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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 22. Dezember 2014

Prälat Johannes Kohl verstorben


Am Samstag, 20. Dezember 2014, nachmittags verstarb Dr. Johannes Kohl im Caritas Haus St. Martin, wo er viele Jahre lang Seelsorger gewesen ist. Mit seinem Tod verliert die Diözese Eisenstadt einen bis zuletzt engagierten Priester und Seelsorger, der im geistlichen und administrativen Leben der Kirche im Burgenland eine prägende Rolle gespielt hat.

Nach geduldig ertragener Krankheit verstarb der ehemalige langjährige Generalvikar der Diözese Eisenstadt im 75. Lebensjahr und im 51. Jahr seines Priesterlebens. Geboren am 18. Oktober 1940 in Eisenstadt, absolvierte Johannes Kohl seine Studien an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Am 29. Juni 1964 wurde er im Dom zu Eisenstadt zum Priester der Diözese Eisenstadt geweiht.

Verantwortungsvolle kirchliche Karriere durchlaufen
Er wirkte von da an in verschiedenen burgenländischen Pfarren als Kaplan und Pfarrprovisor. Von 1975 bis 1978 war er Regens des Priesterseminars der Diözese Eisenstadt in Wien, bis 1993 Mitglied in zahlreichen Gremien auf Dekanats- sowie Diözesanebene. Der langjährige Dechant des Dekanates Neusiedl a. S. wurde 1993 von Bischof Paul Iby zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er bis zum 9. Juli 2010 inne. Während dieser Zeit war er Domkapitular und ab 2006 Domkustos des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt, wobei er von 1998 bis 2000 an der Domkirche auch als Dom- und Stadtpfarrer wirkte.

Zuletzt liebevolle Pflege für einen liebevollen Seelsorger
Nach seinem Eintritt in den dauernden Ruhestand im September 2010 wirkte Prälat Kohl bis Ende November 2014 als Seelsorger im Altenwohn- und Pflegeheim Haus St. Martin in Eisenstadt. Dort, wo er auch bereits in gesunden Tagen gewohnt hatte, erhielt er auch die notwendige, liebevolle Pflege. Dort verstarb er am 20. Dezember 2014 um 14.00 Uhr.

Verdienstvolles Wirken des Verstorbenen
Das verdienstvolle Wirken des Verstorbenen wurde von Kirche und Politik durch die Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten und zum Ehrenkanoniker des Kathedralkapitels zum hl. Martin sowie durch das Komturkreuz des Landes Burgenland und das Verdienstkreuz in Gold der Landeshauptstadt und Freistadt Eisenstadt gewürdigt.

Totenmesse und Beisetzung
Am Freitag, dem 26. Dezember 2014, wird um 10.00 Uhr die hl. Messe in der Kapelle des Altenwohn- und Pflegeheimes Haus St. Martin in Eisenstadt für den Verstorbenen gefeiert. An seinem Namenstag, am Samstag, dem 27. Dezember 2014, wird der Verstorbene ab 9.00 Uhr in der Dom- und Stadtpfarrkirche zum hl. Martin in Eisenstadt aufgebahrt, wo um 11.00 Uhr das hl. Requiem für ihn gefeiert wird. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Städtischen Friedhof Eisenstadt.

Diözesanbischof, Altbischof, Domkapitel und Presbyterium der Diözese Eisenstadt danken ihrem verstorbenen Mitbruder für sein langjähriges priesterliches Wirken, für seine verantwortungsvolle Tätigkeit in der Diözesanleitung und für seinen treuen Dienst.

Parte Prälat Johannes Kohl ... 

Betriebliche Kultur der Entschleunigung wird fortgesetzt

AdventAuch in diesem Jahr soll ein Betriebsurlaub der Diözese Eisenstadt kirchlichen MitarbeiterInnen mehr Zeit für Familie, Freunde, Muße und innere Ruhe ermöglichen.

Bereits zum dritten Mal setzt Bischof Zsifkovics damit ein konkretes Zeichen zur Entschleunigung der Weihnachtszeit. "Zu Weihnachten ist Gott Mensch geworden. Es ist ein Fest der Freude, ein Fest für Seele, Geist und Leib - die Menschen müssen die Möglichkeit haben, dieses Fest in innerer Freiheit, ohne seelischen Stress und Druck anzunehmen. Es bedeutet viel mehr, als am Heiligen Abend ein paar Geschenkspackerln aufzureißen", zeigt sich Bischof Zsifkovics vom hohen Wert eines weihnachtlichen Betriebsurlaubes überzeugt.

Gegen die systematische Zurückdrängung menschlicher Freiräume
Die moderne Arbeitswelt mit ihren "teils erschreckenden turbokapitalistischen Tendenzen" neige laut Bischof Zsifkovics zur systematischen Beschneidung menschlicher Freiräume. Gesteuertes und übersteuertes Konsumverhalten, Entfremdung von natürlichen Formen des Wachstums in vielen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und Natur sowie überzogenes Anspruchsdenken seien Teile eines fatalen Teufelskreises: "Viele Menschen in den Wohlstandsregionen dieser Welt leben in der Illusion, alles haben zu müssen, und dies nach Möglichkeit sofort. Das hat letztlich in einer vernetzten Welt negative Auswirkungen auf sie selbst, auf ihre Familien, auf ihr ganzes Leben. Ich kann nicht verlangen, an Sonn- und Feiertagen bei anderen einzukaufen und aufschiebbare Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, und mich dann wundern, wenn auch in meinem eigenen Arbeitsumfeld alles hektischer, rasanter und gnadenloser wird", so der Eisenstädter Bischof.

Zsifkovics: "Gesunde Menschen für gesunde Betriebe"
Die Diözese hofft, dass das Beispiel auch in anderen Betrieben Schule macht. Untersuchungen zeigen, dass ausgeruhte, seelisch ausgeglichene Mitarbeiter mit ausreichend Zeit für Familie und Freunde langfristig auch ein wirtschaftlich messbarer Gewinn für einen Betrieb sind. "Jeder gesunde Betrieb, auch wenn er mit dem christlichen Menschenbild nichts am Hut hat, braucht gesunde Menschen", erklärt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics den Vorbildcharakter dieser Maßnahme, zu der sich die Diözesanleitung im Einvernehmen mit dem Betriebsrat entschlossen hat.

In der Zeit vom 24. Dezember 2014 bis 6. Jänner 2015 werden daher alle Dienststellen der Diözese geschlossen sein. Ausgenommen sind MitarbeiterInnen im seelsorglichen Dienst.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Gottesdienste Weihnachten/Jahreswechsel im St. Martinsdom

Mittwoch, 24. Dezember 2014 – Heiliger Abend
16.00 Uhr:      Krippenandacht
23.15 Uhr:      Turmblasen
23.30 Uhr:      Volkstümliche Weihnachtslieder

Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten
24.00 Uhr:      Christmette
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Zsifkovics

Donnerstag, 25. Dezember 2014 – Christtag
07.00 Uhr:      Heilige Messe in der Morgenfrüh - Hirtenamt
09.00 Uhr:      Pontifikalamt
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Zsifkovics
11.00 Uhr:      Heilige Messe
16.30 Uhr:      Pontifikalvesper mit Diözesanbischof 
                       Zsifkovics
18.00 Uhr:      Heilige Messe

Freitag, 26. Dezember 2014 – Stephanus
09.00 Uhr:      Heilige Messe 
11.00 Uhr:      Heilige Messe
18.00 Uhr:      Heilige Messe

Samstag, 27. Dezember 2014
18.00 Uhr:      Heilige Messe – Weinsegnung und Segnung der Familien

Sonntag, 28. Dezember 2014 – Fest der Heiligen Familie
09.00 Uhr:      Heilige Messe mit Segnung der Familien
11.00 Uhr:      Heilige Messe mit Segnung der Familien
18.00 Uhr:      Heilige Messe mit Segnung der Familien

Mittwoch, 31. Dezember 2014  Silvester
18.00 Uhr:      Heilige Messe zum Jahresschluss
23.00 Uhr bis 01.00 Uhr:      Betend ins Neue Jahr – gestaltet von Pax Christi

Donnerstag, 1. Jänner 2015  Hochfest der Gottesmutter Maria – Neujahr 
09.00 Uhr:      Heilige Messe
11.00 Uhr:      Heilige Messe
18.00 Uhr:      Pontifikalmesse zum Jahresbeginn
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Zsifkovics
                       Anschl. Sektempfang im Dompfarrzentrum

Donnerstag, 1. Jänner 2015 – Anbetungstag im Bischofshof
10.00 Uhr:      Heilige Messe mit Diözesanbischof Zsifkovics - Radioübertragung
                       anschließend Aussetzung und Anbetung
16.00 Uhr:      Rosenkranzgebet
16.30 Uhr:      Vesper und sakramentaler Segen

Dienstag, 16. Dezember 2014

Diakonenweihe im Martinsdom

Diakonenweihe SupperDer 25-jährige Mittelburgenländer Philipp Supper wurde im Eisenstädter Dom von Bischof Ägidius Zsifkovics zum Diakon geweiht. Für den Weppersdorfer ist dies der nächste Schritt zum Priesterdasein.

"Wie kannst du für die Menschen da sein?" Diese Frage stand am Anfang des Weges von Philipp Supper, der am 3. Adventsonntag im St. Martinsdom von Eisenstadt zum Diakon geweiht wurde. Bereits als 18-Jähriger, kurz vor der Matura, stellte sich ihm diese Frage. Und anstatt Phsychotherapeut oder Arzt oder Lehrer oder Sozialarbeiter zu werden, entschloss er sich den Weg des Priester einzuschlagen. "Und zwar, weil ich glaube, dass man in keinem anderen Beruf so viel vom Leben mitbekommt", meint Supper. Ob er den Weg auch bis zum Ende gehen würde, habe er als 18-Jähriger natürlich noch nicht gewusst. Dennoch habe er den Schritt gewagt. "Ich hab mich einfach auf den Weg gemacht, geschaut, wie ich mich entwickle - und bin den Weg durchgegangen."

Dienst an den Menschen steht im Vordergrund
Den Dienst als Diakon sieht der Weppersdorfer und Alumne des Priesterseminars keineswegs als "Durchgangsposten" auf dem Weg zur Priesterweihe. Auch dort steht der Dienst am Menschen im Vordergrund. "Der Umstand, dass man vor der Priesterweihe erst einmal Diakon sein muss, macht deutlich, dass man ohne die konkrete Zuwendung zu den Menschen nicht Priester sein kann. Darin kommt auch zum Ausdruck, dass Gottesdienst (Liturgie) und Dienst an den Menschen (Diakonie) untrennbar zusammengehören. Das gilt es nicht nur zu verkünden, sondern vor allem zu leben", erklärt Supper. Er sieht den Diakon, einem alten syrischen Text folgend, als "Auge der Kirche": "Der Diakon ist jemand, der mit wachen Augen durch die Welt geht, der wahrnimmt, wo Not besteht, und helfend den Menschen zur Seite steht."

Bischof Zsifkovics: "Sei Querdenker, Schlankmacher, Straßen-Bahner!"
Bischof Zsifkovics wünschte dem Weihekandidaten in seiner Predigt, dass dieser als Diakon stets froh sein und wahre Freude ausstrahlen möge: "Bewahre dir den Blick auf das Wesentliche und führe die Menschen zu Jesus und zum Glauben!" Der Bischof bezog sich dabei auf die Gestalt Johannes des Täufers, von dem das Evangelium dieses Sonntags erzählte. So wie er müsse auch der neue Diakon ein Querdenker sein, der sich nicht in die Bindungen der Welt verstricken lasse, jemand, der den Menschen wie ein "Diätberater" hilft, sich von unnötigem Ballast zu befreien und falsche Pfade zu verlassen, und zu guter Letzt jemand, der ihnen Straßen auf dem Weg zu Christus bahnt.

Nach der Messe nahmen die zahlreich gekommenen Verwandten, Freunde und Weggefährten die Gelegenheit wahr, dem frisch geweihten Diakon das Beste für seine Zukunft zu wünschen.

Montag, 15. Dezember 2014

Jubiläums-Feier in Oslip

Fatimafeier in OslpZum einhundertsten Mal fand heuer die Fatimafeier in Oslip statt. Wie in den Jahren zuvor fanden auch heuer wieder zahlreiche Marienverehrer den Weg in die Osliper Pfarrkirche.

