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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Donnerstag, 29. November 2012

Feel The Dome - How i met my Jesus


feelthedomeHow I met my Jesus, Diözesanjugendgottesdienst
2. Dezember 2012, 18.00 Uhr, St. Martinsdom, Eisenstadt 

Bitte Ziel eingeben!

Was sind die Ziele in meinem Leben? Wie erreiche ich meine Ziele? Muss ich an meinen Zielen immer festhalten und was passiert, wenn ich meine Ziele nicht erreiche? Und welchen Weg gehst du?

Diesen und anderen Fragen wollen wir bei "Feel The Dome - How i met my Jesus" auf den Grund gehen.

Viele Jugendliche, gute Musik und ungewöhnliche Aktionen erwarten dich im vollen Eisenstädter Dom!
Erlebe Kirche lebendig, laut, anders!

Samstag, 24. November 2012

"Auge der Kirche sein" - Diakonenweihe in Eisenstadt

Diakonenweihe in Eisenstadt
Alt-Bischof Iby, die Diakone Jandrisits und Haider,
Diözesanbischof Zsifkovics, Diakon Bollardt,
Weihbischof Scharl (v.l.n.r.)
(c) Diözese Eisenstadt/Sr. Marina Vuleta
Gerhard Bollardt, Michael Haider und Willibald Jandrisits wurden heute im Eisenstädter Martinsdom von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zu Ständigen Diakonen geweiht. In seiner Festpredigt stellte der Diözesanbischof die Fußwaschung in den Mittelpunkt.

Es sind drei Gegenstände, die der Bischof den neu geweihten Diakonen als symbolisches Zeichen für ihren Dienst näherbringt: Der geteilte Mantel des heiligen Martin und der Korb der heiligen Elisabeth als „Symbol der Gegenwart Christi in seiner Kirche durch den Dienst an den Armen, Kranken und Leidenden“ und die Schüssel der Fußwaschung.

Das Johannesevangelium beschreibt die Fußwaschung beim Letzten Abendmahl. Eine Handlung, deren Vollzug ganz unten stattfinde. So wie die Weihe, die ebenfalls ganz unten beginnt, am Boden liegend. „Ganz unten ist man näher am österlichen Scheitelpunkt“, so der Bischof. „Hier ergibt sich eine Sicht die verändert nach oben schauen lässt.“ Die Position der Fußwaschung ermögliche einen Blick, der die Wahrnehmung des Anderen zulässt, „ein Blick der mitfühlt und den Anderen aufrichtet und zur Entfaltung bringt.“ Gerade hier sei der Diakon das „Auge der Kirche“. Die Schüssel der Fußwaschung solle daran erinnern, als Diakon ein Diener Jesu zu sein.

Am Festgottesdienst im St. Martinsdom nahmen neben zahlreichen Priestern und Diakonen der Diözese Eisenstadt auch Alt-Bischof Paul Iby und Weihbischof Franz Scharl teil.
Musikalisch gestaltet wurde er vom Kirchenchor Apetlon sowie der Dommusik St. Martin unter der Gesamtleitung von Dommusikdirektor Thomas Dolezal.

Tätigkeitsbereiche der neuen Diakone

Gerhard Bollardt, Unterfrauenhaid, wurde mit der ehrenamtlichen Mitarbeit in den Pfarren Unterfrauenhaid, Raiding und Ritzing, besonders im Altenwohn- und Pflegeheim Raiding sowie in der Flüchtlingsbetreuung, betraut.

Michael Haider, Apetlon, wurde mit der ehrenamtlichen Mitarbeit in den Pfarren Apetlon und Illmitz und in der Stadtpfarre Frauenkirchen sowie in der Behindertenseelsorge in der Region betraut.

Willibald Jandrisits, Güttenbach, wurde mit der ehrenamtlichen Mitarbeit in den kroatischen Pfarren des Dekanates Güssing, besonders aber auch mit der Koordination und geistlichen Begleitung der Caritasarbeit in der Region Süd, betraut.

Montag, 19. November 2012

Diakonenweihe in Eisenstadt

Am kommenden Samstag, dem 24. November, wird Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics drei Kandidaten zu Ständigen Diakonen weihen.
Samstag, 24. November 2012, 10.00 Uhr, Eisenstadt, Dom St. Martin


Zur Person: Gerhard Bollardt
Gerhard Bollardt wurde am 14. Juni 1952 in Wien geboren und lebt mittlerweile in Unterfrauenhaid. Über seine Berufung zum Ständigen Diakonat sagt der pensionierte Journalist: „’Diakon’ heißt Diener. Ich möchte in der Nachfolge Jesu den Menschen dienen.“ Schon jetzt versuche er, den Dienst so konkret wie möglich zu leben, beispielsweise in der Seelsorge für alte Menschen im Pflegezentrum Raiding und in seinem Engagement für Asylanten in Unterfrauenhaid und Horitschon.

