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Diözese Eisenstadt - Aktuell

Montag, 17. Dezember 2012

Gottesdienste Weihnachten/Jahreswechsel im St. Martinsdom

Montag, 24. Dezember 2012 – Heiliger Abend
16.00 Uhr:    Krippenandacht
23.15 Uhr:    Turmblasen
23.30 Uhr:    Volkstümliche Weihnachtslieder
Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten
24.00 Uhr:    Christmette
                       Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
                       Musik: Joseph Güttler – Pastoral-Messe G-Dur


Dienstag, 25. Dezember 2012 - Christtag
09.30 Uhr:    Pontifikalamt
                      Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
                      Musik: W. A. Mozart – Orgelsolo-Messe
11.00 Uhr:    Heilige Messe
16.30 Uhr:    Pontifikalvesper mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
                      Musik: W. A. Mozart – Vesperae solennes de Dominica
18.00 Uhr:    Heilige Messe


Mittwoch, 26. Dezember 2012 – Stephanus
09.00 Uhr:    Heilige Messe
11.00 Uhr:    Heilige Messe
18.00 Uhr:    Heilige Messe

Montag, 31. Dezember 2012 - Silvester
18.00 Uhr:    Heilige Messe zum Jahresschluss
23.00 Uhr bis 01.00 Uhr: Betend ins Neue Jahr - gestaltet von Pax Christi
Dienstag, 1. Jänner 2013 - Hochfest der Gottesmutter Maria - Neujahr
09.00 Uhr:    Heilige Messe
                      Orgelmusik von Johann Sebastian Bach „Allein Gott in der Höhe sei Ehr“
                      Solist: Domorganist Mag. Robert Kovacs
11.00 Uhr:    Heilige Messe
18.00 Uhr:    Pontifikalmesse zum Jahresbeginn
                      Hauptzelebrant: Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
                      Musik: W. A. Mozart – „An Gottes Segen ist alles gelegen“
                      anschließend Sektempfang im Dompfarrzentrum


Dienstag, 1. Jänner 2013 – Anbetungstag im Bischofshof
10.00 Uhr:   Heilige Messe mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
                     anschließend Aussetzung und Anbetung
16.00 Uhr    Rosenkranzgebet
16.30 Uhr:   Vesper und sakramentaler Segen

Personalnachrichten

  • P. Thomas G. Kleinschmidt OMV, Loretto, bisher Kaplan, wurde zum Pfarrvikar der Pfarre Stotzing ernannt.
  • Basil Ikechukwu Obiekii, bisher Kaplan, wurde zum Pfarrvikar der Pfarren Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf ernannt. 
  • MMag. Stefan M. Renner, Stadtpfarrer in Stadtschlaining und Pfarrer in Oberkohlstätten, wurde zum Dekanatsfrauenseelsorger des Dekanates Rechnitz ernannt. 
  • Mag. Lic. Norbert Filipitsch MAS, Dechant und Stadtpfarrer in Jennersdorf, wurde zum Dekanatsfrauenseelsorger des Dekanates Jennersdorf ernannt.

Freitag, 14. Dezember 2012

Neubau Haus St. Martin

Haus St. Martin neu
Außenansicht Haus St. Martin neu
Das Haus St. Martin, mittlerweile 40 Jahre alt, wird neu gebaut. Aufgrund des Alters des Gebäudes sowie der vorhandenen Mängel und der nicht gegebenen Barrierefreiheit, hat sich die Diözese Eisenstadt - als Grundstückseigentümer und Bauherr - für einen Neubau entschieden.

Im Februar 2013 soll mit den Arbeiten begonnen werden, wobei das bestehende Gebäude die gesamte Zeit über in Betrieb bleibt. Dazu wird ein Teil des Objekts abgetragen und nebenbei das neue Zentrum in den Hang hineingebaut. 5.000 Quadratmeter groß soll das neue Haus St. Martin werden und 93 Betten in 81 Einzel- und sechs Doppelzimmern anbieten. Wie schon im alten Gebäude, wird auch im Neubau die Kapelle zentral im Eingangsbereich platziert. Mit einer Neuerung: Die Kapelle wird zweigeschossig. Die Bewohner können dadurch aus dem ersten Obergeschoss die Messe besuchen, ohne ihren Wohnbereich verlassen zu müssen. Im Erdgeschoss befinden sich dazu ein Café und ein Multifunktionsraum, die durch eine mobile Trennwand zu einem großen Veranstaltungsraum umfunktioniert werden können.

Das Haus wird aus dem Erdgeschoss und drei Obergeschossen bestehen. 27 Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer werden pro Stockwerk rund um zwei Innenhöfe angeordnet. Vom ersten Obergeschoss gelangt man in einen Wohngarten. Die Zimmergröße beträgt 16 Quadratmeter inklusive einem vier Quadratmeter großen, behindertengerechten Badezimmer. 180 Zentimeter große Fenster in den Wohnräumen sollen dafür sorgen, dass die Bewohner auch im Liegen einen Blick nach außen haben. Schon im Juni 2014 soll der Neubau abgeschlossen werden. Die Bewohner werden dann übersiedelt und das alte Haus komplett abgetragen. Auf dem freien Platz sind Grünflächen geplant.

Das Projekt "Haus St. Martin neu" wird zwölf Millionen Euro kosten und den höchsten Qualitätskriterien in der Altenbetreuung und -pflege entsprechen.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Bischofshof nach Generalsanierung gesegnet

Haussegnung Bischofshof
Der neugestaltete Platz vor dem Bischofshof
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
"Kostbares bewahren und gleichzeitig auf modernen Standard bringen" - unter dieser Devise standen die Sanierungsmaßnahmen im Hauptgebäude des Bischofshofes, die nun abgeschlossen sind. Am 4. Dezember wurden die neuen Räumlichkeiten vom Diözesanbischof gesegnet.

Großen Umzug gab es in den vergangenen Tagen für einige Mitarbeiter im Bischofshof. Die Redaktion der Kirchenzeitung, die kroatische und ungarische Sektion, das Kirchenmusik- und Liturgiereferat sowie das diözesane Medienbüro konnten nach Monaten im Ausweichquartier ihre neuen Büros beziehen.

Segnung. Am Gedenktag der heiligen Barbara segnete Bischof Ägidius J. Zsifkovics im Beisein der Hausgemeinschaft des Bischofshofes die neuen Räumlichkeiten. Er gedachte dabei der Bauherrn des Gebäudes, der Bischöfe Josef Schoiswohl und Stefan László sowie Bischof Paul Iby für die Instandhaltung. Sehr bewusst hätten Architekt Michael Eckel und die diözesane Bauabteilung versucht, den wertvollen Kern des Gebäudes zu erhalten und es gleichzeitig transparenter, nach außen hin geöffnet umzugestalten.

Haussegnung Bischofshof
Der Bischof verteilt Barbarazweige an die
Mitarbeiter/innen
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Neuanfang. Wie die Mitarbeiter der verschiedenen Baufirmen in den letzten Monaten nach einem "Masterplan" arbeiteten, so arbeiten auch Bischof und die Mitarbeiter/innen der Diözese nach einem Masterplan: dem Evangelium. Passend zum Gedenktag der heiligen Barbara überreichte er an alle Anwesenden einen Barbarazweig als Symbol für den Neuanfang.

Im Frühjahr sollen die Räumlichkeiten im Rahmen eines Tages der offenen Tür auch der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Montag, 3. Dezember 2012

„Bitte Ziel eingeben“

Jugendmesse
Feel The Dome! - How I met my Jesus
Diözesanjugendgottesdienst
(c) Diözese Eisenstadt
Der individuelle Lebensweg als Thema der Diözesanjugendmesse

Post von sich selbst werden die jugendlichen Besucher der heurigen Diözesanjugendmesse in einem Jahr erhalten. Dann werden sie sehen, ob ihr Leben so verlaufen ist, wie sie es sich zum jetzigen Zeitpunkt vorgestellt und auf den Postkarten festgehalten haben. Die diesjährige Jugendmesse beschäftigte sich mit der Zukunft und den persönlichen Plänen für das eigene Leben. Wie bei einem Auto-Navigationsgerät wurden die Jugendlichen aufgefordert ihr „Ziel einzugeben“. Und wie es bei einem Navi eben so ist, kann es auch passieren, dass man Umwege fahren muss oder gar nicht am Ziel ankommt. Pfarrer Gabriel Kozuch erzählte in seiner Predigt, dass er ursprünglich gar nicht vorgehabt hätte Priester zu werden. Doch das Ziel sei oft gar nicht mehr so wichtig, wenn sich am Weg neue Möglichkeiten auftun würden. Wichtig sei nur, etwas Konstantes im Leben zu haben - Jesus und den Glauben.

Mut zur Entscheidung. „Wir haben uns bewusst für dieses Thema entschieden, weil besonders Jugendliche im Firmalter vor der Frage stehen: Für welche Schule soll ich mich entscheiden? Mache ich eine Lehre? Was will ich einmal werden?“, erklärt Organisatorin Veronika Fleischhacker von der Katholischen Jugend und Jungschar. Man wolle den Jugendlichen mitteilen, dass man keine Angst davor haben müsse, sich für einen Weg zu entscheiden.

„Uns geht es vor allem um den Inhalt, den wir vermitteln“, meint Fleischhacker. Dieser sei wichtiger als die obligatorischen Lichteffekte sowie die Rockmusik, welche die Jugendmesse kennzeichnen. „Wir wollen die Jugend in ihrer Welt ansprechen“, erklärt sie ihr Ziel. Der Eisenstädter Dom war auch dieses Jahr wieder bis auf den letzten Platz gefüllt.

