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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Dienstag, 29. April 2014

Diözese Eisenstadt bei Heiligsprechung von historischer Dimension Vertreten

HeiligsprechungKirche feiert zwei neue heilige Päpste mit Burgenlandbezug. Zwei lebende Päpste feiern auf dem Petersplatz mit 1 Million Gläubigen ein historisches Glaubensfest jenseits aller Erwartungen. Bischof Zsifkovics bei Heiligsprechung als einziger österreichischer Diözesanbischof unter Bischöfen und Kardinälen aus aller Welt anwesend.

Die katholische Kirche hat zwei neue Heilige: Bei einer feierlichen Messe auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus am Sonntagmorgen seine beiden Vorgänger Johannes XXIII. (1958-63) und Johannes Paul II. (1978-2005) zur höchsten Ehre der Altäre erhoben. Nach einer dreifachen Bitte des für Heiligsprechungen zuständigen Kurienkardinals Angelo Amato erklärte Franziskus die beiden offiziell zu Heiligen. Die Erhebungsformel des Papstes wurde von den Anwesenden auf dem Petersplatz mit lautem und langem Applaus begrüßt.

Burgenländische Pilger feierten auf dem Petersplatz mit der Weltkirche
Unter der geistlichen Leitung von Martin Korpitsch, dem Generalvikar der Diözese Eisenstadt, hatte sich bereits am Freitag eine burgenländische Pilgergruppe auf den Weg nach Rom gemacht, um sich an den historischen Stätten der Urkirche durch Gebet und Begegnungen mit anderen Gläubigen auf das bevorstehende Glaubensfest der Weltkirche einzustimmen. Auf dem Petersplatz feierten sie mit ca. 1 Million Pilgern aus aller Welt die Heiligsprechung von zwei Päpsten, die die Geschichte der Kirche und der Welt nachhaltig prägten. Der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics vertrat bei der Heiligsprechung die österreichischen Bischöfe und konzelebrierte gemeinsam mit 150 Kardinälen, 1.500 Bischöfen und 6.000 Priestern aus aller Welt die Messe. Papst Franziskus leitete die rund zweistündige Feier; sein direkter Vorgänger Benedikt XVI. nahm ebenfalls teil. Der amtierende Papst begrüßte und verabschiedete seinen Vorgänger herzlich unter großem Applaus aller Gläubigen.

Bischof Zsifkovics: Burgenland eng mit beiden Heiligen verbunden
Bischof Zsifkovics unterstrich nach der Messe in einem Interview einmal mehr die Verbundenheit des Burgenlandes mit den beiden neuen heiligen Päpsten. Papst Johannes XXIII. hat das Burgenland, das bis dahin nur eine Apostolische Administratur gewesen war, am 15. August 1960 zur Diözese erhoben. Johannes Paul II. hat 1988 das Burgenland besucht und in Trausdorf einen historischen Gottesdienst gefeiert, zu dem zigtausende Gläubige nicht nur aus Österreich sondern vor allem auch aus Ungarn und Ex-Jugoslawien gekommen waren. Von der Heiligsprechungsfeier in Rom zeigte sich Bischof Zsifkovics beeindruckt. Dank der hunderttausenden Pilger aus aller Welt sei die Heiligsprechung ein großes Glaubensfest gewesen, resümierte Zsifkovics. Zugleich sei die Feier auch von einer wohltuenden Schlichtheit und liturgischen Einfachheit geprägt gewesen.

Papst Franziskus: Neue Heilige haben "Tragödien des 20. Jahrhunderts durchlebt"
Papst Franziskus sagte in der Predigt bei der Messe anlässlich der Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII.: "Sie waren Priester, Bischöfe und Päpste des 20. Jahrhunderts. Dessen Tragödien haben sie erfahren, sind davon aber nicht überwältigt worden. Stärker war in ihnen Gott; stärker war der Glaube an Jesus Christus, den Erlöser des Menschen und Herrn der Geschichte; stärker war in ihnen die Barmherzigkeit Gottes, die sich in diesen fünf Wunden offenbart; stärker war die mütterliche Liebe Marias."