Zur Person: Michael Haider
Michael Haider wurde am 8. März 1948 in Apetlon geboren, wo er auch heute mit seiner Familie (verheiratet, 3 Kinder, 2 Pflegekinder) lebt. Der pensionierte Pädagoge war zuletzt als Sonderschuldirektor tätig. Über seine Berufung sagt er: „Ich will Gott und den Menschen in seiner Kirche dienen: vor allem jenen, die sich nicht selbst helfen können: den Kranken, Alten, Armen, Behinderten, Außenstehenden.“

Zur Person: Mag. Willibald Jandrisits
Willibald Jandrisits wurde am 7. Juli 1950 geboren. Er lebt mit seiner Familie (verheiratet, 4 Kinder) in Güttenbach, wo er sich von Jugend auf in der Pfarre engagierte. Bis zu seiner Pensionierung war Jandrisits als Pädagoge tätig, zuletzt am Zweisprachigen Gymnasium in Oberwart und an der Handelsakademie Stegersbach. Seine Berufung zum Ständigen Diakonat beschreibt er so: „Ich meinem Leben haben meine Familie und ich viel Gutes von Gott geschenkt bekommen. Als Diakon möchte ich etwas von diesem Geschenk Gottes, im Dienst an den Mitmenschen, Gott zurück erstatten.“

Ständige Diakonat
Ständige Diakone können ihren Dienst sowohl hauptberuflich als auch neben ihrem Zivilberuf ausüben. Der Diakon übernimmt in der katholischen Kirche eine ständig wachsende Zahl von Aufgabenbereichen, die sich seit jeher in drei Felder aufteilen lassen: der Dienst der Nächstenliebe, die Verkündigung der Frohen Botschaft, die Feier des Glaubens in der Liturgie.

Konkret heißt das: Diakone helfen mit in der Seelsorge der Gemeinden, sie wenden sich denen zu, die am Rand der Gesellschaft leben, besuchen Alte, Kranke, Behinderte und Gefangene, begleiten Sterbende, kümmern sich um Asylanten, Aussiedler und Menschen in besonderen Lebenskrisen. Sie predigen im Gottesdienst, erteilen als hauptberufliche Diakone an den Schulen Religionsunterricht, führen Glaubensgespräche, leiten Bibelkreise und bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Empfang der Sakramente vor. Diakone assistieren dem Priester in der Heiligen Messe, spenden die Taufe, leiten kirchliche Begräbnisfeiern und assistieren bei der Spendung des Sakraments der Ehe, feiern Wortgottesdienste und Andachten, halten Segnungsfeiern und bringen Alten und Kranken die heilige Kommunion.

Personalnachrichten

Ernennung Kreisdechanten
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hat zu Kreisdechanten ernannt:
  • Geistl. Rat Mag. Wilhelm A. Ringhofer, Stadtpfarrer in Neufeld a.d.L. und Pfarrer in Wimpassing a.d.L. im Dekanatskreis Nord. 
  • Msgr. EKR Ernst Zonschits, Pfarrer in Deutschkreutz, im Dekanatskreis Mitte. 
  • P. Mag. Raphael Rindler OFM, Guardian und Stadtpfarrer in Güssing, im Dekanatskreis Süd. 

Bestellung Diözesanrat
Mit Rechtswirksamkeit vom 15. November 2012 hat Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics den Diözesanrat der Diözese bestellt. Die Funktionsperiode beträgt fünf Jahre, somit bis zum 31. Oktober 2017. 