"Maranatha" - Herr, komm!" – Mit diesem Ruf entzündete Bischof Ägidius J. Zsifkovics die dritte Kerze am Adventkranz und eröffnete damit den Gottesdienst, den er gemeinsam mit Ortspfarrer Dechant Zeljko Odobasic und Diakon Georg Vukovits zelebrierte.

Wegweiser für den Glauben
In seiner Predigt würdigte Bischof Zsifkovics die vielen jungen Osliper, die die Mariazeller Wandermuttergottes, welche bis August nächsten Jahres in der Pfarre weilen wird, zu Fußim steirischen Bergland abgeholt hatten. Er verwies dabei auf die Wichtigkeit von Wegweisern während einer Wanderschaft. Zwei für den christlichen Glauben besonders wichtige Wegweiser seien Johannes der Täufer und die Jungfrau Maria gewesen, beide fest verankert im ihrem Volk, ihrem Glauben und ihrer Tradition. Ohne selbst die Mitte zu bilden, seien sie richtungsweisend für den Blick auf Jesus Christus als Retter und Heil der Christen gewesen. Dabei haben beide einen klaren Auftrag an die Menschen formuliert: Johannes mit seinem Aufruf zur Umkehr, Maria bei der Hochzeit in Kana mit der Botschaft: "Was er euch sagt, das tut!"

Marien- und Adventlieder als musikalische Umrahmung
Die Feier wurde vom Siegendorfer Kirchenchor unter der Leitung von Stefan Bubich musikalisch umrahmt. Stimmungsvolle Marien- und Adventlieder standen im Mittelpunkt des Programms, das von den Kantoren Johann Krupich und Stefan Bubich zusammengestellt wurde. Im Anschluss an die heilige Messe wurde die schön geschmückte Statue der Mariazeller Wandermuttergottes von Jugendlichen würdevoll durch den Ort getragen. Nach der Lichterprozession versammelten sich die Marienverehrer zum abschließenden Angelusgebet und zum Empfang des bischöflichen Segens in der Pfarrkirche.

Die nächste Fatimafeier mit Rosenkranzgebet, heiliger Messe und anschließender Lichterprozession findet am 13. Jänner 2015 um 17.30 Uhr statt.

"Aus Sportlern Gläubige machen und aus Gläubigen Sportler"

SportlerrorateMit diesen Worten eröffnete der Seelsorger für Olympische und Paraolympische Spiele, P. Johannes Paul Chavanne OCist., seine Predigt anlässlich der diesjährigen Sportlerrorate in Eisenstadt.

Führende Funktionäre der Burgenländischen Sportverbände folgten erneut der Einladung zur mittlerweile traditionellen Sportlerbesinnung im Haus der Begegnung. Nach der Einleitung von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der die Wichtigkeit der Begegnung zwischen Kirche und Sport betonte, kam es zu einem bewegenden Vortrag des Zisterzienserpaters Johannes Paul Chavanne.

Bewegende Erfahrungen von Sotschi
In seiner Predigt, die stark von seinen letzten Erfahrungen in Sotschi geprägt war, wies Pater Chavanne darauf hin, dass im Sport wie im Glaubensleben "das Gewinnen" eine Rolle spiele. Wie die Sportler nach dem Siegeskranz und dem Platz am Stockerl streben, so strecke sich auch der gläubige Christ nach einem "himmlischen" Gewinn aus. Beiden sei zum Erreichen des Zieles gemeinsam, dass es nur durch Übung und Training erreicht werden könne. Geht der Sportler nach einem strikten Plan vor, um seine Leistung zu optimieren, so brauche auch das christliche Leben einen geistlichen Rhythmus, der ständig neu einzuüben ist.

"Ich bin nicht nur für Marcel Hirscher da"
Der heute 31-jährige P. Johannes Paul fährt alle zwei Jahre in die große weite Welt hinaus – einmal zu Sommerspielen, dann zu Winterspielen. Nur mit Stars sei er dort aber nicht unterwegs, wie er betont. "Neben den 120 Athleten sind dort auch Betreuer, Funktionäre und Angehörige der Sportler dabei. Die werden alle betreut. Ich kann ja als Priester nicht sagen: Ich bin nur für den Marcel Hirscher oder die Anna Fenninger da." Über die Resonanz zu seinem seelsorglichen Angebot war er begeistert. "Alle haben sich positiv geäußert. Wir haben auch gemeinsam Messe gefeiert." Das Eishockey-Team lud ihn als erstes ein. "Wir fühlen uns besser, wenn du dabei bist und uns deinen Segen gibst", sagten die Spieler. Viele Eltern der Sportler und auch die Athleten selbst seien religiös und freuten sich über seine Anwesenheit. Insgesamt seien die Paraolympischen Spiele aber das "schönere und interessantere Erlebnis" für ihn: "Ein Sportler sagte zu mir: ‚Bei uns gibt es keine Oberflächlichkeiten.’Medaillenfeiern gehen dort besonders zu Herzen."

Sternsingen: Nächstenliebe klopft an die Tür

SternsingerDie Heiligen Drei Könige und ihre "Tour der Nächstenliebe" sind fixer Bestandteil der Weihnachtszeit: Im ganzen Land bringen Caspar, Melchior und Balthasar Segenswünsche für das neue Jahr und erheben ihre Stimme für Notleidende in Afrika, Asien und Lateinamerika. Sternsingerspenden ermöglichen rund einer Million Menschen in den Armutsregionen der Welt ein besseres Leben.

Die Menschen in den Entwicklungsländern wissen selbst am besten, wie sie mit vereinten Kräften ihr Leben verbessern können. Durch Sternsingerspenden haben sie die Möglichkeit, diese Pläne auch umzusetzen: Rund 500 Sternsinger-Hilfsprojekte verändern konkret das Leben von über einer Million Menschen in den Armutsregionen in Afrika, Asien und Lateinamerika. In 20 Entwicklungsländern kommen die gesammelten Spenden zum Einsatz. Eines davon ist Bolivien. Obwohl Bolivien reich an natürlichen Ressourcen ist, lebt ein großer Teil der Bevölkerung in bitterer Armut. Hier setzen die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion an.

Hilfe zur Selbsthilfe – am Beispiel Bolivien
In der Stadt El Alto herrscht große Armut, über 1000 Kinder und Jugendliche leben auf der Straße. Kälte, Gewalt und Missbrauch schutzlos ausgeliefert, versuchen sie, durch den Konsum von Drogen ihrem Schicksal ein Stück weit zu entfliehen. Den Schritt zu schaffen, weg von der Straße in ein Heim, ein familiäres Umfeld oder ein geregeltes Leben, ist schwer. Den Kindern fehlt es an Ausbildung und an Vertrauen in sich selbst und andere Menschen, denn sie haben Schlimmes durchgemacht. In Heimen gibt es viele Regeln, die für Jugendliche, die jahrelang nur dem "Gesetz der Straße" gefolgt sind, schwer zu befolgen sind. Auch Arbeitgeber wollen die an den Rand gedrängten Jugendlichen nicht einstellen.

Maya Paya Kimsa - ein Schritt ins Leben
Diese Partnerorganisation der Dreikönigsaktion erleichtert den Kindern und Jugendlichen die schrittweise Gewöhnung an ein Leben in Gemeinschaft, mit strukturierten Tagesabläufen und grundlegenden Regeln. Dies geschieht durch das offene Tageszentrum, Gemeinschaftsaktivitäten und durch regelmäßige Besuche der Kinder auf der Straße. Maya Paya Kimsa ist gut vernetzt mit anderen Straßenkindereinrichtungen und kann so auch passende Wohn- und Ausbildungsplätze vermitteln.

Rekordspendenergebnis im Jahr 2014
Rund 4000 engagierte Sternsingerkinder haben im Jahr 2014 exakt 645.629,09 € ersungen – das beste Spendenergebnis aller Zeiten. Österreichweit wurde ein Rekordspendenergebnis von 16,1 Millionen Euro verzeichnet. Jeder einzelne Euro ein eindrucksvolles Zeichen, dass den Österreicherinnen und Österreichern das Schicksal der ärmsten Mitmenschen im Süden unserer Welt am Herzen liegt. Auch der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics war in diesem Rekordjahr mit einer Gruppe von Promi-Sternsingern unterwegs, deren mediales Echo zu starker Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Sternsinger führte.

Highlights 2015
Am 29. Dezember 2014 besuchen die "Heiligen drei Könige" Bundespräsidenten Heinz Fischer in der Hofburg. Das Burgenland wird dabei von Sternsingern der Pfarre Pamhagen würdevoll vertreten. Langjährige und engagierte Sternsinger und Sternsingerinnen der Pfarre Mattersburg besuchen im neuen Jahr Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl im Landhaus.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

"Worldwide Candle Lighting" - Weltgedenktag für verstorbene Kinder

Worldwide Candle LightingDas "Weltweite Kerzenleuchten" (internationales "Worldwide Candle Lighting®") findet jährlich am zweiten Sonntag des Monats Dezember statt und hat sich in seiner jungen Geschichte bereits als ein Weltgedenktag für Kinder etabliert. An diesem Tage gedenken Angehörige in der ganzen Welt ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister. Zahlreiche Institutionen und Vereine laden zu gemeinsamen Gedenkfeiern ein.

Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den "Compassionate Friends", zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen.

"... damit ihr Licht für immer scheinen möge"
Der Name des Worldwide Candle Lighting®leitet sich ab vom rituellen Anzünden einer Kerze für das verstorbene Kind um 19.00 Uhr jeweiliger Ortszeit. Diese Kerze wird sichtbar in ein Fenster platziert. Durch die stündliche Verschiebung in den unterschiedlichen Zeitzonen ergibt sich bildlich eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert. "... that their light may always shine - damit ihr Licht für immer scheinen möge!", ist dabei der Grundgedanke hinter dieser Idee.

Gedenkgottesdienst im Martinsdom am 14. Dezember 2014
In vielen Kirchen –heuer schon zum fünften Mal auch in der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt –wird am 2. Sonntag im Dezember um ca. 19.00 Uhr das Lichtentzünden zum Gedenken im Gottesdienst begangen. Die Feier im Dom wird heuer durch besondere, im Sologesang vorgetragene und mit Keyboard begleitete Lieder mitgestaltet.

Den Betroffenen Raum und Zeit für Gedenken geben
Alle verstorbenen Kinder - sei es, dass sie vor der Geburt, bald nach der Geburt oder im Laufe ihrer Kindheit aus dieser Welt geschieden sind - sollen von diesem Gedenken umfasst sein. Gerade Eltern und Angehörigen jener Kinder, die in einem frühen Stadium der Schwangerschaft verstorben sind, haben oft keinen angemessenen Ort für ihre Trauer. Ihnen soll hier Raum und Zeit für ein Gedenken gegeben werden. Alle Betroffenen, alle Angehörigen und alle, denen dieses Anliegen wichtig ist, sind herzlich eingeladen.

Dienstag, 9. Dezember 2014

„Lebendiges Krippenspiel" im Cenacolo Kleinfrauenhaid

Cenacolo-KrippenspielWie in den letzten Jahren führt die Gemeinschaft Cenacolo auch heuer wieder an drei Tagen in der Weihnachtszeit ein „Lebendiges Krippenspiel“ auf. 

Die Burschen sind mit Feuereifer dabei, ein kleines Betlehem vor ihrem Haus aufzubauen, die Kostüme anzufertigen und die Weihnachtsgeschichte, in der sich Himmel und Erde berühren, einzuproben, um mit dieser kleinen, das Herz berührenden Aufführung wieder vielen Menschen zu Weihnachten eine Freude machen zu können.

Nach den Aufführungen wird es jeweils einen kleinen Imbiss geben und die Möglichkeit, verschiedene Produkte aus den Cenacolo-Werkstätten zu erwerben.

Die Burschen aus Kleinfrauenhaid freuen sich auf alle Besucher und wünschen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

20. Dezember 2014 - 17.00 Uhr 
26. Dezember 2014, Stefanitag - 17.00 Uhr
06. Jänner 2015, Fest der Hl. Drei Könige - 17.00 Uhr 


Informationen unter: 02626/5963
Cenacolo-Haus, 7023 Kleinfrauenhaid 18 

Freitag, 5. Dezember 2014

Gebet aus Eisenstadt für Papst Franziskus

Gebete für Papst FranziskusVor kurzem erschien ein Buch mit einer Sammlung von Gebeten von 130 prominenten Autoren, die das reformorientierte Wirken des Papstes begleiten sollen. Darin findet sich auch ein sehr persönlicher, gleichsam tiefgehender wie humorvoller Text von Bischof Ägidius Zsifkovics. Jetzt wurde das Buch dem Papst überreicht.

