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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Freitag, 18. Juli 2014

In der Angelegenheit des früheren Dompfarrers der Diözese Eisenstadt, Mag. Josef Prikoszovits, teilt die Diözese Eisenstadt aus aktuellem Anlass Folgendes mit:

Josef Prikoszovits befindet sich derzeit noch in einem Sabbatjahr, um das er nach Niederlegung seines Amtes als Dompfarrer im vergangenen September gebeten hat. Diese Auszeit zur Klärung seines weiteren Lebensweges soll auf Prikoszovits' Wunsch mit Ende August 2014 enden.

In einer Vorabinformation an den Generalvikar und Personalverantwortlichen der Diözese Martin Korpitsch hat Prikoszovits nun mitgeteilt, mit Herbst 2014 eine Anstellung im Bereich der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs annehmen zu wollen. Noch keine terminliche Festlegung gegenüber der Diözese gibt es derzeit hinsichtlich der von Prikoszovits bereits in Vorgesprächen mit der Diözesanleitung angekündigten Laisierungsbitte an den Papst. Dies ist in einem von Prikoszovits angekündigten Schreiben an die Diözesanleitung im Laufe des Sommers zu erwarten.

Bischof Zsifkovics und die Diözese Eisenstadt wünschen Josef Prikoszovits in jedem Falle alles Gute auf seinem weiteren Weg, wofür immer er sich auch entscheiden mag. Ab Herbst wird der Kalasantinerorden die Seelsorge an der Eisenstädter Dom- und Stadtpfarrkirche St. Martin übernehmen. Der Kalasantinerpater Mag. Erich Bernhard wird als neuer Dompfarrer dem interimistischen Dompfarrer Generalvikar Martin Korpitsch nachfolgen.

Dienstag, 15. Juli 2014

Charmanter Besuch aus Amerika

Charmanter Besuch aus Amerika
© Gerald Gossmann
Nach der Reise des Eisenstädter Diözesanbischofs Ägidius Zsifkovics zu den burgenländischen Landsleuten in den USA und Kanada vergangenen Oktober, stattete nun eine Delegation aus New York dem Bischofshof in Eisenstadt einen Gegenbesuch ab. Mit von der Partie: die neue Miss Burgenland New York.

Sie heißt Lauren Drauch und strahlte mit der pannonischen Sonne um die Wette, als sie im Eisenstädter Dom auf Diözesanbischof Zsifkovics traf. Beide hatten nach Laurens Kür in New York im Vorjahr gekonnt das Tanzbein geschwungen. Auch in Eisenstadt machte die amtierende Miss Burgenland New York ihrem Titel alle Ehre. Charmant plauderte sie mit dem Bischof und mit Generalvikar Martin Korpitsch, bevor es am Nachmittag weiter nach Zahling ging, um dort als Miss Burgenland die traditionelle Weintaufe vorzunehmen.

Zsifkovics: "Willkommen zu Hause!"
Der Bischof begrüßte im Dom die Mitglieder der Delegation aufs Allerherzlichste und erinnerte dabei an die wunderbare Begegnung mit den Auslandsburgenländern in New York, Coplay und Toronto im vergangenen Oktober. Angeführt wurde die etwa 20-köpfige Gruppe auf ihrem Heimatbesuch von Peter Drauch, Vater der diesjährigen Miss Burgenland und Präsident des "Erster Krankenunterstützungsverein New York", wie der Burgenländer-Club New York seinem historischen Gründungsgedanken gemäß eigentlich heißt. Drauch ist die Seele des Clubs, mit ihm in die Heimat gekommen sind seine Frau und seine beiden Töchter.

Hochkarätiges Empfangskomitee
Auf Heimatseite wurden die Landsleute aus New York begleitet von Hofrat Professor Dr. Walter Dujmovits, dem Präsidenten der weltweiten Burgenländischen Gemeinschaft, sowie von Dechant Mag. Johannes Vertesich und Mag. Erwin Weinhofer. Sie alle waren im Vorjahr Teil der Delegation, die mit Bischof Zsifkovics in die USA reiste.