Montag, 28. April 2014

Mittwoch im Mai im Martinsdom

„Maria, Trösterin der Betrübten“ lautet der aus der Lauretanischen Litanei entnommene Ehrentitel der Gottesmutter, der dem Marienbild in der Eisenstädter Domkirche Namen und Patronat gegeben hat. Andere Wallfahrtsorte dieses Titels sind die Salzburger Wallfahrtskirche Maria Plain und die Basilika Mariatrost bei Graz. Neben der Marienstatue am Oberberg und der Kopie der „Schwarzen Madonna von Tschenstochau“ in der Franziskanerkirche gilt „Maria, Trösterin der Betrübten“ im Martinsdom als das dritte Eisenstädter Gnadenbild. Der Überlieferung nach soll es von einem evangelischen Christen gemalt worden sein. Durch verschiedene Wohltäter erhielt es ab dem 18. Jahrhundert Schmuck, Rahmen und Votivgaben, darunter einen mit Edelsteinen besetzten Silberkelch zur Verwendung bei Messfeiern vor dem Gnadenbild. Im Monat Mai, der in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter gewidmet ist, werden in vielen Kirchen Marienandachten, Maiandachten, gefeiert. Im Martinsdom gibt es jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 19 Uhr Maiandachten. Die Andachten „Mittwoch im Mai“ werden von Diözesanbischof Mag. Dr. Ägidius Zsifkovics geleitet und mit ausgewählter Kirchenmusik gestaltet.

Maiandacht um 19 Uhr mit Diözesanbischof Mag. Dr. Ägidius Zsifkovics

7. Mai:
Traditionelle Marienlieder
Maria, Maienkönigin
Vokalquartett, Orgel

14. Mai:
Carl Joseph Rodewald (Zeitgenosse Joseph Haydns)
Stabat Mater
Geistliche Duette, Orgel

21. Mai:
W. A. Mozart
Lauretanische Litanei
Singstimmen, Streicher, Orgel

28. Mai:
Marianische Volksweisen aus dem Burgenland
Mit frohem Herzen will ich singen
Soli, Chor, Orgel

Freitag, 25. April 2014

Bischof Zsifkovics zu Besuch bei Metropolit Arsenios

Metropolit Arsenios und Diözesanbischof Zsifkovics
Metropolit Arsenios und Bischof Zsifkovics
Ganz im Zeichen des Osterfestes stand der Besuch von Bischof Zsifkovics vergangenen Dienstag bei Metropolit Arsenios. In brüderlicher und österlicher Atmosphäre sprachen beide Bischöfe über Themen der Ökumene und des gelebten Miteinanders der christlichen Kirchen. 

Im Rahmen der herzlichen Begegnung wurde unter anderem über die nach wie vor schwierige Situation der Bevölkerung in Griechenland und die katholisch-orthodoxen Beziehungen gesprochen. Die beiden Bischöfe gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass Nächstenliebe und Solidarität in diesen Zeiten der Herausforderungen und Prüfungen in den Herzen der Menschen die Oberhand gewinnen werden, um auf diese Weise einem der größten Gebote Gottes –den Nächsten wie sich selbst zu lieben – mit einem klaren und lebendigen Zeugnis Folge zu leisten.

Sorge für Griechenland, die Ökumene und die orthodoxen Christen im Burgenland
In diesem Zusammenhang berichtete Metropolit Arsenios von seinen Heimatbesuchen: Hier sei es die Orthodoxe Kirche Griechenlands, die in dieser schweren Zeit in Form von Ausspeisungen, Hilfspaketen und anderen Unterstützungen eng an der Seite der Menschen steht. Weiters wurden Fragen der Ökumene in ihrer historischen, gegenwärtigen und zukünftigen Dimension erörtert. Die Sorge für die orthodoxen Christen des Burgenlandes liegt beiden Bischöfen sehr am Herzen. Auch die sehr guten nachbarschaftlichen Beziehung zwischen Österreich und Ungarn und die daraus resultierenden mannigfaltigen Kooperationsmöglichkeiten gehörten zu den Gesprächsthemen.

