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Freitag, 25. Januar 2013

Dommusik St. Martin bringt Choralkantate von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung



Eine musikalische Rarität, die Choralkantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten" von Felix Mendelssohn Bartholdy wird im Eisenstädter St. Martinsdom aufgeführt.
Sonntag, 3. Feber 2013, 09.00 Uhr

Der Komponist, der aus jüdischen Wurzeln kommend in der evangelischen Kirche die Taufe empfing, beschäftigte sich zeitlebens mit der Musik von Bach und Händel, nicht zuletzt aus religiösen Motiven. Bekannt ist Mendelssohns Bahn brechende Wiederentdeckung und Neuaufführung der bis dahin vergessenen Bach’schen Matthäuspassion. Mit seinen Oratorien „Paulus“ und „Elias“ schloss Mendelssohn an die Oratorientradition von Händel an und leitete sie ins 19. Jhdt. über. Und seine unvollendet gebliebene Trilogie „Christus“ war ihrerseits ein Vorausbild des späteren gleichnamigen dreiteiligen Oratoriums von Franz Liszt.

Durch die intensive Beschäftigung mit Johann Sebastian Bach kam Mendelssohn mit dessen umfangreichem Kantatenschaffen in Berührung. Die Kantate war im frühen 18. Jhdt. die bestimmende Form in der evangelischen Kirchenmusik. Bach hat zeitlebens Kantaten komponiert und diese Gattung zur Hochblüte gebracht (trotz des erheblichen Teils verschollener Werke sind rund 200 Bach-Kantaten erhalten).
Kantaten bestehen in der Regel aus mehreren Teilen (Chorsätze, Arien, Rezitative, instrumentale Vor- und Zwischenspiele, Choräle), die von Solisten, Chor und verschiedenen Orchesterbesetzungen ausgeführt werden.
Als Textgrundlage dienen Bibelstellen bzw. Bibeltextparaphrasen, freie Dichtungen sowie bekannte Kirchenlieder, Choräle, die im Blick auf das liturgisch vorgegebene Sonntagsthema zu einem Ganzen zusammengefügt werden.

Einen Sonderfall bildet die Choralkantate, in der ausschließlich die Strophen eines Kirchenliedes verarbeitet werden. Auf ebendiese Form hat Mendelssohn mehrmals zurückgegriffen, die vierteilige Komposition über „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (Gotteslob Nr. 295) ist die dritte seiner insgesamt acht Choralkantaten.
Anhand der einprägsamen Kirchenliedmelodie und durch die relativ kleine musikalische Besetzung (Sopransolo, Chor, Streichquintett) ist diese Kantate für den Zuhörer leicht zu hören, wenngleich die Ausführung selbst, vor allem im Vokalpart, durchaus nicht ohne Anspruch ist.

Den musikalischen Abschluss des Domgottesdienstes am 3. Februar bildet das „Salve Regina“ in A-Dur von Franz Schubert, das in der gleichen Instrumentalbesetzung gehalten ist wie die Mendelssohn-Kantate. Schubert hat am 31. Jänner Geburtstag - wenige Tage danach erklingt dann eines seiner berührenden geistlichen Solostücke, entstanden im November 1819, vermutlich für seine Jugendliebe, die Sopranistin Therese Grob.

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