Der Band trägt den Titel „Gebete für Papst Franziskus“und ist ein Who-is-who von Kirche, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in Österreich, unter anderem mit Texten von Sebastian Kurz, Heinz Nussbaumer, Hubert von Goisern, Kardinal Christoph Schönborn, Clemens Sedmak, Rotraud Perner oder Erzbischof Franz Lackner. Herausgeberin ist KAÖ-Präsidentin Helga Schaffelhofer, die vor wenigen Tagen bei einer Generalaudienz dem Papst das Buch persönlich überreichte. Darin sind insgesamt Beiträge von mehr als 130 Autoren –unter ihnen auch eine Reihe von Mitgliedern der Katholischen Aktion –versammelt.

Bischof Zsifkovics: „Wo weint er sich aus, wenn es ihm schlecht geht?“
Der Bischof von Eisenstadt, Ägidius Zsifkovics, überrascht in dem Buch mit einem sehr persönlichen „Abendgebet für Papst Franziskus“, in dem der Bischof Gott für den Menschen und den Papst Franziskus dankt, aber auch um Beistand für dessen schwere Mission bittet: „Lass ihn nicht scheitern beim Abschneiden alter Zöpfe und bewahre ihn gleichzeitig vor der Selbstverliebtheit, die alles besser weiß.“Franziskus sei „ein großes Bild“, an dem „wir alle uns in stürmischer Zeit festhalten können“, „kein dürrer, abgenagter Ast am Baum der Kirche, kein verdrossener Asket oder weltfremder Frömmler“, sondern „einer mit Humor, der selbst das Kleinste wahrnimmt und dabei immer das Größte vermag: den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie geliebt werden.“Ein solcher Papst der Reform, auf den alle Welt ihre „Wünsche und Hoffnungen, Begierden und Begehrlichkeiten“schleudere, brauche besonders das Gebet, um den Glauben, die Kraft, die Hoffnung und die Liebe nicht zu verlieren.

Papst Franziskus: „Ich brauche das!“
„Der Papst nahm das Buch mit wirklicher Freude entgegen und hat auf Deutsch mehrfach gesagt: ‚Ich brauche das! Ich brauche das!‘Und wenn man in seine Augen geblickt hat, hat man auch gespürt, dass er das nicht nur aus Höflichkeit sagt, sondern zutiefst meint.“, berichtet KAÖ-Präsidentin Schaffelhofer. „Wer Franziskus hautnah erlebt, sieht, wie viele Herzen und Türen er öffnen kann. Seine offensichtliche Freude am Evangelium, seine Lust am Glauben und seine Nähe zu den Menschen beeindrucken und inspirieren, und sie sollten auch uns Katholiken in Österreich, die wir oft müde und frustriert sind, aus der Lethargie reißen.“, so Schaffelhofer.

Das Buch „Gebete für Papst Franziskus“ist bei styria premium erschienen, hat 280 Seiten und kostet EUR 19,99.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

7. Dezember: Zwei Jubiläen im Martinsdom

(c) Wikipedia/ Wolfgang Sauber
Der Advent ist erfahrungsgemäß eine Zeit der schönen Bräuche, des heimeligen Kerzenlichts und liebenswürdiger alttradierter liturgischer Eigenfeiern.

Der Advent ist aber auch eine Zeit der leuchtenden Heiligengestalten, allen voran die Gottesmutter Maria und ihr Bräutigam, der hl. Josef, dann der hl. Nikolaus und die hl. Barbara, Johannes der Täufer, für manche auch der große Missionar der Neuzeit Franz Xaver und der Karmeliten-Mystiker Johannes vom Kreuz („Am Ende unseres Lebens werden wir nach der Liebe gefragt“).

Eine besondere Gestalt in den ersten Tagen des Advents ist der hl. Ambrosius von Mailand, bedeutender Bischof der frühen Kirche, der als Prediger, als Lehrer und Schriftsteller nachhaltig prägend blieb. An den Beschlüssen des Konzils von Nicäa (325) hatte er wesentlich Anteil, unter anderem ist uns das wichtigste christliche Glaubensbekenntnis, das so genannte „Nicänische Glaubensbekenntnis“ aus jener Zeit überliefert (Gotteslob Nr. 586,2).

Als Hymnendichter ist Ambrosius für den Kirchengesang bis heute maßgeblich, seine Poesie findet sich in nahezu jedem Gesangbuch, natürlich auch im neuen Gotteslob. Unter Ambrosius‘ Liedern meistverbreitet ist der Adventhymnus „Veni Redemptor gentium“, der in einer späteren deutschen Übersetzung im Kirchenlied „Nun komm, der Heiden Heiland“ usuell geworden ist (im Gotteslob beginnt der Text mit „Komm, du Heiland aller Welt“, GL 227).

Der Text und die archaische dorische Melodie haben viele Komponisten inspiriert, als eines der bekanntesten Werke gilt eine Kantate von Johann Sebastian Bach, die Anfang Dezember 1714, vor genau 300 Jahren, komponiert und uraufgeführt wurde.

Der Gedenktag des hl. Ambrosius fällt in diesem Jahr auf den zweiten Adventsonntag; das Datum 7. Dezember geht zurück auf den Tag der Bischofsweihe des Heiligen. Außerdem feiert der hl. Ambrosius heuer einen runden Geburtstag: er hat vor 1.675 Jahren das Licht der Welt erblickt.

Beide Jubiläen, jenes von Ambrosius‘ und jenes der Bach-Kantate, waren mitbestimmend für die musikalische Gestaltung des Hochamts zum zweiten Adventsonntag im Martinsdom:


Sonntag, 7. Dezember, 9 Uhr, Dommusik St. Martin (Solisten, Chor & Orchester),
Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

Montag, 1. Dezember 2014

Aktion "Fairer Nikolaus" 2014

Fairer Nikolaus 2014
Bernal und Carolina Bernal Mzwanka
mit ihren kranken Kindern Yohan und Simon in Itaragwe
Der Heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder und Kranken. Die Katholische Männerbewegung (KMB) erhält die Tradition des Heiligen, der Gutes bringt, in Form des "Fairen Nikolaus" nicht bloßaufrecht, sondern füllt sie seit Jahrzehnten mit Leben. Auch in diesem Jahr.

Seit dreißig Jahren unterstützt die Katholische Männerbewegung die Gesundheitsvorsorge in Morogoro, einer der ärmsten Regionen im Osten Tansanias. Sie finanziert den Bau von Gesundheitsstationen und die Versorgung mit Medikamenten. Damit werden täglich Leben gerettet. Schlüssel dazu bei uns hierzulande ist die Aktion "Fairer Nikolaus", bei der Schokolade gekauft und Hilfe geschenkt werden kann.

„Ein Stern der Hoffnung für alle Menschen, die in Morogoro leben“
Bernal und Carolina Bernal Mzwanka sind zwei Stunden zu Fußgegangen, um ihre Kinder Yohan und Simon zur Gesundheitsstation in Itaragwe zu bringen. Beide Kinder haben typische Symptome von Malaria: hohes Fieber und Gliederschmerzen. In Itaragwe bekommen sie Tabletten und werden einen Tag lang beobachtet. Dann können sie wieder mit Medikamenten und mit einem Moskitonetz versorgt für die nächsten zwei Tage nach Hause gehen.

„Ohne diese Hilfe wären Yohan und Simon sehr wahrscheinlich an Malaria gestorben. Die Gesundheitsstationen, die Dank der KMB gebaut wurden, sind ein Stern der Hoffnung für alle Menschen, die in Morogoro leben“, sagt Schwester Veronica Petri, Romero-Preisträgerin 2014.

Schenken Sie Kindern in Tansania mit der Nikolaus-Schokolade der KMB einen Stern der Hoffnung!
Die Nikolaus-Schokolade eignet sich als Geschenk für die ganze Familie, für die Hausbesuche des Nikolaus, für die Schule, den Kindergarten oder die Kolleginnen und Kollegen im Büro. 
Preis (exkl. Versandkosten): 1,- Euro pro Stück.

Nähere Informationen im Diözesanbüro der KMB: Tel. 02682/777-281 oder johann.artner@martinus.at

Mittwoch, 26. November 2014

Neujahr im November?

St. Martinsdom
… and a happy New Year!

Neujahr im November?

Kein Irrtum: in diesem Jahr ist am 29./30. November Jahreswechsel, zumindest für alle Katholiken. Weltweit.
Mit dem 1. Adventsonntag beginnt das neue Kirchenjahr, das vom Evangelium des hl. Markus - es wird als das älteste Evangelium geachtet - geprägt sein wird.

In der Eisenstädter Bischofskirche, dem Martinsdom, wird das neue Kirchenjahr am Samstag, 29. November, um 17.45 Uhr festlich eingeläutet.

Die ersten Glocken der alten Eisenstädter Martinskirche sind bereits zu Beginn des 16. Jhdts. anzunehmen. Erstmals urkundlich erwähnt ist eine Glocke im Jahr 1590, unmittelbar nach dem großen Stadtbrand 1589.

Die weitere Glockengeschichte der nunmehrigen Domkirche erfuhr mit dem Einschmelzen des kompletten Geläuts im Ersten Weltkrieg eine jähe Zäsur, ebenso war es mit dem in der Zwischenkriegszeit angeschafften vierstimmigen Geläut, das wenig später dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel.

Das jetzige Domgeläut ist das größte Geläut des Burgenlandes und besteht aus sieben Glocken. Fünf stammen aus dem Jahr 1956: die Dreifaltigkeitsglocke (1557 kg), die Marienglocke (923 kg), die Michaelsglocke (586 kg), die Josefsglocke (356 kg) und schließlich die nach ihren bürgerlichen Stiftern Johann Nepomuk und Aloisia benannte kleinste Glocke des Geläuts (106 kg).

Die größte Glocke, die sogenannte „Bischofsglocke“ (3183 kg), wurde anlässlich der Diözesanerhebung 1960 gegossen und ist, verbunden mit dem Wahlspruch des Gründerbischofs Stefan László, Christus, dem König, geweiht.

Diesem Geläut wurde im April des Vorjahres eine neue Glocke (185 kg) hinzugefügt, die von Raiffeisen-Präsident DI Erwin Tinhof aus Anlass eines runden Geburtstags gestiftet worden war. Nach dem Vornamen ihres Stifters wurde die Glocke dem hl. Erwin zugedacht.

Die Tonfolge des kompletten Geläuts lautet b°-d‘-f’-g‘-b‘-d‘‘-f‘‘, wobei die ersten vier Töne in der Glockenkunde als „Salve Regina“-Motiv bezeichnet werden.
Durch die jüngste Glockenstiftung wurde nicht nur das Klangspektrum vervollständigt (Dur-Terz der oberen Oktav), sondern auch die symbolisch bedeutsame Siebenzahl erreicht. Die Zahl Sieben gilt seit der Antike als Zahl der Vollkommenheit, der Universalität, die Irdisches (Zahl 4) und Himmlisches (Zahl 3), verbindet.

In dieser Empfindung wird das Eisenstädter Domgeläut seine Stimme ins Land hinein und zum Himmel empor erheben und das neue Kirchenjahr und in ihm Christus selbst wohlklingend und freudig begrüßen.

Thomas Dolezal,
Dom- & Diözesanmusikdirektor

Freitag, 21. November 2014

Martinsdom: Cäcilien-Fest 2014

Cäcilien-Fest-Folder-2014
Am Samstag, 22. November, gedenkt die Kirche weltweit der heiligen Cäcilia (Silja, Silke). Die frühchristliche römische Märtyrerin wird seit vielen Jahrhunderten als Patronin der Musik, insbesondere der Kirchenmusik, verehrt.

Bis in unsere Zeit gilt der November-Sonntag um ihren Gedenktag als Fest, das die Kirchenmusiker mit ausgewählten Kompositionen gestalten und in kollegialer Gesinnung gewissermaßen als „Zunft-Jubiläum“ begehen.

