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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachtsaktion der kfb „Licht für die Frauen aus Vukovar“

Licht für die Frauen aus Vukovar
(c) Diözese Eisenstadt
Begegnung mit den Frauen aus Vukovar und die anschließend initiierte Weihnachtsaktion, „Licht für die Frauen aus Vukovar“ fand großen Anklang – Erlös 
€ 3.500,--

einander.begegnen@Gott-ich-Du-wir
ist das Jahresthema der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Eisenstadt im Arbeitsjahr 2013/14.

Es geht darum Begegnungsräume zu schaffen. Dabei geht es um Gruppen von Frauen in den eigenen Reihen als auch um die Begegnungen mit verschiedenen Gruppierungen von Frauen.
Die kfb der Diözese Eisenstadt unterhält Beziehungen mit Frauen in der Europäischen Union. Durch die Aktion Familienfasttag mit Frauen in Indien und Asien und durch die Bewegung des Ökumenischen Weltgebetstags mit Frauen auf der ganzen Welt.

Aus Anlass des Beitritts Kroatiens in die Europäische Union, im Juli 2013, fand beim Frauenfest im September 2013 eine Begegnung mit Frauen aus Vukovar statt. Fanika Janko ist die Vorsitzende der Frauenorganisation „Hrvatska Žena“. Dies ist eine unabhängige Gemeinschaft von Frauen in Kroatien, die stark mit der Kirche verbunden ist.

Fanika brachte Wilma mit, die sich um eine caritative Organisation in Vukovar kümmert. Beide Frauen kommen aus Vukovar, der geschichtsträchtigen Viel-Völker-Stadt in Kroatien. Sinn dieser Begegnungen ist, Frauen, das Land und ihre Lebenssituation kennen zu lernen, Erfahrungen sowie Lebenswelten auszutauschen, voneinander zu lernen und konkret zu unterstützen. Sie erzählten von Vukovar, das vor 20 Jahren im „Jugoslawien-Krieg“ fiel. Schreckliches geschah. Die Menschen sind zurückgekehrt, weil es ihre Heimat ist. Doch der Krieg hat Spuren hinterlassen. Menschen sehnen sich nach friedlichem Zusammenleben. Die Frauen aus Vukovar setzen viel Hoffnung auf die Friedens-Dimension der EU.

Die Frauenorganisation, „Hrvatska Žena“, bemüht sich, die Folgen des Krieges aufzuarbeiten und den jungen Familien und Frauen konkret zu helfen. Viele Frauen haben ihre Männer im Krieg verloren. Von den „Witwen von Vukovar“spricht man deshalb.

Die Situation vor Augen geführt, hat die kfb eine Weihnachtsaktion „Licht für die Frauen aus Vukovar“ ins Leben gerufen. Aus dem Erlös von 750 Lichtern konnten €3.500,-- als Soforthilfe überwiesen werden.

60 Jahre "Dreikönigsaktion" - Bischof Zsifkovics mit TV-Lieblingen als Promi-Sternsinger unterwegs

SternsingerPromi-Sternsingen mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Dreikönigstag: Montag, 6. Jänner, 11:45, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Eisenstadt

Neben 4.500 burgenländischen Kindern wird heuer auch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics als Sternsinger Spenden für die Dreikönigsaktion sammeln. Gemeinsam mit TV-Lieblingen werden Patienten im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt besucht. Bischof Ägidius Zsifkovics stehen dabei Intendant und Schauspieler Wolfgang Böck, TV-Moderatorin Barbara Karlich und Kulturmanager Wolfgang Kuzmits zur Seite.

Anlass des Promi-Sternsingens ist das 60-jährige Jubiläum der Dreikönigsaktion. Jährlich werden dabei rund 500 engagierte Projekte in 20 Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens unterstützt. Dadurch wird ganz konkret das Leben der Menschen nachhaltig verbessert. Die Dreikönigsaktion arbeitet dabei eng mit lokalen Projektpartnern zusammen, die mit persönlichem Einsatz und Knowhow positive Veränderungen bewirken.

Ungarische Gottesdienste finden wieder regelmäßig statt

Ungarische MesseIn Eisenstadt können seit zwei Jahren wieder ungarische Messen besucht werden. Bischof Ägidius Zsifkovics, dem die Wiederbelebung der Messen ein Anliegen war, feierte aus diesem Anlass jetzt eine Jubiläumsmesse.

Seit zwei Jahren finden wieder regelmäßig ungarischsprachige Messen in der Franziskanerkirche in Eisenstadt statt. Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics hatte bald nach seinem Amtsantritt den Wunsch der ungarischsprachigen Gläubigen nach regelmäßigen Gottesdiensten im Raum Eisenstadt aufgegriffen und entsprechende Impulse gesetzt. Nun, nach zwei Jahren gelungener Etablierung, feierte er eine Jubiläumsmesse mit dem Singkreis des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins.

„Die ungarische heilige Messe führt viele ungarischsprechende Menschen im Burgenland zusammen und gibt ihnen die Möglichkeit für ein seelisches Auftanken. Gottesdienst ist für den Menschen immer dann besonders wertvoll und fruchtbar, wenn er in der eigenen Muttersprache gefeiert werden kann“, erklärt der Bischofsvikar für die Belange der ungarischen Volksgruppe LászlóPál die große Beliebtheit der Messen.

Die ungarischen Messen können auch künftig an jedem dritten Sonntag des Monats um 11:00 Uhr in der Franziskanerkirche besucht werden.

Das Wohnzimmer des Papstes in Österreich wird 100

Wohnzimmer des Papstes in Österreich
BV P. Stefan Vukits, Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics,
Nuntius Erzbischof Stephan Zurbriggen, Nuntiaturrat Gabor Pinter,
Bischöflicher Sekretär Dominik Orieschnig (v.l.n.r.)
(c) Walter Lukaseder
Unter Teilnahme hochrangiger Vertreter aus Kirche, Staat und Gesellschaft feierte das Gebäude der Apostolischen Nuntiatur in Österreich dieser Tage sein 100jähriges Bestehen. Hausherr ist - als derzeit amtierender Papst - eigentlich Papst Franziskus. Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics überbrachte bei der Jubiläumsfeier in Wien die Glückwünsche der Diözese Eisenstadt, die dem "Haus des Papstes in Österreich" seit jeher sehr besonders verbunden ist.

Die Apostolische Nuntiatur in Wien ist ein interessantes Haus. Vieles an österreichischer Geschichte und Kirchengeschichte hat sich seit 1913 in dem damals neu errichteten Palazzo mit der Neo-Renaissance-Fassade in der Theresianumgasse zugetragen. Manches davon spiegelt sich noch heute in der Innenausstattung wider, die für Besucher "des Hauses des Papstes in Wien" so interessant ist. Hatten päpstliche Gesandte bereits seit Anfang des 16. Jahrhunderts auch in Wien ihre Niederlassungen an verschiedenen Standorten gehabt, ist der Neubau von 1913 erforderlich geworden, da die alte Residenz in der Wiener Innenstadt ein baulich unfinanzierbarer Sanierungsfall geworden war. Das neue Haus war ein Geschenk von Kaiser Franz Joseph I.

Wo Ortskirche und Weltkirche zusammentreffen
Päpstliche Nuntien haben laut Kirchenrecht die besondere Aufgabe, das Verhältnis zwischen dem Apostolischen Stuhl und den einzelnen Staaten zu fördern und zu pflegen. Es ist aber auch ihre Aufgabe, die Verbindung zwischen dem Stuhl Petri und den einzelnen Landeskirchen und Ortskirchen (Diözesen) zu stärken und so die Einheit der Weltkirche zu fördern. Gerade auch bei der Entstehung neuer Diözesen nehmen Nuntien eine bedeutende Aufgabe war. So war die Rolle der Nuntiatur in Wien schon vor und bei der Erhebung der Diözese Eisenstadt 1960 von großer Bedeutung - etwa zwischen 1922 und 1949, als die Erzbischöfe von Wien zu Apostolischen Administratoren in Eisenstadt ernannt wurden, aber auch nach dem Anschluss Österreichs im Jahr 1938, als die Kirchenverwaltung des Burgenlands nach Bad Sauerbrunn verlegt werden musste. Bischof Zsifkovics verrät dazu: "Soweit ich zurückdenken kann, haben die Wiener Nuntien das Burgenland geliebt und gefördert. Dabei ist es auch nicht selten vorgekommen, dass ein päpstlicher Gesandter am Wochenende oder im Urlaub aus Wien geflüchtet ist und sich im Burgenland 'aufpapperln' hat lassen."

Päpstlicher Nuntius ist Burgenland-Fan, neuer Nuntiaturrat stammt aus Pannonien
Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen ist den burgenländischen Gläubigen kein Unbekannter. Erst Ende November dieses Jahres war der derzeitige Stellvertreter des Heiligen Stuhls in Österreich zu Besuch in Güssing, wo er der feierlichen Erhebung der dortigen Klosterkirche zur Basilica minor beiwohnte und die Segensgrüße von Papst Franziskus überbrachte. Auch Nuntius Zurbriggen, der als gebürtiger Schweizer dem alpinen Milieu entstammt und als päpstlicher Gesandter fast alle Weltengegenden kennt, schwärmt wie seine Vorgänger von der Gastfreundschaft der Menschen der pannonischen Ebene, und ganz besonders von der guten burgenländischen Küche. Für den erst seit wenigen Monaten im Amt befindlichen Nuntiaturrat, Prälat Gabor Pinter, ist Pannonien überhaupt Heimat: Er ist gebürtiger Ungar aus der Diözese Vác, wie er Diözesanbischof Zsifkovics bei der Nuntiaturfeier, die gleichzeitig auch vorweihnachtlicher Empfang war, im Small-Talk auf Ungarisch erzählte.

Einer der Ehrengäste bei der Feier war auch der für die kroatischen Belange der Diözese Eisenstadt zuständige Bischofsvikar P. Stefan Vukits. Er war gewissermaßen "doppelter Gesandter" bei diesem Ereignis: Einmal an der Seite von Bischof Zsifkovics für die Diözese, einmal als Vertreter seiner Ordensgemeinschaft. Denn auch die Orden, die wesentlicher Teil der Kirche sind, pflegen Kontakte zum Nuntius und zur Weltkirche, die auf ihre Dynamik und ihren Einsatz nicht verzichten können.

Traditionsreiches Adventsingen in Burg mit bischöflicher Teilnahme

Adventsingen in BurgSchon seit 1997 gibt es das beliebte Adventsingen in der kleinen südburgenländischen Filialgemeinde Burg. Diesmal hat auch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics den Zauber des vorwiegend von Kindern und Jugendlichen gestalteten Ereignisses auf sich wirken lassen

Geboten wurde auch heuer ein abwechslungsreiches Programm von Advent- und Weihnachtsliedern, ein heiteres Rollenspiel der Kinderschauspielgruppe sowie tiefgründige Texte und Geschichten. Eingeladen hatten zum Adventsingen der Kirchenchor, die Kinderschauspielgruppe und die jugendlichen Lektoren der Filialkirche in Burg.

Für die Dorfbewohner war das Adventsingen heuer ein besonderes Ereignis, da auch der Diözesanbischof daran teilnahm. „Alle Mitwirkenden und Besucher freuen sich besonders, da es nicht selbstverständlich ist, dass der Bischof in dieser oft von Terminen dicht gedrängten Adventzeit in eine kleine Filialgemeinde kommt“, hießes von Seiten der Veranstalter.