Präsident des Burgenländer-Clubs Drauch: "Einzigartige Gastfreundschaft der Diözese Eisenstadt"
Beim gemeinsamen Essen im Bischofshof dankte Club-Präsident Drauch dem Eisenstädter Bischof und der ganzen Diözese für das enge Band der Freundschaft, das zwischen New York und dem Burgenland bestünde. Der Besuch des Eisenstädter Bischofs in den USA habe vielen Menschen Freude, Kraft und Mut geschenkt. Dies sei ebenso einzigartig wie die nun erwiesene Gastfreundschaft der Diözese. Drauch überreichte Bischof Zsifkovics eine Flasche Uhudler mit dem Etikett der amtierenden Miss Burgenland und sprach wiederholt eine Einladung zu einem neuerlichen Besuch in Amerika aus: "Herr Bischof, Du bist uns jederzeit willkommen!"

Montag, 7. Juli 2014

"Es ist ein Zeichen, das wir setzen" - Diözesanwallfahrt der Burgenländer nach Mariazell

Diözesanwallfahrt Mariazell 2014Rund 500 Pilger aus dem gesamten Burgenland nahmen an der Diözesanwallfahrt nach Mariazell teil. Viele kamen zu Fuß, manche mit dem Rad, andere mit dem Autobus. Höhepunkt war ein Festgottesdienst mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und die Ehepaar-Segnung am Nachmittag.

Adalbert Grosz ist glücklich, als er die Straße Richtung Basilika marschiert, beinahe stehen ihm die Tränen in den Augen. Der 61-jährige war drei Tage unterwegs, gemeinsam mit seiner Gattin und Pilgern aus seiner Heimatpfarre Kemeten. Zwei Jahre hatte er mit dem Marschieren pausiert. Eine schwere Herzoperation und ein neues Hüftgelenk zwangen ihn dazu. „Ich bin Gott dankbar, dass ich den Fußmarsch geschafft habe“, sagt Adalbert Grosz. „Dieser Fußmarsch war ein Dankeschön.“So wie Grosz kommen viele Burgenländer zu Fuß nach Mariazell. Große Gruppen aus Oberdorf, Purbach, Neumarkt im Tauchental oder Hornstein treffen nach und nach ein. Der Fußmarsch nach Mariazell hat in vielen Pfarren Tradition. Seit drei Jahren findet dazu die Diözesanwallfahrt statt. Heuer unter dem Motto: „Gemeinsam den Weg finden“. Im Gehen und Schauen auf Gott hin sollen dabei die Lebenswege der Menschen mit Freude und Hoffnung neu aufgeladen werden, so Bischof Zsifkovics. Dabei erinnert er an den Satz des Hl. Augustinus: „Wer im Leben auf Gott zugeht, geht auf ein Ziel hin. Die anderen gehen bloßim Kreis.“Die Diözesanwallfahrt soll dazu eine Gelegenheit bieten, am Ende eines Schul- und Arbeitsjahres aus der Hektik des Alltages herauszutreten, für Geschenktes in diesem Jahr Dank zu sagen und als Einzelne, Familie, Ehejubilare, Diözese und Pfarrgemeinde ein wenig inne zu halten, um „gemeinsam den Weg zu finden.“

