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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 30. September 2013

Diözesane Liegenschaftsverwaltung ausgezeichnet

Auszeichnung für Diözesane Liegenschaftsverwaltung
BM Nikolaus Berlakovich mit Förster Clemens Kugler
und dem Leiter der Liegenschaftsverwaltung, Lois Berger
(c) BMLFUW/Marschik
Die Liegenschaftsverwaltung der Diözese Eisenstadt erhielt kürzlich von Bundesminister Nikolaus Berlakovich den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft.

In einem Folder der Liegenschaftsverwaltung wird der Grundbesitz der Diözese Eisenstadt als der größte „Fleckerlteppich“des Burgenlandes bezeichnet. Die Zahlen bestätigen diese Definition: Die Gesamtfläche von 4700 ha, davon 400 ha bebaute Fläche, 2700 ha Landwirtschaft und 1600 ha Wald, teilt sich auf 172 Pfarren und 153 Filialkirchen auf. Der Besitz umfasst insgesamt 6000 Grundstücke, die noch dazu oft sehr verstreut liegen.

Diese Besitzstruktur hat es bisher sehr schwer gemacht, einerseits überhaupt den Überblick zu bewahren, andererseits eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung zu sichern. In den waldreichen Gebieten des Burgenlandes verfügt jede Pfarre über eine Waldfläche, max. 42 ha, in den waldarmen Gebieten ist die Waldausstattung schlechter. Dazu kommt noch, dass auch die rechtliche Situation der einzelnen Besitzteile unterschiedlich ist. So gehört ein Teil des Waldbesitzes zu Pfarrpfründen, ein weiterer ist direkt im Besitz der Pfarrkirchen. Auch der Bischöfliche Stuhl selbst verfügt über 440 ha Wald. Die Bewirtschaftung der vielen Kleinflächen war ständig ein Problem. Oft wurden Flächen vernachlässigt oder nur bei Geldnot genutzt. Auch die Bereitschaft, freiwillig in den Pfarrwäldern zu arbeiten, wurde immer schlechter. Vor allem die starke Zunahme an Pendlern hat sich diesbezüglich negativ ausgewirkt.

Umstellung auf moderne Bewirtschaftungsmethoden. „Es ist eine beispielhafte Leistung der Liegenschaftsverwaltung der Diözese Eisenstadt unter Leitung von DI Lois Berger, gemeinsam mit Förster Clemens Kugler sowie Büroleiter und GISManager Matthias Sattler, die Bewirtschaftung dieses in Summe großen Besitzes auf moderne Methoden umzustellen“, schreibt das Lebensministerium in seiner Begründung für die Auszeichnung. Drei Entwicklungen sind diesen Bemühungen entgegengekommen: der Aufschwung der Biomasse, die Möglichkeit des Einsatzes moderner Forstmaschinen und das Internet, das neue Formen der Kommunikation eröffnet.

Es war daher der erste und wichtigste Schritt, alle Grundstücke zu erfassen, auf Karten festzuhalten und allfällige Angaben anzufügen. Für alle Waldflächen wurde ein Waldwirtschaftsplan erstellt. Für jede Waldfläche sind Angaben über die einzelnen Bestände, wie Baumarten, Vorrat, notwendige Pflegemaßnahmen, enthalten. Es ist daher sowohl der Liegenschaftsverwaltung, als auch den einzelnen Pfarren möglich, per Mausklick alle erforderlichen Angaben über ein Grundstück via Internet einzusehen. Die Liegenschaftsverwaltung kann heute ihrer Aufgabe als Aufsichtsbehörde, beispielsweise für die Bewilligung von Schlägerungen, bestmöglich nachkommen. Aber auch die Beratung und verschiedene Serviceleistungen werden dadurch verbessert.

Schon 1967 wurde damit begonnen, den Besitzstand der Diözese Eisenstadt zu erheben. Aber erst 1991 durch Verwendung von PCs und ab 2004 durch den Einsatz von GIS (= Geografische Informationssysteme) wurde eine umfassende und einem größeren Personenkreis zugängliche Erfassung und Beschreibung des Besitzes möglich.

Erfolgreiche Waldbewirtschaftung. Mit der Erfassung der einzelnen Waldgrundstücke war die Grundlage für eine ordentliche Bewirtschaftung geschaffen. „Es ist eine beispielhafte Leistung der Liegenschaftsverwaltung der Diözese Eisenstadt, die Entwicklungen auf den Sektoren Internet, GIS, Harvestereinsatz, überbetrieblicher Zusammenarbeit mit dem Waldverband erkannt zu haben und diese Möglichkeiten zweckbringend für die kirchlichen Wälder einzusetzen“, so das Lebensministerium.