Von kirchlicher Seite waren neben dem Diözesanbischof auch Dechant Damian Prus, Otto Hörist, Pfarrvikar Basil Ikechukuwu Obiekii, Pastoralassistentin Sandra Krammer und Ratsvikarin Margot Unger mit dabei.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Gottesdienste Weihnachten/Jahreswechsel im St. Martinsdom

Dienstag, 24. Dezember 2013 –Heiliger Abend
16.00 Uhr:  Krippenandacht
23.15 Uhr:  Turmblasen
23.30 Uhr:  Volkstümliche Weihnachtslieder
Hochfest der Geburt des Herrn –Weihnachten
24.00 Uhr:  Christmette
24.00 Uhr:  Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
24.00 Uhr:  Musik: Ignaz Reimann, Hirten-Messe

Mittwoch, 25. Dezember 2013 - Christtag
09.00 Uhr:  Pontifikalamt
09.00 Uhr:  Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
09.00 Uhr:  Musik: W. A. Mozart –Pastoral-Messe
11.00 Uhr:  Heilige Messe
16.30 Uhr:  Pontifikalvesper mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
16.30 Uhr:  Musik: W. A. Mozart –Vesperae solennes de Dominica
18.00 Uhr:  Heilige Messe

Donnerstag, 26. Dezember 2013 –Stephanus
09.00 Uhr:  Heilige Messe
11.00 Uhr:  Heilige Messe
18.00 Uhr:  Heilige Messe

Samstag, 28. Dezember 2013
13.30 Uhr:  Heilige Messe mit Ansingen der Sternsinger
13.30 Uhr:  Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics

Sonntag, 29. Dezember 2013 –Fest der Heiligen Familie
09.00 Uhr:  Heilige Messe mit Segnung der Familien
09.00 Uhr:  Musik: Günther Mittergradnegger –Heiligenbluter Krippenmesse
11.00 Uhr:  Heilige Messe mit Segnung der Familien
18.00 Uhr:  Heilige Messe mit Segnung der Familien

Dienstag, 31. Dezember 2013 - Silvester
18.00 Uhr:  Heilige Messe zum Jahresschluss
23.00 Uhr bis 01.00 Uhr: Betend ins Neue Jahr –gestaltet von Pax Christi

Mittwoch, 1. Jänner 2014 - Hochfest der Gottesmutter Maria - Neujahr
09.00 Uhr:  Heilige Messe
09.00 Uhr:  Orgelmusik von Bach, Walther u. a. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“
09.00 Uhr:  Solist: Domorganist Mag. Robert Kovacs
11.00 Uhr:  Heilige Messe
18.00 Uhr:  Pontifikalmesse zum Jahresbeginn
18.00 Uhr:  Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
18.00 Uhr:  Musik: W. A. Mozart –Krönungs Messe
Anschl. Sektempfang im Dompfarrzentrum

Mittwoch, 1. Jänner 2014 –Anbetungstag im Bischofshof
10.00 Uhr:  Heilige Messe mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
10.00 Uhr:  anschließend Aussetzung und Anbetung
16.00 Uhr:  Rosenkranzgebet
16.30 Uhr:  Vesper und sakramentaler Segen

Montag, 16. Dezember 2013

Bischof Zsifkovics setzt Zeichen zur Entschleunigung

Betriebsurlaub der Diözese Eisenstadt von 27. Dezember 2013 bis 6. Jänner 2014 soll Zeit für die Familie ermöglichen und MitarbeiterInnen zur inneren Ruhe kommen lassen.

Nach zahlreichen positiven Rückmeldungen auf den erstmaligen Betriebsurlaub der Diözese Eisenstadt im Vorjahr setzt die Diözesanleitung auch in diesem Jahr ein Zeichen zur Entschleunigung der Weihnachtszeit. "Gerade kirchliche Einrichtungen müssen beispielgebend Freiräume für die Menschen schaffen", erklärt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die Bedeutung dieser Maßnahme, zu der sich die Diözesanleitung –in Absprache mit dem Betriebsrat –entschlossen hat. "Zu Weihnachten ist Gott Mensch geworden - der Maßstab der Kirche ist daher der Mensch, und das gilt auch im betrieblichen Rahmen. Die Erfahrung des Vorjahres hat uns gezeigt, wie wichtig unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser freie Raum der Erholung und der ungestörten Zuwendung an Familie und Freunde ist."

In der Zeit vom 27. Dezember 2013 bis 6. Jänner 2014 werden daher alle Dienststellen der Diözese geschlossen sein. Dies gilt auch für die Kirchenbeitragsstellen. Ausgenommen sind die Bildungshäuser in Eisenstadt und Oberpullendorf.

Freitag, 13. Dezember 2013

Amerika-Splitter

Bischof besucht AuslandsburgenländerInnen

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hat Ende Oktober die burgenländischen Landsleute in den USA und Kanada besucht. Feste wohltätiger Vereine bildeten die Plattform für die menschliche Begegnung der AuslandsburgenländerInnen mit "ihrem" Bischof und damit auch mit dem Stückchen Heimat, das viele noch immer so sehr vermissen. Nach Weihnachten wird ein kleiner Bildband über diese Pastoralreise erscheinen.

Begegnungen in Amerika
(c) Diözese Eisenstadt/Franz Gollubits
Anstoß für die Reise über den großen Teich im Oktober war die Einladung an Bischof Zsifkovics zur Feier des 90-jährigen Jubiläums des "1. Burgenländischer Krankenunterstützungsverein New York". Die Pastoralreise entwickelte sich zu einem großen Ereignis burgenländischer Verbundenheit über die Grenzen von Geografie und Generationen hinweg und wurde zu einer amerikanisch-kanadischen "Burgenlandtournee" mit weiteren Stationen bei den Vereinigungen der Auslandsburgenländer in Northampton, Coplay und Toronto. Denn viele wollten "ihren" Bischof sehen, ihn kennenlernen und wieder Burgenländisch hören, sprechen und: singen. Denn der Bischof von Eisenstadt erwies sich bei den Treffen als ein leidenschaftlicher Sänger von Heimatliedern. Aber auch als Tänzer machte Zsifkovics eine glänzende Figur: Etwa auf dem glatten New Yorker Parkett als Ehrengast eines Burgenland-Festes mit der frischgewählten "Miss Burgenland New York" als Tanzpartnerin (siehe Foto).

Begegnungen in Amerika
(c) Diözese Eisenstadt/Dominik Orieschnig
Einer, der sich besonders auf den Bischof gefreut hat, war Herr Henits. Im letzten Augenblick erkrankte er aber schwer und musste sogar ins Spital eingeliefert werden. Seine große Enttäuschung darüber, die Chance auf die langersehnte Begegnung verpasst zu haben, kam auch Bischof Zsifkovics zu Ohren, der nicht lange zögerte und den Kranken im Montefiore University Hospital in New York besuchte.

Bildband gewährt Einblicke
Viele dieser Momente der Begegnung, voller Herzlichkeit und gewürzt mit Heimweh der alten und Neugier der jungen Generation, wurden von Dominik Orieschnig, dem neuen Pressesprecher der Diözese Eisenstadt, eingefangen und zusammengetragen. Ein kleiner Bildband dieser Reise "über's große Wasser" wird Anfang kommenden Jahres erscheinen.

Dienstag, 3. Dezember 2013

8. Dezember: Marienfeier in Eisenstadt

Marienfeier 2013Immaculata-Feier mit Lichterprozession am Hochfest Mariä-Empfängnis mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
Sonntag, 8. Dezember 2013, Eisenstadt; ab 13.30 Uhr für Ministranten, Theresianum;
Beginn der Prozession 16.00 Uhr, Mariensäule am Oberberg


"Minis" im Fokus. Wie im Vorjahr werden auch heuer zahlreiche Ministranten aus der ganzen Diözese dabei sein. Die Kinder und Jugendlichen erwartet bereits ab 13.30 Uhr im Theresianum ein spannendes Vorprogramm. Eltern und Begleitpersonen werden in der Zwischenzeit von Mitarbeiter/innen der Katholischen Aktion mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Lichterprozession im Vorweihnachtstrubel. Die Prozession beginnt um 16.00 Uhr bei der Mariensäule am Oberberg, belgeitet von der Stadt- und Feuerwehrkapelle Eisenstadt führt sie vorbei am Schloss Esterházy, durch die Fußgängerzone und über das Alte Stadttor in den Martinsdom, wo eine feierliche Marienvesper gefeiert wird. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Dommusik St. Martin. Im Anschluss sind alle Teilnehmer/innen zur Begegnung in den Martinussaal des Dompfarrzentrums eingeladen.

Festtag mit besonderer Tradition. Die katholische Kirche feiert am 8. Dezember, dass Maria vom Anfang ihrer Existenz an ein von Gott begnadeter Mensch war. In der biblischen Erzählung von der Verkündigung durch den Engel wird sie die „Begnadete“genannt. Das Zweite Vatikanische Konzil spricht von Maria, die „vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit ist“. Im Gedächtnis der Erwählung Marias wird der Kirche sowohl ihre eigene begnadete Existenz als auch ihr Auftrag zu heiligem Leben vor Gott bewusst gemacht.

Burgenländisches Jahrbuch 2014 erschienen


Burgenländisches Jahrbuch 2014Der Bischof der Diözese Eisenstadt ruft im Vorwort des Jahrbuchs dazu auf, den Frieden in unserem Land bewusst zu leben und weiter zu geben. Hundert Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs lädt Bischof Ägidius J. Zsifkovics die Gläubigen dazu ein, das Geschenk des Friedens im Herzen wachsen zu lassen und ihm im Alltag Raum zu geben.

Das Burgenländische Jahrbuch 2014 wird in den nächsten Tagen in die Pfarren der Diözese Eisenstadt ausgeliefert. Reich bebildert, mit interessanten Texten und wichtigen Informationen ausgestattet will es für seine Leser ein Begleiter durch das kommende Jahr sein. Das Titelbild wurde nach Motiven des Künstlers Heinz Ebner gestaltet. Es zeigt den Turm der eben zur Basilika erhobenen Franziskanerkirche von Güssing und das Antlitz des dort verehrten seligen Armenarztes Ladislaus Batthyány-Strattmann. Das Buch beschäftigt sich aus gegebenem Anlass mit dem Begriff der Basilika. Ein weiterer Beitrag blickt zum Wechsel von Papst Benedikt XVI. zu Papst Franziskus auf die vielen Berührungspunkte von Papst Benedikt / Joseph Ratzinger mit Österreich zurück und erinnert an seine Aufenthalte im Burgenland. Das 1700. Geburtsjubiläum von Diözesanpatron St. Martin im Jahr 2016 wird Papst Franziskus wahrscheinlich bis knapp an die burgenländische Grenze führen: nach Steinamanger, dem Geburtsort des Heiligen.

Der burgenländische Diözesanpriester Markus S. Bugnyar, Leiter des Österreichischen Hospizes in Jerusalem stellt den wechselvollen Lauf der Geschichte dieses Hauses dar und lädt dazu ein, es Kaisern und Spitzenpolitikern gleich zu tun und ebenfalls auf einen Besuch, eine Pilgerfahrt in Jerusalem vorbei zu kommen.

Kennzeichnender Teil des Jahrbuchs ist der Kalender. Die führende katholische Journalistin Gabriele Neuwirth hat dafür wieder sechs Beiträge geliefert. Sie geben in sehr persönlicher Weise ihre Begegnungen mit großen Vorbildern im Glauben wieder. Das Jahrbuch spiegelt mit mehreren Elementen die viersprachige Lebenswelt der Katholiken des Burgenlandes: Zum vorherrschenden Deutsch kommen Teile auf Kroatisch, Ungarisch und Romanes. Doch kein Leser bleibt von Inhalten ausgeschlossen, es gibt jeweils Zusammenfassungen oder eine Übersetzung.

Ein ausführliches Personal- und Dienststellenverzeichnis der Diözese Eisenstadt bietet Orientierung über Pfarren und Pfarrer, Kontaktmöglichkeiten zur Diözesanleitung, zu den Ordensgemeinschaften und zahlreichen weiteren kirchlichen Einrichtungen. Damit das Blättern in diesem „Schematismusteil“nicht langweilig wird, sind die Seiten fortlaufend mit den Bildern und Kurztexten der Jahreschronik unterlegt.
Das Jahrbuch kostet –seit Jahren unverändert –sechs Euro. Die wichtigste Vertriebsschiene des Burgenländischen Jahrbuchs sind die Pfarren, das Buch kann aber auch über den St. Martinsverlag bezogen werden, Telefon 02682/777-279, martinsverlag@martinus.at

Montag, 2. Dezember 2013

„Wer hofft, lebt anders.“

Wer hofft, lebt anders.
(c) Diözese Eisenstadt/Divos
Die Diözese Eisenstadt führt die Kampagne „glauben.hoffen.lieben“ mit neuen Sujets fort. Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und die Firma Blaguss präsentierten im Haus der Gemeinschaft Cenacolo die Kampagne „Wer hofft, lebt anders“.

Das Haus der Gemeinschaft Cenacolo war der passende Rahmen für die Präsentation der neuen Diözesankampagne „Wer hofft, lebt anders“. In der Gemeinschaft leben ehemalige Drogensüchtige oder Alkoholkranke unter einem Dach zusammen. Gemeinsam leben sie nach christlichen Werten und überwinden so die Kraft der Droge. Die Kampagne basiert auf alltäglichen und speziellen Situationen des Lebens. Einmal legt ein Paar seine Hände auf den Bauch der schwangeren Frau. Ein anderes Mal hält eine Bäuerin Erde in den Händen, aus der eine Pflanze sprießt. Die Kampagne zielt auf persönliche Lebenssituationen ab und zeigt auf, wann „gehofft“wird.

