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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Mittwoch, 24. Juli 2013

Die Kunst, Liturgie zu feiern

Am 4. Dezember 1963 wurde die Liturgiekonstitution als erstes Dokument des II. Vatikanums mit großer Mehrheit verabschiedet. 2147 Konzilsväter votierten dafür, nur 4 dagegen. Seither sind 50 Jahre vergangen. Was blieb vom Konzilstext „Sacrosanctum Concilium“? Hans-Jürgen Feulner, Professor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Universität Wien, referierte darüber bei der Pastoraltagung im „Haus der Begegnung“ in Eisenstadt.

Die Aufbruchsstimmung ist weitgehend verflogen. Regressive Tendenzen sind feststellbar. Der Gottesdienstbesuch ist allerorten rückläufig. Es gelingt immer weniger, die Menschen für den reichen Schatz der Liturgie zu begeistern. Aber liegt es nicht auch daran, dass unsere Gottesdienste oft lieblos, schlecht vorbereitet, routiniert und phantasielos „absolviert“ werden? Wenn der Gottesdienst ein „heiliges Spiel“ sein soll, muss er frei sein von jeder Schlamperei und Oberflächlichkeit. Die Liturgie darf nicht zur lästigen Pflichterfüllung verkommen, sondern muss ein Fest für alle Sinne sein.

Die Kunst, Liturgie zu feiern. Nicht selten hört man den Vorwurf, unsere Liturgie habe den Charakter des Mysteriums verloren. Eine zeitgemäße Mystagogie bedeutet, die Menschen in ein inneres Vollziehen einzubinden. Feulner: „Die Ars Celebrandi, die Kunst, Liturgie zu feiern, gelingt nur, wenn alle die nötige Feierkompetenz haben und fähig sind, sich in eine größere Gemeinschaft einzuordnen, die Fähigkeit zur Stille haben und zuhören können. Wie sollen sie sonst offen sein für das Wort Gottes?“ Die Kunst gottesdienstlichen Handelns und die religiöse Sprache müssen erlernt werden, da die liturgischen Texte und Symbole oft nicht aus der Alltagswelt kommen. Das gilt nicht nur für die Vorsteher der Liturgie, sondern auch für Lektoren, Ministranten, Kantoren und die ganze mitfeiernde Gemeinde.

Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen. Vorschriften und Regeln schaffen es immer weniger, den Sinn des gottesdienstlichen Handelns zu erschließen. Die Menschen müssen in der Liturgie mit ihrem Leben vorkommen. Prof. Feulner: „Die Gestaltungsmöglichkeiten werden viel zu wenig ausgeschöpft. Wichtig wäre, möglichst viele Gemeindemitglieder zur Gottesdienstgestaltung heranzuziehen.“ Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten: Kreuzwege, Maiandachten, Prozessionen, Anbetungstage, Marienvespern, Adventkranzsegnungen, Kindermetten, Schulschlussgottesdienste, Totenwachen, Bitttage. Hier bestehe viel Freiraum für die Gestaltung, so Feulner. Man könne auch alte Formen wiederbeleben.

Glaubwürdig feiern. Liturgie kommt heute vielen fremd vor. Je volkstümlicher sie ist, umso mehr wird sie angenommen. Der Liturgiefachausschuss muss sich fragen: Ist die Liturgiegestaltung in unserer Gemeinde zufriedenstellend? Wie konkret sind die Fürbitten? Was können wir gegen die fortschreitende Glaubensverdünnung tun? Entspricht unsere Technik - Lautsprecher, Liedanzeiger, etc. – den heutigen Erfordernissen? Ist Platz für genügend Stille im Gottesdienst? Stimmen die Worte im Gottesdienst mit dem überein, was im Alltag gelebt wird? Ist die Sprache verständlich? Wie wirkt unser Gottesdienstraum?

Erfahrbare Sinnhaftigkeit. Viele Gottesdienste leiden oft unter chronischem Liebesdefizit. Der Gottesdienst muss zum Aufbau der Gemeinde beitragen. Darum sind eine gute Vorbereitung, sprachliche Kompetenz, Glaubwürdigkeit in der Verkündigung und erfahrbare Sinnhaftigkeit wichtig. Für den Gottesdienstleiter gilt: Wer ruhig und gesammelt leitet, überträgt die Ruhe und das Gesammelt-Sein auch auf die Mitfeiernden. Keine einseitige Verkatechetisierung im Sinn einer Belehrung bei den Predigten. Lektoren könnten Erläuterungen der Schriftlesungen erhalten, um den Zusammenhang der Texte, die sie vortragen, besser zu verstehen.

Von der Gestalt zum Gehalt. Die Liturgie bietet viele Möglichkeiten, mit den Menschen ins Gespräch über ihr Leben und ihren Glauben zu kommen, etwa bei der Vorbereitung auf die Spendung von Sakramenten. Tauf- und Trauungsgespräche, die Vorbereitung zur Erstkommunion und Firmung, auch Krankensalbungen und Begräbnisse bieten Chancen, Menschen zur Mitgestaltung einzuladen und ihnen so durch eine gute liturgische Gestaltung den Gehalt der Liturgie zu erschließen.