Mitglieder von Amts wegen 
  • Kan. Mag. Georg Lang, Generalvikar, Domkustos und Pfarrer in St. Margarethen i.B. 
  • P. Stefan Vukits OMV, Bischofsvikar, Delegat und Leiter der Kroatischen Sektion, Loretto 
  • Lic. László Pál, Bischofsvikar und Stadtpfarrer in Eisenstadt-St. Georgen 
  • Kan. MMag. Michael Wüger, Direktor des Pastoralamtes und Pfarrer in Wiesen 
  • Kan. Mag. Dr. Erich Seifner, Direktor des Schulamtes, Dechant und Stadtpfarrer in Oberwart 
  • Mag. Edith Pinter, Direktorin der Caritas 
  • Mag. Dr. Stephan Renner, Präsident der Katholischen Aktion 

Entsendete Mitglieder
Vertreter der Dekanate 
  • Dekanat Frauenkirchen: FL Inge Michlits, Religionslehrerin 
  • Dekanat Neusiedl a.S.: Mag. Roman Schwarz, Dechant und Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf 
  • Dekanat Rust: noch nicht nominiert 
  • Dekanat Eisenstadt: Eva Trimmal, Hornstein 
  • Dekanat Mattersburg: Harald J. Schremser, Dechant und Pfarrer in Kleinfrauenhaid und Hirm 
  • Dekanat Deutschkreutz: Dr. Ulf Schlaffer, Unterpetersdorf 
  • Dekanat Großwarasdorf: Thomas Palatin, Nebersdorf 
  • Dekanat Oberpullendorf: Mag. Dr. Nikolas O. Abazie, Dechant und Pfarrer in Draßmarkt und Oberrabnitz 
  • Dekanat Pinkafeld: Mag. Thorsten Carich, Kaplan in Pinkafeld und Grafenschachen 
  • Dekanat Rechnitz: Sebastian Edakarottu, Pfarrmoderator in Großpetersdorf, Jabing und Neumarkt i.T. 
  • Dekanat Güssing: Manfred Augustin, Punitz 
  • Dekanat Jennersdorf: DI Christian Neubauer, St. Martin a.d.R. 

Vertreter der laienapostolischen Gruppen 
Prof. Harald Mandl, Leiter des Instituts für religionspädagogische Bildung an der privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland 
Maria Rudrupf, Forchtenstein 

Vertreter der Katholischen Aktion 
Mag. Johann Artner, Leiter des Katholischen Bildungswerkes 

Vertreterin der Katholischen Frauenbewegung 
Gabriela Zarits, Diözesanleiterin kfb 

Vertreterin der kommissionellen Frauenarbeit 
Mag. Manuela Ehrenhöfler, Pastoralassistentin in der Stadtpfarre und im Dekanat Güssing 

Vertreterin der Katholischen Jugend und Jungschar Burgenland 
Mag. Alexandra Kern, Dienststellenleiterin Katholische Jugend und Jungschar 

Vertreter des Priesterrates 
Mag. Roman Schwarz, Dechant und Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf 

Vertreterin der Orden
Sr. Consolata Supper SDR, Provinzoberin, Eisenstadt 

Vertreter der Diakone 
Mag. Georg Vukovits, Siegendorf 

Vertreter der Religionslehrer/innen 
Dipl. Päd. Reinhilde Woditsch MAS, Eisenstadt 

Vertreterin der Pastoralassistent/innen 
PAss. Sandra Krammer, Pastoralassistentin in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf 

Vertreter der Ökumene-Kommission
Mag. Nikolaus Faimann, Bereichsleiter im Pastoralamt

Donnerstag, 15. November 2012

Seltene Kirchenmusik im Eisenstädter Martinsdom zum 175. Todestag des Komponisten Johann Nepomuk Hummel

Christkönigssonntag, 25. November 2012, 09.30 Uhr

Eisenstadt gedenkt dieser Tage eines ganz Großen der Musikgeschichte: Johann Nepomuk Hummel. Er zählt zur beachtlichen Zahl jener bedeutenden Meister, die neben Joseph Haydn in Eisenstadt oder an anderen Orten für die Familie Esterházy tätig waren. Vor kurzem, am 14. November, hatte er Geburtstag, sein Todestag jährte sich am 17. Oktober zum 175. Mal.

Hummel, geboren 1778 in Pressburg, übersiedelte als Knabe mit seinen Eltern nach Wien. Hier wurde kein Geringerer als W. A. Mozart auf den Buben aufmerksam, nahm ihn in seinen Haushalt auf und gab ihm kostenlos Unterricht. Ähnlich wie Franz Liszt avancierte Hummel zum pianistischen Wunderkind und unternahm in Begleitung seines Vaters Konzertreisen durch mehrere Länder Europas.