Starke Bilder
So zeigen starke Bilder neuralgische Punkte menschlichen Daseins und vermitteln in Kombination mit „Wer hofft, lebt anders“die Botschaft, was Hoffnung vermag. „Über all den großen und kleinen Hoffnungen des Lebens spannt sich die Hoffnung, die wir Christen haben. Diese Hoffnung trägt uns. Sie hilft uns, die Brüche und Umbrüche unseres eigenen Lebens zu bewältigen. Sie wurzelt dabei nicht in unseren eigenen Möglichkeiten, sondern in den Möglichkeiten Gottes und den Plänen, die Er mit uns hat. Diese Hoffnung ist das Identitätsmerkmal unseres Glaubens“, betonte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics.

Dazu hob der Bischof die Gemeinschaft Cenacolo hervor, die seit 1997 im Burgenland nach dem diözesanen Motto lebt. „Wir sind heute an einem Ort, an dem uns Menschen zeigen, wozu eine von christlichem Glauben getragene Hoffnung uns befähigen kann. Ihr Zeugnis ist so bewegend, dass es uns mitreißt und hilft, unser eigenes Leben durch die unendlich wertvolle Ressource „Hoffnung“zu einem anderen, einem besseren Leben zu machen.“

Busse als Botschafter
Auf drei Autobussen der Firma Blaguss werden die drei unterschiedlichen Motive zu sehen sein. „Mit unseren Bussen soll die Botschaft in die Ortschaften kommen und damit die Hoffnung weitergeben“, erklärte Hannes Kirnbauer von Blaguss. Grundlage für die Sujets ist das Corporate Design der Kampagne „Ich glaube. Es wird gut.“mit geringfügigen Veränderungen, da die Kampagne durch die Verwendung von „glauben.hoffen.lieben.“als dreijähriges Projekt angelegt ist.

Entscheidend für die Auswahl der Sujets ist, dass zum Zeitpunkt der Ausgang einer Situation/eines Zustandes noch nicht gewiss ist. Sprich: Hoffnung wird zum maßgeblichen Faktor.

Freitag, 29. November 2013

Türen öffnen und neue Wege beschreiten

Dominik Orieschnig
Dr. Dominik M. Orieschnig
(c) Diözese Eisenstadt
Dr. Dominik M. Orieschnig wurde von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics mit sofortiger Wirkung zum neuen Pressesprecher der Diözese Eisenstadt ernannt.

„Eine Kirche des 21. Jahrhunderts muss die Lebenswirklichkeit der Menschen umarmen, wenn ihr die Positionierung der christlichen Botschaft und ihrer Werte in der Gesellschaft gelingen will. Dazu wird es nötig sein, unsere gesamte Kommunikation auf ein breiteres, zeitgemäßes Fundament zu stellen“, erklärt Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics. In der Ernennung von Dr. Orieschnig sieht der Bischof die Garantie, dass die Kirche in unserem Land noch mehr Transparenz zeigt und sich noch stärker öffnet, um auf „Tuchfühlung“mit den Menschen gehen zu können.

Dr. Dominik M. Orieschnig wird sein bisheriges Amt als Sekretär des Bischofs weiterführen, eine Tatsache, die die Aufwertung der Position des Pressesprechers zusätzlich dokumentiert. Der gebürtige Steirer, promovierte Jurist und Träger des Kardinal-Innitzer-Förderpreises für wissenschaftliche Leistungen hat u. a. als Redakteur des ORF Steiermark frühe Erfahrung in der Medienarbeit gesammelt, die er zuletzt als Rechtsreferent der Österreichischen Bischofskonferenz im kirchlich-kommunikativen Bereich vertiefen konnte. Seine Ausbildung (Diplomat) hat ihm sicherlich auch auf diesem Parkett zum Erfolg verholfen. Für Orieschnig, den ehemaligen Solisten der Wiener Sängerknaben, sind Freude, Begeisterung und von Herzen kommende Überzeugung bei sich und bei seinen Mitarbeitern wesentliche Elemente seiner Arbeit.

„Ich möchte neue Türen öffnen, um uns – als Diözese – zu ermöglichen, auch neue Wege zu gehen: das betrifft unsere eigenen Medien, die wir etwa durch noch mehr Öffnung hin zu den Social Media bereichern wollen, das betrifft aber auch die Qualität, Quantität und Transparenz unserer Kommunikation mit allen relevanten öffentlichen Bereichen“, skizziert der neue Pressesprecher seine Pläne.

Die Ernennung von Dr. Dominik M. Orieschnig wurde durch den Abgang der bisherigen Leiterin des diözesanen Medienbüros, Barbara Horvath-Piroska, und ihre Rückkehr in den Dienst der Burgenländischen Landesregierung nach Ablauf der gewährten Karenz möglich.

Rückfragehinweis:
Dr. Dominik M. Orieschnig
Pressesprecher / Bischöflicher Sekretär

Diözese Eisenstadt
St. Rochus-Straße 21, 7000 Eisenstadt

T 02682/777 351
F 02682/777 252
E dominik.orieschnig@martinus.at
W www.martinus.at

Montag, 25. November 2013

Güssing feiert Basilikaerhebung

Basilika Güssing Erhebung 18
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Das diesjährige Hochfest Christ König war für die Diözese Eisenstadt ein besonderer Tag: In Güssing wurde die Erhebung der Kloster- und Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung zur Basilica minor gefeiert.

Mit den Gläubigen feierten Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, Alt-Bischof Paul Iby, der ernannte Salzburger Erzbischof Franz Lackner sowie zahlreiche Priester und Ordensleute. Am Festgottesdienst nahmen auch zahlreiche Vertreter/innen der Burgenländischen Landesregierung - mit Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl an der Spitze - , des Landtages sowie sonstiger öffentlicher Institutionen auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene teil.


Freitag, 22. November 2013

Das Friedensprojekt weiter denken

29 Männer und Frauen besuchten im Rahmen einer Exkursion des Katholischen Bildungswerkes (KBW) Institutionen der Europäischen Union in Brüssel. 
Hannes Artner, Diözesanverantwortlicher des KBW, schildert Eindrücke und Begegnungen.

In der Europäischen Union gehen zur Zeit drei Zeitspannen zu Ende. Die Legislaturperiode des Europäischen Parlamentes, die Amtszeit der Kommission und der Finanzrahmen. Auf diese Tatsache wurden die Männer und Frauen sowohl bei den Besuchen und Gesprächen bei der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und der Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union in Brüssel immer wieder hingewiesen. Neuer Schwung wird nun vor allem durch die im nächsten Mai stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament erwartet. Waren die letzten Perioden vor allem durch die diversen Erweiterungen und dann die vergangenen Jahre durch die weltweite Finanzkrise geprägt, so könnten die nächsten genutzt werden, um die Union zu vertiefen und weiterzudenken.

KWB besucht EU
KA-Präsident Stephan Renner & Gen.Sekr. Karl Woditsch
im Gespräch mit Michael Kuhn, dem österr. Vertreter
bei der Europäischen Bischofskonferenz
(c) Diözese Eisenstadt/Artner 
Das Projekt Europa ist einzigartig. Nach Jahrhunderten von Konflikten und Kriegen auf unserem Kontinent, wurde ab 1950 durch Christen wie etwa Robert Schuman die Idee und die Umsetzung einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit der ehemaligen Kriegsgegner forciert und damit der Grundstein einer bis heute andauernden einmaligen Periode des Friedens innerhalb der Mitgliedsstaaten geschaffen. Die Europäische Union als eine Macht, die nicht auf den Krieg sondern auf den Frieden setzt.

Herausforderungen. „Pax est absentia belli - Frieden ist die Abwesenheit des Krieges“, definierte Hugo Gratius einst. Aber wie sieht es mit der Lage innerhalb Europas aus? Gibt es nicht genug Potential um den gesellschaftlichen Frieden innerhalb der EU zu gefährden? Wenn etwa die Arbeitslosenrate immer weiter steigt und die soziale Kluft immer größer wird? Wenn Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen in Mitgliedsstaaten der EU unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen und der Flüchtlingsstrom zu uns immer mehr zunimmt, er immer mehr Menschenleben –wie zuletzt vor Lampedusa - kostet? Wenn wir alle zehn Jahre ein Jahrhunderthochwasser haben und der Klimawandel uns nun bis in unser eigenes Heim hinein betrifft?

Vereinigte Staaten von Europa? Tatsachen und Herausforderungen die Konfliktpotential in sich tragen und denen sich Europa in nächster Zeit stellen muss. Es muss die Frage gestellt werden, ob Europa nicht mehr ist als nur eine Wirtschaftsgemeinschaft. Wie es zu einer Sozial- und Solidargemeinschaft weiterentwickelt werden kann. Ob es gleich die „Vereinigte Staaten von Europa“- wie in einem Gespräch mit EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek kritisch angemerkt –sein müssen, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass das einzigartige Friedensprojekt weitergedacht gehört, sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Welche Rolle aber wir Christinnen und Christen dabei haben und wie wir uns einbringen können, dies wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Exkursion in einer Diskussion mit dem österreichischen Vertreter bei der Europäischen Bischofskonferenz (COMECE), Michael Kuhn, näher erörtert. Dass wir aber eine haben müssen –wenn es ein Erfolg werden soll –dies ist unbestritten.


Mittwoch, 20. November 2013

Franz Schubert im St. Martinsdom



Die letzten Wochen jedes Kirchenjahres stehen auch im Zeichen des Kirchenmusik-Gedenkens. In der Diözese Eisenstadt war heuer schon der Allerheiligentag davon berührt, denn an diesem Tag hätte der 1988 verstorbene langjährige, verdiente Eisenstädter Domkapellmeister Harald Dreo seinen 80. Geburtstag gehabt.

Mit dem Gedenktag der hl. Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, und mit dem Christkönigssonntag, der vielerorts auch als „Tag der Kirchenmusik“ begangen wird, stehen in nächster Zeit weitere Anlässe ins Haus.

Ein verbreitetes Gedenken ist im Sterbetag von Franz Schubert (19. November) begründet. Fraglos zählt Schubert zu den bedeutendsten Komponisten, nicht zuletzt in der Kirchenmusik. Durch seine Tätigkeit als zeitweiliger Musiklehrer im Haus der Grafen Esterházy hatte Franz Schubert auch in unsere Region eine Beziehung. Mit der Deutschen Messe „Wohin soll ich mich wenden“ ist Schubert, mehr noch als Haydn, Mozart und andere, in unseren Gottesdiensten landesweit präsent.

Bekannt sind die Melodien der „Schubert-Messe“ vor allem im Volksgesang.
In ihrer selten zu hörenden Originalfassung für Chor und Bläser steht die Messe am kommenden Sonntag auf dem Programm der Dommusik. Mit dem Domchor werden dabei Chormitglieder der Pfarre Breitenbrunn (Leitung: Hans-Peter Prattinger) sowie des Lehrer-Madrigalchores Neusiedl (Leitung: Josef Kaintz) mitwirken.
Die Aufführung wird von der ERSTE BANK gesponsert.


Christkönigssonntag, 24. November, 9 Uhr, Martinsdom
Hochamt mit Generalvikar Kan. Martin Korpitsch
Franz Schubert, Deutsche Messe „Wohin soll ich mich wenden“, D 872


Zur Entstehung der Deutschen Messe

Neben dem bis heute tradierten Hochamt mit feierlichen Riten und besonderer Kirchenmusik gab es in der Liturgiegeschichte immer wieder Bestrebungen, der Verwendung der Landessprache (neben der katholischen Muttersprache Latein) mehr Raum zu geben. Selbst Martin Luther konnte in seinem Reformbemühen auf deutschsprachige Gesangsformen zurückgreifen, die bereits Jahrhunderte vor ihm in der katholischen Liturgie verwendet wurden.

