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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 30. September 2013

Diözesane Liegenschaftsverwaltung ausgezeichnet

Auszeichnung für Diözesane Liegenschaftsverwaltung
BM Nikolaus Berlakovich mit Förster Clemens Kugler
und dem Leiter der Liegenschaftsverwaltung, Lois Berger
(c) BMLFUW/Marschik
Die Liegenschaftsverwaltung der Diözese Eisenstadt erhielt kürzlich von Bundesminister Nikolaus Berlakovich den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft.

In einem Folder der Liegenschaftsverwaltung wird der Grundbesitz der Diözese Eisenstadt als der größte „Fleckerlteppich“des Burgenlandes bezeichnet. Die Zahlen bestätigen diese Definition: Die Gesamtfläche von 4700 ha, davon 400 ha bebaute Fläche, 2700 ha Landwirtschaft und 1600 ha Wald, teilt sich auf 172 Pfarren und 153 Filialkirchen auf. Der Besitz umfasst insgesamt 6000 Grundstücke, die noch dazu oft sehr verstreut liegen.

Diese Besitzstruktur hat es bisher sehr schwer gemacht, einerseits überhaupt den Überblick zu bewahren, andererseits eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung zu sichern. In den waldreichen Gebieten des Burgenlandes verfügt jede Pfarre über eine Waldfläche, max. 42 ha, in den waldarmen Gebieten ist die Waldausstattung schlechter. Dazu kommt noch, dass auch die rechtliche Situation der einzelnen Besitzteile unterschiedlich ist. So gehört ein Teil des Waldbesitzes zu Pfarrpfründen, ein weiterer ist direkt im Besitz der Pfarrkirchen. Auch der Bischöfliche Stuhl selbst verfügt über 440 ha Wald. Die Bewirtschaftung der vielen Kleinflächen war ständig ein Problem. Oft wurden Flächen vernachlässigt oder nur bei Geldnot genutzt. Auch die Bereitschaft, freiwillig in den Pfarrwäldern zu arbeiten, wurde immer schlechter. Vor allem die starke Zunahme an Pendlern hat sich diesbezüglich negativ ausgewirkt.

Umstellung auf moderne Bewirtschaftungsmethoden. „Es ist eine beispielhafte Leistung der Liegenschaftsverwaltung der Diözese Eisenstadt unter Leitung von DI Lois Berger, gemeinsam mit Förster Clemens Kugler sowie Büroleiter und GISManager Matthias Sattler, die Bewirtschaftung dieses in Summe großen Besitzes auf moderne Methoden umzustellen“, schreibt das Lebensministerium in seiner Begründung für die Auszeichnung. Drei Entwicklungen sind diesen Bemühungen entgegengekommen: der Aufschwung der Biomasse, die Möglichkeit des Einsatzes moderner Forstmaschinen und das Internet, das neue Formen der Kommunikation eröffnet.

Es war daher der erste und wichtigste Schritt, alle Grundstücke zu erfassen, auf Karten festzuhalten und allfällige Angaben anzufügen. Für alle Waldflächen wurde ein Waldwirtschaftsplan erstellt. Für jede Waldfläche sind Angaben über die einzelnen Bestände, wie Baumarten, Vorrat, notwendige Pflegemaßnahmen, enthalten. Es ist daher sowohl der Liegenschaftsverwaltung, als auch den einzelnen Pfarren möglich, per Mausklick alle erforderlichen Angaben über ein Grundstück via Internet einzusehen. Die Liegenschaftsverwaltung kann heute ihrer Aufgabe als Aufsichtsbehörde, beispielsweise für die Bewilligung von Schlägerungen, bestmöglich nachkommen. Aber auch die Beratung und verschiedene Serviceleistungen werden dadurch verbessert.

Schon 1967 wurde damit begonnen, den Besitzstand der Diözese Eisenstadt zu erheben. Aber erst 1991 durch Verwendung von PCs und ab 2004 durch den Einsatz von GIS (= Geografische Informationssysteme) wurde eine umfassende und einem größeren Personenkreis zugängliche Erfassung und Beschreibung des Besitzes möglich.

Erfolgreiche Waldbewirtschaftung. Mit der Erfassung der einzelnen Waldgrundstücke war die Grundlage für eine ordentliche Bewirtschaftung geschaffen. „Es ist eine beispielhafte Leistung der Liegenschaftsverwaltung der Diözese Eisenstadt, die Entwicklungen auf den Sektoren Internet, GIS, Harvestereinsatz, überbetrieblicher Zusammenarbeit mit dem Waldverband erkannt zu haben und diese Möglichkeiten zweckbringend für die kirchlichen Wälder einzusetzen“, so das Lebensministerium.

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