8. Dezember: Marienfeier in Eisenstadt

Marienfeier
Immaculata-Feier mit Lichterprozession am Hochfest Mariä Empfängnis mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
Donnerstag, 8. Dezember 2012, Eisenstadt; ab 13.30 Uhr für Ministranten, Theresianum; Beginn der Prozession 16.00 Uhr, Mariensäule am Oberberg


„Mini’s“ und Sternsinger im Fokus. Wie im Vorjahr werden auch heuer zahlreiche Ministranten und Sternsingergruppen aus der ganzen Diözese dabei sein. Die Kinder und Jugendlichen erwartet bereits ab 13.30 Uhr im Theresianum ein spannendes Vorprogramm der Diözesanjugend mit Rätselrallye und verschiedenen Spielestationen. Eltern und Begleitpersonen werden in der Zwischenzeit von Mitarbeiter/innen der Katholischen Aktion mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Lichterprozession im Vorweihnachtstrubel. Die Prozession beginnt um 16.00 Uhr bei der Mariensäule am Oberberg. Begleitet von der Stadt- und Feuerwehrkapelle Eisenstadt führt sie vorbei am Schloss Esterházy, durch die Fußgängerzone und über das Alte Stadttor in den Martinsdom, wo eine feierliche Marienvesper gefeiert wird. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Dommusik St. Martin. Im Anschluss sind alle Teilnehmer/innen zur Begegnung in den Martinussaal des Dompfarrzentrums eingeladen.

Festtag mit besonderer Tradition. Die katholische Kirche feiert am 8. Dezember, dass Maria vom Anfang ihrer Existenz an ein von Gott begnadeter Mensch war. In der biblischen Erzählung von der Verkündigung durch den Engel wird sie die „Begnadete“ genannt. Das Zweite Vatikanische Konzil spricht von Maria, die „vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit ist“. Im Gedächtnis der Erwählung Marias wird der Kirche sowohl ihre eigene begnadete Existenz als auch ihr Auftrag zu heiligem Leben vor Gott bewusst gemacht.

Weltgedenktag für verstorbene Kinder

Das Weltweite Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting®) findet jährlich am zweiten Sonntag im Dezember statt und hat sich mittlerweile als Weltgedenktag etabliert. An diesem Tage gedenken Angehörige in der ganzen Welt ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister.
Sonntag, 9. Dezember 2012, nach der Abendmesse ca. 18.50 Uhr, Eisenstadt, St. Martinsdom


Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den "Compassionate Friends" zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen. Der Name des Worldwide Candle Lighting® leitet sich ab vom rituellen Anzünden einer Kerze für das verstorbene Kind um 19.00 Uhr. Diese Kerze wird sichtbar in ein Fenster platziert. Durch die stündliche Verschiebung in den unterschiedlichen Zeitzonen ergibt sich bildlich eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert. ... that their light may always shine (... dass ihr Licht für immer scheinen möge) ist der Grundgedanke hinter dieser Idee.

In vielen Kirchen wird am 2. Sonntag im Dezember um ca. 19.00 Uhr das Lichtentzünden im Gottesdienst gefeiert. Alle verstorbenen Kinder, sei es, dass sie vor der Geburt, bald nach der Geburt oder im Laufe ihrer Kindheit aus dieser Welt geschieden sind, sollen von diesem Gedenken umfasst sein. Gerade Eltern und Angehörige von Kindern, die in einem frühen Stadium der Schwangerschaft verstorben sind, haben oft keinen Ort für ihre Trauer. Ihnen soll hier Raum und Zeit für ein Gedenken gegeben werden. Alle Betroffenen, alle Angehörigen und alle, denen dieses Anliegen wichtig ist, sind herzlich eingeladen.

Donnerstag, 29. November 2012

Feel The Dome - How i met my Jesus


feelthedomeHow I met my Jesus, Diözesanjugendgottesdienst
2. Dezember 2012, 18.00 Uhr, St. Martinsdom, Eisenstadt 

Bitte Ziel eingeben!

Was sind die Ziele in meinem Leben? Wie erreiche ich meine Ziele? Muss ich an meinen Zielen immer festhalten und was passiert, wenn ich meine Ziele nicht erreiche? Und welchen Weg gehst du?

Diesen und anderen Fragen wollen wir bei "Feel The Dome - How i met my Jesus" auf den Grund gehen.

Viele Jugendliche, gute Musik und ungewöhnliche Aktionen erwarten dich im vollen Eisenstädter Dom!
Erlebe Kirche lebendig, laut, anders!

Samstag, 24. November 2012

"Auge der Kirche sein" - Diakonenweihe in Eisenstadt

Diakonenweihe in Eisenstadt
Alt-Bischof Iby, die Diakone Jandrisits und Haider,
Diözesanbischof Zsifkovics, Diakon Bollardt,
Weihbischof Scharl (v.l.n.r.)
(c) Diözese Eisenstadt/Sr. Marina Vuleta
Gerhard Bollardt, Michael Haider und Willibald Jandrisits wurden heute im Eisenstädter Martinsdom von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zu Ständigen Diakonen geweiht. In seiner Festpredigt stellte der Diözesanbischof die Fußwaschung in den Mittelpunkt.

Es sind drei Gegenstände, die der Bischof den neu geweihten Diakonen als symbolisches Zeichen für ihren Dienst näherbringt: Der geteilte Mantel des heiligen Martin und der Korb der heiligen Elisabeth als „Symbol der Gegenwart Christi in seiner Kirche durch den Dienst an den Armen, Kranken und Leidenden“ und die Schüssel der Fußwaschung.

Das Johannesevangelium beschreibt die Fußwaschung beim Letzten Abendmahl. Eine Handlung, deren Vollzug ganz unten stattfinde. So wie die Weihe, die ebenfalls ganz unten beginnt, am Boden liegend. „Ganz unten ist man näher am österlichen Scheitelpunkt“, so der Bischof. „Hier ergibt sich eine Sicht die verändert nach oben schauen lässt.“ Die Position der Fußwaschung ermögliche einen Blick, der die Wahrnehmung des Anderen zulässt, „ein Blick der mitfühlt und den Anderen aufrichtet und zur Entfaltung bringt.“ Gerade hier sei der Diakon das „Auge der Kirche“. Die Schüssel der Fußwaschung solle daran erinnern, als Diakon ein Diener Jesu zu sein.

Am Festgottesdienst im St. Martinsdom nahmen neben zahlreichen Priestern und Diakonen der Diözese Eisenstadt auch Alt-Bischof Paul Iby und Weihbischof Franz Scharl teil.
Musikalisch gestaltet wurde er vom Kirchenchor Apetlon sowie der Dommusik St. Martin unter der Gesamtleitung von Dommusikdirektor Thomas Dolezal.

Tätigkeitsbereiche der neuen Diakone

Gerhard Bollardt, Unterfrauenhaid, wurde mit der ehrenamtlichen Mitarbeit in den Pfarren Unterfrauenhaid, Raiding und Ritzing, besonders im Altenwohn- und Pflegeheim Raiding sowie in der Flüchtlingsbetreuung, betraut.

Michael Haider, Apetlon, wurde mit der ehrenamtlichen Mitarbeit in den Pfarren Apetlon und Illmitz und in der Stadtpfarre Frauenkirchen sowie in der Behindertenseelsorge in der Region betraut.

Willibald Jandrisits, Güttenbach, wurde mit der ehrenamtlichen Mitarbeit in den kroatischen Pfarren des Dekanates Güssing, besonders aber auch mit der Koordination und geistlichen Begleitung der Caritasarbeit in der Region Süd, betraut.

Montag, 19. November 2012

Diakonenweihe in Eisenstadt

Am kommenden Samstag, dem 24. November, wird Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics drei Kandidaten zu Ständigen Diakonen weihen.
Samstag, 24. November 2012, 10.00 Uhr, Eisenstadt, Dom St. Martin


Zur Person: Gerhard Bollardt
Gerhard Bollardt wurde am 14. Juni 1952 in Wien geboren und lebt mittlerweile in Unterfrauenhaid. Über seine Berufung zum Ständigen Diakonat sagt der pensionierte Journalist: „’Diakon’ heißt Diener. Ich möchte in der Nachfolge Jesu den Menschen dienen.“ Schon jetzt versuche er, den Dienst so konkret wie möglich zu leben, beispielsweise in der Seelsorge für alte Menschen im Pflegezentrum Raiding und in seinem Engagement für Asylanten in Unterfrauenhaid und Horitschon.

Zur Person: Michael Haider
Michael Haider wurde am 8. März 1948 in Apetlon geboren, wo er auch heute mit seiner Familie (verheiratet, 3 Kinder, 2 Pflegekinder) lebt. Der pensionierte Pädagoge war zuletzt als Sonderschuldirektor tätig. Über seine Berufung sagt er: „Ich will Gott und den Menschen in seiner Kirche dienen: vor allem jenen, die sich nicht selbst helfen können: den Kranken, Alten, Armen, Behinderten, Außenstehenden.“

Zur Person: Mag. Willibald Jandrisits
Willibald Jandrisits wurde am 7. Juli 1950 geboren. Er lebt mit seiner Familie (verheiratet, 4 Kinder) in Güttenbach, wo er sich von Jugend auf in der Pfarre engagierte. Bis zu seiner Pensionierung war Jandrisits als Pädagoge tätig, zuletzt am Zweisprachigen Gymnasium in Oberwart und an der Handelsakademie Stegersbach. Seine Berufung zum Ständigen Diakonat beschreibt er so: „Ich meinem Leben haben meine Familie und ich viel Gutes von Gott geschenkt bekommen. Als Diakon möchte ich etwas von diesem Geschenk Gottes, im Dienst an den Mitmenschen, Gott zurück erstatten.“

Ständige Diakonat
Ständige Diakone können ihren Dienst sowohl hauptberuflich als auch neben ihrem Zivilberuf ausüben. Der Diakon übernimmt in der katholischen Kirche eine ständig wachsende Zahl von Aufgabenbereichen, die sich seit jeher in drei Felder aufteilen lassen: der Dienst der Nächstenliebe, die Verkündigung der Frohen Botschaft, die Feier des Glaubens in der Liturgie.