„Steh auf aus Deiner Sattheit, Ichbezogenheit und Gleichgültigkeit“
Am Vormittag feiert Diözesanbischof Zsifkovics einen Festgottesdienst gemeinsam mit den burgenländischen Pilgern. In seiner Predigt geht er der Frage nach: Was braucht es für unseren gemeinsamen Weg als Christen in dieser Zeit? Der Bischof gibt eine Antwort in drei Sätzen aus der Bibel und richtete sich dabei direkt an das Glaubensvolk. Erstens: „Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt.“Der Bischof konkretisiert: „Steh auf aus Deinem Schlaf, Deiner Müdigkeit und Resignation! Steh auf aus Deiner Sattheit, Ichbezogenheit und Gleichgültigkeit! Steh auf aus deinem Desinteresse an Gott, Glaube, Kirche, den Mitmenschen, am gesellschaftlichen und politischen Geschehen! Damit wir aufstehen können, braucht es neben der Gnade Gottes und unserem Bemühen vor allem auch gegenseitige Hilfe und Unterstützung auf dem Weg –seien wir deshalb als Christen einander Engel, die sich gegenseitig ermutigen und trotz aller Herausforderungen des Lebens immer wieder sagen: Steh auf!“Der zweite Satz lautet: „Geh und folge diesem Wagen.“Der Bischof: „Sollten wir nicht wie Philippus auf unserem Lebensweg unseren Mitmenschen nachgehen, mit ihnen ins Gespräch, auch ins geistliche Gespräch kommen, ein Stück des Weges mit ihnen mitgehen/fahren, sie im Glauben unterweisen, d.h.: ihnen von unserem Glauben an Jesus erzählen, sie zur Begegnung mit Jesus führen durch das Wort der Schrift und das Sakrament, sie so für den Alltag rüsten.“
Und Drittens: „Was er euch sagt, das tut!“Der Bischof in seiner Predigt dazu: „Dieses Wort sagt Maria im heutigen Evangelium zu den Dienern im Hochzeitssaal von Kana, als sie den in Not geratenen Eheleuten hilft und beisteht. Sagt Maria hier im Gnadenbild von Mariazell –sie zeigt mit dem Finger auf Jesus –nicht auch zu uns, dasselbe wie in Kana: „Was er euch sagt, das tut!“? Maria sagt es zu uns Menschen/Christen, die wir immer wieder in Not geraten –als Einzelne, Kinder und Jugendliche, Eheleute und Familien, Berufstätige und Arbeitslose, Reiche und Arme, Gesunde und Kranke, Kirche und Gesellschaft, in Politik und Wirtschaft. Im Hochzeitssaal von Kana erfahren wir aber: unsere Not kann verwandelt werden in Freude, wenn wir uns einlassen auf Marias Rat: „Was er euch sagt, das tut!“Unser schwieriges Leben wird zu einer Hochzeit, wenn wir tun, was Jesus sagt! Hier in Mariazell erinnert uns Maria daran!“

„Der Segen von Gott ist uns wichtig“
Am Nachmittag haben die Pilger die Möglichkeit an einem Rosenkranzgebet, dem Gebet am hl. Brunnen, einem Bibliolog und an einem Kreuzweg über den Dächern von Mariazell teilzunehmen, ehe danach die Ehejubilare im Mittelpunkt einer Andacht in der Basilika von Mariazell stehen. Auch Herta und Willi Decker aus Oberpullendorf kommen neben zahlreichen anderen Paaren zum Einzelsegen. 35 Jahre sind die beiden verheiratet. „Das war für uns ein besonderer Grund hierher zu kommen. Der Segen von Gott ist uns wichtig“, erklärt Herta Decker. Ihr Gatte ergänzt: „Es ist ein Zeichen, das wir setzen, in einer Zeit, in der man ohnehin immer weniger Zeichen setzt."

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Predigt von Diözesanbischof Zsifkovics ... 

Samstag, 5. Juli 2014

"Gemeinsam den Weg finden" - Große Diözesanwallfahrt der Burgenländer nach Mariazell

Dankwallfahrt MariazellAm 5. Juli 2014 macht sich Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics gemeinsam mit Pilgern aus dem ganzen Burgenland auf, um den Weg zur Kraft zu gehen.

Im Gehen und Schauen auf Gott hin sollen dabei laut Bischof Zsifkovics die Lebenswege der Menschen "mit Freude und Hoffnung neu aufgeladen" werden. Dabei erinnert der Bischof an den Satz des Hl. Augustinus: "Wer im Leben auf Gott zugeht, geht auf ein Ziel hin. Die anderen gehen bloß im Kreis." Gefeiert werden wird in Mariazell besonders mit jenen, die im gemeinsamen Gehen durchs Leben besonders erprobt sind: den Eheleuten, die ein Jubiläum feiern.

