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Freitag, 22. November 2013

Das Friedensprojekt weiter denken

29 Männer und Frauen besuchten im Rahmen einer Exkursion des Katholischen Bildungswerkes (KBW) Institutionen der Europäischen Union in Brüssel. 
Hannes Artner, Diözesanverantwortlicher des KBW, schildert Eindrücke und Begegnungen.

In der Europäischen Union gehen zur Zeit drei Zeitspannen zu Ende. Die Legislaturperiode des Europäischen Parlamentes, die Amtszeit der Kommission und der Finanzrahmen. Auf diese Tatsache wurden die Männer und Frauen sowohl bei den Besuchen und Gesprächen bei der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und der Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union in Brüssel immer wieder hingewiesen. Neuer Schwung wird nun vor allem durch die im nächsten Mai stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament erwartet. Waren die letzten Perioden vor allem durch die diversen Erweiterungen und dann die vergangenen Jahre durch die weltweite Finanzkrise geprägt, so könnten die nächsten genutzt werden, um die Union zu vertiefen und weiterzudenken.

KWB besucht EU
KA-Präsident Stephan Renner & Gen.Sekr. Karl Woditsch
im Gespräch mit Michael Kuhn, dem österr. Vertreter
bei der Europäischen Bischofskonferenz
(c) Diözese Eisenstadt/Artner 
Das Projekt Europa ist einzigartig. Nach Jahrhunderten von Konflikten und Kriegen auf unserem Kontinent, wurde ab 1950 durch Christen wie etwa Robert Schuman die Idee und die Umsetzung einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit der ehemaligen Kriegsgegner forciert und damit der Grundstein einer bis heute andauernden einmaligen Periode des Friedens innerhalb der Mitgliedsstaaten geschaffen. Die Europäische Union als eine Macht, die nicht auf den Krieg sondern auf den Frieden setzt.

Herausforderungen. „Pax est absentia belli - Frieden ist die Abwesenheit des Krieges“, definierte Hugo Gratius einst. Aber wie sieht es mit der Lage innerhalb Europas aus? Gibt es nicht genug Potential um den gesellschaftlichen Frieden innerhalb der EU zu gefährden? Wenn etwa die Arbeitslosenrate immer weiter steigt und die soziale Kluft immer größer wird? Wenn Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen in Mitgliedsstaaten der EU unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen und der Flüchtlingsstrom zu uns immer mehr zunimmt, er immer mehr Menschenleben –wie zuletzt vor Lampedusa - kostet? Wenn wir alle zehn Jahre ein Jahrhunderthochwasser haben und der Klimawandel uns nun bis in unser eigenes Heim hinein betrifft?

Vereinigte Staaten von Europa? Tatsachen und Herausforderungen die Konfliktpotential in sich tragen und denen sich Europa in nächster Zeit stellen muss. Es muss die Frage gestellt werden, ob Europa nicht mehr ist als nur eine Wirtschaftsgemeinschaft. Wie es zu einer Sozial- und Solidargemeinschaft weiterentwickelt werden kann. Ob es gleich die „Vereinigte Staaten von Europa“- wie in einem Gespräch mit EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek kritisch angemerkt –sein müssen, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass das einzigartige Friedensprojekt weitergedacht gehört, sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Welche Rolle aber wir Christinnen und Christen dabei haben und wie wir uns einbringen können, dies wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Exkursion in einer Diskussion mit dem österreichischen Vertreter bei der Europäischen Bischofskonferenz (COMECE), Michael Kuhn, näher erörtert. Dass wir aber eine haben müssen –wenn es ein Erfolg werden soll –dies ist unbestritten.


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