Wallfahrt der Burgenländischen Kroaten nach Eisenstadt-Oberberg

Sonntag, 6. Oktober 2013

Die Wallfahrt der Burgenländischen Kroaten nach Eisenstadt-Oberberg findet seit dem Jahr 1897 alljährlich am 1. Sonntag im Oktober statt. Anlass ist der Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz am 7. Oktober. Die diesjährige Wallfahrt steht im Zeichen des 100. Geburtstages von Bischof Stefan László.

08.00 Uhr:  Frühmesse mit Bischofsvikar P. Stefan Vukits
10.00 Uhr:  Festgottesdienst mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
14.00 Uhr:  Gebet vor der Bergkirche und Prozession zum St. Martinsdom mit Andacht am Grab von
                    Bischof Stefan László

Samstag, 21. September 2013

Dom- und Stadtpfarrer Josef Prikoszovits zurückgetreten

Der Pfarrer der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt, Kan. Mag. Josef Prikoszovits, hat am 18. September 2013 die Diözesanleitung um Enthebung von all seinen bisherigen Ämtern und Aufgaben ersucht. Diese Entscheidung hat er gestern dem Pfarrgemeinderat der Dom- und Stadtpfarre mitgeteilt. Eine entsprechende Erklärung an die Pfarrgemeinde hat Prikoszovits nach dem heutigen Abendgottesdienst abgegeben. Er wird diese bei den morgigen Sonntagsgottesdiensten wiederholen.
In dieser Erklärung begründet der scheidende Dompfarrer seinen Schritt mit den Worten: "Es gibt in meinem Leben eine Änderung, die mit meinem Priestersein und dem Zölibatsversprechen nicht vereinbar ist." Diese Änderung beschädige, so Prikoszovits weiter, "die Integrität des Priesteramtes" und belaste "die Einheit der Pfarre".
Die Diözesanleitung hat den Rücktritt des Dompfarrers mit großem Bedauern angenommen und seiner Bitte, ihm eine Sabbatzeit bis längstens August 2014 zu gewähren, entsprochen. Dadurch soll ihm eine tiefgehende Klärung seiner Berufung und seines weiteren Lebensweges ermöglicht werden.

Die Leitung der Dom- und Stadtpfarre wird ab 23. September 2013 interimistisch von Generalvikar Kan. Mag. Martin Korpitsch in Zusammenarbeit mit Dompropst Regens Kan. Mag. Hubert Wieder wahrgenommen werden.

Bischof Ägidius Zsifkovics dankt namens der Diözese und der Diözesanleitung Josef Prikoszovits für sein bisheriges seelsorgerisches Wirken und verleiht der Hoffnung Ausdruck, dass die Auszeit zu einem guten, segensreichen Neubeginn führen wird.

Die Erklärung im Wortlaut …

Freitag, 20. September 2013

Broschüre „Fledermäuse in den Kirchen des Burgenlandes“ präsentiert

Fledermäuse in den Kirchen des Burgenlandes
Präsentation der Broschüre
"Fledermäuse in den Kirchen des Burgenlandes"
(c) Diözese Eisenstadt/Heuduschits
Die heute im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellte Broschüre „Fledermäuse in den Kirchen des Burgenlandes“ ist ein Projekt von BatLife Österreich, Diözese Eisenstadt, Umweltanwaltschaft Burgenland, Kulturreferat Burgenland und Amt der Burgenländischen Landesregierung.

Dementsprechend wurde der druckfrische Infofolder von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, den Landesräten Helmut Bieler und Andreas Liegenfeld sowie der Obfrau von Batlife, Frau Dr. Friederike Spitzenberger, gemeinsam präsentiert.

Die Auflage der Broschüre beträgt 5.000 Stück. Sie wird in den nächsten Tagen in allen katholischen Kirchen des Burgenlandes aufliegen und kann unter medienbuero@martinus.at auch direkt bestellt werden.