Konkret heißt das: Diakone helfen mit in der Seelsorge der Gemeinden, sie wenden sich denen zu, die am Rand der Gesellschaft leben, besuchen Alte, Kranke, Behinderte und Gefangene, begleiten Sterbende, kümmern sich um Asylanten, Aussiedler und Menschen in besonderen Lebenskrisen. Sie predigen im Gottesdienst, erteilen als hauptberufliche Diakone an den Schulen Religionsunterricht, führen Glaubensgespräche, leiten Bibelkreise und bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Empfang der Sakramente vor. Diakone assistieren dem Priester in der Heiligen Messe, spenden die Taufe, leiten kirchliche Begräbnisfeiern und assistieren bei der Spendung des Sakraments der Ehe, feiern Wortgottesdienste und Andachten, halten Segnungsfeiern und bringen Alten und Kranken die heilige Kommunion.

Personalnachrichten

Ernennung Kreisdechanten
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hat zu Kreisdechanten ernannt:
  • Geistl. Rat Mag. Wilhelm A. Ringhofer, Stadtpfarrer in Neufeld a.d.L. und Pfarrer in Wimpassing a.d.L. im Dekanatskreis Nord. 
  • Msgr. EKR Ernst Zonschits, Pfarrer in Deutschkreutz, im Dekanatskreis Mitte. 
  • P. Mag. Raphael Rindler OFM, Guardian und Stadtpfarrer in Güssing, im Dekanatskreis Süd. 

Bestellung Diözesanrat
Mit Rechtswirksamkeit vom 15. November 2012 hat Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics den Diözesanrat der Diözese bestellt. Die Funktionsperiode beträgt fünf Jahre, somit bis zum 31. Oktober 2017. 

Mitglieder von Amts wegen 
  • Kan. Mag. Georg Lang, Generalvikar, Domkustos und Pfarrer in St. Margarethen i.B. 
  • P. Stefan Vukits OMV, Bischofsvikar, Delegat und Leiter der Kroatischen Sektion, Loretto 
  • Lic. László Pál, Bischofsvikar und Stadtpfarrer in Eisenstadt-St. Georgen 
  • Kan. MMag. Michael Wüger, Direktor des Pastoralamtes und Pfarrer in Wiesen 
  • Kan. Mag. Dr. Erich Seifner, Direktor des Schulamtes, Dechant und Stadtpfarrer in Oberwart 
  • Mag. Edith Pinter, Direktorin der Caritas 
  • Mag. Dr. Stephan Renner, Präsident der Katholischen Aktion 

Entsendete Mitglieder
Vertreter der Dekanate 
  • Dekanat Frauenkirchen: FL Inge Michlits, Religionslehrerin 
  • Dekanat Neusiedl a.S.: Mag. Roman Schwarz, Dechant und Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf 
  • Dekanat Rust: noch nicht nominiert 
  • Dekanat Eisenstadt: Eva Trimmal, Hornstein 
  • Dekanat Mattersburg: Harald J. Schremser, Dechant und Pfarrer in Kleinfrauenhaid und Hirm 
  • Dekanat Deutschkreutz: Dr. Ulf Schlaffer, Unterpetersdorf 
  • Dekanat Großwarasdorf: Thomas Palatin, Nebersdorf 
  • Dekanat Oberpullendorf: Mag. Dr. Nikolas O. Abazie, Dechant und Pfarrer in Draßmarkt und Oberrabnitz 
  • Dekanat Pinkafeld: Mag. Thorsten Carich, Kaplan in Pinkafeld und Grafenschachen 
  • Dekanat Rechnitz: Sebastian Edakarottu, Pfarrmoderator in Großpetersdorf, Jabing und Neumarkt i.T. 
  • Dekanat Güssing: Manfred Augustin, Punitz 
  • Dekanat Jennersdorf: DI Christian Neubauer, St. Martin a.d.R. 

Vertreter der laienapostolischen Gruppen 
Prof. Harald Mandl, Leiter des Instituts für religionspädagogische Bildung an der privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland 
Maria Rudrupf, Forchtenstein 

Vertreter der Katholischen Aktion 
Mag. Johann Artner, Leiter des Katholischen Bildungswerkes 

Vertreterin der Katholischen Frauenbewegung 
Gabriela Zarits, Diözesanleiterin kfb 

Vertreterin der kommissionellen Frauenarbeit 
Mag. Manuela Ehrenhöfler, Pastoralassistentin in der Stadtpfarre und im Dekanat Güssing 

Vertreterin der Katholischen Jugend und Jungschar Burgenland 
Mag. Alexandra Kern, Dienststellenleiterin Katholische Jugend und Jungschar 

Vertreter des Priesterrates 
Mag. Roman Schwarz, Dechant und Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf 

Vertreterin der Orden
Sr. Consolata Supper SDR, Provinzoberin, Eisenstadt 

Vertreter der Diakone 
Mag. Georg Vukovits, Siegendorf 

Vertreter der Religionslehrer/innen 
Dipl. Päd. Reinhilde Woditsch MAS, Eisenstadt 

Vertreterin der Pastoralassistent/innen 
PAss. Sandra Krammer, Pastoralassistentin in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf 

Vertreter der Ökumene-Kommission
Mag. Nikolaus Faimann, Bereichsleiter im Pastoralamt

Donnerstag, 15. November 2012

Seltene Kirchenmusik im Eisenstädter Martinsdom zum 175. Todestag des Komponisten Johann Nepomuk Hummel

Christkönigssonntag, 25. November 2012, 09.30 Uhr

Eisenstadt gedenkt dieser Tage eines ganz Großen der Musikgeschichte: Johann Nepomuk Hummel. Er zählt zur beachtlichen Zahl jener bedeutenden Meister, die neben Joseph Haydn in Eisenstadt oder an anderen Orten für die Familie Esterházy tätig waren. Vor kurzem, am 14. November, hatte er Geburtstag, sein Todestag jährte sich am 17. Oktober zum 175. Mal.

Hummel, geboren 1778 in Pressburg, übersiedelte als Knabe mit seinen Eltern nach Wien. Hier wurde kein Geringerer als W. A. Mozart auf den Buben aufmerksam, nahm ihn in seinen Haushalt auf und gab ihm kostenlos Unterricht. Ähnlich wie Franz Liszt avancierte Hummel zum pianistischen Wunderkind und unternahm in Begleitung seines Vaters Konzertreisen durch mehrere Länder Europas.

Nach seiner Rückkehr nach Wien setzte er seine Studien bei Albrechtsberger, Salieri und bei Joseph Haydn fort. Mithilfe Haydns Empfehlung erhielt Hummel 1804 eine Anstellung in der Esterházy’schen Hofkapelle. Unter dem Titel eines „Concertmeisters“ wurde Hummel bald zum faktischen Nachfolger Joseph Haydns, der die Kapellmeisterstelle nominell zwar noch innehatte, aber nicht mehr aktiv war.

Sieben Jahre lang war Hummel in Eisenstadt tätig, diese Zeit gilt heute noch als zweite, als „silberne“ Glanzperiode, die die Esterházy’sche Hofmusik erlebt hat.

Nach disziplinären Unstimmigkeiten schied Hummel 1811 aus dem Dienst am Fürstenhof und übernahm in der Folge kapellmeisterliche Aufgaben in Stuttgart und in Weimar.

Zeitlebens war die Klaviermusik ein Schwerpunkt im Schaffen von Johann Nepomuk Hummel, berühmt ist auch sein Trompetenkonzert in Es-Dur, ein Standardwerk für Solisten. In seiner Eisenstädter Zeit war Hummel jedoch vornehmlich als Komponist und Dirigent von Kirchenmusik tätig und auch in diesem Genre höchst erfolgreich.

Angesichts der Qualität und Größe seiner Sakralwerke ist es verwunderlich, dass Hummel in der Kirchenmusik nur wenig präsent ist, auch im Burgenland, obwohl die Werke zum weit überwiegenden Teil hier komponiert und uraufgeführt wurden.

Hummels Kirchenmusik ist formal vielfältig und originell, seine Orchestrierungen gelten als meisterhaft. Neben Einzelwerken (Soli, Chor, Orchester), teilweise mehrsätzig, Orgelmusik und einem gewaltigen Te Deum stehen fünf große Messen im Zentrum seines sakralmusikalischen Schaffens.

Die Messen waren zum Teil in jener Tradition entstanden, durch die die Nachwelt schon mit den sechs späten Messen Joseph Haydns beschenkt worden war, nämlich jährlich zum Namensfest der Fürstin Marie Hermenegilda (Mariä Namen, 12. IX.) eine große Messe zur Aufführung zu bringen. Dafür komponierte Hummel seine Messen in Es-Dur, d-moll und B-Dur. Anlass zur Komposition der Missa solemnis in C-Dur war die Hochzeit der Prinzessin Maria Leopoldina Esterházy mit Moritz Joseph von Liechtenstein.

Die Messe in D-Dur schließlich war ursprünglich für das Wiener Kloster der Ursulinen zum Fest deren Ordensgründerin Angela Merici im Mai 1808 komponiert worden. Anlässlich dieser Aufführung besuchten Hummel und seine Musiker Joseph Haydn an seinem Alterssitz in seinem Haus in Wien-Gumpendorf, wobei Haydn dem jungen Nachfolger großes Lob erwies: „Nun, lieber Hummel, ich hörte schon, dass Du eine so schöne Messe schreibst und freute mich darüber. Ich habe Dir’s ja öfter gesagt, aus Dir wird was rechtes. Fahre nur so fort und denke: alles Schöne und Gute kommt von oben!“ Wenig später, im September 1808, wurde die D-Dur-Messe dann auch in Eisenstadt gesungen.