Auch die Ära der Aufklärung im ausgehenden 18. Jhdt. zeitigte den Wunsch, die katholische Liturgie durch Verwendung der Landessprache „verständlich“ zu machen.
Die Kirchenmusik wurde von den Regierenden als gutes Vehikel erachtet, um diese Absicht effizient und weitgestreut zu verbreiten.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen war deutschsprachigem Volksgesang Vorrang einzuräumen gegenüber dem durch die Jahrhunderte gepflegten Schatz kunstvoller lateinischer Kirchenmusik. (Dieser Grund war übrigens mitbestimmend für die fast fünfzehnjährige Schaffenspause von Joseph Haydn in der Mess-Komposition).
Die Einhaltung der neuen Vorschriften wurde in den Pfarren von eigens eingesetzten Kommissionen mit zum Teil peinlicher Penibelität kontrolliert.

Insgesamt hielt sich die aufgezwungene, den Gläubigen wenig vertraute Form nur kurz: schon wenige Jahrzehnte später entstand die wohl berühmteste Komposition der Gattung „Deutsche Messe“, jene von Schubert, nicht mehr für Volksgesang, sondern für Chor und Bläser.

Kurios: seit dem 20. Jhdt. wurde die „Deutsche Messe“ vor allem als Volksgesang verbreitet - eine Verwendung, die von Franz Schubert keineswegs vorgesehen war.

Die originale Instrumentalbesetzung der Deutschen Messe (Holz-, Blechbläser, keine Streichinstrumente) erscheint in heutigen Verhältnissen fast exotisch. Zu jener Zeit war sie allerdings gebräuchlich, denn Holz- wie Blechbläser standen ausreichend zur Verfügung.

Unserer Zeit ist die Deutsche Messe als „Schubert-Messe“ geläufig, Manche nennen sie nach ihrem ersten Liedtitel „Wohin soll ich mich wenden“.
Die meisten alten Abschriften bezeichnen die Messe wie die Druckausgabe des Textes  (1827): „Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe“.
Die acht Teile samt Anhang (Vater unser) wurden im Sommer 1827 im Auftrag des Textautors Johann Philipp Neumann (1774-1849) vertont. Zu Schuberts Lebzeiten blieb das Werk im Besitz des Auftraggebers; der Komponist hatte am 16. Oktober 1827 hundert Gulden Wiener Währung als Honorar quittiert (das entsprach etwa der Jahresmiete für ein möbliertes Zimmer).


Dienstag, 19. November 2013

Feier der Basilikaerhebung der Klosterkirche Güssing

Erhebung zur Basilica minorAm 19. Juni dieses Jahres hat Papst Franziskus die Kloster- und Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Güssing in den Stand einer Basilica minor erhoben.
Vom 21. bis 24. November finden die kirchlichen Feierlichkeiten statt.


Triduum
21. November (18.30 Uhr): „Selig ist die, die geglaubt hat“- Eucharistiefeier mit Pastoralamtsleiter Michael Wüger

22. November (18.30 Uhr): „Eine Quelle, deren Wasser niemals versiegt“- Eucharistiefeier mit Generalvikar Martin Korpitsch

23. November (18.30 Uhr): „Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“- Eucharistiefeier mit Provinzvikar P. Gottfried Wegleitner

Festgottesdienst
24. November, Christkönigsfest (14.00 Uhr) mit Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics

Siehe auch: http://aktuell.martinus.at/2013/09/klosterkirche-gussing-wird-basilika.html

Bischöfliche Auszeichnungen

Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics am 16. November 2013 folgende bischöfliche Auszeichnungen:

St. Martinsorden in Gold
Herta Wagentristl, ehem. Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Eisenstadt
Dir. OSR Gustav Jaidl, Schützen a.G. (Pfarre Oggau a.N.)

St. Martinsorden in Silber
Karl Langecker, Tschurndorf (Pfarre Weppersdorf)
Erwin Stifter, Tschurndorf (Pfarre Weppersdorf)
Dr. Otto Kiss, Mitterpullendorf
Mag. Wiltraut Tschida, Lockenhaus
Ewald Perner, Marz
Annemarie Trimmel, Marz
Josef Pitzl, Apetlon
Georg Zechmeister, Gols
Christine Presch, Mattersburg

Verdienstmedaille in Gold
Elisabeth und Johann Friedl, Lindgraben (Pfarre Weppersdorf)
Dir. Anton Reumann, Horitschon
Maria Buchinger, Marz
Maria Lehrner, Marz
Matthias Lehrner, Marz
Erika Scheiber, Marz
Friederike Zachs, Marz
Josef Schmidl, Marz
Angela Leirer, Unterrabnitz
Franz Zmatlo, Gols
Anna Krautsieder, Gols
Christine Wendelin, Gols
Anneliese Temer, Gols
Hilde Beck, Gols
Elisabeth Zwinger, Gols
Franziska Fasching, Oggau

Verdienstmedaille in Silber
Maria Kornfehl, Marz
Margarete Schmidl, Marz
Ing. Franz Buchinger, Marz
Josef Sailer, Marz
Hermann Ackermann, Donnerskirchen

„Ich bin da!“Katholische Jungschar zum Tag der Kinderrechte

Am 20. November ist Tag der Kinderrechte. Die Katholische Jungschar wird auch in diesem Jahr nicht müde, Kinderrechte als alltäglichen Leitfaden im Miteinander einzufordern.
Mittwoch, 20. November, 11.45 bis 14.00 Uhr, Eisenstadt Fußgängerzone/Volksschule


Die diesjährige Postkartenaktion mit dem Spruch „Ich bin da!“ weist auf die Notwendigkeit der Achtung von Kindern und ihren Rechten hin. „Die Kinderrechte sind ein guter Handlungsleitfaden und zwingen uns Erwachsene immer wieder, die Perspektiven von Kindern ernst zu nehmen. Mit unserer diesjährigen Verteilaktion wollen wir einmal mehr das Bewusstsein für einen respekt- und liebevollen Umgang mit Kindern in jedem Lebensbereich schärfen“, erklärt Sigrid Kickingereder, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar.

Neben der allgemeinen Forderung der Einhaltung der Kinderrechtskonvention spricht sich die Katholische Jungschar klar für eine universelle Kindergrundsicherung aus, die ein gutes Leben für alle ermöglichen soll. „Eine Kindergrundsicherung bündelt sämtliche kindbezogenen Leistungen in einer einzigen existenzsichernden Leistung für alle Kinder", erklärt Sigrid Kickingereder. „Ziel ist die unmittelbare Sicherung des materiellen Wohlbefindens von allen Kindern und ihrer Familien. Die Armutsgefährdung, speziell von Alleinerziehenden oder Mehrkind-Familien, steigt. Ungeheizte Wohnungen, schlechte Ernährung, kein Geld für Schul- oder Freizeitangebote – Kinder brauchen jetzt eine Grundsicherung.“

Am 20. November wird es in den Bundesländern Verteilaktionen mit Süßigkeiten und Information zu den Kinderrechten geben. Im Burgenland findet diese Aktion von 11.45 bis 14.00 Uhr in der Fußgängerzone sowie vor der Volksschule in Eisenstadt statt.

Mehr zum Thema Kinderrechte: http://www.jungschar.at/index.php?id=lobby

Mittwoch, 13. November 2013

Personalnachrichten

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hat am 11. November, dem Fest des hl. Martin, ernannt:

Zum Wirklichen Konsistorialrat:
  • Msgr. EKR Ernst Zonschits, Kreisdechant, Pfarrer in Deutschkreutz und Pfarrprovisor in Neckenmarkt 

Zum Bischöflichen Ehrenkonsistorialrat:
  • GR Mag. Wilhelm A. Ringhofer, Kreisdechant, Propst- und Stadtpfarrer in Eisenstadt-Oberberg und Stadtpfarrer in Eisenstadt-Kleinhöflein 
  • GR Janusz Jamróz, Dechant, Pfarrer in Unterfrauenhaid und Raiding und Pfarrprovisor in Ritzing 

Zum Bischöflichen Geistlichen Rat:
  • P. Mag. Raphael Rindler OFM, Kreisdechant, Stadtpfarrer und Guardian in Güssing 
  • Mag. Roman Schwarz, Dechant, Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf 
  • Mag Željko Odobašić, Dechant, Pfarrer in Trausdorf a.d.W. und Oslip 
  • Harald J. Schremser, Dechant, Pfarrer in Kleinfrauenhaid und Hirm 
  • Mag. Johannes Vertesich, Dechant, Pfarrer in Nikitsch und Kroatisch Minihof, Pfarrmoderator in Kroatisch Geresdorf 
  • Mag. Dr. Nikolas O. Abazie, Dechant, Pfarrer in Draßmarkt und Oberrabnitz 
  • Mag. Lic. Damian Prus, Dechant, Pfarrer in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf 
  • Mag. Lic. Norbert Filipitsch MAS, Dechant, Stadtpfarrer in Jennersdorf 
P. Stephen Gerald Augustine MSFS wurde in die Dienstverwendung der Diözese aufgenommen und vorerst zum Aushilfspriester für das Dekanat Mattersburg mit Wohnsitz in Marz bestellt.

Montag, 11. November 2013

St. Martinsfest 2013 - Festakademie


„Glaubend die Zukunft empfangen" - Festvortrag Diözesanbischof Benno Elbs

Über die Zukunft des Glaubens nachzudenken setze voraus, als Erstes über Gott nachzudenken. Mit diesem Gedanken beginnt Bischof Elbs seinen Festvortrag. Und er zitiert Papst Franziskus, der gesagt hat: „Ich habe eine dogmatische Sicherheit: Gott ist im Leben jeder Person. Gott ist im Leben jedes Menschen.“ Dies, so Elbs, sei das Grundvertrauen, „in dem wir stehen, dass Gott all unsere Wege mit uns geht, dass hinter allen Dingen und auch in allem Scheitern einer da ist, der mich liebt.“

Zeit des Wandels. Unsere Gesellschaft und die Kirche sind geprägt von einem epochalen Wandel. Wie reagieren wir auf die Veränderungen? Wie wird versucht, die ‚Schafe’ zusammenzuhalten? Indem man einen Zaun um die Herde baut oder einen Brunnen gräbt? „Kirche gestalten heißt, nicht jammern, sondern Quellen graben und Menschen an diese Orte zu führen, damit ihr Leben reicher wird.“ Ziel allen pastoralen Handelns sei die Freundschaft mit Christus. „Jesus sagt: Ich bin in euch und ihr seid in mir, wie die Rebe mit dem Weinstock verbunden ist und der Weinstock mit der Rebe.“ Die Grenze sei nicht genau definierbar, so Elbs, “es ist ein Ineinander, ein Ineinander mit ihm.“ Diese Freundschaft mit Christus lasse Menschen „schöner und groß werden. Von seinem Blick berührt werden, heilt die Wunden meines Herzens.“

Gemeinde der Zukunft. Für gegenwärtiges und zukünftiges pastorales Handeln nennt der Bischof vier Methoden, „die den Weg leuchten können“: Das Vertrauen in das Wirken des Wortes Gottes; die Haltung der Gastfreundschaft; die Option für die Armen; der Blick auf die Märtyrer, die hineinführen in ein tiefes und vertrauendes Beten. Von diesen Methoden ließen sich wiederum fünf Dimensionen ableiten, die für die Zukunft christlicher Gemeinde bedeutsam sind: Die kontemplative Dimension – die Erfahrung, dass man ganz auf Jesus setzen, sich ihm bedingungslos anvertrauen kann, könne ein Leben von Grund auf verändern. Die samaritische Dimension – in einer Zeit, die die Werke der Barmherzigkeit längst schon anders definiert. Die prophetische Dimension – „die verlangt, sich aktiv einzumischen, politisch zu denken und zu handeln“. Die familiale Dimension – die christliche Gemeinde als Ort des Dazugehörens, der Heimat. Und die missionarische Dimension – das Evangelium verkünden und „Zeugnis ablegen vor diesem parteilichen Gott, der auf der Seite der Schwachen steht.“„Zukunft ist immer geschenkt“, so Elbs abschließend. "Wenn es gelingt, unsere Gemeinden und Gemeinschaften durch diese Dimensionen zu prägen, dann werden sie auch lebendig sein."

Grußwort Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics

In seinen Grußworten stellt der Eisenstädter Bischof den hl. Martin, „einen weit über die Jahrhunderte hinweg leuchtenden Heiligen“ in den Mittelpunkt. Teilen, das bedeute in einer vernetzten Welt gemeinsamer und begrenzter Ressourcen mehr als jemals zuvor auch Verzichten. „Der Blick auf das Wesentliche und der Verzicht auf das Unwesentliche wird Grundvoraussetzung dafür sein, dass die Menschheit die auf sie zukommenden Herausforderungen und Krisen bewältigen kann.“ Den auf den meisten Martinsdarstellungen festgehaltenen Teilungs- und Verzichtsprozess in die komplexe Lebensrealität einer sich zunehmend globalisierenden Welt umzusetzen, sei eine Überlebensfrage der Menschheit.