Dienstag, 16. Juli 2013

Auslands-Burgenländer zu Gast im Bischofshof

Auslands-Burgenländer zu Gast im Bischofshof
Zu Gast bei Bischof Zsifkovics: die Auslands-
Burgenländer mit Walter Dujmovits (links)
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Die in den USA lebenden Auslands-Burgenländer waren bei Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Bischofshof zu Gast.
Im Oktober stattet der Bischof der Gemeinschaft einen Gegenbesuch in den Vereinigten Staaten ab.

Die Burgenländische-Gemeinschaft, gegründet 1956 um den Heimatbezug der Burgenländer in aller Welt aufrecht zu erhalten, hat bei ihrem jährlichen Heimatbesuch auch Diözesanbischof Zsifkovics einen Besuch abgestattet. Mit dabei auch die regierende „Miss Burgenland“ aus New York.

„Einige Nachkommen der Auswanderer interessieren sich für die Heimat ihrer Eltern und Großeltern“, erklärt Walter Dujmovits, Präsident der Burgenländischen Gemeinschaft. Selbst Kinder einer Auswandererfamilie, kümmert er sich seit Jahrzehnten um die Kontakte zwischen burgenländischen Amerika-Auswanderern und ihrer alten Heimat.

Beim gemeinsamen Mittagessen im Bischofshof wurden auch Details zum geplanten Gegenbesuch besprochen: von 14. bis 29. Oktober dieses Jahres wird Bischof Zsifkovics nach Amerika reisen und verschiedene Gruppen von Auslandsburgenländern in New York, Chicago, Pennsylvania und Toronto besuchen.

Diözesane Pilgerreise ins Heilige Land

Begegnungen auf den Spuren Jesu – unter diesem Motto lädt die Diözese Eisenstadt zur gemeinsamen Wallfahrt ins Heilige Land. Stationen der Pilgerreise sind u.a. Jerusalem, Bethlehem, Qumran, Tiberias und Nazareth.
8. bis 15. Feber 2014

Die Reise soll, so Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics in seiner Einladung zur Wallfahrt, der Gemeinschaft der Gläubigen die Gelegenheit geben, den Spuren Jesu zu folgen. „Dabei soll die äußere Geographie der inneren Verortung und Festigung unseres Glaubens dienen. Die Nähe zu den Heiligen Stätten wird uns helfen, unsere Freundschaft mit Jesus neu zu entdecken und zu vertiefen.“

150 Jahre Österreichisches Hospiz. Der Anlass für die Pilgerreise: Das Österreichische Hospiz zur Hl. Familie in Jerusalem feiert sein 150-jähriges Bestehen. Unter Kaiser Franz Josef erbaut, wurde das an der Via Dolorosa gelegene Haus im März 1863 eingeweiht und dem Erzbischof von Wien unterstellt. Derzeitiger Rektor ist der Eisenstädter Diözesanpriester Markus Bugnyar.
Anlässlich des Bestandsjubiläums wird, auf Initiative der Österreichischen Bischofskonferenz, aus allen Diözesen eine Pilgerreise nach Israel stattfinden (jeweils in den Semesterferien).


Das Detailprogramm zur Pilgerreise ...

Leistungen:
- Flug Wien – Tel Aviv – Wien
- Busfahrten und Transfers in Israel
- Unterbringung inkl. Halbpension
- Reiseleitung, Eintrittsgebühren, Trinkgeldpauschale

Preis pro Person: € 1.450,-- (Einzelzimmerzuschlag € 350,--)
Anmeldeschluss: 30. September 2013

Information: Diözesanes Pilgerkomitee, Tel. 02682/777-280
Schriftliche Anmeldung an: Blaguss Touristik GmbH, Wiener Str. 26, 7350 Oberpullendorf

Mittwoch, 10. Juli 2013

Christophorus-Aktion 2013: Mobilität für die Frohbotschaft


Am Christophorus-Sonntag bittet die österreichische MIVA um den traditionellen Zehntel-Cent pro unfallfreiem Kilometer. In den Pfarren der Diözese Eisenstadt wurden im Vorjahr rund 99.500,- Euro gespendet.
Christophorus-Sonntag, 21. Juli 2013

Pro unfallfreiem Kilometer einen Zehntel-Cent für ein MIVA-Auto: die MIVA Österreich bitte wieder vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer um ein Zeichen der Solidarität mit den Ländern des Südens. Aus dem Spendenerlös werden Fahrzeuge für Pastoral und Entwicklung in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert.