Die Kirchenmusik-Aufführungen in Eisenstadt fanden üblicherweise in der Bergkirche statt, Ausnahmen waren vermutlich die Messen in d-moll (1805) und in B-Dur (wahrscheinlich 1810), die in der Stadtpfarrkirche, im nunmehrigen Martinsdom, erstmals zu hören waren.

Die zuletzt genannte Messe B-Dur, op. 77, wurde im „Wiener Mozartjahr 2006“ in Zusammenarbeit des Kirchenmeisteramts der Domkirche St. Stephan mit der österreichischen Nationalbibliothek im Eigenverlag neu ediert, wodurch das Notenmaterial für heutige Aufführungen verfügbar geworden ist. Am 25. November, dem Christkönigssonntag, wird die Dommusik St. Martin in Kooperation mit der "Erste Bank" die Komposition um 09.30 Uhr im St. Martinsdom zur Aufführung bringen.

Sonntag, 11. November 2012

St. Martinsfest 2012 - Festakademie

* Jahr des Glaubens – Festvortrag von Kardinal Joachim Meisner
* Präsentation des neugewählten Präsidiums der Katholischen Aktion
* Diözesanbischof Zsifkovics ehrt Kardinal Meisner mit St. Martinsorden in Gold


Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat am Sonntag in Eisenstadt den St. Martins-Orden in Gold, die höchste Auszeichnung der Diözese Eisenstadt, verliehen bekommen. Im Rahmen einer Festakademie zum "Jahr des Glaubens", das im Burgenland am Tag seines Diözesan- und Landespatrons, dem Heiligen Martin, beginnt, überreichte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics seinem Ehrengast die Auszeichnung.
Zsifkovics erinnerte in seiner Laudatio an die Festrede Meisners bereits im Jahr 1984 in Eisenstadt, als das 25-Jahr-Jubiläum der Diözese Eisenstadt gefeiert wurde. Der damalige Berliner Bischof kam damals auf die Einladung von Bischof Stefan László und appellierte an die Kirche im Burgenland, sie müsse "auf die Straßen gehen, in den Wagen der Menschen einsteigen und ein Stück des Weges mitfahren". Bereits der damalige Besuch sei eine große pastorale Unterstützung und Ermutigung des Klerus und der Gläubigen gewesen, erklärt Zsifkovics. Meisner habe das Burgenland über Jahrzehnte hinweg ideell unterstützt und wohlwollend begleitet. "Die Diözese Eisenstadt wäre ohne dein stilles Wirken nicht das, was sie heute ist", so der Eisenstädter Bischof in Richtung des Kölner Kardinals.

In seinem Festvortrag unmittelbar vor der Ehrung hatte Meisner die Christen im Burgenland dazu aufgerufen, mutig selbst Vorbilder im Glauben zu sein, aus Liebe zu Gott und zum Nächsten einen Glauben zu entwickeln, der eine stellvertretende Wirkung für die Glaubensfernen habe, sowie auch den Zeitgenossen jene Fragen zu stellen, die diese näher an den Sinn des Lebens führten.

Zsifkovics forderte von seiner Diözese im Hinblick auf das "Jahr des Glaubens" und die kürzlich beendete Bischofssynode, der allgemeinen Ermüdung des Glaubens entgegenzuwirken, der die vielen neuen Armutsformen "neue, noch unbekannte Räume der Nächstenliebe" öffne. "Draußenstehende" könnten am ehesten dann eingeladen werden, wenn die Gläubigen zunächst selbst innerlich zu Gott aufbrechen und die Beziehung zu ihm vertiefen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde auch die neu gewählte Leitung der Katholischen Aktion der Diözese Eisenstadt vorgestellt, in der ab nun Stephan Renner als Präsident sowie Dorothea Jagschitz und Andreas Resetarits als Vizepräsidenten vertreten sind. Dankesworte gab es für Herta Wagentristl, die sich nach zehn Jahren an der Spitze der Katholischen Aktion aus dem Präsidentenamt verabschiedete. (KAP)

Der Festvortrag von Kardinal Joachim Meisner im Wortlaut . . .

St. Martinsfest 2012: Festgottesdienst im St. Martinsdom

St. Martinsfest 2012
Kardinal Joachim Meisner und Diözesanbischof
Ägidius J. Zsifkovics beim traditionellen Teilen
des Martinikipferls
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
„Christen müssen den Kopf hinhalten“: Kardinal Joachim Meisner stellt in seiner Festpredigt den hl. Martin als „Säule des christlichen Europas“ in den Mittelpunkt

 Der Glaube braucht heute nicht religiöse Beamte und Leisetreter, sondern Menschen, die statt Ducken und Kopfeinziehen die Stirn bieten. Das betonte Kardinal Joachim Meisner bei seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom mit Blick auf den heiligen Martin und mahnte dabei explizit die Verantwortung der Bischöfe ein. Der Bischof habe für den christlichen Glauben "seinen Kopf hinzuhalten", sagte der Kölner Erzbischof bei einer Feier zum "Jahr des Glaubens", das in der Diözese Eisenstadt am 11. November, dem Tag des heiligen Martin, beginnt. Meisner würdigte Martin als "Säule des Christlichen Europas" und beglückwünschte die Burgenländer zu ihrem Landesheiligen, den sie somit ebenfalls zum "Burgenländer" gemacht hätten. In Europa sei es normal geworden, dass Gott nicht angenommen wird, analysierte Meisner die Gegenwart. "Man möchte gleichsam Christus ausbürgern, wie das schon die Kommunisten gemacht haben. Man möchte die Kirche in die Sakristei verbannen und den christlichen Glauben rein privatisieren." Auch der Nationalsozialismus habe versucht, der Kirche ihre verkündende Stimme zu nehmen. "Dass man das so schnell vergessen kann und heute die gleichen Taten setzen möchte, ist unbegreiflich. Sie führen aus dem Wohlstand ins Chaos, Unglück und Untergang unserer europäischen Kultur", so der Kölner Kardinal. Dagegen stehe das Zeugnis des heiligen Martin, der als katholischer Bischof in Verfolgung und Feindschaft den Kopf für ungelegene Wahrheiten hingehalten statt eingezogen habe. In Europa sei dies heute ein "wichtiger und schwieriger Dienst", stellte der Kölner Kardinal fest. Ein Bischof handle sich "Hass, Feindschaft und Widerspruch" ein, wenn er über die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe predige, über die Ehe und Familiengründung als Ziel der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau, als auch über die Unantastbarkeit des ungeborenen Kindes im Mutterleib oder über den höchsten Wert des alt gewordenen und hilflosen Lebens, das nicht beendet werden dürfe. Meisner hob als eines der zentralen Symbole Martins den Mantel hervor, den der damals römische Offizier mit dem frierenden Bettler teilte. Martin seien die Augen dafür geöffnet worden, "dass er nicht nur mit einem hilflosen Menschen, sondern mit Christus selbst den Mantel geteilt hat", so der Kardinal mit einem Verweis auf das Bibelwort "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". Wie auch das Johannesevangelium mit der Schilderung der Fußwaschung zeige, werde Jesus im Liebesdienst der Christen gegenwärtig. Christen in der Diaspora, die lange keine Hl. Messen feiern konnten, hätten durch den Dienst an ihren Zeitgenossen oft Christus gegenwärtig gemacht. Martin habe durch seine "prophetische Tat" die "christliche Zivilisation der Liebe, die Europa über Jahrhunderte prägte", grundgelegt, führte Meisner weiter aus. Während die heidnische Antike "Alte und Kranke, Mühselige und Beladene" verachtete, hätte das Christentum diesen Gruppen Würde, Respekt und Anerkennung gebracht. Deutlich sei dies von Anfang an dadurch gewesen, dass neben der Kirche Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und Schulen errichtet wurden. Als weiteren Verdienst rechnet es Meisner dem burgenländischen Patron an, inmitten der Turbulenzen der Völkerwanderung "Zerstreute gesammelt, Mut- und Hilflosen mit dem Wort Gottes den Weg gewiesen und mit der Eucharistie gestärkt" zu haben. (KAP)

Grußwort Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics
Mit dem alten katholischen Gruß „Gelobt sei Jesu Christus“ in den Sprachen des Burgenlandes (deutsch, kroatisch, ungarisch, roman) begrüßte Diözesanbischof die zahlreichen Gläubigen, die sich am Festtag des Diözesan- und Landespatrons im Martinsdom eingefunden hatten. Allen voran den Hauptzelebranten des Festgottesdienstes, Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln. Besonders erfreut zeigte sich der Diözesanbischof über die große Anzahl von Vertreter/Innen des öffentlichen Burgenlandes. Ist es doch eine „gute pannonische Tradition, dass Diözese und Land gemeinsam des Fest des hl. Martin feiern.“

Vertreter des öffentlichen Lebens
Seitens der Burgenländischen Landesregierung nahmen Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann-Stv. Franz Steindl, Landtagspräsident Gerhard Steier, Landesrätin Michaela Resetar sowie Landesrat Andreas Liegenfeld teil. Weiters konnte Bischof Ägidius Zsifkovics den Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt, Thomas Steiner, Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskozil sowie zahlreiche weitere Vertreter politischer und öffentlicher Institutionen auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene begrüßen.