Symbole großer Freundschaft
Bischof Zsifkovics nutzte die Begegnung, Metropolit Arsenios und der Orthodoxen Kirche in Österreich die österlichen Segenswünsche der Diözese Eisenstadt zu übermitteln, und überreichte dem Metropoliten das neueste Buch von Papst Franziskus sowie einen edlen Tropfen burgenländischen Weins. Auch Metropolit Arsenios nutzte die Gelegenheit, dem Eisenstädter Bischof einen Ostergruß zu überreichen: ein kunstvoll gefertigtes Evangeliar. Dieses sei "nicht nur ein sichtbares Zeichen des Glaubens an den Auferstandenen, sondern auch ein fortwährendes Symbol meiner großen Freundschaft zur Orthodoxen Kirche", so Bischof Zsifkovics, der das Geschenk gerührt entgegen nahm.

Begleitet wurde Bischof Zsifkovics von Dr. Dominik Orieschnig, seinem Sekretär und Pressesprecher der Diözese. Dieser ist auch Rechtsberater der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, deren Vorsitzender Metropolit Arsenios ist, und war in den historischen Räumlichkeiten der Metropolis schon häufig zu Gast.


Donnerstag, 24. April 2014

Stellenausschreibung

Das Bischöfliche Ordinariat bringt folgende Stellen zur Ausschreibung:
  • 2 Regionalstellenleiter(innen) für die Region Mitte der Katholischen Jugend und Jungschar
    Zur Ausschreibung ... 

Mittwoch, 23. April 2014

Bischof Zsifkovics gibt die neuen "K"s für Katholische Frauen vor: kommunikativ, kreativ und kritikfähig

Frauenfest der kfb
(c) Diözese Eisenstadt/Miehl
"Ich öffne gerne dieses Haus – es ist ja euer Haus!" Bischof Ägidius Zsifkovics begrüßte am Osterdienstag im Bischofshof 200 Frauen zum ersten Frauentag. Die Katholische Frauenbewegung will damit Frauen in Kirche und Gesellschaft stärken.

"Indem wir die Tore des Bischofshofs für den ersten Frauentag weit öffnen, verneige ich mich als Bischof vor den Leistungen der Frauen in Gesellschaft und Kirche". Mit diesen Worten begrüßte Bischof Ägidius Zsifkovics die Teilnehmerinnen am Sitz der Diözese in Eisenstadt. Mit Hinweis auf das Evangelium nannte der Bischof die Frauen die ersten Zeuginnen der Auferstehung Jesu, die es den Jüngern weitererzählten. "Im Klartext gesprochen: Sie sagten den Männern, was Sache ist." Dessen sei sich nicht nur Papst Franziskus bewusst, wenn er mehr Frauen in führende Funktionen berufen will. Frauen, so der Bischof seien "tragende Säulen mit statischer Funktion" in der Kirche von heute.

Neue Gestaltung für Bischofshof. Der Platz vor dem Bischofshof erhielt anlässlich dieses Ersten Frauentags eine neue Gestaltung durch den Künstler Heinz Ebner, der das Thema "Frauen in der Kirche" auf seine unverwechselbare Art und Weise umsetzte und Frauen in ihrer Bedeutung und ihrer Vielfalt ein Gesicht verleiht. Bei der Veranstaltung sprachen bedeutende Vertreterinnen des politischen und kirchlichen Lebens im Burgenland:

Verena Dunst, Landesrätin: "Ich finde den ersten Frauentag super und begrüße es, dass der Bischofshof so offen ist für die Frauen. Von uns Frauen wird viel erwartet und wir geben viel. Frauen haben gesellschaftlich in vielen Bereichen noch Nachholbedarf. Durch die Politik muss die Mehrfachbelastung von Frauen weiter abgefedert werden. Aber für Frauen zu kämpfen, lohnt sich allemal."

Michaela Resetar, Landesrätin: "Wir Frauen behaupten uns in den unterschiedlichsten Positionen. Als Frau würde ich mir aber wünschen, dass sich mehr Frauen in Führungsfunktionen behaupten. Gott sei Dank ermöglicht es der Herr Bischof, dass Frauen in der Diözese in leitenden Positionen sind –hier haben die Politik und die Gesellschaft noch viel nachzuholen."

Imelda Krizan, Vorsitzende der katholischen Frauenbewegung: "Ich freue mich darüber, dass unser Bischof so offen gegenüber Frauenthemen ist. Ganz nach dem Vorbild von Papst Franziskus will er starke Frauen in starke Positionen setzen."