Pastoraler Weg der Diözese Eisenstadt. In seinen weiteren Ausführungen geht Bischof Zsifkovics auch auf den neuen pastoralen Weg der Diözese ein. „Ein neuer, umfassend angelegter pastoraler Prozess befindet sich in den Anfangsschritten.“ Die Art und Weise, wie Menschen ihren Glauben suchen, finden und leben, habe sich wesentlich verändert. Deshalb bedürfe es neuer Wege im Leben der Kirche. Wie immer die konkreten strukturellen Maßnahmen dieses Prozesses auch aussehen mögen: Solidarität und Verzicht, wie Martinus sie vorgelebt hat, seien wesentlich, um die Teilnahme der Gläubigen am kirchlichen Leben zu stärken. „Wir alle sind aufgerufen, einen inneren Paradigmenwechsel zu vollziehen und uns auf einen langen Weg der Transformation einzulassen“, so Zsifkovics.

Das Grußwort in voller Länge...

Pontifikalvesper als Abschluss des St. Martinsfestes

Seinen Abschluss fand das diesjährige St. Martinsfest mit einer Pontifikalvesper im Dom. Dabei wurde EKR Dechant Karl Hirtenfelder, Koordinator der Partnerschaft der Eparchie Kanjirapally und der Diözese Eisenstadt sowie Pfarrer von Stegersbach und Ollersdorf, feierlich in das Kathedralkapitel zum hl. Martin aufgenommen.

St. Martinsfest 2013: Festgottesdienst


„Die richtigen Segel setzen“: In seiner Festpredigt spricht Bischof Benno Elbs zur Lage von Kirche und Religion in der heutigen Gesellschaft und wie es gelingen kann, dem Gegenwind entgegenzusteuern

Es seien drei Logiken, die die Situation des heutigen Menschen und unserer Gesellschaft entscheiden prägen und beeinflussen: jene der Medien, jene des Marktes und des Konsums sowie die Logik der Finanzmärkte. „Religion und Kirche hingegen zählen nicht zum Mainstream, sind kein Modetrend unserer Gesellschaft“, so Bischof Elbs am Beginn seiner Predigt. Gegenwind sei spürbar und deshalb sei es entscheidend, „die richtigen Segel zu setzen, die das Boot voran bringen.“
Das erste Segel: Gottesbewusstsein
Es scheint, als würde der Mensch von heute auf weite Strecken ohne Gott auskommen, obwohl neue soziologische Studien belegen, dass Religion zurückkehrt und den Menschen wichtig ist. „Die entscheidende Frage an uns muss daher lauten: Glaubst du, dass Gott alle Wege deines Lebens mit dir geht?“ Es sei eine unserer vordringlichsten Aufgaben, so der Bischof, diese Spuren Gottes in unserem Leben zu entdecken. „Kaum jemand von uns wird eine große Erscheinung gehabt haben. Aber es ist doch so, dass Gott uns umarmt durch die Wirklichkeit, in der wir leben. Durch die Erfahrung des Trostes in einer Situation des Leides, durch die Umarmung eines lieben Menschen, durch ein gutes Wort, das neue Hoffnung und Perspektive schenkt.“ Wenn es gelingt, aus diesem Bewusstsein, dass Gott jeden Augenblick des Lebens mit uns verbunden ist, zu leben, dann „sind alle Wege meines Lebens auch Heilswege, Wege zu Glück und Sinn, so wie es auch der hl. Martin in seinem bewegten Leben erfahren hat.“
Das zweite Segel: Gemeinschaftsbewusstsein
„Gemeinschaftsbewusstsein trifft den Kern christlichen Glaubens“, ist Elbs überzeugt. Das II. Vatikanische Konzil fordere auf, Solidarität zu leben. „In seiner Eröffnungsansprache zum Konzil spricht Papst Johannes XIII. vom Heilmittel der Barmherzigkeit als Basis der Präsenz des Evangeliums heute“. Der moderne Mensch habe viele Sorgen: Angst vor der Einsamkeit, Angst vor Krankheit und Tod, Angst um den Arbeitsplatz und die wirtschaftliche Existenz. Deshalb seien „diese Heilmittel der Barmherzigkeit“ heute auch anders als vor 500 Jahren. „Ein Heilmittel ist es zum Beispiel, einem Menschen zu sagen: Du gehörst dazu.“ Konkret spricht Elbs dabei jene Menschen an, die am Rande stehen: Behinderte, sozial Schwache, Ausländer, alte Menschen, Flüchtlinge. „Die Sehnsucht nach Zugehörigkeit - die eine der tiefsten Sehnsüchte des menschlichen Herzens ist - zu stillen, das ist eine entscheidende Aufgabe für uns.“Als weitere mögliche Mittel der Barmherzigkeit nennt Elbs: Menschen Ansehen geben, besonders jenen, die übersehen werden, die abgeschrieben oder verurteilt sind; für andere zu beten, um sie so hineinzunehmen in die Barmherzigkeit Gottes; Menschen besuchen, die einsam, allein und ausgestoßen sind. Die Zusammenfassung all dieser Werke finde sich im Bild des hl. Martin, in der Mantelteilung, in der Zuwendung zum Anderen auf Augenhöhe.
Das dritte Segel: Selbstbewusstsein
Was Christen von heute besonders bräuchten, ist Mut. „Vielleicht gerade auch deshalb, weil das Gottesbewusstsein in unserem Leben abhanden gekommen ist.“ Auch hier, so Elbs weiter, könne der hl. Martin Vorbild sein. War doch sein Leben geprägt von diesem Mut, der selbstbewusst macht. Ein offener Blick in die Situation unserer Diözese würde auch uns mehr Selbstbewusstsein schenken. Gibt es doch eine Vielzahl an Zeichen der Nächstenliebe, die durch Christinnen und Christen im Geist des Evangeliums geschehen. „Gehen wir unseren Weg mit großem Gottvertrauen und in dem Wissen, dass Gott auch aus den kleinen Dingen des täglichen Lebens Großartiges entstehen lassen kann.“

Grußwort Diözesanbischof Zsifkovics
In den Sprachen des Burgenlandes begrüßte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die zahlreichen Gläubigen, die sich am Festtag des Diözesan- und Landespatrons im Martinsdom eingefunden hatten. Allen voran den Ehrengast und Festprediger Bischof Benno Elbs, Bischof der Diözese Feldkirch.
Besonders erfreut zeigte sich der Diözesanbischof über die große Anzahl von Vertreter/Innen des öffentlichen Burgenlandes sowie über die Anwesenheit von Superintendent Manfred Koch.

Vertreter des öffentlichen Lebens
Der hl. Martin ist auch Schutzpatron des Landes Burgenland. Dementsprechend nahmen am Festgottesdienst auch zahlreiche Vertreter/innen der Burgenländischen Landesregierung – mit Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl an der Spitze – sowie des Burgenländischen Landtages teil.
Weiters konnte Bischof Zsifkovics den Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt, Thomas Steiner, Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskozil sowie zahlreiche weitere Vertreter politischer und öffentlicher Institutionen auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene begrüßen.

Musikalische Gestaltung
Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von der Dommusik St. Martin, die die „Messe C-Dur“ von Franz Schubert zur Aufführung brachte.
Musikalisch Ausführende: Claudia Pumberger (Sopran), Michiko Ogata (Alt), Martin Maier (Tenor), Peter Goldner (Bass)
Orgel: Domorganist Robert Kovacs
Konzertmeisterin: Barbara Klebel-Vock
Leitung: Dom- & Diözesanmusikdirektor Thomas Dolezal

Freitag, 8. November 2013

"Kirchen tragen Mitschuld an der Verfolgung der Juden"

Die Novemberpogrome jähren sich heuer zum 75. Mal. In Erinnerung an die Ereignisse wenden sich Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und Superintendent Manfred Koch in einem gemeinsamen Schreiben an die katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden des Burgenlandes.


Schwestern und Brüder im Herrn!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die jüdischen Gotteshäuser in unserem Land, unsere jüdischen Mitbürger wurden brutaler Gewalt ausgesetzt, erniedrigt, gedemütigt, geschlagen, misshandelt, deportiert und ermordet. Die Zerstörung der Synagogen war ein unübersehbares Vorzeichen zum millionenfachen Mord an Juden in ganz Europa.

Unsere Kirchen haben gegen sichtbares Unrecht nicht genügend protestiert, viele unserer Gläubigen haben geschwiegen und weggeschaut, und sind, wie dies Dietrich Bonhoeffer formuliert hat, „dem Rad nicht in die Speichen gefallen“. Wir möchten darüber nicht richten, aber aus theologischer Sicht ist es ein Skandalon, dass gerade in unseren ländlich geprägten Gemeinden, wo das Christentum lebendig gelebt wurde, gegen diese Entrechtung und Verfolgung so wenig geschwisterlich hinsichtlich unserer „älteren Brüder und Schwestern im Glauben“ gedacht und gehandelt wurde.

Noch heute sind die Lücken, die diese Terrorherrschaft in unserer Gesellschaft riss, spürbar: Es gibt im ganzen Burgenland keine einzige jüdische Gemeinde mehr. Unsere Gedanken sind bei all denen, die diese schlimmste Zeit erleben und erleiden mussten. Die Toten sind schon zur Ruhe gekommen. Der Schmerz jener, die mit dem Leben davon gekommen sind, wird mit den Jahren nicht weniger, eher stärker.

Wichtig scheint uns, nicht nur das Historische zu bedauern, sondern auch auf das Heute zu schauen. Es ist ein Verlust, dass wir heute kein jüdisches Leben mehr unter uns haben, und wir müssen diese Leerstelle in unserer Mitte aushalten – nicht überspielen und vergessen. Es ist unsere Aufgabe als Christen, diese Erinnerung wertschätzend zu bewahren und jüdisches Leben, jüdische Gemeinden heute zu fördern und Jüdisches in unserer Theologie und in unserer Bibelauslegung wahrzunehmen.

Ohne die Grundlagen der jüdischen Religion ist unser christlicher Glaube nicht denkbar. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass Jesus selbst, seine Mutter, seine Brüder, seine Jünger und seine ersten Anhänger Juden waren, die jüdischen Vorschriften befolgten, jüdische Gebete sprachen und die Synagoge besuchten. Dass Jesus aus seinem Judentum zu verstehen ist, dass das jüdische Volk nicht verworfen wurde, wie dies fast 2.000 Jahre lang behauptet wurde. Dass der Bund Gottes mit seinem Volk unverändert fortbesteht. Dass die Kirchen eine Mitschuld an der Verfolgung der Juden tragen.

Wir möchten uns auch deshalb ausdrücklich gegen jene Meinungen aussprechen, die damit argumentieren, dass „mit diesen alten Geschichten“ jetzt endlich Schluss sein sollte. Unser Gott ist ein Gott, der Unrechtstaten nicht billigt, sondern die Menschen in die Verantwortung ruft. „Wir Christen kommen niemals mehr hinter Auschwitz zurück; über Auschwitz hinaus kommen wir, genau besehen, nicht mehr allein, sondern nur noch mit den Opfern von Auschwitz.“ Mit diesem Satz hat der katholische Theologe und Wegbereiter des christlich-jüdischen Gesprächs, Johann Baptist Metz, schon 1978 auf den Punkt gebracht, was in den folgenden zwei Jahrzehnten beide Kirchen nicht mehr losließ. Wenn wir ernst nehmen, was Johann Baptist Metz als Bedingung einer neuen Beziehung formuliert, kann es eine Zukunft geben. Christen müssen sich auf einen Lernweg machen. Dieser Weg beginnt mit der Haltung, die nicht immer schon besser weiß, sondern die wissen will, wer der andere ist und was ihm wichtig ist. Es ist eine Haltung der Achtung vor der Identität des Gegenübers.

Wir sehen heute Christen und Juden als Partner mit je eigener Identität in der Geschichte Gottes mit seinem Volk. Anstatt uns von den jüdischen „Wurzeln“ unseres christlichen Erbes abzuschneiden, sind wir herausgefordert, uns neu auf sie zu besinnen. Christinnen und Christen beten zum gleichen Gott wie Jüdinnen und Juden: zum Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, zum Schöpfer von Himmel und Erde. Wir bekennen die gemeinsame Hoffnung eines neuen Himmels und einer neuen Erde und die Kraft dieser messianischen Hoffnung für das Zeugnis und das Handeln von Christen und Juden für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.