In dieser Freude und Dankbarkeit lädt die Dommusik St. Martin ein:

Sonntag, 23. November , 18 Uhr

FESTGOTTESDIENST im Martinsdom
Hauptzelebrant: Dompfarrer Kan. P. Mag. Erich Bernhard COp
Musik: Joseph Haydn, Missa Sancti Bernardi de Offida, „Heilig-Messe“

DOMMUSIK-EMPFANG im Martinus-Saal
Begegnung mit Gästen, Kollegen und Freunden;
Imbiss, unter anderem mit einer Wurstspezialität, die von einem renommierten österreichischen Fleischereibetrieb eigens für dieses Fest vorbereitet wird.

Eingeladen sind alle, die an der Kirchenmusik Freude haben.
Insbesondere gilt die Einladung jenen, die als Sänger, als Instrumentalisten, als Förderer oder in einer anderen Weise in der Kirchenmusik in Eisenstadt oder anderswo mitwirken bzw. mitgewirkt haben oder vielleicht einmal mitwirken werden.

In dankbarer Vorfreude und herzlicher Verbundenheit

Thomas Dolezal,
Dom- & Diözesanmusikdirektor,
im Namen aller Mitwirkenden in der Dommusik

Donnerstag, 13. November 2014

Bartholomaios I.: Launiges Treffen mit Medienleuten im Bischofshof

Treffen mit den Medien-VertreternGanz wie Papst Franziskus ist auch der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel immer für Überraschungen gut. Diesmal nach der Festmesse im Dom gegenüber Journalisten.

Was aufgrund des strengen Protokolls als kurze Begegnung mit handverlesenen Medienvertretern gedacht war, entwickelte sich durch die herzliche Spontaneität und den Humor des Patriarchen zu einem längeren Beisammensein in entspannter Atmosphäre. Ein echtes Privileg für alle Beteiligten – hat doch Bartholomaios I. während seines Österreich-Aufenthaltes auf Vermittlung des Kommunikationsbüros der Diözese Eisenstadt bislang nur einem einzigen Medium (dem KURIER) ein ausführliches Interview gewährt.

Exklusive Runde von Medienleuten
Zum ausgewählten Zirkel im Eisenstädter Bischofshof gehörten: Paul Wuthe (Chefredakteur von Kathpress), Thomas Orovits (KURIER Burgenland), Markus Stefanitsch (BVZ), Christian Gmasz (APA), Erich Schneller (ORF) sowie Christoph Breitenfelder (Pannonische).

Einblicke in die Tätigkeit des Ökumenischen Patriarchen
Unter der Moderation des Bischöflichen Sekretärs und Pressesprechers der Diözese Dominik Orieschnig sprach Bartholomaios I. in freier Rede über seine Arbeit als Ehrenoberhaupt von 250 Millionen Christen. Er sprach dabei u. a. die Situation verfolgter orthodoxer Christen in Nahost sowie andere weltumspannende Religionsthemen an, kam aber auch auf das geplante 1. Orthodoxe Kloster im Burgenland zu sprechen: "Wir sind nicht gekommen, um Euch zu besetzen!", sagte der Patriarch mit einem charmanten Lächeln zur Erheiterung der Anwesenden.

Echtes Interesse am Menschen
Bartholomaios I. fiel aber vor allem durch eine menschliche Nähe auf, die vielen anderen hohen Persönlichkeiten fremd ist. So ging er etwa auf das jugendliche Alter des jüngsten anwesenden Redakteurs ein, einen anderen Journalisten fragte er aufgrund seines Namens nach der Herkunft, und zu einem älteren Medienprofi in der Runde sagte der Patriarch mit entwaffnender Ehrlichkeit: "Sie haben einen schönen Bart!"

Bartholomaios I. bringt Schauspieler zum Lachen
Auch der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Johannes Silberschneider, der nach seiner Nominierung für den renommierten Nestroy-Preis als spontaner Gast beim Martinsfest der Diözese Eisenstadt erschienen war, begegnete dem Patriarchen am Rande des Pressegesprächs. Auch der Schauspieler, der mit seiner hohen Kunst normalerweise andere zum Lachen bringt, war von der Herzlichkeit des Patriarchen bezaubert.

Ein Martinskipferl für Bartholomaios I.

Bartholomaios, ZsifkovicsEin einzigartiges Fest des Teilens und der ökumenischen Verbundenheit fand am diesjährigen Martinstag mit einem feierlichen Gottesdienst seinen Höhepunkt.

Der Besuch des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel und die Stiftung des 1. Orthodoxen Klosters in Österreich wurden nach der Festmesse im Martinsdom durch starke pannonische Symbolik abgebildet: Durch das traditionelle Teilen des Martinskipferls als "süßem" Vorgeschmack auf die ersehnte Einheit der Christen.

Nie dagewesenes Aufgebot an katholischen und orthodoxen Würdenträgern
Nach einem würdigen Empfang durch die Militärmusik Burgenland zog die orthodoxe Delegation bestehend aus Patriarch, zwei Metropoliten, einem Bischof, einem Erzpriester und zwei Diakonen in den Eisenstädter Dom ein, wo Bischof Zsifkovics Bartholomaios I. in griechischer Sprache herzlich begrüßte. Auf Seite der katholischen Kirche standen Kurienkardinal Kurt Koch, der Apostolische Nuntius in Österreich Erzbischof Zurbriggen und der Bischof von Bozen-Brixen Ivo Muser den zahlreich erschienenen katholischen Priestern vor.

Brüderlicher Dank des Patriarchen an Eisenstädter Bischof
In seinem geistlichen Wort an die Gläubigen der Diözese ging Bartholomaios I. auf die Bedeutung des heiligen Martin für die christliche Welt und insbesondere für die Ökumene ein. "Wir schulden Eurer Exzellenz, dem geliebten Bischof von Eisenstadt Ägidius, tiefsten Dank, da Sie die Wichtigkeit der Gründung und Existenz eines orthodoxen Klosters zur Fortführung jenes vom Gebet getragenen Lebens des heiligen Martin verstehen", so der Patriarch zur Stiftung des 1. Orthodoxen Klosters Österreichs auf burgenländischem Boden.

Bischof Zsifkovics: Orthodoxes Kloster als "Vorgeschmack der kommenden Einheit der Christen"
Anlässlich der Übergabe der Stiftungsurkunde an den Patriarchen und an Metropolit Arsenios nahm der Eisenstädter Bischof den Begriff der "Ökumene" als "bewohnter Erde" auf, um seinem Wunsch Ausdruck zu verleihen, "dass das gestiftete Stück Erde in St. Andrädem ganzen Erdkreis Beispiel und Vorgeschmack der kommenden christlichen Einheit sein möge".

Geteiltes Martinskipferl als starkes Symbol
Nach dem knapp 2-stündigen Gottesdienst, der von der Dommusik St. Martin unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Thomas Dolezal auf höchstem kirchenmusikalischen Niveau gestaltet wurde, zogen Bischof Zsifkovics und Bartholomaios I. aus dem Martinsdom aus. Am Vorplatz, wo sie bereits der versammelte Klerus mit den hohen kirchlichen Würdenträgern erwartete, teilte der Eisenstädter Bischof mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel nach altem Brauch ein Martinskipferl – ein von MitarbeiterInnen der Katholischen Aktion vorbereitetes starkes Symbol für die Ökumene und ein süßer Vorgeschmack auf die kommende Einheit und Altargemeinschaft der Christen.

Finden Sie alle weiteren Informationen dazu auf: www.martinsfest.at

Mittwoch, 12. November 2014

Papst Franziskus: Danke für orthodoxes Kloster als Zeichen gelebter Ökumene

Bartholomaios, ZsifkovicsMit einem beim Martinsfest im Eisenstädter Dom verlesenen Schreiben an seinen „verehrten Bruder Bischof Ägidius Zsifkovics“erteilt Papst Franziskus der Diözese Eisenstadt, den Gläubigen der Pfarre St. Andräam Zicksee sowie den orthodoxen Christen im Burgenland und in ganz Österreich seinen Apostolischen Segen.

Der historische Besuch von Bartholomaios I. und die Stiftung des Grundes für das 1. Orthodoxe Kloster Österreichs auf burgenländischem Boden durch die Diözese Eisenstadt wurden beim Martinsfest der Diözese mit einer persönlichen Grußbotschaft von Papst Franziskus gekrönt. Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und somit der „Ökumene-Minister“des Vatikans, verlas im übervollen Martinsdom das von Freude und Herzlichkeit getragene päpstliche Dokument.

Freude des Papstes über „ökumenische Brüderlichkeit“
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen an den Bischof und die Gläubigen der Diözese Eisenstadt, den Metropoliten von Austria, Erzbischof Arsenios Kardamakis, und alle orthodoxen Christen in Österreich leitet Papst Franziskus sein Schreiben ein und bringt damit seine Freude über ein besonderes Martinsfest „von ökumenischer Brüderlichkeit“zum Ausdruck. Besondere Grüße galten dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., dem Papst Franziskus in seinem Schreiben herzlich für das „liebenswürdige Zeichen“seiner Anwesenheit in der Diözese Eisenstadt dankt.

Papst Franziskus: Stiftungstat des Eisenstädter Bischofs „im Geist des heiligen Martin“und „wunderbarer Ausdruck ökumenischer Zusammenarbeit“
Die Erfüllung des Wunsches des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios Kardamakis durch Bischof Zsifkovics ist für den Papst Ausdruck großen Wohlwollens und des Geistes des heiligen Martin, der „das Herz der Menschen mit dem Teilen seines Mantels berührt hat“. Mit dem Akt der Überreichung der Stiftungsurkunde durch den Eisenstädter Bischof an Metropolit Arsenios werde einmal mehr jene Brückenfunktion zu den Völkern Osteuropas hin deutlich, die der heilige Johannes Paul II. anlässlich seines Pastoralbesuches 1988 der Diözese Eisenstadt ans Herz gelegt habe, als er die Katholiken des Burgenlandes dazu einlud, materiell und geistig zu teilen.

Besonderer Dank des heiligen Vaters an die Pfarre St. Andräam Zicksee 
Ein orthodoxes Kloster auf burgenländischem Boden gemeinsam zu verwirklichen, ist für Papst Franziskus ein vielversprechendes Zeichen der ökumenischen Verantwortung. In diesem Zusammenhang dankte Papst Franziskus in seinem Schreiben der Pfarre St. Andräam Zicksee, die er über ihren Pfarrpatron „mit der altehrwürdigen Kirche von Konstantinopel“verbunden sieht, für die „wohlwollende und großherzige Unterstützung“der ökumenischen Klosterstiftung.

Die volle Botschaft von Papst Franziskus sowie alle weiteren Informationen zu den historischen Ereignissen dieser Tage auf: www.martinsfest.at

Freitag, 7. November 2014

"Ich freue mich schon auf Eisenstadt - und ich danke Ihnen für Ihre Martins-Tat"

Bischof und PatriarchBartholomaios I., Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel und Ehrenoberhaupt von 250 Millionen orthodoxen Christen, wurde Donnerstag Abend bei seiner Ankunft in Österreich vom Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics persönlich willkommen geheißen. Am 11. November um 9.00 Uhr wird Bartholomaios I. mit der Diözese Eisenstadt das traditionelle Martinsfest im Dom feiern –Große Überraschung: Papst Franziskus gratuliert mit eigener Grußbotschaft!

Mit einem strahlenden Lächeln trat Bartholomaios I. der burgenländischen Delegation unter Bischof Zsifkovics entgegen, die ihn bei seiner Ankunft in Österreich erwartete. Der Ökumenische Patriarch und Bischof Zsifkovics kennen einander schon von früheren Begegnungen. Mit einem herzlichen Bruderkuss und den Worten „Ich bin glücklich, in Österreich zu sein. Ich freue mich schon auf Eisenstadt –und ich danke Ihnen für Ihre Martins-Tat!“zeigte Bartholomaios I. seine Vorfreude auf den Besuch im Burgenland und die Dankbarkeit für die geplante Stiftung des 1. Orthodoxen Klosters Österreichs im Burgenland.

Erstes kleines Arbeitsgespräch unter Freunden
Gleich nach der Ankunft unterhielten sich Bartholomaios I. und Bischof Zsifkovics in entspannter Atmosphäre über das Programm der kommenden Tage in Österreich. Der Ökumenische Patriarch berichtete unter anderem von dem bevorstehenden Treffen mit Papst Franziskus, welches nur wenige Tage nach dem Martinsfest in Konstantinopel (Istanbul) stattfinden wird. Doch der Vatikan wird auch beim Martinsfest in Eisenstadt am 11. November höchst prominent vertreten sein.