Susanna Hackl, Vorsitzende der evangelischen Frauenarbeit: "Es hat auch in der evangelischen Kirche zu allen Zeiten sehr mutige Frauen gegeben. Frauen müssen sich etwas trauen –immer schon. Frauen brauchen auch heute noch sehr viel Rückhalt."

Edith Pinter, Caritasdirektorin: "Ich bin die einzige Caritas-Direktorin in Österreich. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Frauen, die mehr als 90 Prozent der Caritastätigkeiten tragen – in Pflege, Unterricht und Betreuung. Wir sollten den heutigen Tag nutzen, viel selbstbewusster aufzutreten. Es sind immer die Frauen, die da sind, wenn Not am Mann ist. Gleichzeitig sind es eine gewisse Bescheidenheit und Beharrlichkeit, die uns das alles schaffen lassen. Heute können wir Themen ansprechen, die sonst in der Alltagsarbeit untergehen."

Andrea Berger-Gruber, Theologin und Schulinspektorin: "Katharina war überzeugt, dass die Gottesliebe antreibt, für andere zu leben und zu brennen."

Frauen bringen Sonne. "Kaum öffnet man den Bischofshof den Frauen, beginnt die Sonne zu scheinen." Mit einem Augenzwinkern kommentierte der Bischof die Tatsache, dass die regenschweren Wolken kurz nach dem Beginn der Veranstaltung einem heiteren Himmel gewichen waren.


Mittwoch, 16. April 2014

Chrisammesse 2014 im Martinsdom zu Eisenstadt

Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst!
Zur Chrisammesse versammelte Schwestern und Brüder im Herrn! 

In der Synagoge von Nazaret macht Jesus eine gewaltige Aussage über seine Person und seine Sendung in der Welt, indem er aus dem Buch Jesaja zitiert: „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“

Diese Aussage über Jesus und seine Sendung ist der Grund unseres Dienstes als Diakone, Priester, Bischöfe und Laienchristen. Wir sind durch Taufe, Firmung und Weihe vom Herrn selber gesalbt und von der Kirche gesandt heute wie Jesus zu handeln und den Menschen nahe zu sein. Durch die Salbung des Hl. Geistes wurden wir Priester mit einer besonderen Prägung bezeichnet und so Christus, dem Erlöser, gleichförmig gemacht, wie es das Zweite Vatikanische Konzil in seinem „Dekret über Dienst und Leben der Priester“ so treffend sagt.
In diesem Dekret, das als das „Handbuch“ und die „Betriebsanleitung“ unseres priesterlichen Dienstes bezeichnet werden kann, sind die Würde und der hohe Anspruch sowie die Fundamente priesterlichen Lebens dargelegt.

Demnach gilt: Unsere Beziehung als Priester im Presbyterium – untereinander und mit dem Bischof – soll vom Geist der Liebe, Gemeinschaft, Zusammenarbeit, gesunden Gehorsams, Gebetes, gegenseitigen Wohlwollens u. der Einheit getragen sein.
Unsere Beziehung zu den uns anvertrauten Gläubigen in den Pfarrgemeinden – besonders zu unseren Mitarbeitern – sollen wir im Geist des Konzils aus dem gemeinsamen Priestertum aller Getauften pflegen, das heißt: sie in die seelsorgliche Arbeit mitverantwortlich einbeziehen, sie hören, ihre Erfahrungen und Zuständigkeiten wertschätzend anerkennen und ihnen auch etwas zutrauen.
Unsere persönliche Beziehung zu Christus im Wort der Schrift u. im Sakrament der Eucharistie muss Quelle u. Höhepunkt unseres priesterlichen Dienstes sein.

Zu Beginn der Fastenzeit hatte der Papst zum Klerus der Diözese Rom darüber gesprochen, wie der Priester als „guter Hirte“ sein soll: weder lax noch rigoros, weder gleichgültig noch unerbittlich, aber vor allem eines nicht: „keimfrei, steril und schön“. Denn solche Priester nützen der Kirche nichts. In einer Kirche und Welt, die wir mit unserem Papst als „Feldlazarett“ sehen dürfen und in der es viele Wunden zu heilen gibt, müssen wir Priester den Menschen nahe sein, dürfen wir keine Berührungsängste haben, müssen wir den Stallgeruch der Schafe haben und uns wie Jesus für sie einsetzen, uns die Hände schmutzig machen.