Dienstag, 17. September 2013

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“ – Kontakttage im Dekanat Jennersdorf

Begegnung, Gespräch, gemeinsam feiern und beten –Kontakttage mit Bischof Ägidius J. Zsifkovics und Mitarbeiter/innen der Diözese Eisenstadt
20. bis 29. September 2013


Im Rahmen der bischöflichen Visitation besucht der Diözesanbischof im 6-Jahres-Rhythmus die Pfarren eines Dekanates. Im Dekanat Jennersdorf wird dies 2014 der Fall sein. Als Auftakt zu dieser Visitation laden die Kontakttage zu Begegnung und Gespräch sowie zum gemeinsamen Feiern und Beten ein.

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics sieht in den Kontakttagen eine gute Möglichkeit, das Glaubensleben - besonders im „Jahr des Glaubens“- entsprechend zu fördern und zu stärken. In seinem Grußwort schreibt er: „Die Gottesdienstfeiern und die Zeiten des Gebetes wollen uns Christus zeigen, der die Mitte unseres Glaubens ist. Sein Geist führt uns, darauf dürfen wir bei all unseren Bemühungen vertrauen.“

Das Veranstaltungsangebot wird von Mitarbeiter/innen der Diözese, des Dekanates und den Pfarren vorbereitet und durchgeführt. Eingeladen sind alle Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer, auch über die Grenzen des Dekanates hinaus.

Programmauszug: Ernte-DANK-fest, Bibelnachmittag für Kinder, Benefizkonzert für das Mutter Teresa Haus, Betriebsbesuche, Morgenlob unter freiem Himmel u.v.m.

Detailprogramm …

Fit for the kids –Katholische Jugend und Jungschar bildet aus

Fit for the kids
(c) Diözese Eisenstadt/KJS
Erfolgreicher Start der Grundschulung für Gruppenleiter/innen

Die Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen in den Pfarren ruht größtenteils auf den Schultern ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen. Eine der Hauptaufgaben der Katholischen Jugend und Jungschar Burgenland ist es daher, diese Menschen zu unterstützen und sie mit dem Rüstzeug auszustatten, das sie für ihre Arbeit brauchen.

Wie baue ich eine Jungschargruppe in der Pfarre neu auf? Wie plane ich eine Gruppenstunde für Ministrant/innen oder Jungscharkinder? Was macht eigentlich die Dreikönigsaktion? Welche Spiele kann ich mit meiner Gruppe spielen? Was kann ich mit meiner Gruppe in der Advent- und Weihnachtszeit basteln?

Diese und noch viele andere Fragen standen im Mittelpunkt einer Grundschulung, die vergangenes Wochenende in Marz stattfand. Achtzehn ehrenamtliche Mitarbeiter/innen aus allen Teilen der Diözese waren gekommen, um Grundkenntnisse für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu erwerben.

Eine der Teilnehmer/innen meint dazu: „Es war sehr interessant, die Grundlagen für die Arbeit mit Kindergruppen zu erlernen. Besonders lustig waren die Spiele, die wir selbst ausprobieren konnten und sehr gut war der Austausch, den wir mit den Mitarbeiter/innen der anderen Pfarren hatten. Ich freue mich schon auf das zweite Modul im Feber.“

Beim zweiten Teil der Grundschulung am 21. und 22. Februar 2014 werden die Themen Liturgie mit Kindern, Ministrant/innenarbeit, Kreatives in der Fasten- und Osterzeit sowie Spiele und Spielpädagogik behandelt.

Weitere Informationen: http://burgenland.kjweb.at/

Donnerstag, 12. September 2013

Haydn-Festspiele: Festgottesdienst im Martinsdom


Sonntag, 15. September 2013, 09.30 Uhr, Eisenstadt, St. Martinsdom

Im Rahmen der Haydn Festspiele gibt es neben vielfältigen konzertanten Musikerlebnissen auch zwei Festgottesdienste, die mit besonders ausgewählter Kirchenmusik gestaltet werden; die Kooperation mit der Intendanz der Festspiele ist den Kirchen dabei sehr hilfreich.
Als Gottesdienstorte stehen jene beiden Kirchen zur Verfügung, die mit der Kirchenmusik am Hof der Esterházy historisch verbunden sind, die Pfarrkirche Oberberg und die nunmehrige Domkirche St. Martin. Die beiden Gottesdienste werden von zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland besucht, die anlässlich der Haydn Festspiele in diesen Tagen in Eisenstadt zu Gast sind.

Im St. Martinsdom steht am kommenden Sonntag, dem 15. September 2013, um 09.30 Uhr, Joseph Haydn’s Große Orgelsolo-Messe auf dem Programm, die erste der drei Messen, die Haydn der Gottesmutter dediziert hat.