Musikalische Gestaltung
Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von der Dommusik St. Martin, die die „Messe G-Dur“ von Franz Schubert zur Aufführung brachte.
Musikalisch Ausführende: Claudia Pumberger (Sopran), Matthias Federer (Tenor), Walter Wegscheider (Bass)
Orgel: Domorganist Robert Kovacs
Konzertmeisterin: Johanna Ensbacher
Leitung: Dom- & Diözesanmusikdirektor Thomas Dolezal

Mittwoch, 7. November 2012

Kanzelwort zum St. Martinsfest 2012

Bischofssynode
Bischof Zsifkovics bei der Synode in Rom 
(c) Diözese Eisenstadt/L'OR 
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics betont im seinem Kanzelwort zum diesjährigen St. Martinsfest die große Bedeutung der Bischofssynode und deren Auswirkungen auf Kleriker und Laien.


Liebe Diözesanfamilie!

Wenn ich mich zum diesjährigen Fest unseres Landes- und Diözesanpatrons an Sie wende,
geschieht dies an einem bedeutenden Punkt des Neuaufbruchs und des Neubeginns – eines Neuaufbruchs der ganzen Kirche, aber auch eines persönlichen Neuaufbruchs, den ich als Priester und Bischof in diesen Tagen und Wochen erleben darf und der auch der Ihre werden möge.

Dieses Jahr 2012 ist gekennzeichnet durch mehrere Großereignisse und Jubiläen von weltkirchlicher Bedeutung: Der Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor genau 50 Jahren; die weltweite Ausrufung eines Jahres des Glaubens durch Papst Benedikt XVI., um anlässlich des Konzils-Jubiläumsjahres den christlichen Glauben in aller Welt erneut auszusagen und zu vertiefen; das 20jährige Jubiläum des Erscheinens des Katechismus der Katholischen Kirche, der uns in den Inhalten unseres Glaubens unterweist; und nicht zuletzt die Einberufung der Weltbischofssynode im Oktober dieses Jahres durch den Heiligen Vater mit dem Ziel einer Neuevangelisierung in der Welt von heute.

Dienstag, 6. November 2012

Morgenhomilie von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics bei der Herbstvollversammlung der ÖBK

Brüssel Biko
Die Mitglieder der Österr. Bischofskonferenz bei ihrem 
Tagungsort in Brüssel in den Räumen der ComECE
(c) KAP


Liebe Mitbrüder!

Die Situation, in der sich die Kirche, der christliche Glaube und wir alle, die wir den Hirtendienst leisten, uns befinden, könnte wohl kaum prägnanter auf den Punkt gebracht werden als das heutige Evangelium es tut. Da ist die Rede von jemandem, der zu einem großen Festmahl einlädt und seinen Diener ausschickt, um die Einladung persönlich zu überbringen. Doch keiner der Geladenen folgt der Einladung. Alle haben eine Entschuldigung. Alle bleiben zu Hause.


Wenn wir, liebe Mitbrüder, hier in Brüssel, nahe bei den Institutionen der EU und den politischen Schaltstellen des Vereinten Europa unsere Beratungen führen, bekommen wir ein kontinentales Gefühl für die Enttäuschung des erfolglosen Dieners im Evangelium. Die Kirche in Europa lädt ein - und immer mehr folgen der Einladung nicht! Ohne Pathos und Wehleidigkeit können wir es sagen: So sehr das Christentum eine der Wurzeln Europas ist, so sehr erleben wir täglich, wie es im europäischen Projekt zunehmend zum Fremdkörper zu werden scheint. Wir erleben eine Marginalisierung christlicher Identität, ja auch kirchliche Rückzugsgefechte in ethischen Fragen, sei es die verbrauchende Embryonenforschung oder die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. Ja es scheint so, als ob nicht nur anderweitige Verpflichtungen die Geladenen abhalten würden, sondern ein kategorisches Unverständnis für das Festmahl an sich. Mehr und mehr wird den Christen in der europäischen Gesellschaft signalisiert: "Eure Werte sind nicht unsere Werte!"

Liebe Mitbrüder, wir kennen aber die Antwort des Hausherrn im Evangelium, die auf die Absage der Geladenen folgt: "Geh hinaus und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein!"

Der Herr selbst lehrt uns hier die Methode der Neuevangelisierung: Jesus schickt uns immer wieder aus, um zu seinem himmlischen Gastmahl einzuladen. Egal, wie ernüchternd die Absagen auch sein mögen. Die eben erst zu Ende gegangene Bischofssynode in Rom hat daran erinnert, dass die Säkularisierung von der Kirche verlangt, die eigene Präsenz in der Gesellschaft neu zu überdenken - dass aber die vielen und ständig neuen Formen der Armut der tätigen Nächstenliebe unbekannte Räume eröffnen! Die Authentizität der Neuvangelisierung trägt das Antlitz der Armen - auch und gerade in Europa! Darin liegt die Chance einer Entflechtung von alten gesellschaftlichen Mustern hin zum Ureigensten des Christentums: zum Evangelium!

"Es ist aber noch Raum da!", sagt der Diener, nachdem er bereits die Armen und Kranken in den Festsaal geholt hat.

Dieser Raum, liebe Mitbrüder, ist die Kirche selbst. Die Kirche ist, wie die Synodenväter festgehalten haben, "der Raum, den Christus in der Geschichte anbietet, um ihm begegnen zu können." Ihr hat er sein Wort und seine Sakramente anvertraut. In diesem Raum ist in besonderem Maße Platz auch für die, die draußen stehen, an den "Zäunen", die Fernen, die wir wieder vermehrt zum Mahl rufen müssen - auch und gerade in Europa!

Wenn wir nun selbst eingeladen sind, in Vorausahnung des himmlischen Festmahls zum Tisch des Herrn zu treten, soll uns bewusst sein, dass sich unser Glaube ganz in der Beziehung entscheidet, die wir selbst mit der Person Christi aufbauen, der uns selbst als seinen Dienern als erster entgegengeht: Neuevangelisierung beginnt bei uns selber und bei der eigenen Bekehrung.

Montag, 5. November 2012

Aktion Fairer Nikolaus der KMB

Die Katholische Männerbewegung (KMB) möchte die Nikolaus-Tradition in Form des „Fairen Nikolaus“ aufrechterhalten. Die Aktion unterstützt in diesem Jahr Schulkinder in Guatemala.

Wir alle können die Welt ein Stück gerechter machen. Das ist der Kern der Botschaft des heiligen Nikolaus und auch ein zentraler Auftrag der KMB, welche in diesem Jahr im Rahmen der Aktion „Fairer Nikolaus“ Schulprojekte in Guatemala unterstützt.

Weiters möchte die KMB vor allem Männer motivieren, sich mit der Figur des hl. Nikolaus auseinanderzusetzen. Die Tradition, am Vorabend des 6. Dezembers Kinder zu besuchen, biete Männern die Gelegenheit, ganz bewusst in die Rolle des väterlichen, sorgenden, hilfreichen Bischofs zu schlüpfen, ist Hannes Artner von der KMB der Diözese Eisenstadt überzeugt. „In unserer Gesellschaft fehlen auf Grund von Berufstätigkeit oder familiärer Umstände die Väter und/oder die Großväter. Der hl. Nikolaus stellt eine positive Vater-Identifikationsfigur dar, es gelingt spielerisch sich ins Leben der Kinder einzubringen.“ Der „faire Nikolaus“ könne sogar dreifach Freude bereiten. „Den geholfenen Menschen in der Welt, unseren Kindern und den verkleideten Männern, die durch strahlende Kinderaugen beschenkt werden.“

Die Nikolaus-Schokolade (EZA-Bio-Vollmilchschokolade, Fairtrade, 15 g) kostet 1,- Euro /Stk.
Bestellungen: KMB, Tel. 02682/777-281 oder kmb@martinus.at

Fotoalbum zum Familiennachmittag mit Bischof Zsifkovics in Draßmarkt

In Draßmarkt fand am Wochenende der erste von insgesamt drei Familiennachmittagen mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics statt.

Nach der gemeinsamen Andacht mit Kindersegnung in der Pfarrkirche ging es in die "Alte Schule" zum Keksebacken. Groß und Klein waren eifrig bei der Sache, und das Ergebnis schmeckte wunderbar.

Zum Fotoalbum ... 


Weitere Termine:

17. November, Jennersdorf
15. Dezember, St. Margarethen

Personalnachrichten

KMB-Vorstand 2012
Vorstand der KMB
(c) Diözese Eisenstadt
Die Katholische Männerbewegung, die Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung sowie die Katholische Jugend und Jungschar der Diözese haben einen neuen Vorstand gewählt.

Katholische Männerbewegung
  • Vorsitzender: DI Dr. Andreas Resetarits, Eisenstadt 
  • Vorstandsmitglieder:
    Vinzenz Jobst, Sieggraben
    Gerhard Strommer, Wallern
    Alexander Tauchner, Jennersdorf 




Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung
  • Vorsitzender: Markus Predl BED, Wulkaprodersdorf 
  • Stellvertretung: Mag. Dr. Richard Mikats, Eisenstadt
    Elfriede Deutsch, Badersdorf 



KJ/KJS Burgenland
Marcel Fikisz, Natalie Kobald,
Sophie Matkovits und Michael Glatz
(c) Diözese Eisenstadt
Katholische Jugend und Jungschar
  • Vorsitzende: Sophie Matkovits, Schützen am Geb.
    Michael Glatz, Oberpullendorf

Montag, 29. Oktober 2012

St. Martinsfest 2012 mit Kardinal Joachim Meisner

Martini 2012Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, das Pastoralamt sowie die Katholische Aktion der Diözese Eisenstadt laden zum Festtag des hl. Martin nach Eisenstadt ein.
Sonntag, 11. November 2012, ab 10.00 Uhr, Eisenstadt, St. Martinsdom/Wirtschaftskammer


Programm:
10.00 Uhr: Festgottesdienst im Martinsdom
mit Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln und Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics Musikalische Gestaltung: Franz Schubert, Messe G-Dur; Ausführende: Dommusik St. Martin
14.00 Uhr: Festakademie in der Wirtschaftskammer Eisenstadt
  • Festvortrag Kardinal Joachim Meisner: „Die Tür des Glaubens steht offen - Gedanken zum Jahr des Glaubens“ 
  • Präsentation „Das Jahr des Glaubens in der Diözese Eisenstadt“ 
  • Grußwort Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
Musikalische Umrahmung: Tamburizza Zillingtal und Musikschule Großpetersdorf
Im Anschluss: Agape

17.00 Uhr: Vesper im Martinsdom

„... il faut imaginer ...“ Oratorium-Erstaufführung in der Bergkirche

„Himmel und Haydn“ lädt zur burgenländischen Erstaufführung nach Eisenstadt
Sonntag, 4. November 2012, 18.00 Uhr

Das Schöpfungsoratorium „... il faut imaginer ...“ von Gerhard Krammer für Soli, Chor und Orchester besteht aus acht Teilen, die unterschiedliche Klangsprachen haben und denen Texte von Albert Camus, Platon, Franz Kafka, Ludwig Wittgenstein oder Samuel Beckett zu Grunde liegen.