Liebe Mitbrüder! Die Fragen, die Papst Franziskus seinen Priestern stellte, ich stelle sie heute auch Euch:
  • Kennt Ihr die Wunden Eurer Pfarrangehörigen und seid Ihr ihnen wirklich nahe?
  • Ringen wir wirklich – wie Abraham – für das Heil unseres Volkes?
  • Wie viele von uns weinen wirklich angesichts des Leidens eines Menschen, an-gesichts des Zerbrechens einer Familie, angesichts der vielen Menschen, besonders der Kinder und Jugendlichen, die den Weg zu Jesus nicht finden?
  • Wie ist unsere Beziehung zu den Armen und Schwachen, Kranken und Alten?
  • Wie gestalte ich meinen Tag, wie beginne und beende ich ihn? Mit dem Herrn im Gebet oder vor dem Fernseher oder im Gasthaus?
Liebe Mitbrüder! Ich wiederhole die Bitte unseres Heiligen Vaters: Seid nicht steril und gleichgültig, habt keine Angst die Wunden der Menschen im Feldlazarett des Lebens zu berühren und ihre Herzen zu erwärmen! Seid in allem wie wohlriechendes Öl, mit dem Ihr bei der Priesterweihe gesalbt wurdet und das wir heute weihen, damit es als Salböl bei der Spendung der Sakramente seinen Dienst erfüllt! Sakramentaler Dienst mit den Heiligen Ölen verweist auf unsere Sendung an die Wunden. Wo wir das geweihte Öl in die Hände nehmen, weil wir seine Botschaft im Herzen tragen, ist unsere Seelsorge lauter und heilsam.

Als Bischof bitte ich Euch, wenn Ihr heute Euer Weiheversprechen erneuert: Bringt selbst als die mit Chrisam Gesalbten den „Wohlgeruch Christi“ das Evangelium in Wort und Tat zu den Menschen!    

Papst Franziskus hat uns Bischöfe beim Ad-limina-Besuch gebeten, den Priestern, Mitarbeitern und Gläubigen in den Diözesen seine Grüße zu überbringen und Dank zu sagen für Euren Dienst u. Einsatz sowie für Euer Glaubenszeugnis!

Als Bischof schließe ich mich diesem Dank an und kann nur noch hinzufügen:
Liebe Mitbrüder!
„Der Geist des Herrn ruht auf Euch; denn der Herr hat Euch gesalbt. Er hat Euch gesandt, damit Ihr den Armen eine gute Nachricht bringt; damit Ihr den Gefangenen die Entlassung verkündet und den Blinden das Augenlicht; damit Ihr die Zerschlagenen in Freiheit setzt und ein Gnadenjahr des Herrn ausruft.“
Gottes Heiliger Geist, das Gebet des Bischofs, der Mitbrüder und der Gläubigen begleiten Euch in Eurem Bemühen, die Wunden der Menschen zu heilen und ihre Herzen zu erwärmen – deshalb macht Euch an die Arbeit und fürchtet Euch nicht trotz allen Gegenwindes, der eigenen Schwächen und des Versagens, der Herr ist mit Euch! Amen.

Freitag, 11. April 2014

Osterkorb für Bundespräsidenten Fischer und Minister Ostermayer

Osterkorb für Bundespräsidenten FischerOsterspeisen als „Abschied von der Fastenzeit“. Jugendliche aus allen Volksgruppen des Burgenlandes beim Staatsoberhaupt und beim neuen Kanzleramtsminister. Kirche ist dort am echtesten, wo sie teilt. Erfreute Reaktionen von Bundespräsident und Minister.

Der Bischof von Eisenstadt überreichte am Donnerstag, den 10. April, einen „Weihkorb“ an Bundespräsident Heinz Fischer. Zsifkovics führt dabei eine Delegation junger Burgenländerinnen und Burgenländer an. Die Schüler und Lehrlinge der Landesberufsschule Eisenstadt kamen aus allen Volksgruppen des Burgenlandes: Deutschsprachige, Kroaten, Ungarn und Roma.