Mit herzlichen Segensgrüßen


                         Dr. Ägidius Zsifkovics eh.                                Mag. Manfred Koch eh.
                                Diözesanbischof                                               Superintendent

Donnerstag, 7. November 2013

Kanzelwort zum St. Martinsfest 2013

Liebe Diözesanfamilie!
Schwestern und Brüder im Herrn!

Wenn man die Biografie des heiligen Martin, die Vita Martini, die der römische Schriftsteller und Historiker Sulpicius Severus uns hinterlassen hat, sorgfältig liest, kristallisieren sich drei Persönlichkeitsmerkmale des Heiligen besonders stark heraus. Das erste Merkmal: Martin von Tours war ein Mensch, der nach innen gekehrt war und der aus einer echten und tiefen Liebe zu Gott lebte. Er wusste, welche Kraft dem Menschen aus der Quelle der Stille und des Gebetes erwachsen kann. Als Bischof in bewegten Zeiten konnte er sein weltzugewandtes Missionsapostolat und sein tatkräftiges gesellschaftliches Engagement wohl nur aus dieser inneren Kraftkammer heraus bewältigen.

Damit in engem Zusammenhang steht das zweite Merkmal seiner Persönlichkeit: Weil Martinus tief in sich selbst hineinsah, kannte er die geistigen und psychischen Kräfte, die im Menschen oft einander entgegengesetzt wirken und dabei oft zu Bedrängnis führen können. Ähnlich wie der heilige Ignatius von Loyola beherrschte auch Martinus die „Unterscheidung der Geister“ und wusste, was dem Menschen Heil bringt und ihn näher zu Gott hin führt, aber auch, was den Menschen von Gott wegführen kann. Martinus hatte dabei ein untrügliches Gespür für das Wesentliche, für neue Wege, die zu gehen waren, im persönlichen Leben wie in Kirche und Gesellschaft. Deshalb konnte er in einer Zeit größter gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche so bahnbrechend wirken, weil er sich nicht an das Gewohnte klammerte, sondern im Glauben tief verwurzelt höheren Notwendigkeiten folgte. Dadurch bleibt er ein zeitloser Heiliger.

Montag, 4. November 2013

St. Martinsfest 2013 mit Bischof Benno Elbs

Martini Plakat 2013Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, das Pastoralamt sowie die Katholische Aktion der Diözese Eisenstadt laden zum Festtag des hl. Martin nach Eisenstadt ein. 

Montag, 11. November 2013, ab 09.00 Uhr, Eisenstadt, St. Martinsdom/Wirtschaftskammer



09.00 Uhr: Festgottesdienst im St. Martinsdom 
mit Diözesanbischof Benno Elbs, Feldkirch und Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
Musikalische Gestaltung: Franz Schubert, Messe C-Dur, D452
Ausführende: Dommusik St. Martin

14.00 Uhr: Festakademie in der Wirtschaftskammer Eisenstadt
  • Festvortrag Diözesanbischof Benno Elbs: „Glaubend die Zukunft empfangen“ 
  • Präsentation „Seht, ich mache etwas Neues!“–Pastoraler Weg der Diözese Eisenstadt 
  • Grußwort Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics Musikalische Umrahmung: Tamburizza Klimpuh und Gesangsverein Jennersdorf 
Im Anschluss: Agape

17.00 Uhr: Vesper im Martinsdom

„Familien feiern Feste“ – Heftreihe als Hilfestellung für Familien

Es gibt viele Anlässe und Gelegenheiten, in der Familie/mit Kindern zu feiern. Die neue Heftreihe „Familien feiern Feste“ bietet Anregung und Unterstützung.

Jedes Fest bedarf einer guten Vorbereitung. Genauso wichtig ist das Wissen um den eigentlichen Sinn des Ereignisses. Was steckt hinter dem Wort Advent, was ist der tiefere Sinn des Fastens, beginnt mit dem Schulanfang wirklich der Ernst des Lebens?

18mal Feiern. Das Pastoralamt der Diözese Eisenstadt will mit einer neuen Heftreihe Familien bei der Vorbereitung der diversen Anlässe im Jahreskreislauf unterstützen. Geplant sind 18 Hefte zu folgenden Themen: Advent, Fasching, Ostern, Christi Himmelfahrt & Fronleichnam, Schulanfang, St. Martin, Weihnachten, Aschermittwoch & Fastenzeit, Palmsonntag & Karwoche, Muttertag & Vatertag, Maria, Allerheiligen & Allerseelen, Nikolaus, Jahreswechsel & Dreikönig, Jahreszeiten, Pfingsten, Geburtstag & Namenstag sowie Erntedank.

„Das Konzept der Reihe sieht vor, dass die verschiedenen Feste im Jahreslauf über drei Jahre verteilt aufgegriffen werden –jedoch bewusst nicht nacheinander“, erklärt Nikolaus Faiman vom diözesanen Referat für Ehe und Familie das Projekt. Jede Zeit, jedes einzelne Fest soll so besser zur Geltung kommen. „Damit Advent und Weihnachten nicht ineinander verschwimmen, sondern jeweils für sich wahrgenommen werden können, mit den eigenen Schwerpunkten und Akzenten.“Das jeweilige Heft wird kurz vor dem betreffenden Fest vorgestellt.

Gesamtabo (inkl. Versand): €26,-
Einzelheft (exkl. Versand): €1,80
Bestellung: Referat für Ehe & Familie, Tel. 02682/777-214 

Weitere Informationen: www.martinus.at/familienfeiernfeste.at

Montag, 28. Oktober 2013

Katechese ist Pfeiler der Kirche

Katecheten in Rom
Die burgenländischen Delegierten
Sr. Johanna Vogl, Reinhilde Woditsch und Andrea Berger-Gruber
mit dem Grazer Weihbischof Franz Lackner 
KatechetInnen aus aller Welt trafen anlässlich des „Jahres des Glaubens“in Rom zusammen. Drei der 17 österreichischen Delegierten kamen aus dem Burgenland. Darunter Andrea Berger-Gruber. Im nachfolgenden Text schildert sie ihre Eindrücke.

Rund 1.500 Katecheten aus 50 Ländern haben sich in Rom versammelt, darunter Kardinäle, Bischöfe, Priester und Ordensleute. Die Dynamik des Glaubens, das „Ja“zu Gott, die Beziehung zwischen Glaube und Vernunft in der Weitergabe des Glaubens und vieles mehr wurde in Vorträgen von namhaften Persönlichkeiten zur Vertiefung des eigenen Glaubens thematisiert.

Katechese mit Franziskus. Der Höhepunkt für alle TeilnehmerInnen: die Rede von Papst Franziskus, eine in drei Punkte gegliederte Katechese im Stil eines „alten Jesuiten“. Von Christus neu ausgehen heißt vor allem, Vertrautheit mit ihm zu haben. Es heißt, ihn nachzuahmen, aus sich selbst herausgehen und dem Anderen entgegengehen.Und schließlich bedeutet es, keine Angst zu haben, mit ihm in Randgebiete zu gehen, vor denen Gott keine Angst habe. „Gott ist immer treu, er ist kreativ. Ein Katechet, der nicht kreativ ist, ist nicht zu verstehen. Wenn ein Katechet ruhig bleibt, endet er damit, eine Statue wie im Museum zu sein, und wir haben viele davon!“KatechetIn zu sein, erfordere Liebe, und diese Liebe sei auch in Rom nicht zu kaufen, sondern ein Geschenk Christi. „Katechese ist ein Pfeiler für die Kirche! Wagt immer wieder den Neuanfang mit Christus. Gehen wir hinaus und reißen wir die Türen auf. Haben wir die Kühnheit!“

Den feierlichen Abschluss des Kongresses bildete eine Eucharistiefeier mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz.

Nikolaus-Schulung

Nikolausschulung 2013Donnerstag, 14. November 2013, 19.00 Uhr, Oberpullendorf, Haus St. Stephan

Jährlich besuchen zahlreiche Nikolausdarsteller Familien und Kinder. Doch um die Figur des heiligen Nikolaus ranken sich viele Mythen. Wer war der Heilige wirklich? Wie wird er den Kindern authentisch vermittelt?

Damit die Nikolausfeier zu einem besonderen Erlebnis wird, bietet die Katholische Jugend und Jungschar der Diözese Eisenstadt eine Seminar für alle Darsteller an.

Anmeldung: KJ/KJS, Tel. 02682/777-292 oder veronika.fleischhacker@martinus.at

Leben auf der Straße –Glauben mit den Menschen

Pater Georg Sporschill SJ im Gespräch mit Musikreflexionen zum Thema "20 Jahre Anerkennung der Burgenlandroma als autochthone Volksgruppe".
Sonntag, 3. November 2013, 18.00 Uhr, Eisenstadt, Haydnkirche

Pater Georg Sporschill ist in seinem Glauben kompromisslos. Er verkörpert die Botschaft des Evangeliums, in dem er sie lebt –ohne Abstriche. Er geht zu den Armen, den Ausgestoßenen, den Stigmatisierten, bringt ihnen Respekt entgegen und schafft es so Hoffnung zu geben. Seine Erfahrungen mit den Straßenkindern in Rumänien und der Republik Moldau, mit den Roma, die ganz an den Rand gedrängt werden, ist ein lebendiges Manifest der Nächstenliebe. Die Straßenkinder von Bukarest waren viele Jahre hindurch seine wachsende Familie und sie sind es geblieben. Doch es wäre nicht P. Georg, wenn er nicht noch weiter ins Land hineingegangen wäre und über die Grenze. Er hat Suppenküchen in Moldawien einzurichten begonnen, die vielen Menschen ein Überleben ermöglichen. In seinem neuen Projekt „Elijah“sind es die allerärmsten Familien der ärmsten Familien in Rumänien, die in Häusern, die es nicht wert sind, so genannt zu werden, leben und Kinder, die Sommers wie Winters barfußgehen müssen und fern jeder Bildungschance sind, die ihm am Herzen liegen. Über seine Erfahrungen, seine Schwierigkeiten aber auch seine positiven Erlebnisse erzählt Pater Sporschill im Gespräch mit Gerhard Krammer.

Musik der Roma. Das Burgenland lebt von der kulturellen Vielfalt, diese drückt sich in einem umfangreichen musikalischen historischen Erbe aus. Die Musik der Volksgruppen nimmt dabei auch heute einen wichtigen Bereich dieser Vielfalt aus. Die Musik der Roma darf hier auch besonders hervorgehoben werden, zumal die geschichtlichen Gräuel, die dieser Volksgruppe widerfahren sind, eine Verantwortung des „nie wieder“für jede Generation mit sich bringen.

So wird zwischen den Gesprächsteilen mit Pater Sporschill sowohl Musik der Volksgruppe der Roma –Violine | Ondrej Janoska, Klavier - Arpad Janoska - gespielt als auch das Stück „Romawart –Requiem für Feber 1995“aufgeführt werden, das dem Andenken der vier in Oberwart ermordeten Roma gewidmet ist.

www.haydnkirche.at

Montag, 21. Oktober 2013

„Harmonia Caelestis“–Gedenkkonzert zum 300. Geburtstag von Fürst Paul I. Esterházy

Sonntag, 27. Oktober 2013, 18.00 Uhr, Eisenstadt, Schloss Esterházy

Sie gilt als das musikalische Hauptwerk Paul Esterházy’s: die „Harmonia Cælestis“, eine Sammlung von 55 geistlichen Werken, die im Jahr 1711 in Wien veröffentlicht wurde. Inhaltlich besteht die Sammlung überwiegend aus Gesängen, denen christologische bzw. marianische Hymnentexte zugrunde liegen. Ein Stück, das Esterházy’s Namenspatron, dem hl. Apostel Paulus, gewidmet ist, vertont in eindrucksvoller Weise die Bekehrungsgeschichte des hl. Paulus vor Damaskus, die von „Vivat Paulus“-Chören bejubelt wird.

Die Melodien der Sammlung sind klar und einfach gebaut und zeigen eine gewandte Handhabung des mehrstimmigen Satzes. Melodik und Harmonik sind vom venezianischen und süddeutschen Kantaten- und Oratorienstil beeinflusst, wie er zu jener Zeit in Wien üblich war. Die meisten Stücke sind für ein kleines Ensemble bestimmt, einige verlangen größere Vokalbesetzungen. Bemerkenswert ist überdies die häufige Einbindung von Tanzrhythmen in den Melodieverlauf.