Programm:
11.15 Uhr:   Pilgermesse mit dem Diözesanbischof, begleitet
                    durch den röm.-kath. Kirchenchor Pinkafeld
14.00 Uhr:   Geistliche Musik / Rosenkranz
                    Gebet am hl. Brunnen
                    Bibliolog
                    Kreuzweg
15.30 Uhr:   Andacht

Im Anschluss an die Andacht sind alle Paare, auch einzelne Ehepartner, herzlich eingeladen, vor den Altar zu treten und auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria einen persönlichen Segen zu empfangen.

Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie im Pastoralamt der Diözese:
02682/777-241

Fahrtmöglichkeit ist aus allen Orten des Burgenlandes gegeben.
Preis: €25,00 (Hin- und Rückfahrt)
Informationen über Anreise und Anmeldung erhalten Sie entweder in Ihrem Pfarramt oder bei der kfb unter 02682/777-290.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Stellenausschreibung

Das Bischöfliche Ordinariat bringt folgende Stelle zur Ausschreibung:

Regionalstellenleiter(in) für die Region Süd der Katholischen Jugend und Jungschar

Dienstag, 1. Juli 2014

Anbetungstag im Bischofshof - 7. Juli 2014

Hauskapelle Bischofshof
10.00 Uhr:  
hl. Messe mit Diözesanbischof Zsifkovics
anschließend Aussetzung und Anbetung

12.00 Uhr:
gesungener Angelus

15.00 Uhr:
eucharistische Andacht und sakramentaler Segen

Vatikan will Kluft zwischen Morallehre und Praxis überwinden

Arbeitspapier für die Bischofssynode im Herbst vorgestellt – Text betont Drängen vieler Bischöfe auf Gespräche bei den Themen wiederverheiratete Geschiedene, Homosexualität oder künstliche Empfängnisverhütung 

Vatikanstadt, 26.06.14 (KAP) Die katholische Kirche will über Konsequenzen, die von der Kluft zwischen kirchlichem Familienbild und Lebenspraxis vieler ihrer Gläubigen herrühen, beraten. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten "Arbeitspapier" (Instrumentum laboris) für die Bischofssynode im Herbst hervorgeht, sehen viele Bischöfe Gesprächsbedarf etwa bei den Themen wiederverheiratete Geschiedene, Homosexualität oder künstliche Empfängnisverhütung. Zudem machten sie konkrete Vorschläge für eine Vereinfachung von Ehenichtigkeitsprozessen.

Die Kenntnis der kirchlichen Positionen zur Familie sei "allgemein eher spärlich", heißt es in dem Dokument. Auch viele Katholiken, denen sie vertraut seien, hätten Schwierigkeiten sie "ganz anzunehmen". Die Bischöfe plädieren demnach teils für behutsame Aktualisierungen oder Änderungen der kirchlichen Praxis, teils für eine bessere Vermittlung ihrer Lehre sowie eine Konzentration auf das Wesentliche.

Das 85-­‐seitige Dokument bildet den inhaltlichen Leitfaden für die zweiwöchigen Beratungen der Bischofssynode zur Familie vom 5. bis zum 19. Oktober im Vatikan. Erstellt wurde es vom Vatikan auf Grundlage einer weltweiten Befragung unter Bischofskonferenzen, kirchlichen Gruppen und vatikanischen Behörden zu Familie, Ehe und Sexualität.

Wiederverheiratete. Für den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen haben laut dem
Dokument "einige" Bischofskonferenzen vorgeschlagen, "den Weg zu einer zweiten oder dritten Ehe mit Bußcharakter" zu prüfen. Vorbild könne die Praxis einiger orthodoxer Kirchen sein. Die Nichtzulassung zu den Sakramenten, wie sie die kirchliche Lehre festlege, werde von den Gläubigen nicht verstanden. Die betroffenen Katholiken weigerten sich offenbar ihre Situation als "irregulär" anzuerkennen, so das Arbeitspapier.