Burgenländischer Lehrling backte Osterpinze für den Bundespräsidenten, Zsifkovics überreichte "Papstwein"
Der Weihkorb für den Bundespräsidenten enthielt folgende typische Speisen: Schinken, Kren, Brot, eine Osterpinze sowie Wein (das "Caritas-Fluchtachterl", das von Bischof Zsifkovics auch schon an Papst Franziskus überreicht wurde) und kunstvoll verzierte Ostereier aus Stinatz. Die Pinze wurde von einem Bäckerlehrling der Landesberufsschule in Eisenstadt gebacken. Der junge Mann war selbst Mitglied der burgenländischen Delegation in der Hofburg.

Zsifkovics: "Teilen als ewig aktueller Masterplan für Politik, Staat und Gesellschaft"
Bischof Zsifkovics wies vor dem Bundespräsidenten daraufhin, dass das gemeinsame Essen nach dem Gottesdienst auf die ersten Tage der Urkirche zurückgeht. Die christlichen Gemeinden pflegen bis heute zahlreiche Formen des Teilens sowie von materieller Unterstützung von Bedürftigen. Die heutige Palette reicht von Spendensammlungen für Hungrige in Katastrophengebieten bis hin zur täglichen diskreten „Armenspeisung“ in Klöstern, Priesterseminaren und Einrichtungen der Caritas. So könne "der kirchliche Gedanke des Teilens in Gemeinschaft, des Verzichts auf alles Überflüssige, unsere ganze Gesellschaft zum Besseren verändern".

Bundespräsident Fischer: "Nächstenliebe und Solidarität als Werte für alle"
Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich über den Besuch und die Überreichung des Weihkorbes sehr erfreut. Es stelle für ihn "eine Premiere" dar, in der Tat seien "Teilen, Nächstenliebe und Solidarität Werte, auf die wir uns alle einigen können". Der Bundespräsident nutzte die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit den Jugendlichen, die teils sehr offen über ihre Berufs- und Lebenspläne, aber auch ihre Probleme redeten.

Burgenländisches "Heimspiel" bei Minister Ostermayer, abschließender Besuch beim Gesandten des Papstes in Österreich
Anschließend wurde die Delegation von Kanzleramtsminister Josef Ostermayer empfangen, dem ebenfalls ein Weihkorb überreicht wurde. Das Treffen im Ministerium entwickelte sich zu einer besonders herzlichen Begegnung der pannonischen Art. Minister Ostermayer, ein gebürtiger Schattendorfer, und Bischof Zsifkovics plauderten über gemeinsame Lehrer aus ihrer Schulzeit, der Minister servierte persönlich seinen jungen Besuchern Brötchen zur Stärkung für die Heimfahrt. Zuvor aber stattete die Delegation noch einen Besuch im "Wohnzimmer des Papstes" in Österreich, in der Apostolischen Nuntiatur, ab. Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Gesandter des Papstes in Österreich, nahm seinen Osterkorb mit charmanten Worten des Dankes an die Schüler und Lehrlinge entgegen und führte sie anschließend durch die exklusiven, historisch gehaltvollen Räumlichkeiten der Wiener Nuntiatur. Hier wurden die jungen Gäste mit einem Buffet verwöhnt, zum Abschied überreichte der Nuntius noch jedem ein Geschenk zur Erinnerung.

Donnerstag, 10. April 2014

Bischof Zsifkovics und Haubenkoch Michal Rabina kochen für Menschen in Not

Bischof Zsifkovics mit Haubenkoch Rabina
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Bischof Ägidius Zsifkovics lud die Männer der Caritas-Notschlafstelle zu einem Essen in den Bischofshof ein. Gemeinsam mit Haubenkoch Michal Rabina kochte der Bischof selbst: Paprikahenderl mit Bärlauchnockerln. 

Sehr oft bekommen die Männer der Caritas-Notschlafstelle keine Essenseinladungen. Bis vor kurzem hatten sie nicht einmal ein Dach über dem Kopf. Die Caritas sorgt sich um die Männer im Alter zwischen 30 und 70. Als symbolisches Zeichen der Hilfsbereitschaft, lud Bischof Ägidius Zsifkovics zu einem Essen in den Bischofshof. „Ihr sollt merken, dass wir nicht auf euch vergessen und darauf schauen, dass es euch bald besser geht“, erklärte Bischof Ägidius Zsifkovics am Mittagstisch.