Anders als bei den meisten anderen Haydn-Messen liegen zu dem Werk wenig verlässliche Informationen zur Entstehung vor, nicht einmal die Daten der Fertigstellung und der Uraufführung sind nicht bekannt. Im Autograph (dem Notenpapier nach vermutlich aus den Jahren 1768-70) sind überdies nur Sanctus, Benedictus und Agnus Dei überliefert. Die Kenntnis der anderen Sätze beruht auf Abschriften, die in unterschiedlichen Orchesterbesetzungen und Namensgebungen (Josephs-Messe, Missa solemnis, Cäcilienmesse etc.) in Stifts- und Pfarrkirchen des heute österreichischen, böhmisch-mährischen und süddeutschen Raums verbreitet waren.

Trotz der offensichtlichen Beliebtheit der Messe wurde das Werk erst 1951 in der Neuen Haydn-Gesamtausgabe veröffentlicht, die Erstherausgabe des Aufführungsmaterials besorgte der renommierte Wiener Musikverlag Doblinger; mittlerweile gibt es auch andere Editionen. Die Orchesterbesetzung der Messe ist originell und selten, der Bläserklang der Hörner und Englischhörner (statt der sonst üblichen Oboen) verleiht dem Werk einen unverwechselbaren Charakter.

Eine weitere Besonderheit ist die konzertierende Orgel, die über die übliche Stütz-Funktion hinaus die Komposition mit zum Teil virtuosen Einwürfen bereichert. Anders als sonst in der Wiener Klassik geschieht das in dieser Messe nicht nur im Benedictus, sondern in allen Sätzen mit Ausnahme des Sanctus; die Messe wird sogar mit einem streicherbegleiteten Orgelsolo eröffnet (Kyrie).                                    

Der 15. September ist liturgisch dem Gedächtnis der sieben Schmerzen Marias gewidmet, auch aus diesem Grund wird der Gottesdienst mit einem Gruß an die Gottesmutter, einem Salve Regina, beschlossen werden.
Franz Schubert hat die Marien-Antiphon Salve Regina den Anforderungen seiner Zeit entsprechend mehrmals und für verschiedene Besetzungen vertont, die am 15. September gespielte ist allerdings die einzige Fassung für Tenorsolo. Sie entstand zusammen mit seiner ersten Messe (F-Dur), die der erst 17-jährige anlässlich der 100 Jahr-Feier seiner Heimatpfarre Lichtental komponiert hatte. Das Autograph des Salve Regina war nach Schubert’s Tod zunächst im Besitz von Anton Diabelli, der es, zusammen mit anderen Handschriften, von Franz’ Bruder Ferdinand erworben hatte. 1888 erschien das Stück erstmals in Druck.

Ludwig van Beethoven, Titelpersönlichkeit der Haydn Festspiele im diesjährigen Jubiläumsjahr, komponierte 1799 fünf Stücke für eine Flötenuhr. Lange Zeit hindurch führten die Miniaturen in verstreuten Papieren ein Schattendasein, bis sie 1902 zum ersten Mal gesammelt ediert wurden.
Das Instrument, für das Beethoven diese Musik ursprünglich komponierte, ist zutreffend als „Orgelwerk in einer Uhr“ zu bezeichnen: Mithilfe einer Stiftwalze, auf die das Musikstück aufgeschlagen bzw. aufgepresst wurde, wurde ein Automatismus in Gang gesetzt, der ohne Zutun eines Musikers ein Orgelstück erklingen ließ. Eine Uhr regelte die Intervalle des Abspielens.
Die Flötenuhr, für die Beethoven schrieb, befand sich im Wachsfigurenkabinett des Grafen Deym in der Wiener Himmelpfortgasse nahe dem Stephansdom, in dem auch Flötenuhrmusik von Haydn und Mozart gespielt wurden. (Haydn’s Flötenuhrstücke sind in Zusammenarbeit mit einem seiner Schüler, dem Esterházy’schen Hofkaplan und Bibliothekar P. Primitivus Niemecz, entstanden, der sich als Erbauer von Orgel-Automaten einen Namen gemacht hatte).
Im Kuriositäten-Kabinett des Grafen Deym waren lebensgroße Wachsfiguren zu sehen, darunter die Nachbildung des österreichischen Feldmarschalls Gideon Ernst Freiherr von Laudon, woraus sich die saloppe Bezeichnung „Laudon-Mausoleum“ ergab.
Aus dem ursprünglichen Automaten-Notentext der Flötenuhrmusik entstanden später Übertragungen für die Ausführung durch einen „lebenden“ Spieler. Aus dieser Transkription ergeben sich mitunter nicht geringe Anforderungen an die Interpreten.