Die Uraufführung fand im Rahmen des Osterklang-Festivals 2007 im Odeon Wien statt. Für die Eisenstädter Erstaufführung hat der Komponist einige Teile neu bearbeitet. Umgesetzt wird die Komposition vom Wiener Kammerchor und dem Ensemble Kontrapunkte unter Dirigent Peter Keutschnig.

Kartenvorverkauf: Pfarramt Eisenstadt-Oberberg Tel. 02682/62638; pfarre@haydnkirche.at; www.haydnkirche.at

Mittwoch, 24. Oktober 2012

"Neuevangelisierung beginnt bei den Evangelisierern"

Eisenstädter Bischof zog als Leiter der deutschen Sprachgruppe bei der Bischofssynode in Rom Zwischenbilanz : Mit "internem Hickhack und strukturellen Streitereien" gerade in Mitteleuropa muss Schluss sein. Familien, Pfarren und Laien als Eckpfeiler der Neuevangelisierung 

Der "Impuls der Selbstevangelisierung" wird ein zentrales Ergebnis der laufenden Bischofssynode in Rom sein, hat der Eisenstädter Bischof Ägidius J. Zsifkovics als einer der rund 400 Teilnehmer und Leiter der deutschen Sprachgruppe in einer Zwischenbilanz betont. Die Synodenteilnehmer seien sich in einem Punkt einig, nämlich: "Die Neuevangelisierung muss bei den Evangelisierern selbst, also bei den Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Laien, beginnen." 

Schluss sein müsse dagegen mit "internem Hickhack und strukturellen Streitereien", fasste Zsifkovics die Haltung der Synodenteilnehmer in einem Interview für die Arbeitsgemeinschaft der Kirchenzeitungen zusammen. Während in manchen Ländern dieser Welt Christen für ihren Glauben zu sterben bereit seien, werde in Mitteleuropa "auf hohem Niveau gejammert".

Zsifkovics wörtlich: "Das Evangelium ist aber keine Sitzordnung, sondern Wegweisung!" Priester und Laien müssten zusammenrücken und wieder sehen lernen, worauf es wirklich ankommt, so der Appell des Bischofs. Jeder einzelne müsse - so Zsifkovics - bei sich selbst anfangen und die Frage stellen: "Wie steht es um meine Beziehung zu Jesus Christus? Lebe ich so, wie er es gelehrt hat? Bin ich gut? Gehe ich gut mit meinem Nächsten um?" Er garantiere - so der Eisenstädter Bischof weiter -: "Wenn nur jeder zehnte Katholik sich diese Fragen stellt und zur Verhaltensänderung bereit ist, haben wir morgen eine andere Kirche! Und eine andere Welt." Zsifkovics erinnerte an die viel zitierte Antwort Mutter Teresas auf die Frage von einem Journalisten, was sich in der Kirche ändern müsse: "Sie und ich". 

Ihn habe die Wortmeldung eines Bischofskollegen beeindruckt, der seine Amtsbrüder und die Priester zur Überprüfung ihres eigenen Lebens aufgefordert habe - hinsichtlich einfacher Lebensstil, Demut und Hingabe. Es gehe um das Wiederfinden der "Geistlichkeit und der Glaubwürdigkeit priesterlicher Existenz". 

Als "Zentrum der Neuevangelisierung" würden von den Synodenbischöfen immer wieder die Familie und die Pfarre angesprochen, berichtete Zsifkovics weiter. Hier geschehe ja die erste Einführung im Glauben. "Besonders bedeutend" sei für ihn auch gewesen, dass ein Bischofskollege "geformte Laien als einen großen Schatz der Kirche" in der Weitergabe und Bezeugung des Glaubens nannte. Das wird der Kirche nach Zsifkovics' Überzeugung helfen, "alte Dünkel zu überwinden und die Würde und unverzichtbare Verantwortung der Laien in der Kirche zu erkennen und auch praktisch umzusetzen".

Einfachheit des Glaubens statt "Masterpläne"
Tenor der Synode sei, dass für Neuevangelisierung keine "Strategie", kein "Programm" und kein "Masterplan" maßgeblich sei. "Wer auf so etwas wartet, wird enttäuscht werden", sagte der Eisenstädter Bischof. Es gehe darum, "in der heutigen Zeit die Einfachheit des Glaubens neu auszusagen und in der Christusbegegnung neu zu verwurzeln". Im 21. Jahrhundert brauche es - wie er auch in seiner Wortmeldung auf der Synode betont habe - einen neuen, vertieften Blick auf Jesus Christus. 

Zsifkovics rief hier das Vermächtnis Teilhards de Chardin in Erinnerung: "Erst, wenn eine menschliche Kirche in der Nachfolge Christi die Menschen wieder im Kontext ihrer unmittelbaren Lebens-
wirklichkeiten persönlich und emotional erreicht, wird die heutige Unfruchtbarkeit der Evangelisierung beendet sein." 

Die Kirche müsse mit ihrem Tun und Sagen alle Themen und Wirklichkeiten des Menschen, auch die Wissenschaft, "umarmen", um wieder anziehend zu sein, plädierte Zsifkovics. Die Gegenwart berge die Chance, "das unermessliche Potenzial suchender, ringender und hoffender Menschen im christlichen Glauben zuaktivieren". Dazu müsse auch die interreligiöse und ökumenische Dimension voll entfaltet werden. Die Bischöfe seien sich einig, dass dieser Prozess begleitet sein muss von intensiveren Einführungen in den Glauben. "Denn ein Glaube ohne Inhalt ist wie ein Organismus ohne stützendes Skelett: schwammig und schwabbelig!", so Zsifkovics.
Seine erste Teilnahme an einer Bischofssynode lasse ihn die Internationalität der Weltkirche hautnah erleben: "Man erlebt atmosphärisch die Kirche in all ihrer gedanklichen und sprachlichen Vielfalt - in der Synodenaula bei den Wortmeldungen der Bischöfe, in den Sprachzirkeln, wo intensiv zu speziellen Fragen gearbeitet wird, aber auch in der persönlichen Begegnung mit den anderen Bischöfen in den Pausen." Der Geist des Konzils sei dabei 50 Jahre nach dessen Eröffnung "überall spürbar", ergänzte Zsifkovics, "er ist gewissermaßen der Geist, der über den Wassern dieser Synode schwebt".
Quelle: KAP

Das Interview in voller Länge ist in der aktuellen Ausgabe des martinus (Nr. 43 vom 28. Oktober 2012) sowie auf http://www.martinus.at/kirchenzeitung nachzulesen

Montag, 22. Oktober 2012

Diözesanbischof lädt zum Nachmittag für Familien

Ich glaube. Es wird gut.Unter dem Motto „Ich glaube. Es wird gut.“ lädt Bischof Ägidius J. Zsifkovics zum Familiengottesdienst mit Kindersegnung. Anschließend wird gemeinsam gebacken.

In der Struktur unserer Pfarrgemeinden spielen Kinder eine wichtige Rolle: Sie erhalten sie lebendig, sie sind ihre Zukunft. Erster Ort für die persönliche Weitergabe des Glaubens ist die Familie. Rituale und Zeichen des Glaubens, wie das gemeinsame Gebet oder das Kreuzzeichen auf die Stirn des Kindes, haben tragenden Charakter und stärken die Beziehungsfähigkeit in der Familie.

Impulse und Stärkung für den Alltag erfahren Familien aber auch beim gemeinsamen Gottesdienstbesuch.

Dementsprechend lädt Bischof Ägidius J. Zsifkovics zu einem Nachmittag für Familien. An drei verschiedenen Orten im Burgenland wird gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Nach der Kindersegnung bleibt Zeit zur persönlichen Begegnung: Während die (Groß-)Eltern zum Kaffeetrinken eingeladen sind, haben die Kinder die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Bischof Kekse zu backen und zu verkosten.

Eingeladen sind alle Familien (Kinder, Eltern, Großeltern), die Zeit und Lust haben, dabei zu sein.

Termine (Beginn jeweils 14:00 Uhr in der Pfarrkirche):

Sa, 3. November 2012, Draßmarkt
Sa, 17. November 2012, Jennersdorf
Sa, 15. Dezember 2012, St. Margarethen

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Diözesanbischof spricht vor Weltbischofssynode in Rom

"Alles umfassende, auch kosmische Sicht der Person Jesu" notwendig, um Verharren im Individualismus zu überwinden

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hat vor der im Vatikan tagenden Bischofssynode für eine globalere Ausrichtung der Glaubensverkündigung plädiert. Heute sei nicht mehr nur das Dasein des einzelnen Menschen fragwürdig, sondern das der Menschheit insgesamt, sagte Zsifkovics am Dienstag. Dies erfordere eine "alles umfassende, auch kosmische Sicht der Person Jesu", die nicht im Individualismus verharre. Nur so könnten "Verständnisprobleme zwischen christlicher Vernunft und technologischer Forschung" in der modernen Gesellschaft überwunden werden, so der Bischof. Gleiches gelte für eine oft zu beobachtende Trennung zwischen Leben und Glauben. Wo diese neue Sicht gelebt werde, könne eine "neue christliche Kultur" entstehen.