Martinsfest der Diözese Eisenstadt als Gipfeltreffen der Ökumene
Gestern erreichte die Diözese Eisenstadt die Nachricht, dass Papst Franziskus seinen „Ökumeneminister“, Kurienkardinal Kurt Koch, in Begleitung des Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Stephan Zurbriggen zum Martinsfest der Diözese Eisenstadt entsenden wird. Mitbringen wird Kardinal Koch eine Grußbotschaft von Papst Franziskus, die im Eisenstädter Dom verlesen werden wird. Damit entwickelt sich das Martinsfest zu einem weltkirchlichen Gipfeltreffen der Ökumene und zu einem Großereignis für die junge Diözese Eisenstadt und das ganze Burgenland.

Sensation: Kurzabstecher nach St. Andräam Zicksee
Das strenge Protokoll seines mehrtägigen Österreich-Besuches will Bartholomaios I. durchbrechen, um noch einen Tag vor dem Martinsfest die burgenländische Gemeinde St. Andräam Zicksee kurz zu besuchen. Die Stiftung eines dort gelegenen Grundstücks durch die Diözese Eisenstadt, um den griechisch-orthodoxen Christen den Bau eines beschaulichen Klosters als Ort der Begegnung mit den katholischen Christen zu ermöglichen, hat den Ökumenischen Patriarchen sehr bewegt. Er möchte den Menschen in St. Andräpersönlich begegnen und gemeinsam mit den katholischen Mitchristen und Bischof Zsifkovics am 10.11.2014 um 16.00 Uhr in der Pfarrkirche von St. Andrä ein Gebet für die Einheit der Christen und für das gute Gelingen des Klosterprojekts sprechen. Alle BürgerInnen von St. Andräsind herzlich dazu eingeladen!

Montag, 27. Oktober 2014

Verleihung der diesjährigen László-Preise im Zeichen einer Kirche nach 25 Jahren Ostöffnung

Büste des verstorbenen Bischof Stefan Lászlo im BischofshofAuf Einladung der Bischof-DDr.-Stefan-László-Gesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände Österreichs und der Diözese Eisenstadt findet am Samstag, dem 8. November 2014, im Bildungshaus „Haus der Begegnung" ein Symposium in der Reihe „CHRIST SEIN IM DONAURAUM“aus Anlass des Jubiläums "25 Jahre Wende“ statt. Die Veranstaltung wird den prominenten Rahmen für die Verleihung der diesjährigen László-Preise bilden.

"25 Jahre Wende - Entwicklung der Kirche im zentraleuropäischen Raum“

Um 13.30 Uhr wird die Veranstaltung durch den Präsidenten der Bischof-DDr.-Stefan-László-Gesellschaft, Botschafter i. R. Dr. Martin Bolldorf, eröffnet. Nach Grußworten des Bischöflichen Protektors der Gesellschaft, Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics, wird Dr. Ján Čarnogurský, Ministerpräsident der Slowakei a. D., zu "25 Jahre Wende, Entwicklung der Kirche im zentraleuropäischen Raum“sprechen. Anschließend werden Botschafter Dr. Valentin Inzko, Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Militärbischof Dr. František Rábek, Slowakei sowie Altbischof Dr. Paul Iby das Thema in Kurzreferaten weiter vertiefen, ehe die Runde für Gespräch und Diskussion mit den Referenten eröffnet wird.

Verleihung der „Bischof-DDr.-Stefan-László-Preise 2014“
Die Verleihung der diesjährigen Wissenschaftspreise erfolgt während des Symposiums im Rahmen eines Festaktes um 15.30 Uhr im Haus der Begegnung. Im Rahmen dieses Festaktes werden die Preisträger/innen ihre Arbeiten kurz vorstellen und der Präsident der Bischof László-Gesellschaft wird die Verleihung der László-Preise 2014 vornehmen. Musikalisch umrahmt wird die Feier durch die Dommusik St. Martin. Nach dem Festakt wird der Tag, der im Zeichen von Wissen und Wissenschaft steht, mit einer Messfeier am Grab von Bischof DDr. Stefan László in der Krypta der Dom- und Stadtpfarrkirche Eisenstadt abgeschlossen.

Hintergrund-Info:
Die „Bischof-DDr.-Stefan-László-Gesellschaft“vergibt in jedem zweiten Jahr einen Preis in Höhe von €3.000,-- sowie maximal zwei Anerkennungspreise (je €1.000,--) für Dissertationen, Diplomarbeiten oder gleichwertige Hausarbeiten, die sich mit Fragen
a) des Zusammenlebens der Völker in Mitteleuropa
b) der Kirchen- und Landesgeschichte des Raumes des heutigen Burgenlandes
c) der Geschichte und des Wirkens laienapostolischer Gruppen
befassen.

Für Fachbereichsarbeiten oder vergleichbare Arbeiten von Schülern höherer Schulen in Österreich kommt der „Bischof-DDr.-Stefan-László-Förderungspreis“(Themen wie oben) zur Verleihung. Dieser Förderungspreis ist mit €500,-- dotiert.

Doppel-Jubiläum für Pfarrer und Kirchengebäude

Pfarrkirche Stegersbach40 Jahre lang stehen beide schon im Dienst: 1974 wurde die moderne Pfarrkirche von Stegersbach nach den Richtlinien des 2. Vatikanischen Konzils erbaut. Und im selben Jahr hat auch der jetzige Pfarrer der Gemeinde, Karl Hirtenfelder, seine Priesterweihe empfangen.

Zum 40. Jahrestag der Einweihung der Pfarrkirche Stegersbach fand am Nationalfeiertag eine Festmesse statt. Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Generalvikar Martin Korpitsch standen gemeinsam mit Jubilar Karl Hirtenfelder der Eucharistiefeier vor. An diesem Festtag wurde auch der zwei Mitbegründer des Gotteshauses gedacht: des damaligen Pfarrers Alois Tonweber und des ersten Bischofs der Diözese Eisenstadt Stefan László.

Symbolträchtige Architektur
Der Bau einer neuen Kirche wurde nach den Kriegsjahren notwendig, da die vielen Gläubigen in der aus der Barockzeit stammenden St. Ägidius-Kirche keinen Platz mehr fanden. Das neue erbaute Gotteshaus erhielt die Form einer Spirale, die eine Treppe in den Himmel darstellt. Je näher man dem Zentrum der Kirche, also dem Altar, kommt, desto höher ragt der Plafond der Kirche auf. Der Bildhauer Thomas Resetarits, der Altar, Tabernakel und die Marienstatue für die Kirche gestaltete, war ebenso bei der Festmesse anwesend wie viele andere Gläubige, die die Einweihung damals selbst miterlebt hatten. Auch Diözesanbischof Zsifkovics kann sich noch gut erinnern, wie er als Kind vor 40 Jahren in einer der letzten Reihen saß. Als Zeichen der Verbundenheit verwendete er bei der Jubiläumsmesse den Bischofsstab von Stefan László, den dieser bei der feierlichen Weihe der Kirche geführt hatte. In den Fürbitten wurde auch all jener gedacht, die seit der Einweihung in dieser Kirche getauft wurden, ihre Erstkommunion oder Firmung empfingen oder die Ehe geschlossen haben. Ins Gebet wurden auch all jene eingeschlossen, die aus der Kirche ausgetreten sind.

Bischof Zsifkovics: „Gläubige als tragende Wand“
Bischof Zsifkovics erwähnte in seiner Predigt, dass die Gemeinschaft der Gläubigen mit einer tragenden Wand zu vergleichen sei. „Wenn ein Stein in der Wand fehlt, dann fehlen genau diese Fähigkeiten, die der Herr euch geschenkt hat“, betonte der Diözesanbischof. Ein tragender Stein wie Dechant Kanonikus Karl Hirtenfelder, der vor 40 Jahren zum Priester geweiht wurde und bereits seit November 1985 Pfarrseelsorger von Stegersbach ist. Im Rahmen der Festmesse überreichte der Bischof dem Jubilar, der in der Diözese Eisenstadt bereits unter Bischof Lászlówichtige Ämter bekleidete, ein Kreuz als Zeichen seiner Wertschätzung.

Mithilfe aller
Die Kinder, die im Rahmen des Gottesdienstes ihre Preise und Urkunden für den Mal-, Bastel- und Aufsatzwettbewerb anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Pfarrkirche erhielten, können ebenfalls als Steine in dieser Wand bezeichnet werden: Vanessa Holitz, Manuela Gurdet, Lea Adenberger, Lena Unger, Marie Sofie Sagmeister und Vanessa Windt brachten ihre Talente in die Pfarrgemeinde ein, indem sie die Bilder für den „Österlichen Lichtweg“malten.

Tod und Auferstehung - Orte der Stille


Die Haydnkirche zu Allerseelen

Tod und Auferstehung - Orte der StilleDas Allerheiligenwochenende bietet traditionsgemäß Veranstaltungen zur Reflexion und Besinnung. Auch in der Bergkirche gibt es heuer wieder ein solches Angebot. Unter dem Motto: „Tod und Auferstehung“ findet am Allerseelentag ein Konzert mit Ausstellung statt, das  von „himmel&haydn“ gemeinsam mit dem „Jahr der Baukultur“ der Burgenländischen Kulturabteilung entwickelt wurde.

Die Ausstellung  „Orte der Stille“ widmet sich den letzten, uns umgebenden irdischen Räumen: Aufbahrungshallen, Urnenhainen und Friedhöfen; Orte an der Schnittstelle zu neuen Perspektiven. Koordiniert und kuratiert wird die Ausstellung von Susanne Schmall.
(Neue) Musik im architektonischen Sakralraum verbindet einerseits die musikalische Tradition der Haydnkirche durch Kompositionen von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart (das berühmte Mozart-Requiem wird in einer Fassung für Streichquartett aufgeführt werden), andererseits wird eine musikalische Klammer in die Gegenwart geschlagen mit der Uraufführung von „über das / ein / Schweigen“ von Gerhard Krammer.

Clara Weiss und Veronika Hecher (Violine) haben am Joseph Haydn Konservatorium Eisenstadt studiert. Cellist Nicolai New ist Mitglied im Haydnquartett, für ihn ist Eisenstadt so etwas wie seine musikalische „Heimat“. Markus Hofer (Viola) hat seine Ausbildung am Mozarteum Salzburg absolviert und wirkte bereits bei Konzerten in der Bergkirche im Rahmen des Haydnjahres mit.

„himmel&haydn“ versucht eine Verbindung zwischen Musik und Religiosität als Angebot zur persönlichen Lebensgestaltung zu vermitteln und Impulse für hier und heute anzubieten.

Sonntag, 2. November um 18:00 Uhr, Haydnkirche Eisenstadt
Konzert und Ausstellung. Eintritt frei.

Reservierung erbeten (office@himmelundhaydn.at, Tel:  0664 7301 5097)
Anschließend gibt es die Möglichkeit der Begegnung und Reflexion mit den Künstlern.

Dienstag, 21. Oktober 2014

www.martinsfest.at - Das Leben der Christen soll ein Fest sein!

Unter dem Motto „teilen, um eins zu werden“geht mit 21. Oktober 2014 die Homepage www.martinsfest.at online! Damit wird die Diözese Eisenstadt den bevorstehenden historischen Besuch des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. im Burgenland aus nächster Nähe begleiten und über die Stiftung des 1. Orthodoxen Klosters in Österreich in St. Ändräam Zicksee informieren. Beide Ereignisse stehen in engem Zusammenhang mit dem heiligen Martin und seiner Tat christlicher Nächstenliebe. Sein Fest, der 11. November, soll Christen in aller Welt immer daran erinnern, dass durch den Akt des Teilens Gräben überwunden und Wunden geheilt werden können. Das Leben der Christen soll daher ein ständiges Martinsfest sein. Dann wird es gut - für den einzelnen wie für alle anderen.