Nach seiner Rückkehr nach Wien setzte er seine Studien bei Albrechtsberger, Salieri und bei Joseph Haydn fort. Mithilfe Haydns Empfehlung erhielt Hummel 1804 eine Anstellung in der Esterházy’schen Hofkapelle. Unter dem Titel eines „Concertmeisters“ wurde Hummel bald zum faktischen Nachfolger Joseph Haydns, der die Kapellmeisterstelle nominell zwar noch innehatte, aber nicht mehr aktiv war.

Sieben Jahre lang war Hummel in Eisenstadt tätig, diese Zeit gilt heute noch als zweite, als „silberne“ Glanzperiode, die die Esterházy’sche Hofmusik erlebt hat.

Nach disziplinären Unstimmigkeiten schied Hummel 1811 aus dem Dienst am Fürstenhof und übernahm in der Folge kapellmeisterliche Aufgaben in Stuttgart und in Weimar.

Zeitlebens war die Klaviermusik ein Schwerpunkt im Schaffen von Johann Nepomuk Hummel, berühmt ist auch sein Trompetenkonzert in Es-Dur, ein Standardwerk für Solisten. In seiner Eisenstädter Zeit war Hummel jedoch vornehmlich als Komponist und Dirigent von Kirchenmusik tätig und auch in diesem Genre höchst erfolgreich.

Angesichts der Qualität und Größe seiner Sakralwerke ist es verwunderlich, dass Hummel in der Kirchenmusik nur wenig präsent ist, auch im Burgenland, obwohl die Werke zum weit überwiegenden Teil hier komponiert und uraufgeführt wurden.

Hummels Kirchenmusik ist formal vielfältig und originell, seine Orchestrierungen gelten als meisterhaft. Neben Einzelwerken (Soli, Chor, Orchester), teilweise mehrsätzig, Orgelmusik und einem gewaltigen Te Deum stehen fünf große Messen im Zentrum seines sakralmusikalischen Schaffens.

Die Messen waren zum Teil in jener Tradition entstanden, durch die die Nachwelt schon mit den sechs späten Messen Joseph Haydns beschenkt worden war, nämlich jährlich zum Namensfest der Fürstin Marie Hermenegilda (Mariä Namen, 12. IX.) eine große Messe zur Aufführung zu bringen. Dafür komponierte Hummel seine Messen in Es-Dur, d-moll und B-Dur. Anlass zur Komposition der Missa solemnis in C-Dur war die Hochzeit der Prinzessin Maria Leopoldina Esterházy mit Moritz Joseph von Liechtenstein.

Die Messe in D-Dur schließlich war ursprünglich für das Wiener Kloster der Ursulinen zum Fest deren Ordensgründerin Angela Merici im Mai 1808 komponiert worden. Anlässlich dieser Aufführung besuchten Hummel und seine Musiker Joseph Haydn an seinem Alterssitz in seinem Haus in Wien-Gumpendorf, wobei Haydn dem jungen Nachfolger großes Lob erwies: „Nun, lieber Hummel, ich hörte schon, dass Du eine so schöne Messe schreibst und freute mich darüber. Ich habe Dir’s ja öfter gesagt, aus Dir wird was rechtes. Fahre nur so fort und denke: alles Schöne und Gute kommt von oben!“ Wenig später, im September 1808, wurde die D-Dur-Messe dann auch in Eisenstadt gesungen.

Die Kirchenmusik-Aufführungen in Eisenstadt fanden üblicherweise in der Bergkirche statt, Ausnahmen waren vermutlich die Messen in d-moll (1805) und in B-Dur (wahrscheinlich 1810), die in der Stadtpfarrkirche, im nunmehrigen Martinsdom, erstmals zu hören waren.

Die zuletzt genannte Messe B-Dur, op. 77, wurde im „Wiener Mozartjahr 2006“ in Zusammenarbeit des Kirchenmeisteramts der Domkirche St. Stephan mit der österreichischen Nationalbibliothek im Eigenverlag neu ediert, wodurch das Notenmaterial für heutige Aufführungen verfügbar geworden ist. Am 25. November, dem Christkönigssonntag, wird die Dommusik St. Martin in Kooperation mit der "Erste Bank" die Komposition um 09.30 Uhr im St. Martinsdom zur Aufführung bringen.