Ein Schicksal, das viele treffen kann
Johann, 60, ist einer der Männer am Tisch des Bischofs. Seine Freunde mögen ihn, weil er ein feiner Kerl ist und sehr hilfsbereit, obwohl er schon viel in seinem Leben durchmachen musste. Sein einziges Kind war noch sehr klein, als er es begraben musste. Er war Hilfsarbeiter, aber mehrere Bandscheibenvorfälle machten ihm das Arbeiten auf dem Bau unmöglich. Das Leben hat ihn traurig gemacht. Vielleicht zu traurig für seine Frau, die sich dann plötzlich nach all den gemeinsamen Jahren von ihm trennt. Der wichtigste Halt in seinem Leben ging ihm damit verloren. Er weißnicht mehr wohin. Seither hat er in seinem Auto geschlafen oder im Keller von Freunden. In der Notschlafstelle Oberwart der Caritas der Diözese Eisenstadt hat Johann schließlich einen Ort gefunden, wo er Geborgenheit und Zuwendung erfährt. Und wo man mit ihm neue Perspektiven für einen Platz im Leben entwickelt.

Als Kirche Zeichen setzen für eine bewusste Kultur der Nächstenliebe
Mit einer Einladung der besonderen Art möchte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics ein Zeichen für Menschen in Not setzen: "Es ist ein von Jesus beauftragtes Werk der Barmherzigkeit, die Hungrigen und Bedürftigen zu speisen. In der Kirchengeschichte ist dies seit Jahrhunderten in vielen kirchlichen und klösterlichen Einrichtungen ein täglich geübter Brauch –so selbstverständlich, dass heute kaum darüber gesprochen wird." Es ist dem Bischof ein Anliegen, auf diese karitative Dimension von Kirche im Burgenland und in ganz Österreich wieder öffentlich hinzuweisen.
Zsifkovics weiter: "Aus diesem Grund habe ich eine Gruppe bedürftiger Menschen, unter anderem Bewohner der Caritas Notschlafstelle in Oberwart, zu mir in den Bischofshof eingeladen, um persönlich für sie zu kochen, mit ihnen zu essen und einfach eine gute, unbeschwerte Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich weiß, dass ich mit dieser kleinen Geste die Not vieler Menschen nicht beseitigen kann. Ich kann aber ein Zeichen setzen: dass es mitten in unserer Wohlstandsgesellschaft viele in Not geratene Menschen gibt und dass wir alle gefragt sind, um zu helfen!"

Mit Haubenkoch Rabina kochen für die gute Sache
Gemeinsam mit Haubenkoch Michal Rabina stellte sich der Bischof hinter den Herd und kochte fleißig mit. "Leider kann ich als Bischof nicht so gut kochen wie predigen, weshalb mich Michal Rabina strengstens dabei anleiten wird - es soll ja allen schmecken!", ergänzt der Bischof. Michal Rabina bereitete mit Bischof Zsifkovics im Eisenstädter Bischofshof ein mehrgängiges Menüzu. Aufgetischt wurde Linsensuppe, danach Paprikahenderl mit Bärlauchnockerln. Zur Suppe verriet Rabina: "Die Suppe hat eine gewisse Symbolkraft. Sie verheißt Glück und Wohlstand - etwas, das ich unseren heutigen Gästen von Herzen wünsche."

Notschlafstelle Oberwart: Perspektiven erarbeiten
Für Menschen wie Johann ist die Caritas Notschlafstelle der Diözese Eisenstadt mehr als ein Dach über dem Kopf. Hier wird er auch regelmäßig durch eine Sozialberaterin betreut, damit er gemeinsam mit ihr wieder neue Perspektiven für sein Leben erarbeitet. Die Diakonie unterstützt das Caritas Projekt und liefert täglich eine warme Mahlzeit pro Klient. Bis zu sechs Männer, die plötzlich ohne Schlafmöglichkeit auf der Straße stehen, können in der Molkereistraße in Oberwart in drei Doppelzimmern untergebracht werden. Nach einem Aufnahmegespräch erhalten die Klienten einen elektronischen Schlüssel, der den Zutritt am Abend ab 19.00 Uhr im Sommer ermöglicht. „Wir wollen Menschen in akuten Notsituationen die Tür öffnen und ihnen ein Dach über dem Kopf bieten. Die Caritas Notschlafstelle ist eine Übergangsmöglichkeit. Mit Unterstützung der Sozialberaterinnen soll bald ein Weg aus der Krise und natürlich auch in eine neue Unterkunft gefunden werden“, erklärt Caritas Direktorin Edith Pinter.