Beispielland 2013: Indien
Die MIVA finanziert jährlich Projekte in 67 Ländern der Erde. Beispielsweise in Indien, wo sich nur etwas zwei Prozent der Bevölkerung zum Christentum bekennen. Aber die kleine Minderheit leistet Großes, wenn es darum geht, Menschen in sozialer Not beizustehen und ihre Zukunftschancen zu verbessern. Die Kirche müsse „Salz der Erde“ sein, sagt William D’Souza, Erzbischof der Erzdiözese Patna, einer der vielen Projektpartner der MIVA. Kirchliche Schulen und Krankenstationen sowie die zahlreichen Sozialprojekte stehen nicht nur Katholiken, sondern Angehörigen aller Religionen offen. Da ein Großteil der Menschen aus ärmsten Verhältnissen stammt, ist Patna auf Unterstützung angewiesen. Auch in der Mobilität, da die Dörfer weit verstreut sind.

Mobilität teilen
MIVA-Autos sind Mehrzweckfahrzeuge. Sie werden für die Seelsorge, für medizinische Versorgung und für Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt. Mobilität zu teilen heißt, etwas von der hierzulande selbstverständlichen Bewegungsfreiheit Menschen zukommen zu lassen, denen sie sonst verwehrt bliebe. Dass Priester ins Dorf, Kranke ins Spital oder Schüler zur Schule kommen, ist in vielen Teilen der Welt keineswegs selbstverständlich.
Seit der Gründung im Jahr 1949 finanzierte die MIVA Austria mehr als 26.600 Einsatzfahrzeuge im Wert von 127,8 Millionen Euro.

Christophorus – Patron der Reisenden
Die Christophorus-Aktion ist nach dem Patron der Reisenden benannt. Sie ist auch eine Einladung, der Dankbarkeit für sicheres Nach-hause-Kommen Ausdruck zu verleihen. Um dem Gedanken des Teilens gerecht zu werden, ist es sinnvoll, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten und die ersparten Kilometer als „Zehntel-Cents“ zur Verfügung zu stellen.

Miva-Spendenkonto: PSK 1.140.000
Weitere Informationen: www.miva.at

Termine Fahrzeugsegnungen
14.07.2013, 10.00 Uhr, Pfarre Königsdorf, am Kirchenplatz
21.07.2013, 10.30 Uhr, Pfarre Jennersdorf, Fahrradsegnung
21.07.2013, 15.00 Uhr, Pfarre Gaas – Maria Weinberg, bei der Wallfahrtskirche
21.07.2013, 10.50 Uhr, Pfarre Rattersdorf
21.07.2013, 10.45 Uhr, Pfarre St. Margarethen, am Kirchplatz
28.07.2013, 09.00 Uhr, Pfarre Großmürbisch

Montag, 8. Juli 2013

"Christus in eurem Herzen" - Wallfahrt der Diözese Eisenstadt nach Mariazell

Diözesanwallfahrt Mariazell 2013
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Hunderte Gläubige pilgerten am vergangenen Wochenende mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics nach Mariazell.

Höhepunkt der Diözesanwallfahrt zur "Magna Mater Austriae" war ein Festgottesdienst in der Basilika, an dem auch die Mädchen und Buben der diesjährigen "Minimania" (Sommerlager der Katholischen Jugend und Jungschar) teilnahmen.

In seiner Predigt nahm Bischof Zsifkovics Bezug auf das Tagesevangelium von der Aussendung der Jünger (Lk 10, 1-12.17-20). Anhand von sieben Fragen verglich er deren Mission mit jener von James Bond, dem Geheimagenten aus den gleichnamigen Filmen, und lud die Pilgerinnen und Pilger ein, über die Unterschiede nachzudenken.
So z. B. über die Art ihrer Mission: Während James Bond geheim und oft unerkannt unterwegs ist, sei die Mission der Jünger Jesu offen sichtbar und eine Einladung an die Menschen zur Umkehr. Auch ihre Ausrüstung brauche keine technischen Raffinessen, "Wanderstab und Sandalen müssen ihnen ausreichen. Sie sind Pilger und werden so nicht abgelenkt, von materiellen Dingen." Ihr Augenmerk liege allein auf dem Auftrag, den Jesus ihnen gegeben hat. Ein Auftrag, der "eine Lizenz zum Heilen ist". Um das Leben zu schützen und zu erhalten. Basierend auf einem "Drehbuch", das keine Fiktion ist, "es ist Wirklichkeit, grundgelegt auf dem Leben und Wirken Jesu, auf seinem Sterben und Auferstehen." Diese frohe Botschaft weiterzugeben, sei einst Auftrag an die Jünger gewesen und bleibe Auftrag "für alle Christen zu allen Zeiten". Um ihn zu erfüllen genüge es, "dass wir dort glaubhaft sind, wo wir leben und arbeiten. Wenn uns das gelingt, wird unser ganzes Leben eine Mission sein, spannender als jeder James Bond-Film", so Bischof Zsifkovics.

Die Predigt des Diözesanbischofs im Wortlaut ...

Das Fotoalbum zur Wallfahrt ...

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