Sonntag, 11. November 2012

St. Martinsfest 2012 - Festakademie

* Jahr des Glaubens – Festvortrag von Kardinal Joachim Meisner
* Präsentation des neugewählten Präsidiums der Katholischen Aktion
* Diözesanbischof Zsifkovics ehrt Kardinal Meisner mit St. Martinsorden in Gold


Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat am Sonntag in Eisenstadt den St. Martins-Orden in Gold, die höchste Auszeichnung der Diözese Eisenstadt, verliehen bekommen. Im Rahmen einer Festakademie zum "Jahr des Glaubens", das im Burgenland am Tag seines Diözesan- und Landespatrons, dem Heiligen Martin, beginnt, überreichte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics seinem Ehrengast die Auszeichnung.
Zsifkovics erinnerte in seiner Laudatio an die Festrede Meisners bereits im Jahr 1984 in Eisenstadt, als das 25-Jahr-Jubiläum der Diözese Eisenstadt gefeiert wurde. Der damalige Berliner Bischof kam damals auf die Einladung von Bischof Stefan László und appellierte an die Kirche im Burgenland, sie müsse "auf die Straßen gehen, in den Wagen der Menschen einsteigen und ein Stück des Weges mitfahren". Bereits der damalige Besuch sei eine große pastorale Unterstützung und Ermutigung des Klerus und der Gläubigen gewesen, erklärt Zsifkovics. Meisner habe das Burgenland über Jahrzehnte hinweg ideell unterstützt und wohlwollend begleitet. "Die Diözese Eisenstadt wäre ohne dein stilles Wirken nicht das, was sie heute ist", so der Eisenstädter Bischof in Richtung des Kölner Kardinals.

In seinem Festvortrag unmittelbar vor der Ehrung hatte Meisner die Christen im Burgenland dazu aufgerufen, mutig selbst Vorbilder im Glauben zu sein, aus Liebe zu Gott und zum Nächsten einen Glauben zu entwickeln, der eine stellvertretende Wirkung für die Glaubensfernen habe, sowie auch den Zeitgenossen jene Fragen zu stellen, die diese näher an den Sinn des Lebens führten.

Zsifkovics forderte von seiner Diözese im Hinblick auf das "Jahr des Glaubens" und die kürzlich beendete Bischofssynode, der allgemeinen Ermüdung des Glaubens entgegenzuwirken, der die vielen neuen Armutsformen "neue, noch unbekannte Räume der Nächstenliebe" öffne. "Draußenstehende" könnten am ehesten dann eingeladen werden, wenn die Gläubigen zunächst selbst innerlich zu Gott aufbrechen und die Beziehung zu ihm vertiefen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde auch die neu gewählte Leitung der Katholischen Aktion der Diözese Eisenstadt vorgestellt, in der ab nun Stephan Renner als Präsident sowie Dorothea Jagschitz und Andreas Resetarits als Vizepräsidenten vertreten sind. Dankesworte gab es für Herta Wagentristl, die sich nach zehn Jahren an der Spitze der Katholischen Aktion aus dem Präsidentenamt verabschiedete. (KAP)

Der Festvortrag von Kardinal Joachim Meisner im Wortlaut . . .

St. Martinsfest 2012: Festgottesdienst im St. Martinsdom

St. Martinsfest 2012
Kardinal Joachim Meisner und Diözesanbischof
Ägidius J. Zsifkovics beim traditionellen Teilen
des Martinikipferls
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
„Christen müssen den Kopf hinhalten“: Kardinal Joachim Meisner stellt in seiner Festpredigt den hl. Martin als „Säule des christlichen Europas“ in den Mittelpunkt