Aktuelles Ökumene-Video von Bischof Zsifkovics und Metropolit Arsenios
Auf der Site werden ab heute aktuelle Texte, Bilder, Tonmitschnitte sowie Videos über den höchsten geistlichen Besuch im Burgenland seit einem Vierteljahrhundert zu finden sein. Neuestes Format ist ein Clip, in dem der griechisch-orientalische Metropolit Arsenios Kardamakis und der Bischof von Eisenstadt Ägidius Zsifkovics zum geistlichen Vermächtnis des heiligen Martin und zur Pioniertat der 1. Orthodoxen Klosterstiftung im Burgenland Stellung beziehen.

Junge Plattform für Akzente im Geist des heiligen Martin
www.martinsfest.at soll –parallel zur traditionellen diözesanen Homepage www.martinus.at - auch die kommenden Martinsfeste der Diözese Eisenstadt, besonders das Jubiläum im Jahr 2016, mit Gebeten, Liedern, Meditationen und geschichtlichen Details zum heiligen Martin begleiten. Sie soll Raum bieten für besondere Schwerpunkte und Akzente der Martinsdiözese Eisenstadt und ihres Bischofs.

Historisches Ereignis: Der "Papst der Orthodoxen" besucht das Burgenland

BartholomaiosBartholomaios I., Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel und Ehrenoberhaupt von 250 Mio. orthodoxen Christen, feiert mit Bischof Ägidius Zsifkovics und der Diözese Eisenstadt am 11. November das traditionelle St. Martinsfest.

Es ist das erste Mal in der Geschichte des Burgenlandes und der Diözese Eisenstadt, dass ein Ökumenischer Patriarch seinen Fußauf pannonischen Boden setzt. Und es ist der höchste Besuch eines kirchlichen Würdenträgers seit dem Besuch des heiligen Papstes Johannes Paul II. in Trausdorf vor einem Vierteljahrhundert: Am 11. November 2014 um 9:00 Uhr wird Bartholomaios I. im Eisenstädter Martinsdom gemeinsam mit Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics am Festgottesdienst teilnehmen.

Zeichen besonderer Freundschaft und ökumenischer Verbundenheit
Es darf als Zeichen großer Wertschätzung gesehen werden, dass Bartholomaios I. die Diözese Eisenstadt besucht. Nur wenige Tage später wird er in seinem Amtssitz in Konstantinopel (Istanbul) Papst Franziskus treffen, mit dem er als Hauptansprechpartner für die Katholische Kirche in Fragen der Ökumene enge Kontakte pflegt. Zuvor jedoch wird Bartholomaios I. ein intensives Arbeitstreffen mit Bischof Zsifkovics absolvieren: die Stärkung der Beziehungen der beiden christlichen Schwesterkirchen in Österreich und im pannonischen Raum werden ebenso auf der Agenda stehen wie gemeinsame Anliegen an die Politik. Vor allem die alarmierende Situation verfolgter Christen im Nahen Osten soll thematisiert werden.

Bischof Zsifkovics: "Es zählt nur eines: Es sind Christen wie wir!"
"Was kann es Schöneres geben, als ein Fest der Nächstenliebe und des Teilens mit dem Oberhirten von 250 Millionen orthodoxen Christen zu feiern? Wo vor mehr als 50 Jahren noch eine klare Trennung zwischen unseren beiden Kirchen war, ist heute Freundschaft und Vertrauen. Unsere orthodoxen Geschwister sind Christen wie wir – der heilige Martin ist als Brückenbauer wohl der beste Patron für diese ökumenische Begegnung!".

Diözese Eisenstadt ermöglicht Gründung des 1. Christlich-orthodoxen Klosters in Österreich
Bischof Zsifkovics wird den Besuch von Bartholomaios I. dazu nutzen, eine besondere Martins-Tat der Solidarität zu setzen, die gleichzeitig eine kirchenpolitische Pioniertat darstellt: Mit der Zurverfügungstellung eines kirchlichen Grundstücks in St. Andräam Zicksee an die Metropolis von Austria soll im Seewinkel die Gründung des 1. Orthodoxen Klosters in Österreich ermöglicht werden. Das künftige Kloster soll ein Ort des Gebetes und der Arbeit für christliche Mönche werden. Dabei wird die Begegnung mit den katholischen Gläubigen des Ortes und der ganzen Region eine große Rolle spielen. "Die Symbolkraft dieser Klosterstiftung wird Ausstrahlung weit über die Ortsgrenzen hinaus entfalten", ist der Eisenstädter Bischof überzeugt. "Wo der Expertendialog der Worte an vorläufige Grenzen stößt, da müssen wir durch konkrete Taten der Menschlichkeit unsere Glaubensbrüder fest umarmen", so Zsifkovics.

"Wir freuen uns, wenn sie kommen!"
Pfarrer und Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Andräam Zickseee stehen als künftige Nachbarn und Anrainer – die Pfarre besitzt selbst ein eigenes Grundstück gleich neben dem Klostergrund –begeistert hinter dieser Gründungsidee: "Ökumenischer Dialog braucht Gastfreundschaft –und das ist doch wohl eine burgenländische Tugend!", meint Pfarrer Sebastian Augustinov, betont aber besonders die spirituelle Bedeutung des Klosterprojekts.
Die katholischen Christen der Pfarre St. Andräam Zicksee werden aber weit mehr als bloße Nachbarn für ihre orthodoxen Mitchristen sein. Mit dem neuen Kloster soll ein Raum lebendiger ökumenischer Begegnung geschaffen werden. "Wir freuen uns schon, wenn sie zu uns kommen!", meint eine Pfarrgemeinderätin. Und ein Mitglied der ganz jungen Generation im St. Andräer Pfarrgemeinderat drückt es folgendermaßen aus: "Ich finde es cool, wenn die orthodoxen Mönche auch mal mit uns in unserer Kirche beten werden!"
Bartholomaios I. wird im Vorfeld des St. Martinsfestes Mitgliedern der Pfarre St. Andräpersönlich begegnen. Aus Konstantinopel übermittelte er schon vorab Grußworte: "Ich freue mich auf die Begegnung mit meinen katholischen Brüdern und Schwestern in der Diözese Eisenstadt und der Pfarre St. Andrä."

Orthodoxe Christen auch im Burgenland beheimatet
In Begleitung des Ökumenischen Patriarchen wird sich der Metropolit von Austria, Erzbischof Dr. Arsenios Kardamakis befinden. Der griechisch-orthodoxe Metropolit und Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich vertritt mehr als eine halbe Million orthodoxer Christen in Österreich. Außerdem hat er als Exarch des Ökumenischen Patriarchates für Ungarn und Mitteleuropa auch geistliche Verantwortung für die im pannonischen Raum lebenden orthodoxen Christen. Allein im Burgenland sind es geschätzte mehrere hundert. Metropolit Arsenios: "Ich danke Bischof Ägidius und unseren Brüdern und Schwestern in St. Andräfür dieses große Martins-Zeichen der Liebe und der Freundschaft. Das neue Kloster soll ein Ort des Gebetes sein, ein geistliches Ausstrahlungszentrum für alle orthodoxen Christen im pannonischen Raum und ein Haus gelebter Ökumene zwischen den Gläubigen unserer beiden Kirchen." Die Klosterstiftung geht auf eine Bitte des Metropoliten im Frühsommer dieses Jahres zurück.

Geistliches Gipfeltreffen im Zeichen der Ökumene
Neben Bartholomaios I., Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Metropolit Arsenios Kardamakis wird der Bischof von Bozen-Brixen, Dr. Ivo Muser, die Reihe der Zelebranten voll machen. Der Vorsitzende der "Kommission für Ökumene und interreligiösen Dialog" der regionalen Bischofskonferenz von Nord-Ost-Italien wird am 11. November als Gastredner bei der St. Martins-Festakademie am Nachmittag den Festvortrag halten.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Stellenausschreibung

Das Bischöfliche Ordinariat bringt folgende Stelle zur Ausschreibung: 
Assistenz der Leitung für die TelefonSeelsorge und Onlineberatung

Zur Ausschreibung ... 

Mittwoch, 15. Oktober 2014

"Hab Geduld und sei barmherzig!"

Priesterweihe Hans-Ulrich MöringP. Hans-Ulrich Möring, Mitglied des Deutschen Ordens, ehemaliger Zeremoniär von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Leiter des Liturgiereferats der Diözese Eisenstadt, wurde in der Wiener Pfarrkirche St. Laurenz am Schottenfeld zum Priester geweiht. In seiner Predigt für den Weihekandidaten ging der Bischof auf den dreifachen Dienst ein, den ein Priester den Menschen erweisen soll.

Am 29. Juni 2013 empfing er im Eisenstädter Martinsdom die Diakonatsweihe, nun wurde der aus dem deutschen Emsland stammende Diplom-Theologe Möring, der der Österreichischen Provinz des Deutschen Ordens angehört, zum Priester geweiht.

Gott und die Menschen - ein Festmahl!
In seiner Predigt, die es –dem Weihekandidaten entsprechend –an Humor nicht fehlen ließ, baute Bischof Zsifkovics auf dem biblischen Gedanken auf, dass Gott die Menschen zu einem gemeinsamen Festmahl aller Völker lädt. Es sei daher die dreifache Aufgabe und der Verkündigungsdienst des Priesters, die Menschen in der Eucharistie zum „Tisch des Brotes“zu führen, sie in der Liturgie zum „Tisch des Wortes“zu begleiten und vor allem den Armen den Tisch zu decken. Letzteres eine Aufgabe, die P. Möring bereits in seiner Diakonenweihe aufgetragen wurde und an die der Bischof mit den Worten von Papst Franziskus erinnerte: „Vergesst die Armen nicht!“Priesterlicher Dienst, der nicht „von Caritas, vom Liebesdienst am Nächsten, von der konkreten guten Tat bezeugt wird, ist unglaubwürdig, unfruchtbar, wertlos“, so Bischof Zsifkovics wörtlich.

Das Wort Gottes als Schutz für den Menschen –in verständlicher Sprache und in verträglichem Maße! „Der Priester“, so der Bischof, „wird nicht geweiht, um seine eigenen Meinungen, Einsichten und Visionen vorzutragen, sondern um das Wort Gottes zu verkünden. Oder um es mit Augustinus zu sagen: der Priester ist wie Johannes der Täufer ‚die Stimme’, während Christus ‚das Wort’ist.“Er müsse daher in seinem Dienst immer wieder selbst Schutz unter dem Wort Gottes suchen und es in sich aufnehmen. Nur der könne das Wort Gottes zu den Menschen tragen, der „selbst ein offenes Gefäßdes Wortes Gottes ist.“ Dies müsse der Priester in einer den Menschen verständlichen Sprache und in einem verträglichen Maße tun.

Rat als Bischof und Freund
Dann gratulierte der Bischof dem Priesterkandidaten zu seinem mutigen Entschluss, in einer Zeit wie der heutigen Priester zu werden, und dankte ihm für seine kompetente Arbeit, all seine Hilfen, seine Freundschaft und sein Vertrauen. Es folgte der freundschaftliche Rat: „Lade alle, die Du auf Deinem priesterlichen Lebensweg triffst, zum Festmahl mit Gott ein –aber hab mit Dir selber und mit den Menschen Geduld und sei barmherzig!“

Ein Priester mit zahlreichen Aufgaben und Talenten
Neben diversen Funktionen im Deutschen Orden, etwa als Sekretär und Zeremoniär des Hochmeisters oder als Liturgiepräfekt im Hochmeisteramt, erfüllte Möring auch eine Vielzahl an Funktionen in der Diözese Eisenstadt: Bischöflicher Zeremoniär, Leiter des Referates für Liturgie, Diözesanvertreter in der Liturgischen Kommission Österreichs, Diözesanverantwortlicher für das „Gotteslob“, Mitglied und Vorsitzender der Diözesankommission für kirchliche Kunst.

Festandacht und Pontifikalamt zu Ehren der heiliggesprochenen Päpste

Heilige PäpsteAm 22. Oktober feiert die Diözese Eisenstadt mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die Heiligsprechung der Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. im Eisenstädter Dom. Damit zeigt die Diözese ihre besondere Verbundenheit mit beiden Päpsten, die am 27. April 2014 in Rom heiliggesprochen wurden. Eine Blutreliquie von Papst Johannes Paul II. wird im Zuge der Feier an die Pfarre Trausdorf übergeben werden.

Das Datum hat liturgischen Hintergrund: der 22. Oktober ist offizieller Gedenktag im liturgischen Kalender an Papst Johannes Paul II, es ist der Tag seiner Amtseinführung (22. Oktober 1978). Der Gedenktag für Papst Johannes XXIII. ist hingegen der 11. Oktober - der Tag, an dem 1962 das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet wurde. Der Konzilspapst Johannes XXIII. ist der Gründer der Diözese Eisenstadt.