Der Orgel kommt im Hochamt am 15. September besondere Aufmerksamkeit zu. Eisenstadt verfügt heute noch - anders als etwa bei Salzburg und Mozart - über mehrere Orgeln, die in einem direkten Bezug zu Joseph Haydn stehen: im Martinsdom, am Oberberg (Propsteikirche und Kalvarienbergkapelle), in der Spitalskirche der Barmherzigen Brüder, in der Esterházy’schen Schlosskapelle und bei den Franziskanern.
Die erste Orgel in der nunmehrigen Bischofskirche zu St. Martin bestand sicher schon zu Beginn des 17. Jhdts., aus jener Zeit stammen die ersten namentlichen Nennungen von Organisten.
Die jetzige Orgel, eine Stiftung der Frau Theresia Feigl, wurde 1778 vom Wiener Orgelbauer Leopold Mallek errichtet. Knapp zwanzig Jahre später baute Mallek eine gleich große Orgel in der Kirche am Oberberg, die allerdings in den Jahren 1950/51 erheblich erweitert und verändert wurde.
Das mobile Orgelpositiv ist ein Werk des Berliner Orgelbauers Karl Schuke.
Mit Domorganist Mag. Robert Kovacs verfügt die Eisenstädter Kathedrale über einen hervorragenden Organisten, dessen künstlerische Qualitäten weit über die Diözese hinaus bekannt und geschätzt sind.

ORF-Radiogottesdienst mit Diözesanbischof Zsifkovics aus Loretto

Basilika z. Unbefleckten Empfängnis
Basilika zur Unbefleckten Empfängnis in Loretto
(c) Diözese Eisenstadt
Sonntag, 15. September 2013, 10.00 Uhr, ORF-Regionalradios

Die ORF-Regionalradios übertragen am kommenden Sonntag um 10.00 Uhr den Gottesdienst aus der Wallfahrtskirche Maria Loretto im Burgenland.
Mit den Gläubigen feiert Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics – anlässlich der Wallfahrt der burgenländischen Kroaten – einen zweisprachigen Gottesdienst in der Basilika.
Für die musikalische Gestaltung zeichnet die Tamburizzagruppe „Zelenjaki“ aus Kroatisch Gerersdorf (Leitung Franz Fellinger) verantwortlich.

Die diesjährige gemeinsame Wallfahrt der burgenländischen Kroaten nach Loretto anlässlich des Gedächtnisses der Schmerzen Mariens (15. September) steht im Zeichen des „Jahr des Glaubens“ und unter dem Thema „Das Licht des Glaubens lässt uns nicht die Leiden der Welt vergessen“. Sie ist seit ca. 200 Jahren die älteste der gemeinsamen Wallfahrten der burgenländischen Kroaten.

Die Wallfahrtskirche zur Unbefleckten Empfängnis wurde in den Jahren 1651 bis 1659 erbaut und bereits 1683 durch die Türken wieder zerstört. In der Folgezeit wurden – unter der Herrschaft des Fürsten Paul Esterházy – Kirche und Kloster wieder aufgebaut. In diese Periode fällt die barocke Umgestaltung des Gotteshaues. 1997 wurde der Wallfahrtskirche der Ehrentitel Basilica minor verliehen.
Die Lorettokapelle im Hof des Kreuzganges ist eine Nachbildung des Hauses der hl. Maria in der Wallfahrtskirche von Loreto in Italien. Sie wurde 1644 errichtet und beherbergt das Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Loretto.

Mehr Informationen zur Basilika Loretto ...

Montag, 9. September 2013

Dominikaner P. Varga mit 100 Jahren verstorben

P. Innozenz Varga OP
+ Kons.Rat P. Innozenz Varga OP
(c) Diözese Eisenstadt
P. Innozenz Varga, eine der beeindruckensten Persönlichkeiten in der jüngeren Geschichte des Dominikanerordens, ist am Sonntag in Wien im Alter von 100 Jahren gestorben.
Große Verdienste erwarb sich der frühere Dominikanerprovinzial in der Zeit des Eisernen Vorhangs, als er die verfolgten Christen in der damaligen Tschechoslowakei und in Ungarn unterstützte.