Passionsmusik im Martinsdom

Zur Einstimmung auf die Karwoche veranstaltet die Dommusik St. Martin am Donnerstag, 10. April, eine „Passionsmusik“. Solisten, Chor und Orchester bringen Kompositionen von Gasparini, Hassler, Bach, Mozart und Homilius zu Gehör. Hauptwerk der abendlichen Stunde ist die mehrteilige Vertonung des Bußpsalms „Miserere“ von Johann Adolf Hasse.

Hintergrund zur Programmwahl ist Venedig als Zentrum von Erziehungsinstituten, die für die hochstehende musikalische Ausbildung ihrer Zöglinge berühmt waren. Dementsprechend finden sich unter den musikalischen Leitern dieser Institute klingende Namen wie Francesco Gasparini, Giovanni Pergolesi, Antonio Vivaldi und nicht zuletzt Nicola Porpora, dem wichtigsten Lehrer von Joseph Haydn.

Der venezianischen Tradition zufolge gab es jährlich zu den Kartagen sakrale Feiern, in denen Vertonungen des Bußpsalms 51, „Erbarme dich meiner, o Gott“ aufgeführt wurden, gleichsam als unmittelbare Vorbereitung der Zuhörer auf die Ostertage.
Um das Gewissen des Einzelnen in Bewegung zu bringen und ihn an sein Mitverschulden der Passion Christi zu erinnern, wurde der Psalmvertonung ein kleines Oratorium zur Passion vorangestellt, eine sogenannte „Introductio ad Psalmum Miserere“. Diese Absicht wurde für die diesjährige Passionsmusik im Martinsdom übernommen.

Weitere Besonderheiten im Programm: Eine Sonate für Oboe und Basso continuo von Gottfried August Homilius anlässlich seines 300. Geburtstags in diesem Jahr, wobei der Symphoniker Peter Schreiber als Solist zu hören sein wird.

Weitgehend unbekannt ist W. A. Mozarts „Grabmusik“. Das Werk bezieht sich auf den verbreiteten Brauch des „Heiliges Grab schauen“ zu den Kartagen in den katholischen Kirchen, in denen Nachbildungen des Grabes Christi (analog zu den Krippendarstellungen in der Weihnachtszeit) zur besonderen Andacht einladen. Mozart vertonte dazu ein kleines Oratorium, dessen Sopranarie „Betracht dies Herz“ in die Passionsmusik integriert wurde.

Mit Hans Leo Hassler (450. Geburtstag) und Johann Adolf Hasse kommen zwei Komponisten zu Wort, die - wenngleich unbewusst - jedem Kirchgänger bekannt sind, nämlich in den Melodien von „O Haupt voll Blut und Wunden“ bzw. „Der Heiland ist erstanden“.

Hasse, Komponist des „Miserere“, gilt als einer der bedeutendsten Musiker seiner Zeit in Europa und wurde selbst von Größen wie Haydn und Mozart hochgeschätzt, ja verehrt. Die Dresdner Hofmusik, der er drei Jahrzehnte lang vorstand, erlebte unter ihm eine Hochblüte, daneben und danach war Hasse auch in Wien und in Venedig tätig. Das Miserere in c-moll war für das venezianische Waisenhaus „Ospedale degli Incurabili“ in einer Fassung für Frauenstimmen und Orchester entstanden. Für die Dresdner Hofkirche arbeitete Hasse das Werk für gemischte Stimmen um. In dieser Fassung ist es im Martinsdom erstmals zu hören.

Passionsmusik im Martinsdom
Donnerstag, 10. April, 19 Uhr
Solisten, Chor und Instrumentalisten der Dommusik St. Martin
Eintritt frei

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