Aufführende beim Konzert im Haydnsaal des Schlosses Esterházy sind der Domchor St. Martin sowie Mitglieder des Haydn Orchesters. Für die musikalische Leitung zeichnet der Musikdirektor der Diözese Eisenstadt, Thomas Dolezal, verantwortlich.

Karten sind unter www.oeticket.com oder www.ticket-online.at erhältlich.

Stellenausschreibung

  • Regionalstellenleiter/in der Katholischen Jugend und Jungschar für die Region Mitte 
  • Regionalstellenleiter/in der Katholischen Jugend und Jungschar für die Region Süd (Karenzvertretung)

Personalnachrichten

  • Harald Habeler, Mattersburg, wurde zum Regionalstellenleiter der Katholischen Jugend und Jungschar für die Region Nord (Dekanate Eisenstadt, Mattersburg und Rust) bestellt. 
  • PAss. Raphaela Krojer wurde zur Leiterin der Seelsorgestelle im Landeskrankenhaus Oberwart bestellt. 

Bischof Zsifkovics besucht burgenländische Gemeinde in New York

Besuch der Auslandsburgenländer
Andacht und Blumenniederlegung am
Burgenländerfriedhof in Northampton
(c) Diözese Eisenstadt/Orieschnig
"Glaube und Fleiß" - die mitgebrachten Tugenden der burgenländischen Auswanderer - sind Geschenk an Amerika und Erbe für Nachfahren

Glaube und Fleiß: Diese zwei Tugenden gelte es zu bewahren, appellierte der Bischof Ägidius Zsifkovics am Samstag an die in New York lebenden Burgenländer. Der Eisenstädter Diözesanbischof war tags zuvor zu einer knapp zweiwöchigen Reise in die USA und Kanada aufgebrochen, bei der mehrere Besuche von "Exilburgenländern" auf dem Programm stehen. Bereits Zsifkovics Vorgänger in Eisenstadt, die Bischöfe Stefan Lászlóund Paul Iby, waren in ihrer Amtszeit Einladungen burgenländischer Auslandsgemeinden Nordamerikas gefolgt.

Viele Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks würden sich heute am Materialismus statt an Gottes Plan von "Heil und Leben in Fülle für alle" orientieren, so die Gegenwartsanalyse des Bischofs. Viele duldeten keinen Gott mehr über sich und überforderten sich stets selbst, was jedoch oft auch "gehetzt, gejagt, gestresst und krank" mache. Gott sei vielen Kindern und Jugendlichen fremd, da er im Leben ihrer Eltern und Mitmenschen keine Rolle mehr spiele. Wenn Menschen darauf vergessen, dass Gott ihnen Leben und Zeit geschenkt habe, machten sie sich dadurch selbst "zum Maßstab und zum Herrgott", gab Zsifkovics zu bedenken.

Der Glaube an Gott sei für Christen hingegen ein "lebensnotwendiges" Fundament, würde er doch den "Blick für andere" schärfen und den Horizont über das eigene Ich hinaus weiten, legte Zsifkovics in seiner Predigt dar. Es komme darauf an, den Glauben in der jeweiligen Lebenssituation in konkrete Taten umzusetzen. Zsifkovics: "Dort, wo Gläubige sich als Liebende erweisen und dort mit Hand anlegen, wo andere sich die Hände nicht schmutzig machen wollen, dort ändert sich die Welt, dort bringen sie Gott dieser Welt."

Glaube sei zudem "etwas zutiefst Menschliches", habe ein Gesicht, komme "immer auf zwei Beinen zu uns". Glauben an Gott müssten Menschen einander bezeugen, um ihn somit weiterzutragen und ihn an die kommenden Generationen zu übertragen. Kirche und Pfarrgemeinde seien hier in einer wichtigen Funktion als Gemeinschaft, würden sie doch "Freude, Kraft, Hoffnung und Lebensmut" vermitteln und die persönliche Gottesbeziehung im Gottesdienst und gemeinsamen Gebet stärken.

Glaube und Fleißhabe laut Bischof Zsifkovics die Auslandsburgenländer und ihre Vorfahren "von der alten Heimat Burgenland in die neue Heimat Amerika" getragen, neben Armut und Sehnsucht nach Arbeit, Sicherheit und Frieden. Diese Tugenden hätten ihnen auch dabei geholfen, am Zielort eine neue Existenz aufzubauen und diesen mit "Glauben, Sprache, Kultur und Talenten" zu bereichern. Statt sich für diese "Mitbringsel" aus der alten Heimat zu schämen, sollten sie diese an die Kinder weitergeben - "dann werden auch sie reich sein", so der Bischof.

(KAP)

Montag, 14. Oktober 2013

Weltmissions-Sonntag 20. Oktober

Weltmissionssonntag 2013Eine Milliarde Katholiken sichert mit ihrer Spende die materielle Grundversorgung von Menschen in den ärmsten Diözesen. Der Weltmissions-Sonntag ist somit die größte Solidaritätsaktion der Welt.

Die „Missio-Sammlung“am Weltmissions-Sonntag sichert die materielle Grundversorgung und die Existenz der 1.100 ärmsten Diözesen. Sie stellt der Kirche or Ort die nötigsten Mittel für ihre pastoralen und sozialen Aufgaben zur Verfügung und macht der Gemeinschaft der Weltkirche deutlich: Der Weltmissions-Sonntag garantiert, dass wirklich jede Diözese, jede Pfarre das Nötigste erhält.

Monsignore Leo Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke: „Der Weltmissions-Sonntag lädt uns ein, für unsere Schwestern und Brüder in aller Welt zu beten und zu sammeln, besonders für die Bedürftigen aller Nationen, Kulturen und Religionen. Engagierte Laien, Ordensleute und Priester tragen die Flamme des Glaubens –Jesus Christus –zu den Menschen. Papst Franziskus unterstreicht: ‚Es gibt einen tieferen Hunger nach dem Glück, den nur Gott alleine stillen kann.’“

Beispielland Myanmar
Jedes Jahr dient ein Land als Beispiel für die weltweite kirchliche Arbeit. 2013 ist es Myanmar. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Myanmar das am weitesten entwickelte Land Asiens. Heute gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. Besonders Menschen mit Behinderung, Waisenkinder, Leprakranke und Flüchtlinge leiden unter der drückenden Not. Eines der dringlichsten Probleme ist aber die ungenügende Bildung. Die katholische Kirche in Myanmar ist klein (1,1 Prozent der Bevölkerung), wächst aber beharrlich und übernimmt eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschaft.

Spenden an Missio sind steuerlich absetzbar
PSK 7.015.500, BLZ 60.000
Weitere Informationen: www.missio.at

100. Todestag Weihbischof Ernest Kutrovatz

Ernest KutrovatzVor 172 Jahren wird in Siklósd, dem heutigen Sigleß, Ernest Kutrovatz als viertes von insgesamt 16 Kindern einer deutschsprachigen wohlhabenden Bauernfamilie geboren. 1865 empfängt er die Priesterweihe, wirkt sieben Jahre als Kaplan in Eisenstadt-Oberberg, ist von 1872-1894 Pfarrer in Müllendorf, wo er eine Schule und die Kirche baut. 1890 wird er zum Dechant und Inspektor für den deutschsprachigen Religionsunterricht ernannt, vier Jahre später in das Domkapitel von Györ berufen und 1897 erhält er schließlich die Würde eines Weihbischofs. Sein Wappenspruch lautet: Absit gloriari, Fern sei mir, mich zu rühmen. Heuer wird seines 100. Todestages gedacht.

Samstag, 19. Oktober 2013, 19.00 Uhr, Müllendorf:
Gottesdienst mit Gedenkfeier an der Grabstätte

Sonntag, 20. Oktober 2013, 9.00 Uhr, Sigleß:
Festgottesdienst mit Prälat Ferenc Benkovich, Györ

Ernest Kutrovatz wird sowohl wegen seiner Güte und menschlichen Zuwendung, vor allem zu den Armen, als auch wegen seiner Hilfsbereitschaft in seinen Gemeinden sehr geschätzt. Seine Einkünfte als Domherr in Györ erlauben es ihm, anstelle der baufälligen alten Pfarrkirche in Müllendorf einen großzügigen Neubau zu errichten. Für die Innenausstattung kann die Grödener Holzschnitzer-Firma Stuflesser gewonnen werden. Seinen Plan, die kleine Kirche von Müllendorf nieder zu reißen und eine neue, größere zu bauen, kann er mit den Einkünften eines Raaber Domherrn und Weihbischofs durchführen. Johann Schiller, ein Baumeister aus Ödenburg, wird mit der Planung und Durchführung beauftragt. Obwohl damals, am Beginn des 20. Jahrhunderts, in der Großstadt bereits der Jugendstil bei Neubauten vorherrscht, wird die Dorfkirche in Müllendorf noch im neugotischen Stil erbaut, der schon im Verschwinden ist. Am 3. September 1905 weiht Kutrovatz die Kirche, in der sich auch seine Gruft befindet.

Deutsch als Lieblingssprache. Ernest Kutrovatz stammt aus der deutsch-kroatischen Gemeinde Sigleß, wo er in einer kinderreichen Bauernfamilie am 12. Jänner 1841 geboren wird. Da an diesem Tag die Kirche das Fest des Abtes Ernestus feiert, bekommt er den Namen Ernest. Trotz seines kroatischen Familiennamens und der damaligen Zugehörigkeit von Sigleßzu Ungarn fühlt sich Kutrovatz immer als Angehöriger der deutschen Volksgemeinschaft und spricht am liebsten Deutsch, obwohl das damals im Klerus nicht üblich ist. Mit 12 Jahren beginnt er in Ödenburg am Benediktinergymnasium mit dem Studium. Den Abschluss mit der Matura macht er in der Bischofsstadt Raab. Damals wird der Wunsch, Priester zu werden, konkret. Er bittet um Aufnahme in das Raaber Priesterseminar.

Landpfarrer. Seine Bischofsweihe erfolgt am 5. Mai 1897. Als Weihbischof von Raab unterstützt er seinen Diözesanbischof Dr. Zalka, der schon 77 Jahre alt ist, als Kutrovatz zum Weihbischof bestellt wird. So muss er bei beschwerlichen Funktionen –Firmungen, Kirchweihen oder Repräsentationsreisen –seinen Bischof vertreten. Bei Firmungen hilft er auch in anderen Diözesen, gelegentlich sogar in Wien aus. Dabei bleibt er stets der einfache „Landpfarrer“, wie er es 22 Jahre lang gewohnt ist. Alle, die mit ihm etwas zu besprechen haben oder Hilfe brauchen, finden offene Türen und ein offenes Herz. Ein Kreuz mit der Dornenkrone ist sein Wappen und die Worte „Absit gloriari –Fern sei mir, mich zu rühmen“sein Wahlspruch.

Für den Umbau und die Renovierung der Pfarrkirche von Sigleßim Jahr 1913 stellt er 50.000 Kronen von seinem Privatvermögen zur Verfügung. Das entspricht dem heutigen Wert von rund 190.000 Euro. Die Weihe der Kirche kann er wegen seiner schweren Erkrankung nicht mehr vornehmen. Am 21. Oktober 1913 stirbt Weihbischof Kutrovatz.

Bischof Zsifkovics reist nach Amerika

Bgld Gemeinschaft
Vertreter der Burgenländischen Gemeinschaft
zu Gast bei Bischof Zsifkovics (Juli 2013)
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Eisenstädter Diözesanbischof besucht Landsleute in den USA und in Kanada.

Auf Einladung der Burgenländischen Gemeinschaft wird Ägidius J. Zsifkovics am kommenden Freitag erstmals in seiner Funktion als Diözesanbischof nach Amerika reisen und damit auch eine Tradition fortsetzen. Denn sowohl Bischof Stefan Lászlóals auch Bischof Paul Iby haben den burgenländischen Landsleuten und deren Nachfahren in Übersee einen Besuch abgestattet.

Erste Station der Reise ist New York, wo der Bischof an der Festveranstaltung anlässlich der 90-Jahr-Feier des „ersten Krankenunterstützungsvereins New York“teilnehmen wird. Weitere Reiseziele sind Allentown und Toronto. An allen Orten steht die persönliche Begegnung mit den Auslandsburgenländer/innen im Mittelpunkt: bei gemeinsamen Messfeiern, bei Treffen mit Funktionären oder bei Hausbesuchen. Wichtig ist für Bischof Zsifkovics aber auch, den Kontakt zu den Ortskirchen zu vertiefen: „Die Auswanderer aus dem Burgenland haben die Kirchen in ihrer neuen Heimat befruchtet und sind nach wie vor Träger des pfarrlichen Lebens.“ Dementsprechend sind auch Besuche bei den jeweiligen Ortsbischöfen geplant.

