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Freitag, 30. August 2013

Das neue Gotteslob: Proviantpaket für’s Glaubensleben

1975 erschien das erste länderübergreifende Gebet- und Gesangsbuch, das Gotteslob. Nach fast 40 Jahren kommt mit Beginn des neuen Kirchenjahres - am ersten Adventsonntag - das Nachfolgewerk in die Pfarrgemeinden. Im Buchhandel ist es bereits am September erhältlich.

In kaum einem anderen Bereich ist der Wandel der Gemeinde so deutlich spürbar, wie auf dem Gebiet der Liturgie. So ging es bei der Neukonzipierung des „Gotteslob“auch darum, die unterschiedlichen Lebenssituationen zu erfassen, erläuterte Christoph Freilinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Liturgischen Institut, bei einer Tagung im Eisenstädter „Haus der Begegnung“. Das neue Gebet- und Gesangsbuch bietet viele neue Impulse und soll ein Feierbuch für die Gemeinde und ein Gebetbuch für zu Hause sein sowie eine Grundorientierung in zentralen Glaubensfragen bieten.

Langer Entstehungsprozess. Nachdem die deutschen und österreichischen Bischöfe im Jahr 2001 beschlossen hatten, ein neues Gotteslob herauszugeben, wurde 2003 eine großflächige Akzeptanzerhebung durchgeführt. Dabei wurde die Aufnahme älterer und neuer Lieder gefordert. Von Advent 2007 bis Pfingsten 2008 lief eine Testphase in ausgewählten Pfarren und Familien. Die Lied- und Gebetswünsche konnten im Wesentlichen berücksichtigt werden. Danach folgte das Approbationsverfahren durch die Bischöfe, dann, 2012, das Rekognoszierungsverfahren in Rom und im Jänner 2013 schließlich die kirchliche Druckerlaubnis. Ab September 2013 wird es die ersten Exemplare zu 19,90 Euro im Buchhandel geben, noch vor der Auslieferung in die Pfarren am Beginn des neuen Kirchenjahres. Eine Luxusausgabe mit Goldschnitt und Ledereinband wird zum Preis von 34,90 Euro angeboten. 2014 wird die Großdruckausgabe folgen.

Was ist neu am neuen Gotteslob? Das neue Gotteslob wurde völlig neu konzipiert. Es enthält drei große Abschnitte: Geistliche Impulse für das tägliche Leben, Gesänge und gottesdienstliche Feiern. Es bietet darüberhinaus eine Fülle von Anregungen für das persönliche und gemeinsame Gebet und vielfältige Hilfen für Gottesdienste in Familien und Gruppen. Außerdem vermittelt es grundlegendes Wissen über den Glauben. 144 Lieder aus dem alten Gotteslob wurden übernommen, 136 neue kamen dazu, darunter 20 Taizé-Gesänge.
Lieder für Volksgruppen. Die in den Farben Weiß, Grau, Schwarz und Dunkelgrau gehaltenen Ausgaben werden 4 Lesebändchen, 3 Farbbilder sowie Grafiken der Kölner Künstlerin Monika Bartholoméenthalten. Sie unterbrechen den Text- und Notensatz und schaffen eigenständige Zonen der Ruhe und der Inspiration. Das „Gotteslob“besteht aus einem Stammteil und einem gemeinsamen Eigenteil aller Diözesen Österreichs. Dabei wurden die von jeder Diözese eingebrachten Inhalte berücksichtigt. Einzelne Lieder gibt es in den Sprachen Slowenisch, Burgenland-Kroatisch, Romani und Ungarisch.
Geistliche Impulse. Das neue Gotteslob möchte schließlich auch geistliche Impulse für das tägliche Leben geben. Es enthält Morgen- und Abendgebete, Tischgebete, spezielle Gebete für Kinder, für den Partner –wobei auch das Scheitern einer Partnerschaft thematisiert wird - , Gebete für den Arbeitsalltag, um Solidarität, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, für Wallfahrten und Familienfeiern im Advent, am Hl. Abend, für Segensfeiern und Verstorbene. Weiters sind 78 Psalmen erhalten, um zehn mehr, als im alten „Gotteslob“. 2.900 Lieder wurden gesichtet, 280 davon schlussendlich ausgewählt, wobei es mehrere Melodienvarianten gibt. Die Messgesänge sind den Sonntagen zugeordnet. Gab es im alten Buch neun Litaneien, sind es im neuen 15. Aufgenommen wurde auch eine Litanei mit den Heiligen und Seligen Österreichs.

Proviantgepäck für’s Glaubensleben. Das neue Gotteslob soll auch ein „Proviantpaket fürs Glaubensleben“sein. Die Feiern der Sakramente und Sakramentalien werden theologisch erschlossen. Unter dem Kapitel „Den Glauben leben“werden die Seligpreisungen, die Werke der Barmherzigkeit, die 10 Gebote, die Gebote der Kirche, die drei göttlichen Tugenden und die vier Kardinalstugenden aufgelistet. Selbst das Kreuzzeichen wird beschrieben und erläutert. Man trägt also der Tatsache Rechnung, dass vieles, das früher bekannt war, heute nicht mehr vorausgesetzt werden kann.

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