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Montag, 18. Februar 2013

„Ein Brückenbauer im Dienst der Kirche“ – Biografie zum 100. Geburtstag von Bischof Stefan László

Bischof Stefan László war zweifellos eine der herausragendsten Persönlichkeiten des Burgenlandes. Die Kunsthistorikerin und Religionspädagogin Ildikó Farkas hat seinen umfangreichen Nachlass aufgearbeitet, Gespräche mit zahlreichen Weggefährten geführt und daraus ein Buch gemacht, das mit Fug und Recht seinen Anspruch als Standartwerk der Diözese Eisenstadt geltend machen kann. 

Bischof László war ein unermüdlicher Animateur. Er war bereits in die schwierige Entstehungsgeschichte der Diözese eingebunden. Sein organisatorisches Talent bei der Bewältigung der Ungarnflüchtlingswelle 1956, seine Ungeduld bei der Umsetzung der Konzilsbeschlüsse, das Vorantreiben der Diözesansynoden, seine hohe Wertschätzung der Laien und der Kommunikationsmittel sowie seine kluge Ausgewogenheit im Umgang mit den verschiedenen Volksgruppen prägten seinen Amtsstil. Nicht zu vergessen sein Bemühen, bei den neuerrichteten Bauwerken auch Aufträge an Gegenwartskünstler zu vergeben, darunter so schillernde Namen wie Giselbert Hoke, Hans Staudacher, Margret Bilger oder Josef Mikl.
Persönliche Erinnerungen. Ildikó Farkas hat auch die Erinnerungen, die Bischof László wenige Jahre vor seinem Tod zu Papier gebracht hat, eingearbeitet. In diesen persönlichen Aufzeichnungen, vor allem jenen über seine Kindheit, entfaltet sich eine berührende menschliche und humorvolle Facette. Dabei kommt auch weniger Bekanntes zur Sprache, wie etwa seine im Auftrag des Vatikans durchgeführten Vermittlungsversuche als Apostolischer Visitator in der Diözese Mostar-Duvno im Streitfall zwischen Bischof Cule und den Franziskanern in der Herzegowinischen Provinz über die Vorgänge in Medjugorje.
Kirche für die Menschen. Pfarrsynoden, Klausuren für Pfarrgemeinderäte, die Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter, die Förderung des selbstständigen Diakonats, die Erstellung eines Dienstpostenplans, die Ökumene, die Miteinbeziehung der Laien und die Förderung des Laienrates prägten seine Pastoral der Begegnung und des Gesprächs. Die Autorin thematisiert auch Lászlós Kontakte über den Eisernen Vorhang mit Bischöfen aus kommunistischen Ländern, die er zu sich nach Eisenstadt einlud, woraus auch seine persönliche Freundschaft mit Papst Johannes Paul II. herrührt.
Medienbischof. Bemerkenswert war auch Lászlós positive Einstellung zum Film. Mitte der 50er-Jahre wurde er Referent für Film, Funk und Fernsehen in der österreichischen Bischofskonferenz. Er traf sich mit Kinobesitzern, führte einen „Filmsonntag“ ein und richtet Schreiben an die Filmproduzenten. Diese Kontakte führten sogar zu einer Mitwirkung in der Werfel-Verfilmung „Der veruntreute Himmel“ von Ernst Marischka im Jahr 1960. Private Briefe sowie persönliche Erinnerungen ehemaliger enger Mitarbeiter runden das Buch über Lászlós außergewöhnliche Persönlichkeit ab. Herausgeber ist die „Bischof-DDr.-Stefan- László-Gesellschaft“. Ildikó Farkas war in der Schatzkammer in Mariazell wissenschaftlich tätig und kuratierte mehrere Ausstellung im Diözesanmuseum Eisenstadt.

Ildikó Farkas, Ein Brückenbauer im Dienst der Kirche. Diözesanbischof DDr. Stefan László in Lebensbildern
Erhältlich im Buchhandel ab 25. Feber zum Preis von € 24,90.

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