Katholische Jugend/Jungschar: Pastoralkonzept neu

KJS
Diözesanbischof Zsifkovics und Generalvikar
Korpitsch mit Vertreterinnen der KJ/KJS
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, Generalvikar Martin Korpitsch, Pastoralamtsleiter Michael Wüger, die ehrenamtliche Vorsitzende der KJ/KJS Burgenland Sophie Matkovits und die Geschäftsführerin der KJ/KJS Burgenland Alexandra Kern unterzeichneten gemeinsam das neue Pastoralkonzept der Katholischen Jugend und Jungschar Burgenland.

In den letzten Jahren hat sich vieles weiterbewegt - die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen haben sich geändert und die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt. Um optimal auf die heutigen Anforderungen reagieren zu können, hat die Katholische Jugend und Jungschar zusammen mit der Diözesanleitung unter der Leitung von Otto Kromer ein neues Pastoralkonzept entwickelt. Das Ziel war es, ein lebendiges Konzept zu erarbeiten, das nach Bedarf erweitert und überprüft werden kann und soll. Aus diesem Grund ist dieses Pastoralkonzept nicht als statisch anzusehen, sondern als Grundlage der Arbeit der Katholischen Jugend und Jungschar, die für neue und weiterführende Ideen offen ist.

Das neue Pastoralkonzept der Katholischen Jugend und Jungschar Burgenland dient dazu, den Blick auf die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst in all ihrer Dynamik und Kreativität zu richten und davon ausgehend Perspektiven für ein kinder- und jugendgemäßes Handeln aus dem Glauben zu eröffnen.

Mit der Unterzeichnung des neuen Pastoralkonzeptes wurde ein zukunftsgerichteter Schritt gewagt und die Weichen für eine konstruktive Zusammenarbeit entsprechend der Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsen sowie der Pfarren gestellt.

Krankenhaus Eisenstadt: Änderung Gottesdienste

Aufgrund von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen ist ab 15. Oktober der Zugang zur Krankenhauskirche gesperrt.

Alle Gottesdienste finden daher ab diesem Zeitpunkt in der Konventkirche statt.

Personalnachrichten

  • Die Berufsgemeinschaft der pastoralen Mitarbeiter/innen hat einen neuen Vorstand gewählt.
    Vorsitzende: 
    Sandra Krammer, Pastoralassistentin in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf
    Stellvertreterinnen: 
    Bianca Vogl, Pastoralassistentin in Eisenstadt-Dompfarre
    Daniela Horwath, Leiterin d. Seelsorgestelle im Pflegeheim St. Nikolaus in Neudörfl a.d.L.
    Mag. Alexandra Kern, Dienststellenleiterin der Katholischen Jugend und Jungschar
    Kassierin: Evelyne Leitern, Leiterin der Seelsorgestelle im Pflegeheim „Am Schlosspark“in Rechnitz 
  • Sabina Klikovits, Zagersdorf, wurde in Dienstverwendung der Diözese genommen und der Kroatischen Sektion im Pastoralamt zugeteilt.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Fatima-Feier in Eisenstadt

Sonntag, 13. Oktober 2013, 10.00 Uhr

Am Vorabend zum 13. Oktober empfängt Papst Franziskus die Gnadenstatue aus Fatima auf dem Petersplatz in Rom. Am Sonntag selbst wird er in einem festlichen Gottesdienst die Welt der Gottesmutter weihen und alle Menschen guten Willens ihrem Schutz besonders anempfehlen.

In Entsprechung der Bitte des Heiligen Vaters, an diesem Ereignis teilzunehmen und diese Weihe weltweit mit zu vollziehen, wird zur gleichen Zeit eine Fatima-Feier in der Franziskanerkirche in Eisenstadt gefeiert.
Der Gottesdienst wird im persönlichen Auftrag von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der zur Zelebration verhindert ist, von P. Michael Schlatzer geleitet.
Am Ende der Festmesse erfolgt die Weihe an die Gottesmutter, daran anschließend kann der Einzelsegen mit Berührung durch die Fatima-Statue empfangen werden.

Die Feier steht unter dem Aspekt des Gebetes, des Dankes und der Bitte gegenüber der Gottesmutter Maria um Frieden in Österreich und in der Welt.
Anknüpfend an die Ereignisse in Fatima und die diesbezügliche Weihe des Pontifikates von Papst Franziskus gilt die Feier als Erneuerung und Bekräftigung des Vertrauens in die Gottesmutter und ihre Hilfe in den persönlichen und allgemeinen Bedrängnissen unserer Zeit.

Freitag, 4. Oktober 2013

„Seht, ich mache etwas Neues!“ Diözese Eisenstadt beschreitet neuen pastoralen Weg

Ein neues Konzept soll eine verlässliche Perspektive für die zukünftige pastorale Arbeit in den Pfarren bieten. Details dazu erläutert Pastoralamtsleiter Michael Wüger im Gespräch mit dem „martinus“ (Nr. 40 vom 6. Oktober 2013).

Dieses Bild kennen wir alle: leere Kirchenbänke bei den Sonntagsgottesdiensten, müde gewordene ehrenamtliche Mitarbeiter, überforderte Priester. Ein trauriges Bild für jene, die pfarrliches Leben noch „aus besseren Zeiten“kennen. Von dieser Erfahrung geprägt ist leider auch die pfarrliche Pastoral der vergangenen Jahre. Mit einem neuen pastoralen Weg will sich die Diözese Eisenstadt in den nächsten Jahren von dieser „Pastoral der Erschöpfung“verabschieden. Als „Motivator“für diesen neuen Weg hat Bischof Ägidius Zsifkovics den deutschen Pastoraltheologen Christoph Jacobs ins Boot geholt. Im Rahmen eines Theologischen Tages hat der erfahrene Universitätsprofessor kürzlich erstmals vor einem breiten Publikum seine Bestandsanalyse der aktuellen pastoralen Situation abgegeben und die Grundpfeiler für einen zukunftsweisenden neuen pastoralen Weg abgesteckt. Als wichtigste Eckpunkte sieht der Pastoraltheologe die Partizipation der Gläubigen, den verantwortungsbewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen und die Gründung neuer Gemeinschaften. Schon in den 1950er und 60er Jahren habe sich eine tiefgreifende Veränderung in der Gesellschaft abgezeichnet, auf die die Kirche bislang nur unzureichend reagiert habe, so Jacobs. Im Mittelpunkt dürfe weiterhin nicht mehr die Pfarre als Struktur stehen, sondern Jesus Christus: „Gott selbst ist es, der unsere Verhältnisse gründlich aufmischt, um uns auf Neuland zu locken.“

Neue Zugänge zum Glauben. Pastoralamtsleiter Michael Wüger teilt die Analyse des deutschen Theologen. Als Pfarrer einer typischen ländlichen Pfarre orte auch er heute drei Gruppen von Gläubigen: „Da sind die traditionellen Kirchgeher, also die Gläubigen vor Ort. Dann gibt es die Pilger –jene, die nur zu bestimmten Anlässen in die Kirche kommen. Hierzu zählen auch viele Mariazellpilger. Und dann gibt es die Gruppe der Menschen auf dem Bekehrungsweg.“Im Vergleich zu früher habe sich also die Art und Weise, wie Menschen ihren Glauben suchen, finden und leben wesentlich verändert. Um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, bedürfe es nun neuer Wege –in denen auch jeder Gläubige seinen Auftrag und seinen Anteil am allgemeinen Priestertum erkennt. „Letztendlich geht es um die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils“, so Wüger. „Es ist die Umsetzung einer kooperativen Pastoral, wo die Getauften ihre Charismen und Dienstleistungen einbringen und die Priester in ihrer seelsorgerlichen Arbeit kooperieren.“

Kleine Gemeinschaften. Konkret sollen dem neuen pastoralen Weg zufolge zwar auch zukünftig die Pfarren strukturell bestehen bleiben. Belebt sollen diese jedoch durch spirituelle oder diakonische kleine Gemeinschaften werden, wünscht sich der Pastoralamtsleiter. Gemeinschaften, die entweder nur zeitlich begrenzt entstehen können, wie etwa eine Gemeinschaft rund um eine Erstkommunionvorbereitung. Oder aber auch fixe Gemeinschaften. Dies entspreche der Realität der Gesellschaft, so Wüger: „Menschen bewegen sich zwar einerseits in immer größer werdenden Räumen, andererseits wächst gleichzeitig die Sehnsucht nach kleinen funktionierenden Gemeinschaften.“Der Knackpunkt des ganzen Unternehmens sei die Frage: „Wie gründen freie Menschen neue stabile und flüchtige Gemeinschaften des Glaubens unter der Bedingung, dass Leben immer an Orten konkret wird?“

Zeitlicher Weg. Zeitlich ist der neue pastorale Weg auf die nächsten zehn Jahre ausgelegt. Bis 2023 sollen etwa 42 Seelsorgeräume umgesetzt sein, so der Plan. Eine diözesane Arbeitsgruppe wurde bereits eingerichtet. Auch die Dechantenkonferenz hat sich bereits mit dem neuen Plan auseinander gesetzt.

Geistlicher Weg. In den nächsten Monaten soll anhand von Klausurtagungen auf Dekanats- und Diözesanebene eine geistliche Vergewisserung stattfinden, die Trägerschaft der Pastoral aller Getauften betont und die Rahmenbedingungen eines Seelsorgeraumes geklärt werden. Die geografische Einteilung für die Seelsorgeräume, die man bereits vor einigen Jahren getroffen habe, diene als Grundlage, die „man sich aber nochmal anschauen muss“, so Wüger. Wichtig ist ihm, dass es immer um einen „geistlichen Weg“geht, auf dem die Menschen vertrauen dürfen, dass Jesus Christus hinzukommt und mitgeht. Er soll stark im Gebet getragen werden. „Der Heilige Geist soll uns den Weg weisen.“

Partizipation. Nach der Auswertung der Ergebnisse gilt es dann im kommenden Jahr, gemeinsam mit den Menschen in den Pfarren einen pastoralen Weg zu erstellen, der für den jeweiligen Seelsorgeraum gilt. Dort soll konkret festgelegt werden, wie die einzelnen vier Grundfunktionen der Kirche –Verkündigung, Gottesdienst, Dienst am Nächsten und Dienst an der Gemeinschaft –umgesetzt werden. Welche Gemeinschaften sollen neu gegründet werden, wie kann man diese vernetzen? Auf welchen finanziellen Beinen steht dies?
„Natürlich muss man auch die sonntägliche Gottesdienstordnung klären, aber nicht als erstes“, betont der Pastoralamtsleiter. Soll heißen: Der Fokus der Pastoral wird nicht mehr allein auf dem sonntäglichen Messbesuch liegen, wie man jetzt vielerorts den Eindruck hat. „Erst wenn dieser Plan fertig und diese Fragen geklärt sind, gibt es ein Erhebungsdekret zum Seelsorgeraum“, erklärt Wüger und gesteht gleichzeitig ein, dass es genau in diesem Punkt in der Vergangenheit Versäumnisse gegeben habe.

Aus- und Weiterbildung. Eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Prozesses sieht der Pastoralamtsleiter nicht nur in der Meinungsbildung durch „viel Kommunikation“mit den Menschen der Diözese, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung aller in der Pastoral tätigen Menschen –Priester und Laien gleichermaßen. Denn sie müssen ihre Arbeit mehr denn je den neuen Anforderungen anpassen, die da sind: Wie leben und arbeiten die Priester in Zukunft? Wie entwickelt sich der Dienst der Diakone? Was sind die Aufgaben der Pastoralassistent/innen? Wie werden die Orden eingebunden? Wie fördern wir die Ehrenamtlichen?

Großes Ziel. Dass die Umsetzung des neuen pastoralen Weges ein großer Brocken ist, darüber sei man sich seitens der diözesanen Leitung sehr wohl im Klaren, so Wüger. „Wenn ich sage, dass wir in zehn Jahren 40 Seelsorgeräume umsetzen wollen, meinen manche, ich sei naiv“, erzählt der Pastoralamtsleiter aus ersten Gesprächen.
„Aber weiter zu tun wie bisher und einfach Löcher zu stopfen, kann nicht die Lösung sein.“

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