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Sonntag, 11. November 2012

St. Martinsfest 2012: Festgottesdienst im St. Martinsdom

St. Martinsfest 2012
Kardinal Joachim Meisner und Diözesanbischof
Ägidius J. Zsifkovics beim traditionellen Teilen
des Martinikipferls
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
„Christen müssen den Kopf hinhalten“: Kardinal Joachim Meisner stellt in seiner Festpredigt den hl. Martin als „Säule des christlichen Europas“ in den Mittelpunkt

 Der Glaube braucht heute nicht religiöse Beamte und Leisetreter, sondern Menschen, die statt Ducken und Kopfeinziehen die Stirn bieten. Das betonte Kardinal Joachim Meisner bei seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom mit Blick auf den heiligen Martin und mahnte dabei explizit die Verantwortung der Bischöfe ein. Der Bischof habe für den christlichen Glauben "seinen Kopf hinzuhalten", sagte der Kölner Erzbischof bei einer Feier zum "Jahr des Glaubens", das in der Diözese Eisenstadt am 11. November, dem Tag des heiligen Martin, beginnt. Meisner würdigte Martin als "Säule des Christlichen Europas" und beglückwünschte die Burgenländer zu ihrem Landesheiligen, den sie somit ebenfalls zum "Burgenländer" gemacht hätten. In Europa sei es normal geworden, dass Gott nicht angenommen wird, analysierte Meisner die Gegenwart. "Man möchte gleichsam Christus ausbürgern, wie das schon die Kommunisten gemacht haben. Man möchte die Kirche in die Sakristei verbannen und den christlichen Glauben rein privatisieren." Auch der Nationalsozialismus habe versucht, der Kirche ihre verkündende Stimme zu nehmen. "Dass man das so schnell vergessen kann und heute die gleichen Taten setzen möchte, ist unbegreiflich. Sie führen aus dem Wohlstand ins Chaos, Unglück und Untergang unserer europäischen Kultur", so der Kölner Kardinal. Dagegen stehe das Zeugnis des heiligen Martin, der als katholischer Bischof in Verfolgung und Feindschaft den Kopf für ungelegene Wahrheiten hingehalten statt eingezogen habe. In Europa sei dies heute ein "wichtiger und schwieriger Dienst", stellte der Kölner Kardinal fest. Ein Bischof handle sich "Hass, Feindschaft und Widerspruch" ein, wenn er über die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe predige, über die Ehe und Familiengründung als Ziel der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau, als auch über die Unantastbarkeit des ungeborenen Kindes im Mutterleib oder über den höchsten Wert des alt gewordenen und hilflosen Lebens, das nicht beendet werden dürfe. Meisner hob als eines der zentralen Symbole Martins den Mantel hervor, den der damals römische Offizier mit dem frierenden Bettler teilte. Martin seien die Augen dafür geöffnet worden, "dass er nicht nur mit einem hilflosen Menschen, sondern mit Christus selbst den Mantel geteilt hat", so der Kardinal mit einem Verweis auf das Bibelwort "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". Wie auch das Johannesevangelium mit der Schilderung der Fußwaschung zeige, werde Jesus im Liebesdienst der Christen gegenwärtig. Christen in der Diaspora, die lange keine Hl. Messen feiern konnten, hätten durch den Dienst an ihren Zeitgenossen oft Christus gegenwärtig gemacht. Martin habe durch seine "prophetische Tat" die "christliche Zivilisation der Liebe, die Europa über Jahrhunderte prägte", grundgelegt, führte Meisner weiter aus. Während die heidnische Antike "Alte und Kranke, Mühselige und Beladene" verachtete, hätte das Christentum diesen Gruppen Würde, Respekt und Anerkennung gebracht. Deutlich sei dies von Anfang an dadurch gewesen, dass neben der Kirche Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und Schulen errichtet wurden. Als weiteren Verdienst rechnet es Meisner dem burgenländischen Patron an, inmitten der Turbulenzen der Völkerwanderung "Zerstreute gesammelt, Mut- und Hilflosen mit dem Wort Gottes den Weg gewiesen und mit der Eucharistie gestärkt" zu haben. (KAP)

Grußwort Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics
Mit dem alten katholischen Gruß „Gelobt sei Jesu Christus“ in den Sprachen des Burgenlandes (deutsch, kroatisch, ungarisch, roman) begrüßte Diözesanbischof die zahlreichen Gläubigen, die sich am Festtag des Diözesan- und Landespatrons im Martinsdom eingefunden hatten. Allen voran den Hauptzelebranten des Festgottesdienstes, Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln. Besonders erfreut zeigte sich der Diözesanbischof über die große Anzahl von Vertreter/Innen des öffentlichen Burgenlandes. Ist es doch eine „gute pannonische Tradition, dass Diözese und Land gemeinsam des Fest des hl. Martin feiern.“

Vertreter des öffentlichen Lebens
Seitens der Burgenländischen Landesregierung nahmen Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann-Stv. Franz Steindl, Landtagspräsident Gerhard Steier, Landesrätin Michaela Resetar sowie Landesrat Andreas Liegenfeld teil. Weiters konnte Bischof Ägidius Zsifkovics den Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt, Thomas Steiner, Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskozil sowie zahlreiche weitere Vertreter politischer und öffentlicher Institutionen auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene begrüßen.

Musikalische Gestaltung
Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von der Dommusik St. Martin, die die „Messe G-Dur“ von Franz Schubert zur Aufführung brachte.
Musikalisch Ausführende: Claudia Pumberger (Sopran), Matthias Federer (Tenor), Walter Wegscheider (Bass)
Orgel: Domorganist Robert Kovacs
Konzertmeisterin: Johanna Ensbacher
Leitung: Dom- & Diözesanmusikdirektor Thomas Dolezal

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