Erst vor wenigen Wochen feierten Kardinal Christoph Schönborn und der Prager Kardinal Domikik Duka - beide selbst Dominikaner - mit P. Varga einen Festgottesdienst zu dessen 100. Geburtstag. In der Messe in der Wiener Dominikanerkirche nahmen Ordensleute aus ganz Europa teil, was die Bedeutung Vargas unterstrich.

"P. Innozenz hat meine Berufung gerettet und mir den Weg zum Priestertum eröffnet", würdigte Kardinal Schönborn damals den Jubilar, ohne dessen "entscheidende Hilfe" er nicht am Altar stünde, so der Wiener Erzbischof in der übervollen Kirche.

Kardinal Duka hob in seiner bewegten Würdigung den Einsatz Vargas und die Unterstützung des Dominikanerordens für bedrängte Ordensleute der damaligen Tschechoslowakei zur Zeit des Kommunismus hervor. Der Wiener Dominikanerprior habe den in den Untergrund gedrängten Ordensbrüdern auf vielfältige Weise geholfen und für deren Anliegen und Nöte immer ein "brüderliches Verständnis" gezeigt.

Varga wurde 1913 in Schachendorf im Burgenland als siebentes Kind einer Bauernfamilie geboren. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in Graz 1935 trat er in den Dominikanerorden in Graz ein.

Während des Zweiten Weltkriegs musste er in der Deutschen Wehrmacht dienen, im März 1947 wurde er von Kardinal Theodor Innizer in Wien zum Priester geweiht. Neben vielfältigen ordensinternen und anderen kirchlichen Ämtern war er von 1966 bis 1982 Provinzial der Dominikanerprovinz in Süddeutschland und Österreich mit Sitz in Wien. Von 1986 bis 1990 übte er das Amt nochmals aus.

Von Wien aus organisierte er auch die Betreuung der Dominikaner in Ungarn und Tschechoslowakei, als der Orden dort während der kommunistischen Zeit verboten war.

Quelle: KAP

Parte P. Innozenz Maria Varga OP

Freitag, 6. September 2013

Klosterkirche Güssing wird Basilika

Klosterkirche Güssing
Klosterkirche Maria Heimsuchung
in Güssing, erbaut 1643
Papst Franziskus verleiht dem Gotteshaus den Ehrentitel einer Basilica minor.

Am 19. Juni dieses Jahres hat Papst Franziskus einem entsprechenden Antrag der Diözese Eisenstadt stattgegeben und die Kloster- und Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Güssing in den Stand einer Basilica minor erhoben. Sie ist - neben den Wallfahrtskirchen Frauenkirchen und Loretto –das dritte Gotteshaus im Burgenland, dem diese Auszeichnung zuteil wurde.

Voraussetzung für die Erhebung zur Basilika ist, dass die Kirche in der Diözese als ein Zentrum liturgischen und pastoralen Lebens gilt, ebenso wie deren geistliche Tradition und aktuelle Bedeutung. Aber auch bauliche Details, wie etwa eine angemessene Größe, sind zu berücksichtigen.

Ausschlaggebend für das Ansuchen der Diözese an die Gottesdienstkongregation in Rom war auch die Grabstätte des Seligen Ladislaus Batthyány-Strattmann, die sich in der Klosterkirche befindet. Ursprünglich als Fürst und Familienmitglied in der Batthyány-Gruft in der Klosterkirche beigesetzt, wurden seine sterblichen Überreste vor allem wegen des zu hohen Besucherandranges 1988 in ein Grabmal in den Kirchenraum verlegt. Dieser Umstand stellt einen besonderen Wert der Verehrung dar, da auch Pilgergruppen aus dem umliegenden ungarischen Raum dadurch vermehrt angesprochen werden.

Die kirchliche Feier anlässlich der Erhebung wird voraussichtlich im November stattfinden.

Basilica minor (kleinere Basilika) ist ein Ehrentitel, den der Papst einem bedeutenden Kirchengebäude verleiht. Die Verleihung des Titels bezweckt die Stärkung der Bindung der Kirchen an den römischen Bischof und soll die Bedeutung dieser Kirche für ihre Umgebung hervorheben. Weltweit tragen zurzeit 1591 Kirchen den Titel Basilika. Ranghöher zur Basilica minor ist der Titel Basilica maior, der allerdings nur sechsmal vergeben wurde.

Mittwoch, 4. September 2013

Weltweiter Tag des Gebetes und des Fastens für den Frieden in Syrien am 7. September

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics ruft die Pfarren des Burgenlandes auf, sich dem besonderen Gebetsanliegen des Heiligen Vaters anzuschließen. 