Homosexualität. Viele Bischofskonferenzen fordern für die Synode zudem einen Dialog mit den Humanwissenschaften, "um eine differenziertere Sicht des Phänomens der Homosexualität entwickeln zu können".

Empfängnisregelung. Mit Blick auf die kirchliche Verurteilung der künstlichen Empfängnisverhütung wird festgehalten, dass sie heute

von der "vorherrschenden Mentalität als Einmischung in das Intimleben des Paares und Einschränkung der Gewissensfreiheit empfunden" werde. Nach dem Willen der Bischofskonferenzen solle die Synode dabei helfen, "jenseits jeden Moralismus" wieder den "tiefen anthropologischen Sinn der Moral des Ehelebens" zu entdecken.

Bestandsaufnahme. Das Arbeitspapier soll eine weltweite Bestandsaufnahme der Lebenspraxis von Katholiken und der daraus resultierenden Herausforderungen für die Kirche bieten, hebt das Synodensekretariat im Vorwort hervor. Weitere Themen sind etwa Abtreibung, die Unterstützung lediger Mütter, Gewalt und sexueller Missbrauch in Familien, Konsequenzen aus den großen Migrationsbewegungen sowie die Weitergabe des Glaubens an die jungen Generationen in religionsfernem Umfeld.

Spannunsgfelder. Widerstand gegen die kirchliche Lehre gebe es unter Katholiken "in verschiedenen Graden", insbesondere gegen die kirchlichen Positionen zu Geburtenkontrolle, Scheidung, Wiederheirat, Homosexualität, Zusammenleben ohne Trauschein, Treue und In-­‐vitro-­‐ Fertilisation, so das Dokument. Demgegenüber sei die prinzipielle Lehre über die Würde des menschlichen Lebens "weiter verbreitet" und "auch im größeren Ausmaß anerkannt".

Mit Blick auf eine Nichtigkeitserklärung von Ehen plädierten viele Bischofskonferenzen in bestimmten Fällen für die Möglichkeit, diese in bestimmten Fällen auch auf dem Verwaltungsweg herbeiführen zu können, anstelle des bislang erforderlichen Prozesses in zwei Instanzen, führt das Arbeitspapier aus. Zudem forderten sie eine Öffnung des kirchlichen Richteramtes für Laien, mehr Kompetenzen für den Ortsbischof sowie eine Senkung der Verfahrenskosten.

Auch die grundsätzliche Notwendigkeit von zwei gleichlautenden Urteilen für eine Ehenichtigkeitserklärung werde infrage gestellt. Allerdings gebe es auch Bedenken, dass dadurch die Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe verwässert werde.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich

Kathpress Themenpaket …
Familie-Bischofssynode Arbeitsdokument …

Predigt anlässlich des 40-jährigen Priesterjubiläums von Dechant Kan. Dr. Erich Seifner

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics 
Predigt anlässlich des 40-jährigen Priesterjubiläums von Dechant Kan. Dr. Erich Seifner
(Hochfest der Apostel Peter und Paul, 29. Juni 2014,
in der Stadtpfarrkirche Oberwart)

Liebe Schwestern und Brüder!

In diesen Tagen und Wochen bewegt der Fußball die Gemüter vieler Menschen. Der schweißtreibende Kampf, in dem zwei Mannschaften 90 Minuten lang dem runden Leder nachjagen, fasziniert Millionen. Es fesselt Menschen so sehr, dass die Begeisterung, mit der die Fans ihren Teams begegnen, beinahe religiöse Züge annehmen kann. Gewiss, Fußball ist nicht gleich Gottesdienst - wenn auch viele für den Sieg ihrer Mannschaft beten und in den Kirchen Kerzen anzünden. Aber es muss tief drinnen in diesem Spiel etwas geben, das die Menschen so anrührt. Was ist es bloß?

