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Montag, 15. September 2014

Bischof Zsifkovics spricht "Danke der Kirche an Melinda Esterházy"

Burgenländischer Bischof bei Requiem im Eisenstädter Dom: Mit Tod der letzten Fürstin der Dynastie ging Ära zu Ende. Die von ihr repräsentierte Dynastie hat über Jahrhunderte mit der Schaffung bedeutender geistlicher Zentren "dem Land die christliche Seele erhalten". 

Ein "Danke der Kirche" an Melinda Esterházy hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics beim Requiem für die am 28. August verstorbene letzte Fürstin des Hauses Esterházy gesprochen. Ihre eiserne Disziplin und ihr umsichtiges Wirken hätten sie nach dem Tod ihres Gatten Paul Esterházy 1989 "zu einer der bedeutendsten Förderinnen der kulturellen Entwicklung des Burgenlandes und des gesamten pannonischen Raumes gemacht", sagte Zsifkovics am Freitag in seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom.

Hohes kulturelles und künstlerisches Erbe
Das hohe kulturelle und künstlerische Erbe der Esterházys habe die frühere Balletttänzerin "als Fürstin weitergetragen auf dem Parkett der burgenländischen Zeitgeschichte". Der Bischof verwies auf die von der Verstorbenen eingerichteten Privatstiftungen, die dieses Erbe der Nachwelt erhielten, sowie auf die Verbundenheit Melinda Esterházys und ihrer Familie mit der Kirche.

Roter Faden durch drei Jahrhunderte 
Bereits Paul I. (1635-1713), der Begründer der Fürstendynastie, sei ein zutiefst gläubiger und frommer Katholik gewesen. Mit der von ihm selbst komponierten "Harmonia Caelestis" sei er musikalisch beim Trauergottesdienst präsent, "es führt ein roter Faden direkt von ihm durch drei Jahrhunderte hindurch hierher in diesen Dom", so Bischof Zsifkovics. Am Sarg der letzten Fürstin Esterházy seien die Trauernden Zeugen nicht nur des Endes eines persönlichen Lebensweges, "sondern auch des Endes von drei Jahrhunderten Fürstentum in dieser unserer geliebten pannonischen Heimat". Die Übergabe der sterblichen Überreste Melindas in der Familiengruft der Esterházys im Eisenstädter Franziskanerkloster sei "auch das Ende einer Ära", so Zsifkovics.

Dank der Kirche, Dank Pannoniens
"Unser Danke an Melinda, die letzte Fürstin, ist gleichzeitig unser Danke an die ganze Fürstendynastie, die mit ihr zu Ende geht." Melinda sei Teil einer Familie gewesen, "der es über Jahrhunderte bestimmt war, die Geschichte Pannoniens zu prägen wie keine zweite" und diesen Teil Mitteleuropas "und mit ihm das österreichische Kaiserreich so zu schützen wie keine zweite".
Konzelebrant von Bischof Zsifkovics beim Trauergottesdienst war der Erzabt des westungarischen Benediktinerstifts Pannonhalma, Asztrik Varszegi. Musikalisch gestaltet wurde die Feier mit dem Requiem in c-Moll von Michael Haydn und Liedern aus dem Werk "Harmonia Caelestis" von Paul I. Esterházy, den Kaiser Leopold I. zum Dank für seinen Einsatz im Kampf gegen die Türken zum ersten Fürsten der Familie erhoben hatte.

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