Angesichts der besorgniserregenden Entwicklung in den Ländern des Nahen Ostens, besonders der drohenden Kriegsgefahr in Syrien, hat der Heilige Vater Papst Franziskus beim Angelus-Gebet am 1. September 2013 ausgerufen: "Wir wollen, dass in dieser unserer von Spaltungen und Konflikten zerrissenen Welt Frieden entsteht". Es sei ein "Ruf für den Frieden", der mit aller Kraft besage: "Wir wollen eine Welt in Frieden, wir wollen Männer und Frauen des Friedens sein", unterstrich der Papst. "Wir wollen, dass in dieser unserer von Spaltungen und Konflikten zerrissenen Welt Frieden entsteht". Und mit lauter Stimme rief der Papst: "Nie mehr Krieg!". Eindringlich forderte Franziskus die Konfliktparteien sowie die internationale Gemeinschaft auf, sich nicht in ihren eigenen Interessen zu verschließen, sondern mit Mut und Entschlossenheit Verhandlungen zu führen und "blinde Gegensätze" zu überwinden. Es gebe ein "Urteil Gottes, das auch ein Urteil der Geschichte über unsere Taten ist", und dem könne man nicht entfliehen.

"Mit besonderer Entschiedenheit verurteile ich den Einsatz von chemischen Waffen", führte der Papst vor seinem Mittagsgebet aus. "Wie viele Leiden und Zerstörungen hat der Einsatz dieser Waffen in dem gemarterten Land gebracht, vor allem für die wehrlose Zivilbevölkerung!". Ausdrücklich verwies Franziskus dabei auf die vielen getöteten Kinder, der nicht mehr das Licht der Zukunft sehen könnten. Er sei entsetzt und traurig über die schrecklichen Bilder der vergangenen Tage, so der Papst. (Bericht der Kathpress)

Dies alles hat Papst Franziskus veranlasst, für Samstag, den 7. September 2013, zu einem weltweiten Tag des Gebets und des Fastens für den Frieden in Syrien und in den anderen Konfliktherden der Welt aufzurufen. Er selbst werde am kommenden Samstagabend auf dem Petersplatz eine Gebetwache leiten, so der Papst. Zugleich rief Franziskus die anderen christlichen Kirchen auf, sich dieser Initiative anzuschließen.

(Bericht: Kathpress)


Die Diözese Eisenstadt schließt sich diesem Aufruf des Heiligen Vaters an und ersucht dieses Anliegen des Papstes in den Pfarren zu verkünden und die Gläubigen einzuladen, den 7. September 2013 als Tag des Gebetes und des Fastens für den Frieden mitzubegehen.

Im St. Martinsdom in Eisenstadt wird die hl. Messe um 19.00 Uhr im Sinne dieses Gebetsanliegens zelebriert.

Vivat Paulus! Zum Geburtstag von Paul I. Esterházy am 8. September

Glaube, Toleranz, Visionen
"Glaube Toleranz, Visionen"
Ausstellung im Diözesanmuseum
Das Burgenland gedenkt in diesem Jahr des 300. Todestags von Paul I. Esterházy (1635-1713). Als großer Marienverehrer pilgerte er nicht weniger als 58 Mal nach Mariazell, er ist auch in materieller Hinsicht als einer der größten Wohltäter des österreichischen Heiligtums in die Geschichte eingegangen.

Die sterblichen Überreste des Fürsten liegen in der Esterházy-Gruft der Franziskanerkirche in Eisenstadt bestattet.
Im angrenzenden Diözesanmuseum ist ihm ein Gutteil der diesjährigen Diözesanausstellung gewidmet.

Paul I. Esterházy wurde gemeinsam mit dem späteren Kaiser Leopold I. bei den Jesuiten in Graz unterrichtet. Später stand er dem Kaiser in zahlreichen Kämpfen treu zur Seite, wofür ihn dieser 1687 in den Fürstenstand erhob.

Der umfassend gebildete Paul I. war Feldherr, Mäzen und leidenschaftlicher Kunstsammler, aber auch als Schriftsteller und musikalisch tätig. Das kulturelle Geschehen beeinflusste er nicht nur durch bloßes Mäzenatentum, sondern mit seinem persönlichen Interesse an der Musik, sei es im Hören, im Ausüben als Instrumentalist oder im Einpflanzen und Fördern musikalischer Kultur, etwa durch die Gründung einer kontinuierlichen fürstlichen Kapelle oder, um ein weniger bekanntes Beispiel zu nennen, durch die Weiterführung der aus der Wiener Hofburg stammenden weltweit einzigartigen Tradition der Karfreitags-Sepolchri in Eisenstadt.