Da sind einerseits die Spieler, Spitzenathleten, die höchsten Einsatz   zeigen, die alles geben, die an den Sieg glauben. Auf der anderen Seite aber hat niemand von ihnen das Ergebnis in der Hand, weil sehr viel Glück, Zufall, "Gnade" im Spiel ist. Auf dem Fußballfeld paaren sich also menschlicher Glaube und menschliche Anstrengung  mit einer Gnade, die nicht in menschlicher Hand liegt.

Daher, liebe Schwestern und Brüder, erkennen wir auf dem Fußballrasen so sehr unsere eigene Existenz wieder:  "Am Ende soll alles gut werden, soll alles einen Sinn gehabt haben!" - genau das ist der tiefste Wunsch, der in jeder Menschenseele lebt. Und er ist die Keimzelle unseres christlichen Glaubens - dass da jemand über uns ist, der will, dass unser Leben gut wird. Weil er uns ernst nimmt. Weil er uns liebt. Jemand, der die fehlenden Zentimeter, die wir selbst nicht zustandebringen, unsrem Tun hinzufügt und den Ball so ins Tor lenkt.

Am heutigen Hochfest feiern wir zwei "Spitzenspieler" auf dem Spielfeld des Glaubens. Beiden, Petrus wie Paulus, wurde von Gott der Ball zugespielt. Es war ein Pass mitten hinein in beider Leben: den einen traf der Ball relativ sanft bei der Arbeit am Ufer des Sees Genezareth, den anderen sehr direkt und hart, als er vor Damaskus vom Pferd fiel. Beide aber nahmen den Ball auf und spielten auf die ihnen gegebene Weise mit in Gottes Team. Petrus als starker Verteidiger - Jesus nannte ihn nicht umsonst den "Felsen". Paulus - aufbrausend und cholerisch - als starker Stürmer, der das Geheimnis Gottes auf dem Spielfeld weit nach vorne trug, bis an die Enden der Welt. Beide spielten mit höchstem Einsatz: ihre zeitliche Existenz wurde von der römischen Justiz durch die Todesstrafe beendet.

Liebe Schwestern und Brüder! Auch von uns will Gott, dass wir mitspielen. Immer wieder spielt er uns Pässe zu und hofft darauf, dass wir seinen Ball weitertragen. Er stellt uns allen die Frage, die Jesus im heutigen Evangelium seinem Spitzenverteidiger gestellt hat: "Petrus, liebst du mich?" Wir alle haben in unserem Leben diese Frage schon mehrmals offiziell mit einem Ja beantwortet - zuerst bei unserer Taufe, dann bei der Erstkommunion, dann noch einmal bei unserer Firmung. Es waren gewissermaßen unsere feierlichen Angelobungen als "Spieler" vor "Spielbeginn". Doch ob wir wirklich echte Spieler sind und die Liebe Gottes auch in unseren Herzen erwidern, selbst wenn es Hindernisse und Anfeindungen gibt, das muss jeder von uns für sich selbst beantworten.

Wir feiern heute aber auch jemanden, der die Liebesfrage Jesu mit einem sehr radikalen Ja beantwortet hat: nämlich mit dem Eintritt in die Christusnachfolge und in den priesterlichen Dienst. Auf den Tag genau vor 40 Jahren hast Du, lieber Herr Stadtpfarrer, ein großes Ja zu Gott gesagt. Am 29.6.1974 wurdest Du von Bischof Stefan László im Martinsdom zum Priester der Diözese Eisenstadt geweiht. Von da an hast Du Dein Leben der Verkündigung der Botschaft Jesu geweiht - zunächst als junger Kaplan in Jennersdorf, dann als Studienpräfekt am Bischöflichen Seminar in Mattersburg - auch als mein Präfekt, dann als Pfarrer in Eberau-Gaas-Bildein. Seit 22 Jahren bist Du hier in Oberwart, in der "Metropole des Südens", wie Du gerne sagst, Stadtpfarrer. Daneben hattest Du auch für kürzere Zeit Verantwortung für die Pfarren St. Martin i.d.W., Unterwart und Wolfau-Kitzladen. Aber auch als Dechant, als Dekanatsfrauenseelsorger, als Mitglied der Ökumene-Kommission, Geistlicher Assistent des Katholischen Akademikerverbandes, als Mitglied des Diözesanrates und als Kanoniker des Eisenstädter Domkapitels hast Du Deine Berufung gelebt.

