müsse anerkannt werden, dass die "Erhöhung der Niedrigen" und eine Welt ohne Herrschaftsverhältnisse, wie Maria sie im "Revolutionssong des Magnificat" besinge, "noch immer nicht da ist". Zsifkovics bat und ermutigte auf der Tagung die Frauen, zu sein wie Maria, "die größte Revolutionärin der Geschichte", und weiterhin empfänglich zu sein für die sozialen Schwingungen und "die Melodie Gottes mitten in dieser zerrissenen Welt."

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