Anregung und Vorbild für seine kompositorische Tätigkeit waren ihm die  Kompositionen von Kaiser Leopold I. Die Musik am Wiener Hof war ihm durch die Teilnahme an diversen Festlichkeiten, Opernaufführungen, Konzerten und liturgischen Anlässen bestens vertraut.

Das musikalische Hauptwerk Paul Esterházy’s bildet die „Harmonia cælestis“, eine Sammlung von 55 geistlichen Werken, die im Jahr 1711 in Wien veröffentlicht wurde. Inhaltlich besteht die Sammlung überwiegend aus Gesängen, denen christologische bzw. marianische Hymnentexte zugrunde liegen. Ein Stück, das Esterházy’s Namenspatron, dem hl. Apostel Paulus, gewidmet ist, vertont in eindrucksvoller Weise die Bekehrungsgeschichte des hl. Paulus vor Damaskus, die von „Vivat Paulus“-Chören bejubelt wird.

Die Melodien der Sammlung sind klar und einfach gebaut und zeigen eine gewandte Handhabung des mehrstimmigen Satzes. Melodik und Harmonik sind vom venezianischen und süddeutschen Kantaten- und Oratorienstil beeinflusst, wie er zu jener Zeit in Wien üblich war. Die meisten Stücke sind für ein kleines Ensemble bestimmt, einige verlangen größere Besetzungen. Bemerkenswert ist überdies die häufige Einbindung von Tanzrhythmen in den Melodieverlauf.

Anlässlich des 300 Jahr-Gedenkens wird die „Harmonia cælestis“ von Paul Esterházy in diesem Jahr besonders lebendig:

  • Sonntagshochamt im Martinsdom am 8. September, 9 Uhr, das anlässlich des Geburtstags des Jubilars mit geistlichen Soloarien aus der Sammlung gestaltet wird (Solistin: Maria Herczeg-Lentsch)
  • Sonderausstellung „Harmonia cælestis“ im Schloss Esterházy
  • Ausstellung im Diözesanmuseum („Glaube, Toleranz, Visionen“),  Eisenstadt, Haydngasse 31
  • Gedenkkonzert im Schloss Esterházy, Haydnsaal (Werke von Paul Esterházy, Joseph Haydn und Gregor Joseph Werner), Sonntag, 27. Oktober 2013, 18 Uhr.


Dienstag, 3. September 2013

Nachlese zur 61. Arbeiterwallfahrt

Arbeiterwallfahrt 2013
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Altötting war das Ziel der 61. Arbeiterwallfahrt. In seiner Predigt bei Gottesdienst am Sonntag rief Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zu Bescheidenheit und Demut als zeitgemäße Haltung eines gläubigen Christen auf. Gerade angesichts der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise, die nicht zuletzt "auf den Größenwahn einiger Gurus und den Wahnsinn nach immer mehr Profit" zurückzuführen sei, brauche es eine Wiederentdeckung von Bescheidenheit und Demut: "Geld, Macht und Profit allein macht den Menschen rücksichtslos, brutal und blind für den Nächsten", warnte der Bischof.

Die Wallfahrt stand unter dem Motto "Zeugnis für den Glauben geben!" Zeuge für den Glauben sein bedeute heute, Stellvertreter Christi auf Erden zu sein. "Christen, Getaufte und Gefirmte gehören nicht bloß zum 'Verein der Freunde Jesu', sondern wir sind Stellvertreter Jesu Christi hier auf Erden", so der Bischof. Christus habe keine anderen Arme und Hände als jene der heutigen Gläubigen, die in seinem Sinne handeln und das Reich Gottes verkünden sollen.

"Sind wir Christen uns dessen überhaupt bewusst und bemühen wir uns im Alltag noch darum, oder sind wir nicht weithin gleichgültig, müde und lau geworden?" Gegen eine auch unter Christen um sich greifende "Müdigkeit" in der Glaubensverkündigung mahnte der Bischof: "Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest. Wir sind Gottes letzte Botschaft, in Taten und Worte geschrieben."

Die Predigt des Bischofs im Wortlaut ...

Das Fotoalbum zur Arbeiterwallfahrt ...

Kalender - (zur Terminseite …)

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