Deine besondere Zuwendung, lieber Erich, galt aber immer den theologischen Grundlagen und der katechetischen Dimension unseres Glaubens. Du erwarbst den Doktor der Theologie in Graz - Dein Doktorvater, Universitätsprofessor DDr. Valentin Zsifkovits, ist heute unter uns - und Du hast gerade auch als Religionslehrer und als Schulamtsleiter unserer Diözese immer größten Wert auf das Glaubenswissen der Dir anvertrauten Menschen gelegt - dies gilt besonders auch für die Sakramentenvorbereitung in der Pfarre. Auch Dein engagierter Predigtdienst zeugt von dieser Haltung!

Unermüdlich und standhaft bist Du immer für die Lehre der Kirche und gegen schleichenden Relativismus und weltliche Aushöhlung des Gottesglaubens eingetreten. Dir ist wichtig, dass Gott und sein Geheimnis im Mittelpunkt unseres Glaubens und der Kirche bleiben - dabei bist Du besonders von Deinem Lehrer Joseph Ratzinger in Regensburg geprägt worden. Papst Benedikt XVI. hat Dir deshalb mit größter Freude auf meine Bitte hin zu Deinem Jubiläum ein Exemplar seines letzten Buches persönlich signiert. Ich darf es Dir heute übergeben.

Lieber Erich: Ich weiß, dass Du kein Fußballfanatiker bist, aber das ändert nichts daran, dass Du für mich ein großer "Tormann" bist. Du kannst harte Bälle halten. Du lässt Dich für Deine christliche Überzeugung anschießen. Du bist gewohnt, etwas einzustecken. Du stehst zu den Dingen und nennst sie beim Namen, manchmal etwas kantig, so wie es eben Deine Art ist. Und manche - lieber Erich, wir alle wissen es! - sind beim Anschießen Deiner Person nicht zimperlich - leider gehört auch das Foul zum Spiel.

Du aber warst immer ein echter Spieler in Gottes Team. Mit Deiner harten Schale, hinter der ein höchst gefühlvoller Kern steckt, bist Du der Spitzenathlet, der höchsten Einsatz zeigt, der alles gibt, der an Gottes Sache glaubt. Und auch Du hast, wie wir alle, das Ergebnis des Spiels nicht in der Hand. Doch dass die Gnade Gottes die fehlenden Zentimeter, die Du, lieber Erich, mit Deinen menschlichen Grenzen nicht zustande bringst, immer hinzugefügt hat - das beweist wohl der Blick auf Dein langes und sinnerfülltes Priesterleben.

Und dafür, dass Gott Dich in seiner Liebe immer getragen hat und Du Dich von Ihm hast tragen lassen, dafür wollen wir alle heute gemeinsam mit Dir Gott preisen und für 40 Jahre priesterlichen Dienstes mit allen Höhen und Tiefen danken. Als Bischof sage ich Dir für Deine treue Hilfe und Unterstützung in der Leitung der Diözese sowie für Dein Vertrauen ein schlichtes, von Herzen kommendes "Vergelt's Gott!" - Danke sage ich auch allen, die Dich auf Deinem Weg begleiten!

Mögen Petrus und Paulus - der Verteidiger und der Stürmer, die es in der Kirche braucht - Dir beim weiteren Spiel Vorbild und "Trainer" sein!

Möge Gott unserer Diözese weiterhin Christen und Priester schenken, die wie Petrus die Frage "Liebst Du mich?" durch ein Leben in der Nachfolge beantworten!

Und möge Gott uns alle in Seiner Gnade erhalten, damit wir seine Liebe erwidern und er so unseren Ball ins Tor lenkt!

Amen.

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