 Der Glaube braucht heute nicht religiöse Beamte und Leisetreter, sondern Menschen, die statt Ducken und Kopfeinziehen die Stirn bieten. Das betonte Kardinal Joachim Meisner bei seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom mit Blick auf den heiligen Martin und mahnte dabei explizit die Verantwortung der Bischöfe ein. Der Bischof habe für den christlichen Glauben "seinen Kopf hinzuhalten", sagte der Kölner Erzbischof bei einer Feier zum "Jahr des Glaubens", das in der Diözese Eisenstadt am 11. November, dem Tag des heiligen Martin, beginnt. Meisner würdigte Martin als "Säule des Christlichen Europas" und beglückwünschte die Burgenländer zu ihrem Landesheiligen, den sie somit ebenfalls zum "Burgenländer" gemacht hätten. In Europa sei es normal geworden, dass Gott nicht angenommen wird, analysierte Meisner die Gegenwart. "Man möchte gleichsam Christus ausbürgern, wie das schon die Kommunisten gemacht haben. Man möchte die Kirche in die Sakristei verbannen und den christlichen Glauben rein privatisieren." Auch der Nationalsozialismus habe versucht, der Kirche ihre verkündende Stimme zu nehmen. "Dass man das so schnell vergessen kann und heute die gleichen Taten setzen möchte, ist unbegreiflich. Sie führen aus dem Wohlstand ins Chaos, Unglück und Untergang unserer europäischen Kultur", so der Kölner Kardinal. Dagegen stehe das Zeugnis des heiligen Martin, der als katholischer Bischof in Verfolgung und Feindschaft den Kopf für ungelegene Wahrheiten hingehalten statt eingezogen habe. In Europa sei dies heute ein "wichtiger und schwieriger Dienst", stellte der Kölner Kardinal fest. Ein Bischof handle sich "Hass, Feindschaft und Widerspruch" ein, wenn er über die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe predige, über die Ehe und Familiengründung als Ziel der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau, als auch über die Unantastbarkeit des ungeborenen Kindes im Mutterleib oder über den höchsten Wert des alt gewordenen und hilflosen Lebens, das nicht beendet werden dürfe. Meisner hob als eines der zentralen Symbole Martins den Mantel hervor, den der damals römische Offizier mit dem frierenden Bettler teilte. Martin seien die Augen dafür geöffnet worden, "dass er nicht nur mit einem hilflosen Menschen, sondern mit Christus selbst den Mantel geteilt hat", so der Kardinal mit einem Verweis auf das Bibelwort "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". Wie auch das Johannesevangelium mit der Schilderung der Fußwaschung zeige, werde Jesus im Liebesdienst der Christen gegenwärtig. Christen in der Diaspora, die lange keine Hl. Messen feiern konnten, hätten durch den Dienst an ihren Zeitgenossen oft Christus gegenwärtig gemacht. Martin habe durch seine "prophetische Tat" die "christliche Zivilisation der Liebe, die Europa über Jahrhunderte prägte", grundgelegt, führte Meisner weiter aus. Während die heidnische Antike "Alte und Kranke, Mühselige und Beladene" verachtete, hätte das Christentum diesen Gruppen Würde, Respekt und Anerkennung gebracht. Deutlich sei dies von Anfang an dadurch gewesen, dass neben der Kirche Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und Schulen errichtet wurden. Als weiteren Verdienst rechnet es Meisner dem burgenländischen Patron an, inmitten der Turbulenzen der Völkerwanderung "Zerstreute gesammelt, Mut- und Hilflosen mit dem Wort Gottes den Weg gewiesen und mit der Eucharistie gestärkt" zu haben. (KAP)

Grußwort Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics
Mit dem alten katholischen Gruß „Gelobt sei Jesu Christus“ in den Sprachen des Burgenlandes (deutsch, kroatisch, ungarisch, roman) begrüßte Diözesanbischof die zahlreichen Gläubigen, die sich am Festtag des Diözesan- und Landespatrons im Martinsdom eingefunden hatten. Allen voran den Hauptzelebranten des Festgottesdienstes, Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln. Besonders erfreut zeigte sich der Diözesanbischof über die große Anzahl von Vertreter/Innen des öffentlichen Burgenlandes. Ist es doch eine „gute pannonische Tradition, dass Diözese und Land gemeinsam des Fest des hl. Martin feiern.“

Vertreter des öffentlichen Lebens
Seitens der Burgenländischen Landesregierung nahmen Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann-Stv. Franz Steindl, Landtagspräsident Gerhard Steier, Landesrätin Michaela Resetar sowie Landesrat Andreas Liegenfeld teil. Weiters konnte Bischof Ägidius Zsifkovics den Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt, Thomas Steiner, Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskozil sowie zahlreiche weitere Vertreter politischer und öffentlicher Institutionen auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene begrüßen.

Musikalische Gestaltung
Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von der Dommusik St. Martin, die die „Messe G-Dur“ von Franz Schubert zur Aufführung brachte.
Musikalisch Ausführende: Claudia Pumberger (Sopran), Matthias Federer (Tenor), Walter Wegscheider (Bass)
Orgel: Domorganist Robert Kovacs
Konzertmeisterin: Johanna Ensbacher
Leitung: Dom- & Diözesanmusikdirektor Thomas Dolezal

Mittwoch, 7. November 2012

Kanzelwort zum St. Martinsfest 2012

Bischofssynode
Bischof Zsifkovics bei der Synode in Rom 
(c) Diözese Eisenstadt/L'OR 
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics betont im seinem Kanzelwort zum diesjährigen St. Martinsfest die große Bedeutung der Bischofssynode und deren Auswirkungen auf Kleriker und Laien.