Blutreliquien von Papst Johannes Paul II.
Im Zuge der Messe wird eine von zwei kostbaren Blutreliquien von Johannes Paul II. an die Pfarre Trausdorf übergeben werden. Sie wird dort in einer eigenen Messfeier einen besonderen Platz im Altarraum erhalten. Papst Johannes Paul II. war 1988 zu Besuch in Trausdorf. Er feierte dort mit mehr als 80.000 Menschen den Gottesdienst.

Besondere musikalische Umrahmung der Feier

Die musikalische Gestaltung der Festmesse im Dom orientiert sich an der Musik der Papstmesse in Trausdorf im Juni 1988, unter anderem mit Joseph Haydns „Du bist’s, dem Ruhm und Ehre gebühret“, der Psalm-Motette „Aller Augen“von Heinrich Schütz und mit Orgelmusik von Franz Liszt. Harald Dreo, der bekannte ehemalige Eisenstädter Domkapellmeister, der beim Papstbesuch 1988 die musikalische Gesamtleitung innehatte, wird in seinen „Kroatischen Mahlgesängen“bei der Festmesse im Dom präsent sein.
Als Kantor konnte Rudi Neumayr gewonnen werden, langjähriger Solist der Eisenstädter Kirchenmusik, der auch beim Papstgottesdienst in Trausdorf den Vorsängerdienst übernommen hatte. Darüber hinaus wird die Tamburizza Trausdorf unter der Leitung von Wolfgang Kuzmits in die musikalische Gestaltung eingebunden sein.

18 Uhr: Festandacht mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
19 Uhr: Pontifikalamt zu Ehren der heiliggesprochenen Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II.

Hinweis:
Bis 11. November läuft im Diözesanmusem noch die Sonderausstellung "Heilige Päpste…"

Thema Kinderbetreuung

Familie SteinerDer Katholische Familienverband Burgenland begrüßt die Überlegungen von Familienministerin Karmasin betreffend mehr Flexibilität von Zeit und Geld für die Kinderbetreuung.

Derzeit können Eltern in Österreich aus zwei Systemen, nämlich einkommensabhängig oder Fixbetrag, und fünf Varianten für das Kinderbetreuungsgeld im Zeitrahmen von 18 bis 36 Monaten wählen. Rund 14.500 Männer und damit nicht ganz ein Fünftel aller Bezieher nehmen derzeit Kindergeld in Anspruch. Die beliebteste Variante ist diejenige mit der längsten Bezugsdauer, also 30 Monate für einen Elternteil und 36 Monaten bei Teilung. Ungefähr 40 % der Mütter und Väter entscheiden sich dafür und geben damit ein klares Statement ab: Sie wollen für ihre Töchter und Söhne Raum und Zeit für einen Start ins Leben innerhalb der Familie schaffen.

Kindergeld-Konto
Eine Kürzung, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre also eine Entscheidung gegen die Interessen von fast der Hälfte österreichischer Eltern. Familienministerin Karmasin zieht dies laut Medienberichten nicht in Betracht, sondern spricht sich vielmehr für eine noch flexiblere Zeit- und Geldaufteilung aus und bringt den Begriff eines Kindergeld-Kontos. Sie macht darauf aufmerksam, dass der Schulstart für viele Familien eine große Herausforderung darstellt und hier ein geeigneter Zeitpunkt wäre, sich noch einmal eine intensive Zeit für die Kinder zu nehmen.

Seriöse Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung
„Jegliche Kürzungen sowohl im zeitlichen als auch finanziellen Bereich würden einer Wahlfreiheit entgegen wirken“, meint die Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Burgenland Sieglinde Sadowski. „Wenn sich fast die Hälfte der Familien in unserem Land für eine längere innerhäusliche Kinderbetreuung ausspricht, kann doch eine gegen diese Meinung lautende Diskussion nicht angebracht sein! Mit einem Kindergeld-Konto für individuelle Entscheidungen, wann und wie dieses für familiäre oder institutionelle Betreuung verwendet wird, sehe ich tatsächlich eine Möglichkeit für Familien, eigene Vorstellungen zu verwirklichen.“Des Weiteren betont Sadowski: „Um von einer ernstgemeinten und seriöse Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung sprechen zu können, müssen die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl für die familiäre als auch für die außerhäusliche Betreuung entsprechend geschaffen werden.“

Dienstag, 14. Oktober 2014

15 Jahre Polizeiwallfahrt

PolizeiwallfahrtAm 9. Oktober fand bei strahlend schönem Wetter die nunmehr schon zur Tradition gewordene Polizeiwallfahrt statt. Auch heuer durften die Wallfahrer ihren Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics begrüßen, der sie auf dem Weg von Stotzing nach Maria Loretto begleitete

Die diesjährige Wallfahrt, bei der besonders für die Anliegen der Weltkirche gebetet wurde, begann vor der Pfarrkirche in Stotzing, wo die Polizeimusik zur Einstimmung ein Konzert gab. Nach einer kleinen Agape machten sich die Fußwallfahrer gemeinsam auf den Weg.

Langjährige Tradition
Bei seiner Begrüßung wies der Landespolizeiseelsorger Diakon Peter Graf darauf hin, dass seit nunmehr 15 Jahren jedes Jahr im Oktober Exekutivbeamte –viele auch mit Familie und Freunden –diese Wallfahrt gehen und ihren Dank, aber auch ihre Bitten zu Maria bringen. Angeführt wurde die Pilgergruppe von den Esterházy-Husaren.

Festmesse mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
Höhepunkt und Abschluss der Wallfahrt war die Festmesse mit Diözesanbischof Zsifkovics, der in seiner Predigt die Arbeit der Polizei würdigte und zu einem Bekenntnis als Christ/in und zu einem gelebten Glauben ermutigte. Der Gottesdienst wurde von der Landespolizeimusik Burgenland musikalisch umrahmt.

Montag, 6. Oktober 2014

Ein Segen für die Kleinsten

KindersegnungDas Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt bietet jungen Eltern besondere Segensfeiern für ihre Kinder und Neugeborenen an. Diesmal segnete Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics die Kleinen - zur großen Freude der Eltern.

Immer mehr Eltern entscheiden sich für eine Kindersegnung, in der Regel an besonderen biografischen Schnittpunkten, wie zum Beispiel nach der Geburt. Es geht darum, die Freude über das Geschenk der Elternschaft zu teilen und dankbar zu sein. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt folgt dieser christlichen Tradition und bietet jungen Eltern die Gelegenheit, ihre Kinder segnen zu lassen. Dies geschieht im Rahmen einer Feier, die der Pastoralrat des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt regelmäßig organisiert.

Eisenstädter Bergkirche als feierlicher Rahmen
Vergangenen Samstag griff in der Bergkirche in Eisenstadt Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics diese Tradition auf und spendete den Neugeborenen und ihren Geschwistern den Segen. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen die Kinder mit ihren Eltern, Verwandten und Freunden. Die musikalische Gestaltung übernahm der Baumgartner Chor "Die, die sich aufdrängen" unter der Leitung von Hildegard Resatz. Im Anschluss gab es ein gemütliches Beisammensein im Pfarrsaal der Pfarre Oberberg.

Segnen heißt "einem Menschen Gutes sagen"
Das Wort "Segen" und die Geste des Segnens sind vielen Menschen nicht mehr so geläufig. Dabei heißt segnen –vom lateinischen Wort "benedicere" abgeleitet – jemandem etwas Gutes zu sagen.

Die Kindersegnung findet zweimal jährlich statt. Einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Im Schnitt werden 450 Einladungen verschickt. 70 Neugeborene sind bei den Terminen durchschnittlich dabei.

See you ... Im Studentenheim "Haus der Begegnung"!

Haus der BegegnungSeit 1. September 2014 hat das Studierendenheim im "Haus der Begegnung" die Pforten für Studierende geöffnet. 

Wenn man in diesen Tagen in das Bildungshaus der Diözese Eisenstadt kommt, kann es durchaus sein, dass gut gelaunte junge Studierende aus vielen europäischen Ländern die Gänge bevölkern.
Der Eindruck, dass das Haus nun europäisch wird, ist schon spürbar.

Familiäre Atmosphäre
In kooperativer Führung mit der Akademikerhilfe werden die geräumigen Zimmer vom 1. September bis 30. Juni z. B. an Studierende des Konservatoriums, der Pädagogischen Hochschule, der Fachhochschule und an Schüler ab 18 Jahren vergeben. In familiärer Atmosphäre können bis zu 40 Studierende in 10 Einzelzimmern, 4 gekoppelten Einzelzimmern und 13 Zweibettzimmern wohnen.

Bestens ausgestattet
Die großzügigen Zimmer sind voll möbliert (Bett, großer Schrank, Bücherregal, Schreibtisch, Schreibtischsessel, TV-Steckdose) und verfügen über ein geräumiges Badezimmer mit Dusche, WC und Haarfön. Ein leistungsfähiges WLAN ermöglicht die Internetnutzung im gesamten Stockwerk. Waschmaschine und Trockner ergänzen das Angebot für die Studierenden. Besonders gelungen sind die Gemeinschaftsküche in modernem, funktionellem Design und der Partyraum im Kellergeschoßfür gesellige Stunden.

Bei Interesse gibt das Heimreiferat der Akademikerhilfe: +43(0)1 40176-61 gerne Auskunft oder entdecken Sie die Möglichkeiten auf http://www.akademikerhilfe.at/heime/eisenstadt/.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

72 Stunden ohne Kompromiss

72 Stunden"Lass dich nicht pflanzen –Setz dich ein!" - Unter diesem Motto startet die Katholische Jugend Österreich in Zusammenarbeit mit der youngCaritas und Hitradio Ö3 ein nachhaltiges Projekt für ein faires Miteinander. 72 Stunden lang, von 15. bis 18. Oktober 2014, werden sich Jugendliche bei Österreichs größter Jugendsozialaktion engagieren. Im Burgenland findet am 15. Oktober 2014 eine Eröffnungsfeier zum Projekt statt.

Rund 5.000 Jugendliche zwischen 14 und 25 werden sich in rund 400 Einzelaktion 72 Stunden lang in ganz Österreich für das Wohl der Schwachen, Ausgegrenzten und der Umwelt einsetzen. "In 72 Stunden die Welt ein Stück weit verbessern, das heißt an die Grenzen gehen, Neues ausprobieren, Fremdes kennenlernen, Vorurteile und Berührungsängste abbauen und neue Freundschaften schließen. Hinsehen und hinhören, wo etwas gebraucht wird, anpacken und gestalten, wo etwas verändert gehört – miteinander an einer faireren, nachhaltigeren und gerechteren Welt bauen!", beschreibt Mag. Alexandra Kern, Geschäftsführerin Katholische Jugend und Jungschar Burgenland, den Sinn hinter der Aktion.

Bischof Zsifkovics zur Jugend: "Seid kompromisslos wie Jesus Christus!"
Die Katholische Jugend geht in ihrer Arbeit auf Anliegen der Jugendlichen ein und setzt diese in konkreten Projekten um, wie auch in dem Projekt "72 Stunden ohne Kompromiss". Bischof Zsifkovics ist von dem Projekt begeistert und erkennt darin "die unbezahlbare Erfahrung, was es bedeuten kann, sich gemeinsam für eine Veränderung unserer Welt einzusetzen." Dazu brauche es eine "von Verantwortung und Achtsamkeit getragene Kompromisslosigkeit, wie Jesus Christus sie hatte und wie sie von jungen Menschen besonders stark gelebt wird. Unsere Jugend kann darin der ganzen Gesellschaft ein Vorbild sein!" Als spirituellen Begleiter während der drei Tage des Projekts gibt es das Impulsheft "Spiritualität". Die darin enthaltenen Gebetsimpulse regen an, sich immer wieder bewusst Gott zuzuwenden und dadurch neue Kraft und Motivation zu gewinnen.