Zsifkovics verwies auf die Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), "Gaudium et spes". Das Schreiben trage die Handschrift des französischen Theologen Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955). Die von diesem "großen Glaubenden des zwanzigsten Jahrhunderts" vorhergesagten globalen Phänomene seien heute Wirklichkeit geworden. Er habe das Leben und den Kosmos in einer von Gott bewirkten kreativen Bewegung gesehen, die ihr Ziel noch nicht erreicht . "Ich bin überzeugt, dass diese Sicht der Kirche und der Welt in der Krise einen Wegen zeigen kann", so Zsifkovics.

Quelle: KAP

Die Ansprache in vollem Wortlaut ... 

Montag, 15. Oktober 2012

Weltmissions-Sonntag 21. Oktober: ORF-Radiogottesdienst aus Wiesen

WeltmissionssonntagEine Milliarde Katholiken sichert mit ihrer Spende die materielle Grundversorgung von Menschen in den ärmsten Diözesen. Der Weltmissions-Sonntag ist somit die größte Solidaritätsaktion der Welt. Die ORF-Regionalradios übertragen ab 10:00 Uhr den Gottesdienst aus Wiesen. 

In Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien fehlt es den Kirchen oft am Notwendigsten, um den Glauben weitergeben und den Menschen helfen zu können. Und das obwohl die Kirche die erste Anlaufstelle für Menschen in Not ist. Sie gibt Nahrung, medizinische Versorgung und Zugang zu Bildung.
Mehr als 1.100 der weltweit 2.500 Diözesen der katholischen Kirche befinden sich in den ärmsten Ländern der Welt. Die Missio-Sammlung zum Weltmissions-Sonntag, der weltweit größten Solidaritätsaktion, ermöglicht ihnen die pastorale und soziale Arbeit durch Zusicherung eines „Existenzminimums“.

Beispielland Tansania
Jedes Jahr dient ein Land als Beispiel für die weltweite kirchliche Arbeit. 2012 ist es Tansania. Mit dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, und dem Tanganjikasee, dem längsten und tiefsten See des Kontinents, ist Tansania buchstäblich ein Land der Superlative. Doch gemessen an den wirtschaftlichen Kennzahlen ist Tansania tatsächlich eines der ärmsten Länder der Welt.

Spenden an Missio sind steuerlich absetzbar
PSK 7.015.500, BLZ 60.000
Weitere Informationen: www.missio.at

ORF-Radiogottesdienst aus Wiesen
Der ORF-Radiogottesdienst zum Weltmissions-Sonntag wird ab 10:00 Uhr aus der Pfarrkirche Wiesen übertragen. Mit den Gläubigen feiern Missio-Nationaldirektor Leo Maasburg (Hauptzelebrant), Ortspfarrer und Pastoralamtsleiter Michael Wüger, Missio Eisenstadt-Direktor Mathias Reiner und dessen Nachfolger Norbert Filipitsch die heilige Messe. Musikalisch gestaltet wird der Festgottesdienst vom Gesangsverein „Hoffnung“ und der rhythmischen Gruppe „Jubilate“.

Ökumenische Pilgerreise ins Heilige Land

Bischof Ägidius J. Zsifkovics und Superintendent Manfred Koch laden als besonderes Zeichen der Ökumene im Burgenland zur gemeinsamen Pilgerreise.
9. bis 16. Feber 2013


Aus dem Programm:
  • Flug Wien – Tel Aviv – Wien 
  • Jerusalem: Klagemauer, Al-Aksa-Moschee, Felsendom, Jüdisches Viertel, Christlicher Zion, Ölberg, Garten Getsemani, Kirche der Nationen, Via Dolorosa, Auferstehungskirche Israel-Museum, Yad Vashem 
  • Betlehem: Geburtskirche, Hirtenfeld in Beit Sahur 
  • Totes Meer, Masada, Qumran 
  • See Genesaret, Berg der Seligpreisungen 
  • Tabgha, Kafarnaum, Cäsarea Philippi 
  • Berg Tabor, Nazaret, Cäserea am Meer 

Leistungen:
  • Linienflug, Unterkunft (DZ), Halbpension 
  • Rundfahrten, Besichtigungen 
  • Eintrittsgelder laut Programm 
  • Flughafentaxen, Sicherheitsgebühren 
  • Deutschsprachiger Reiseführer 

Preis: € 1.265,- (EZ-Zuschlag € 295,-)

Anmeldung bis spätestens 31. Oktober an:
Biblische Reisen, Fr. Birgit Kühnen, Stiftsplatz 8, 3400 Klosterneuburg
Tel. 02243/35377-16, birgit.kuehnen@biblische-reisen.at

Freitag, 12. Oktober 2012

Bischof von Eisenstadt leitet deutsche Sprachgruppe

Bischof Ägidius Zsifkovics leitet bei der im Vatikan tagenden Weltbischofssynode die deutsche Sprachgruppe wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte.

Vatikanstadt, 11.10.2012 (KAP) Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics leitet bei der im Vatikan tagenden Weltbischofssynode die deutsche Sprachgruppe. Bei der konstituierenden Sitzung wählten die Teilnehmer den Bischof von Eisenstadt zu ihrem Moderator, teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Zum Relator, der anschließend im Plenum über die Beratungsergebnisse seiner Gruppe berichten wird, wurde Bischof Ladislav Nemet von Zrenjanin in der Vojvodina (Serbien) bestimmt. Nemet gehört dem Missionsorden der "Steyler" (Societas Verbi Divini/SVD) an.

Insgesamt bildeten sich bei der Synode zum Thema Neuevangelisierung zwölf Sprachgruppen, davon vier für Englisch, drei für Italienisch je zwei für Französisch und Spanisch und eine für Deutsch. Eine Sprachgruppe auf Lateinisch, wie sie bei früheren Synoden regelmäßig gebildet wurde, kam diesmal nicht zustande. Sie war meist von Bischöfen aus Osteuropa gebildet worden.

Im Anschluss an die erste Runde der Vollversammlungen ziehen sich die Synodalen zur vertiefenden Arbeit in die Sprachzirkel zurück. Während in der Plenaria jeweils vorbereitete Statements von fünf Minuten vorgetragen werden - jeder Synodale hat das Recht auf eine Intervention - ist in den "Circoli minores" eine intensivere Fachdiskussion möglich. Dabei haben auch die Beobachter volles Rederecht.

Zsifkovics ist offizieller Delegierter der Österreichischen Bischofskonferenz bei der Bischofssynode. An der Versammlung nimmt aus Österreich zudem der Wiener Kardinal Christoph Schönborn teil. Er wurde von Papst Benedikt XVI. als Synodenmitglied berufen.

Kathpress-Schwerpunkt zur Bischofssynode: www.kathpress.at/synode

Quelle: KAP

Mittwoch, 10. Oktober 2012

„72 Stunden ohne Kompromiss“: 30 Projekte im Burgenland

72h ohne KompromisseNoch 7 Tage, dann startet Österreichs größte Jugendsozialaktion. 30 Projekte sind im Burgenland bereits fixiert. 
Mittwoch, 17. Oktober bis Samstag, 20. Oktober 2012

„72 Stunden ohne Kompromiss“ macht ganz Österreich zum Schauplatz gelebter Solidarität und sorgt damit für Aufmerksamkeit. Allein im Burgenland stellen sich in über 30 Projekten junge Menschen zur Verfügung, um unentgeltlich soziale, karitative, entwicklungspolitische oder ökologische Vorhaben anzupacken und umzusetzen.

Einige Beispiele:
  • Malaktion in Wetschehaus (Rumänien) 
  • Entrümpelung und Renovierung von Gebäuden (z.B. Pfadfinderheim Mattersburg), 
  • Anlegen eines offenen Biogartens im Pfarrhof Walbersdorf 
  • Aktion „Ware statt Bares“: Sammeln von Waren für den täglichen Bedarf für Bedürftige 
  • Abhaltung von Computerkursen für ältere Menschen 
  • Besuch von Altenwohnheimen 

Startaktion am 17. Oktober in Eisenstadt „72 Stunden ohne Kompromiss“ ist eine Aktion der Katholischen Jugend in Zusammenarbeit mit youngCaritas und Hitradio Ö3. Im Burgenland fällt der offizielle Startschuss am Mittwoch, dem 17. Oktober 2012, um 16.00 Uhr vor dem Weltladen in der Eisenstädter Fußgängerzone. Die Einladung dazu ergeht in den nächsten Tagen.

Weitere Informationen:
  • Katholische Jugend, Tel. 0676/880701709 
  • www.72h.at

Dienstag, 9. Oktober 2012

Jahr des Glaubens: Schwerpunkte in der Diözese Eisenstadt

Jahr des GlaubensVom 11. Oktober 2012 bis 24. November 2013 begeht die katholische Kirche weltweit ein Jahr des Glaubens. Die Diözese Eisenstadt nimmt es zum Anlass, um pastorale Schwerpunkte zu setzen.

Mit dem Schreiben „Porta fidei“ hat Papst Benedikt XVI. ein Jahr des Glaubens ausgerufen, das vom 11. Oktober 2012, dem 50. Jahrestag der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils, bis zum Christkönigssonntag am 2. November 2013 dauert. Der erinnernde Blick auf 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil und 20 Jahre Weltkatechismus gibt den Anlass.