Liebe Diözesanfamilie!

Wenn ich mich zum diesjährigen Fest unseres Landes- und Diözesanpatrons an Sie wende,
geschieht dies an einem bedeutenden Punkt des Neuaufbruchs und des Neubeginns – eines Neuaufbruchs der ganzen Kirche, aber auch eines persönlichen Neuaufbruchs, den ich als Priester und Bischof in diesen Tagen und Wochen erleben darf und der auch der Ihre werden möge.

Dieses Jahr 2012 ist gekennzeichnet durch mehrere Großereignisse und Jubiläen von weltkirchlicher Bedeutung: Der Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor genau 50 Jahren; die weltweite Ausrufung eines Jahres des Glaubens durch Papst Benedikt XVI., um anlässlich des Konzils-Jubiläumsjahres den christlichen Glauben in aller Welt erneut auszusagen und zu vertiefen; das 20jährige Jubiläum des Erscheinens des Katechismus der Katholischen Kirche, der uns in den Inhalten unseres Glaubens unterweist; und nicht zuletzt die Einberufung der Weltbischofssynode im Oktober dieses Jahres durch den Heiligen Vater mit dem Ziel einer Neuevangelisierung in der Welt von heute.

Dienstag, 6. November 2012

Morgenhomilie von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics bei der Herbstvollversammlung der ÖBK

Brüssel Biko
Die Mitglieder der Österr. Bischofskonferenz bei ihrem 
Tagungsort in Brüssel in den Räumen der ComECE
(c) KAP


Liebe Mitbrüder!

Die Situation, in der sich die Kirche, der christliche Glaube und wir alle, die wir den Hirtendienst leisten, uns befinden, könnte wohl kaum prägnanter auf den Punkt gebracht werden als das heutige Evangelium es tut. Da ist die Rede von jemandem, der zu einem großen Festmahl einlädt und seinen Diener ausschickt, um die Einladung persönlich zu überbringen. Doch keiner der Geladenen folgt der Einladung. Alle haben eine Entschuldigung. Alle bleiben zu Hause.


Wenn wir, liebe Mitbrüder, hier in Brüssel, nahe bei den Institutionen der EU und den politischen Schaltstellen des Vereinten Europa unsere Beratungen führen, bekommen wir ein kontinentales Gefühl für die Enttäuschung des erfolglosen Dieners im Evangelium. Die Kirche in Europa lädt ein - und immer mehr folgen der Einladung nicht! Ohne Pathos und Wehleidigkeit können wir es sagen: So sehr das Christentum eine der Wurzeln Europas ist, so sehr erleben wir täglich, wie es im europäischen Projekt zunehmend zum Fremdkörper zu werden scheint. Wir erleben eine Marginalisierung christlicher Identität, ja auch kirchliche Rückzugsgefechte in ethischen Fragen, sei es die verbrauchende Embryonenforschung oder die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. Ja es scheint so, als ob nicht nur anderweitige Verpflichtungen die Geladenen abhalten würden, sondern ein kategorisches Unverständnis für das Festmahl an sich. Mehr und mehr wird den Christen in der europäischen Gesellschaft signalisiert: "Eure Werte sind nicht unsere Werte!"

Liebe Mitbrüder, wir kennen aber die Antwort des Hausherrn im Evangelium, die auf die Absage der Geladenen folgt: "Geh hinaus und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein!"

Der Herr selbst lehrt uns hier die Methode der Neuevangelisierung: Jesus schickt uns immer wieder aus, um zu seinem himmlischen Gastmahl einzuladen. Egal, wie ernüchternd die Absagen auch sein mögen. Die eben erst zu Ende gegangene Bischofssynode in Rom hat daran erinnert, dass die Säkularisierung von der Kirche verlangt, die eigene Präsenz in der Gesellschaft neu zu überdenken - dass aber die vielen und ständig neuen Formen der Armut der tätigen Nächstenliebe unbekannte Räume eröffnen! Die Authentizität der Neuvangelisierung trägt das Antlitz der Armen - auch und gerade in Europa! Darin liegt die Chance einer Entflechtung von alten gesellschaftlichen Mustern hin zum Ureigensten des Christentums: zum Evangelium!

"Es ist aber noch Raum da!", sagt der Diener, nachdem er bereits die Armen und Kranken in den Festsaal geholt hat.