Im Burgenland wird heuer "Werkeln, garteln und basteln" großgeschrieben
Zwei Aktionen zum Thema "Sustainable Gardening" werden durch die Unterstützung der youngCaritas umgesetzt. Im Caritas Flüchtlingsquartier in Forchtenstein wird im Garten gearbeitet. Eine Kräuterterrasse und ein Hochbeet sollen frische Zutaten für die Bewohner liefern, denn die Küche ist im Flüchtlingsquartier ein wichtiger Treffpunkt. Alle Bewohner bereiten hier ihre Speisen nach ihrer Tradition selbst zu. Zusätzlich wird eine alte Gartengarnitur hergerichtet und neu dekoriert und der Garten entrümpelt. Mit der zweiten Aktion engagieren sich Jugendliche bei den Waisenkindern in der Caritas Sozialstation in Wetschehaus in Rumänien. Auch hier soll der Garten verschönert werden, damit die Kinder einen schönen Platz zum Spielen haben.

Eröffnungsfeier am 15. Oktober
Mit einer Eröffnungsfeier startet die Jugend am 15. Oktober in der FUZO Eisenstadt (vor dem Welt-Laden), wo man prominente Gäste erwartet und die Jugendlichen ihre "Powerpakete" für den fulminanten Start erhalten.
Mehr Informationen zum österreichweiten Projekt auch unter: www.72h.at

Montag, 29. September 2014

Welt der Arbeit und Welt des Alters im Fokus bischöflicher Besuche

Betriebsbesuch 2014Die Kirche segnet und begleitet das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum Tod. Mit Besuchen in Betrieben und in Altersheimen betont Bischof Zsifkovics die Würde des Menschen sowohl in Tagen der Schaffenskraft als auch in Tagen von Schwäche und Krankheit. Diesmal anlässlich der Kontakttage im Dekanat Mattersburg.

Die Kontakttage der Diözese Eisenstadt finden in den einzelnen Dekanaten immer ein Jahr vor der Bischöflichen Visitation statt. Dabei zeigt sich die Nähe der Kirche zu den Menschen in zahlreichen Veranstaltungen und Besuchen, an denen Vertreter der Diözese, des Dekanats und der Pfarren teilnehmen.

Bischof sitzt bei Neudoerfler-Möbeln Probe
Die beiden Betriebsbesuche fanden vormittags in der Firma Mach Gummitechnik in Hirm und in der Firma Neudoerfler - Office Systems (in Neudörfl) statt. Bischof Zsifkovics nutzte die Gelegenheit, um sehr direkt auf die Mitarbeiter der beiden Firmen zuzugehen und herzliche Gespräche zu führen. Bei der Firma Mach führte der Rundgang vor allem durch die Produktionshallen, in denen Gummiersatzteile hergestellt werden. Bei der Firma Neudoerfler, die Büromöbel herstellt, wurde nach den Produktionshallen auch der Schauraum gezeigt, wo Bischof und Generalvikar Martin Korpitsch Sessel, Bänke etc. ausprobierten. An beiden Betriebsbesuchen nahmen Vertreter aus Diözese, Dekanat, Pfarre und Gemeinde teil.

Zu Besuch bei den Kranken und Schwachen
Im Pflegeheim St. Nikolaus in Neudörfl gab es am Nachmittag eine Wortgottesfeier und Krankensalbung mit dem Bischof, an der auch der neue Pfarrer von Neudörfl, P. Kuruvila aus dem Orden der Redemptoristen, teilnahm. Auch hier ergaben sich teils sehr berührende Gespräche und Begegnungen.

Dienstag, 23. September 2014

Der Glaube und die Fürbitte der Gottesmutter haben ihn jung gehalten

Prälat Rittsteuer DankmesseDer burgenländische Prälat Josef Rittsteuer, für Generationen von Priestern Vorbild und unzähligen Gläubigen Mahner gegen Selbstgenügsamkeit und Selbstgerechtigkeit, feiert am 25. September seinen unglaublichen 100. Geburtstag. 

Bereits am letzten Freitag feierte das Eisenstädter Domkapitel gemeinsam mit Bischof Zsifkovics und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diözese Eisenstadt im Dom das Geburtstagskind. Und vergangenen Sonntag hat der körperlich wie geistig immer noch rüstige Herr Prälat im Pfarrgarten seiner Heimatstadt Neusiedl am See den festlichen Erntedankgottesdienst gefeiert. Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics würdigte in seiner Predigt das Lebenswerk Rittsteuers, der vor 75 Jahren zum Priester geweiht worden ist.

Ein lebendiges Stück burgenländischer Kirchengeschichte

Prälat Rittsteuer war wesentlich am Aufbau des kirchlichen Lebens in der Diözese Eisenstadt beteiligt. Als Priester wirkte er in den Pfarrgemeinden Mattersburg, Wolfau, Lockenhaus, Eisenstadt-Oberberg, Kleinfrauenhaid, von 1962 bis 1965 als Dom- und Stadtpfarrer von Eisenstadt. Er war das erste Mitglied des Domkapitels nach der Gründung der Diözese Eisenstadt 1960, er wirkte als Regens des Burgenländischen Priesterseminars in Wien, als Chefredakteur der burgenländischen Kirchenzeitung und als Leiter des St. Martins-Verlages. Er war Vorsitzender in verschiedenen diözesanen Kommissionen (u.a. für kirchliche Kunst, Kirchenmusik, Liturgie, Medien, aber auch am Diözesangericht). 1998 trat er in den Ruhestand, blieb aber weiter in der Seelsorge tätig.

Bischof Zsifkovics: "Reiche Ernte eines priesterlichen Lebens"
Rittsteuer habe in all seinen vielfältigen Aufgaben während der vergangenen Jahrzehnte die Menschen versammelt, "wie eine Henne ihre Küken versammelt", so Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics bei seiner Predigt für den Jubilar in Neusiedl am See. Rittsteuer habe die Menschen aber auch aus Sattheit, Selbstgenügsamkeit und Selbstgerechtigkeit herausgeführt und sie in den schwierigen Jahrzehnten der Mitte des 20. Jahrhunderts zur Wachsamkeit gegen die totalitären Systeme des Nationalsozialismus und des Kommunismus gerufen. Vor allem aber sei es ihm immer ein Herzensanliegen gewesen, Christus zu den Menschen zu tragen. Umso mehr könne an diesem Erntedankfest auch für die Ernte eines priesterlichen Lebens, für die Treue zu Berufung und Erwählung Dank gesagt werden.

Mit 100 Jahren noch immer voller Esprit und Humor
Prälat Rittsteuer fügte in seinen Dankesworten eine humorvolle Note ein. In der 2.500 Namen umfassenden Priesterkartei der burgenländischen Priester bzw. der Priester, die im Burgenland tätig waren, habe er nur einen einzigen Geistlichen gefunden, der noch älter war, dieser erreichte ein Alter von 104 Jahren. Zugleich erzählte Josef Rittsteuer, wie er schon als kleiner Bub lernte, auf die Fürbitte und Führung der Gottesmutter zu vertrauen: Als Siebenjähriger spielte er in einem Theaterstück der Marianischen Kongregation über die Heilige Genoveva mit. Der marianischen Frömmigkeit blieb er ein Leben lang treu.

Montag, 15. September 2014

Bischof Zsifkovics spricht "Danke der Kirche an Melinda Esterházy"

Burgenländischer Bischof bei Requiem im Eisenstädter Dom: Mit Tod der letzten Fürstin der Dynastie ging Ära zu Ende. Die von ihr repräsentierte Dynastie hat über Jahrhunderte mit der Schaffung bedeutender geistlicher Zentren "dem Land die christliche Seele erhalten". 

Ein "Danke der Kirche" an Melinda Esterházy hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics beim Requiem für die am 28. August verstorbene letzte Fürstin des Hauses Esterházy gesprochen. Ihre eiserne Disziplin und ihr umsichtiges Wirken hätten sie nach dem Tod ihres Gatten Paul Esterházy 1989 "zu einer der bedeutendsten Förderinnen der kulturellen Entwicklung des Burgenlandes und des gesamten pannonischen Raumes gemacht", sagte Zsifkovics am Freitag in seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom.

Hohes kulturelles und künstlerisches Erbe
Das hohe kulturelle und künstlerische Erbe der Esterházys habe die frühere Balletttänzerin "als Fürstin weitergetragen auf dem Parkett der burgenländischen Zeitgeschichte". Der Bischof verwies auf die von der Verstorbenen eingerichteten Privatstiftungen, die dieses Erbe der Nachwelt erhielten, sowie auf die Verbundenheit Melinda Esterházys und ihrer Familie mit der Kirche.

Roter Faden durch drei Jahrhunderte 
Bereits Paul I. (1635-1713), der Begründer der Fürstendynastie, sei ein zutiefst gläubiger und frommer Katholik gewesen. Mit der von ihm selbst komponierten "Harmonia Caelestis" sei er musikalisch beim Trauergottesdienst präsent, "es führt ein roter Faden direkt von ihm durch drei Jahrhunderte hindurch hierher in diesen Dom", so Bischof Zsifkovics. Am Sarg der letzten Fürstin Esterházy seien die Trauernden Zeugen nicht nur des Endes eines persönlichen Lebensweges, "sondern auch des Endes von drei Jahrhunderten Fürstentum in dieser unserer geliebten pannonischen Heimat". Die Übergabe der sterblichen Überreste Melindas in der Familiengruft der Esterházys im Eisenstädter Franziskanerkloster sei "auch das Ende einer Ära", so Zsifkovics.

Dank der Kirche, Dank Pannoniens
"Unser Danke an Melinda, die letzte Fürstin, ist gleichzeitig unser Danke an die ganze Fürstendynastie, die mit ihr zu Ende geht." Melinda sei Teil einer Familie gewesen, "der es über Jahrhunderte bestimmt war, die Geschichte Pannoniens zu prägen wie keine zweite" und diesen Teil Mitteleuropas "und mit ihm das österreichische Kaiserreich so zu schützen wie keine zweite".
Konzelebrant von Bischof Zsifkovics beim Trauergottesdienst war der Erzabt des westungarischen Benediktinerstifts Pannonhalma, Asztrik Varszegi. Musikalisch gestaltet wurde die Feier mit dem Requiem in c-Moll von Michael Haydn und Liedern aus dem Werk "Harmonia Caelestis" von Paul I. Esterházy, den Kaiser Leopold I. zum Dank für seinen Einsatz im Kampf gegen die Türken zum ersten Fürsten der Familie erhoben hatte.

Drei Länder und ein Geburtstag

ABC_9308Hunderte Pilger aus Österreich, Ungarn und der Slowakei nahmen teil an der diesjährigen Drei-Länder-Wallfahrt nach Frauenkirchen, wo auch der Geburtstag – das Patrozinium –der Basilika gefeiert wurde.

Bischof Ägidius J. Zsifkovics leitete am 8. September, dem Festtag „Maria Geburt“, in der vollbesetzten Basilika „Mutter auf der Heide“ in Frauenkirchen den Festgottesdienst und begrüßte mit sichtlicher Freude die vielen Teilnehmer, die an einem gewöhnlichen Wochen- und Arbeitstag an der grenzüberschreitenden Wallfahrt teilgenommen hatten.

Zsifkovics: „Kein leibfeindliches Christentum!“
In seiner Predigt verwies der Eisenstädter Diözesanbischof auf das wundertätige Altarbild des Marienaltars der Basilika, das die stillende Muttergottes zeigt. Es sei ein schöner Beweis gegen eine dem Christentum gerne unterstellte Leibfeindlichkeit, zeige dem heutigen Menschen aber vor allem, „wo die wahre Nahrung ist.“ In der heutigen Zeit würden viele Eltern ihren Kindern zwar weltliche Nahrung im Überfluss geben, für die Seele aber würde oft zu wenig getan. Es frage sich, ob hier nicht „eine an Gott mangelnde Generation herangezogen wird, die keine Orientierung mehr hat.“

Zahlreiche Priester nahmen teil
An der festlichen Liturgie nahmen viele Priester des Dekanates, P. Anton Bruck, der ehemalige Provinzial der Franziskaner, Bischofsvikar Laszlo Pál, aus Bratislava Bischofsvikar Robert Kiss und Milan Cervenansky, der Sekretär des Erzbischofs von Trnava teil. Bischof Ägidius gelobte beim Gottesdienst feierlich: „Der ‚Mutter von der Heide’vertraue ich an: unsere Diözese, meinen Hirtenstab, unsere Pfarren, die Familien, unsere Nachbarn, die Slowaken und Ungarn!“

Zum Fotoalbum ... 

Kalender - (zur Terminseite …)

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