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Montag, 23. Juni 2014

Hilfe für die Hochwasseropfer in Bosnien

Hilfe für die Hochwasseropfer in Bosnien
Diözesanbischof Zsifkovics, Caritas-Direktorin
Edith Pinter und P. Lovro Gavran
Ein Ziegelstein symbolisierte die burgenländische Hilfe für den Wieder-aufbau in Bosnien: Bischof Ägidius Zsifkovics und Caritas Direktorin Edith Pinter übergaben zu Fronleichnam 10.000 Euro an Pater Lovro Gavran für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Bosnien.

Pater Lovro Gavran steht dem Franziskanerorden in der Provinz Bosna Srebrena mit 82 Pfarren vor. „In 15 Pfarren sieht es besonders schlimm aus!“, schilderte er anlässlich seines Besuchs bei Bischof Zsifkovics. „Die Menschen waren noch vom Krieg traumatisiert, haben trotzdem die Ärmel aufgekrempelt, mit Krediten einen Neustart versucht und jetzt haben sie wieder alles verloren.“
Drei Wochen lang habe es leicht vor sich hin geregnet. In dieser Zeit habe sich die Erde langsam mit Wasser vollgesogen wie ein nasser Schwamm. Als danach der Starkregen kam sei alles über- und untergegangen. In vielen Orten stand das Wasser plötzlich über vier Meter hoch. „Manche Menschen verließen ihre Häuser nicht, weil sie Angst hatten, ausgeraubt zu werden und haben so ihr Leben verloren.“

Kein Futter, kein Vieh, keine Ernte
„Zuerst hießes vor allem Menschenleben retten, danach Lebensmittel bereitstellen und die vielen verendeten Tierkadaver zu entsorgen. Wir hatten große Angst, dass auch noch eine Seuche ausbricht“, erzählt Pater Lovro. Das Wasser ist nun abgeflossen und hat das katastrophale Ausmaßder Schäden sichtbar gemacht. Die Flut hat eine schlammige, stinkende Masse zurückgelassen. Die Ernte ist vernichtet, die meisten Ställe leer. Bauern, die ihr Vieh retten konnten, haben nun kein Futter. Die wenigsten von ihnen sind versichert, die meisten haben noch alte Kredite laufen. Ohne Hilfe ist ihre Zukunft ungewiss.

Aufräumen nach der Flut
Seit Anfang Juni haben die Aufräumarbeiten begonnen. „Es macht so viel Arbeit den Schlamm von den Straßen und aus den Häusern zu schaufeln. In vielen Orten gibt es noch immer kein sauberes Trinkwasser und auch keinen Strom“, erklärt Pater Lovro.

Die Behörden sind mit der Situation überfordert. Laut Schätzungen der UN werden allein in den nächsten sechs Monaten rund 155 Millionen Euro nötig sein, um die Kosten für die Unterbringung der Menschen, Nahrungsmittel, Wasser, Gesundheitsversorgung, landwirtschaftliche Produkte, Aufräumarbeiten und Minenaufspürung und –entschärfung zu decken. Die Katastrophe machte außerdem 15.000 Menschen arbeitslos, der wirtschaftliche Gesamtschaden wird auf fast eine Milliarde geschätzt.

Wieder nach Hause
„Wir sind sehr dankbar für die Hilfe aus dem Burgenland. Diese Spende soll es vielen Menschen in unseren Pfarren möglich machen, in ihre Häuser heimzukehren und den ersten Schritt zurück in den normalen Alltag zu finden,“freut sich Pater Lovro bei der Spendenübergabe. Dabei zählt er ganz konkret auf, was die wichtigsten Aufgaben in den kommenden Tagen und Wochen sind: „Die Böden müssen entgiftet werden. Die Zeit drängt, denn die Bauern brauchen Saatgut damit sie die Felder für die nächste Ernte bestellen können. Um einen Neubeginn zu starten brauchen sie auch wieder Kühe, Schweine und Geflügel. Wenn wir unseren Bauern beim Wiederaufbau ihrer Höfe beistehen, helfen wir der gesamten Bevölkerung! Die burgenländische Spende ist ein wichtiger Baustein beim Wiederaufbau. Wir werden aber noch viele dieser Steine brauchen“, meint der Pater mit einem Lächeln.

Ihre Spende hilft
Wenn auch Sie den Opfern der Flutkatastrophe helfen wollen:
Caritas Spendenkonto: RLB IBAN AT34 3300 0000 0100 0652 Kennwort: Hochwasserkatastrophe Bosnien

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