Dieser Raum, liebe Mitbrüder, ist die Kirche selbst. Die Kirche ist, wie die Synodenväter festgehalten haben, "der Raum, den Christus in der Geschichte anbietet, um ihm begegnen zu können." Ihr hat er sein Wort und seine Sakramente anvertraut. In diesem Raum ist in besonderem Maße Platz auch für die, die draußen stehen, an den "Zäunen", die Fernen, die wir wieder vermehrt zum Mahl rufen müssen - auch und gerade in Europa!

Wenn wir nun selbst eingeladen sind, in Vorausahnung des himmlischen Festmahls zum Tisch des Herrn zu treten, soll uns bewusst sein, dass sich unser Glaube ganz in der Beziehung entscheidet, die wir selbst mit der Person Christi aufbauen, der uns selbst als seinen Dienern als erster entgegengeht: Neuevangelisierung beginnt bei uns selber und bei der eigenen Bekehrung.

Montag, 5. November 2012

Aktion Fairer Nikolaus der KMB

Die Katholische Männerbewegung (KMB) möchte die Nikolaus-Tradition in Form des „Fairen Nikolaus“ aufrechterhalten. Die Aktion unterstützt in diesem Jahr Schulkinder in Guatemala.

Wir alle können die Welt ein Stück gerechter machen. Das ist der Kern der Botschaft des heiligen Nikolaus und auch ein zentraler Auftrag der KMB, welche in diesem Jahr im Rahmen der Aktion „Fairer Nikolaus“ Schulprojekte in Guatemala unterstützt.

Weiters möchte die KMB vor allem Männer motivieren, sich mit der Figur des hl. Nikolaus auseinanderzusetzen. Die Tradition, am Vorabend des 6. Dezembers Kinder zu besuchen, biete Männern die Gelegenheit, ganz bewusst in die Rolle des väterlichen, sorgenden, hilfreichen Bischofs zu schlüpfen, ist Hannes Artner von der KMB der Diözese Eisenstadt überzeugt. „In unserer Gesellschaft fehlen auf Grund von Berufstätigkeit oder familiärer Umstände die Väter und/oder die Großväter. Der hl. Nikolaus stellt eine positive Vater-Identifikationsfigur dar, es gelingt spielerisch sich ins Leben der Kinder einzubringen.“ Der „faire Nikolaus“ könne sogar dreifach Freude bereiten. „Den geholfenen Menschen in der Welt, unseren Kindern und den verkleideten Männern, die durch strahlende Kinderaugen beschenkt werden.“

Die Nikolaus-Schokolade (EZA-Bio-Vollmilchschokolade, Fairtrade, 15 g) kostet 1,- Euro /Stk.
Bestellungen: KMB, Tel. 02682/777-281 oder kmb@martinus.at

Fotoalbum zum Familiennachmittag mit Bischof Zsifkovics in Draßmarkt

In Draßmarkt fand am Wochenende der erste von insgesamt drei Familiennachmittagen mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics statt.

Nach der gemeinsamen Andacht mit Kindersegnung in der Pfarrkirche ging es in die "Alte Schule" zum Keksebacken. Groß und Klein waren eifrig bei der Sache, und das Ergebnis schmeckte wunderbar.

Zum Fotoalbum ... 


Weitere Termine:

17. November, Jennersdorf
15. Dezember, St. Margarethen

Personalnachrichten

KMB-Vorstand 2012
Vorstand der KMB
(c) Diözese Eisenstadt
Die Katholische Männerbewegung, die Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung sowie die Katholische Jugend und Jungschar der Diözese haben einen neuen Vorstand gewählt.

Katholische Männerbewegung
  • Vorsitzender: DI Dr. Andreas Resetarits, Eisenstadt 
  • Vorstandsmitglieder:
    Vinzenz Jobst, Sieggraben
    Gerhard Strommer, Wallern
    Alexander Tauchner, Jennersdorf 




Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung
  • Vorsitzender: Markus Predl BED, Wulkaprodersdorf 
  • Stellvertretung: Mag. Dr. Richard Mikats, Eisenstadt
    Elfriede Deutsch, Badersdorf 



KJ/KJS Burgenland
Marcel Fikisz, Natalie Kobald,
Sophie Matkovits und Michael Glatz
(c) Diözese Eisenstadt
Katholische Jugend und Jungschar
  • Vorsitzende: Sophie Matkovits, Schützen am Geb.
    Michael Glatz, Oberpullendorf

Kalender - (zur Terminseite …)

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