Für die Diözese Eisenstadt bietet sich im Jahr des Glaubens eine Fokussierung auf drei Bereiche an, zu denen es entsprechende Angebote und Veranstaltungen geben wird.

„Verstehst du auch, was du liest?“ (Apg 8,30) – Den Glauben lehren und lernen
Die Texte des II. Vatikanischen Konzils haben „weder ihren Wert noch ihren Glanz verloren“ (Johannes Paul II.). Diese in Erinnerung zu rufen und neu zu lesen, soll auch Ziel im Jahr des Glaubens sein. Dazu gibt es verschiedene Angebote in den Bildungshäusern unserer Diözese und einen Einführungsabend zum II. Vatikanischen Konzil mit der Überschrift „Nachhaltiges Ereignis Konzil“ in den verschiedenen Regionen der Diözese. Unter dem Titel „GlaubensFreude“ wird eine dreiteilige Katechese zum Glaubensbekenntnis angeboten.

„Und sie hörten, wie sie erzählten“ (Apg 15,12) – Den Glauben erfahren und feiern
Der Glaube beginnt mit dem Hören und ist wesentlich Begegnung und Erfahrung mit dem lebendigen Gott, der unserem persönlichen Leben die Erfüllung unserer tiefsten Sehnsucht schenkt. Um mit dieser Sehnsucht in Berührung zu kommen, wollen zahlreiche Angebote hilfreich sein: Bibliolog, als Möglichkeit mit der Bibel „ins Gespräch zu kommen“, ein Glaubensseminar mit dem Thema „Gott glaubt an dich“, Oasen des Glaubens als Glaubensgespräche in den Dekanaten, eine Gebetsstunde, die in jeder Pfarre am Anbetungstag gebetet werden soll, Glaubensfeiern an den Wallfahrtsorten unserer Diözese und der Behelf „Feste feiern in der Familie“, der das Glaubensleben in der Familie fördern und stärken will.

„Ihr werdet meine Zeugen sein“ (Apg 1,8) – Den Glauben bezeugen und leben
Als Christen bringen wir durch die Art, wie wir leben, Christus in die Welt. Der Glaube konkretisiert sich durch Nachfolge und Zeugnis. Er zeigt sich in den sichtbaren Werken der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe, durch die wir bei den Armen und Schwachen, den Kraftlosen und Haltsuchenden sind. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40) Ein Projekt der Pfarrcaritas, das die Werke der Barmherzigkeit in den Blick nimmt, will die Pfarrgemeinden motivieren, die Not zu sehen und ihr zu begegnen.

Glockengeläut am 11. Oktober
Das Jahr des Glaubens wird am 11. Oktober österreichweit mit Glockengeläut und dem Angelusgebet eröffnet. In der Diözese Eisenstadt werden in der Zeit von 11:50 Uhr bis 12:00 Uhr alle Kirchenglocken geläutet.

Diözesaner Auftakt zu Martini
Neben dieser gemeinsamen österreichweiten Aktion wird in der Diözese Eisenstadt das Jahr des Glaubens offiziell am 11. November, dem St. Martins-Fest, eröffnet. Der Festgottesdienst im Eisenstädter Dom beginnt um 10:00 Uhr. Bei der Festakademie am Nachmittag (Beginn 14:00 Uhr) wird Kardinal Joachim Meisner (Köln) den Festvortrag halten.

Österreichweite Homepage: www.jahrdesglaubens.at
Einen zentralen Knoten- und Einstiegspunkt in das Jahr des Glaubens in Österreich stellt die vom Medienreferat der Bischofskonferenz initiierte Website www.jahrdesglaubens.at dar. Präsentiert wird darauf u.a. eine Auswahl an besonderen Projekten in den Diözesen, ein umfassender österreichweiter Terminkalender sowie aktuelle Meldungen zum Jahr des Glaubens und zum Konzils-Jubiläum.
Ein "Grundkurs des Glaubens" bietet darüber hinaus einen Einblick in die Welt katholischen Glaubens, abgerundet wird die Seite durch ein Dokumentenarchiv, eine Linkliste sowie Verweise auf die Twitter- und Facebook-Kanäle zum Jahr des Glaubens.


Weiterführenden Links:

Weitere Informationen zum Jahr des Glaubens und zu diözesanen Veranstaltungen ...  (ab 11. Oktober 2012)

Montag, 8. Oktober 2012

Dechanten und Stellvertreter ernannt

Nach Anhörung der betreffenden Dekanatsräte hat Bischof Ägidius J. Zsifkovics mit Rechtswirksamkeit vom 1. Oktober die Dechanten und deren Stellvertreter ernannt.


Dekanat Frauenkirchen
Dechant: Mag. Gabriel Kožuch, Pfarrer in Andau und Pfarrprovisor von Gols
Dechant-Stv.: P. Mag. Michael Weiss OCist, Pfarrer in Mönchhof

Dekanat Neusiedl am See
Dechant: Mag. Roman Schwarz, Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf
Dechant-Stv.: Grzegorz Ziarnowski, Stadtpfarrer in Neusiedl a.S. und Pfarrer in Weiden a.S.

Dekanat Rust
Dechant: Mag. Željko Odobašić, Pfarrer in Trausdorf a.d.W. und Oslip
Dechant-Stv.: Msgr. Mag. LLic. Dr. Johannes Salzl, Pfarrer in Oggau, Stadtpfarrer in Rust und Pfarrprovisor von Mörbisch a.S.

Dekanat Eisenstadt
Dechant: Kan. Geistl. Rat Mag. Martin Korpitsch, Propst- und Stadtpfarrer in Eisenstadt-Oberberg und Stadtpfarrer in Eisenstadt-Kleinhöflein
Dechant-Stv.: Kan. Geistl. Rat Mag. Josef Prikoszovits, Dom- und Stadtpfarrer in Eisenstadt

Dekanat Mattersburg
Dechant: Harald J. Schremser, Pfarrer in Kleinfrauenhaid und Hirm
Dechant-Stv.: Mag. Josef M. Giefing, Pfarrer in Marz und Rohrbach b.M.

Dekanat Deutschkreutz
Dechant: Geistl. Rat Janusz Jamróz, Pfarrer in Unterfrauenhaid und Raiding und Pfarrprovisor in Ritzing
Dechant-Stv.: Mag. Tomasz Duda, Pfarrmoderator in Horitschon und Unterpetersdorf-Haschendorf

Dekanat Großwarasdorf
Dechant: Mag. Johannes Vertesich, Pfarrer in Nikitsch und Kroatisch Minihof und Pfarrmoderator von Kroatisch Geresdorf
Dechant-Stv.: Josef Kuzmits, Pfarrer in Frankenau und Lutzmannsburg

Dekanat Oberpullendorf
Dechant: Mag. Dr. Nikolas O. Abazie, Pfarrer in Draßmarkt und Oberrabnitz
Dechant-Stv.: P. Mag. Lic. Jan Walentek CSsR, Rektor und Stadtpfarrer in Oberpullendorf und Pfarrer von Mitterpullendorf und Stoob

Dekanat Pinkafeld
Dechant: Kan. Mag. Dr. Erich Seifner, Stadtpfarrer in Oberwart
Dechant-Stv.: Mag. Jacek Joachim Czerwinski, Pfarrmoderator in Rotenturm a.d.P. und Oberdorf i.B.

Dekanat Rechnitz
Dechant: Mag. Lic. Damian Prus, Pfarrmoderator in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf
Dechant-Stv.: MMag. Stefan Renner, Stadtpfarrer in Stadtschlaining und Pfarrer von Oberkohlstätten

Dekanat Güssing
Dechant: EKR Karl Hirtenfelder, Pfarrer in Stegersbach und Ollersdorf
Dechant-Stv.: Mag. Ignaz Ivanschits, Pfarrer in Stinatz und Pfarrprovisor von Litzelsdorf

Dekanat Jennersdorf
Dechant: Mag. Lic. Norbert Filipitsch, Stadtpfarrer in Jennersdorf
Dechant-Stv.: Viktor Ludwig Oswald, Pfarrmoderator in Rudersdorf, Dobersdorf und Deutsch Kaltenbrunn

Freitag, 5. Oktober 2012

Bischof Zsifkovics bei Weltbischofssynode in Rom

Mehr als 250 Bischöfe aus aller Welt werden sich ab 7. Oktober zur Weltbischofssynode in Rom versammeln. Darunter Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Ägidius J. Zsifkovics.

Mehr als 250 Bischöfe aus aller Welt bereiten dieser Tage ihre Abreise nach Rom vor. Ab 7. Oktober werden sie sich drei Wochen lang mit Papst Benedikt XVI. in der Synodenaula oberhalb der vatikanischen Audienzhalle versammeln, um über die Neuevangelisierung der vom katholischen Christentum „ermüdeten“ Gebiete zu beraten.

Zu den vom Papst ernannten 36 Synodenvätern gehören die Kardinäle Christoph Schönborn, Peter Erdö (Esztergom), Vinko Puljic (Sarajevo), Josip Bozanic (Zagreb) und Joachim Meisner (Köln). Hinzu kommen mehr als 200 Delegierte, die von den nationalen und regionalen Bischofskonferenzen entsandt wurden. Aus Österreich ist dies Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics.


“Evangelium als Wegweisung“
In seiner Vorbereitung auf die Bischofssynode, deren genaues Thema „Die Neuevangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens“ lautet, hat sich Zsifkovics eingehend mit der Synoden-Arbeitsunterlage („Instrumentum laboris“) befasst. Darin seien, so der Bischof, die Gründe, „warum es zu einer Erstarrung im Glauben, zu Ermüdungserscheinungen kommt“ und die damit zusammenhängenden Fragenkomplexe sehr gut erfasst. In deren Auswirkungen, der fortschreitenden Säkularisierung und des damit verbundenes kulturellen Wandels, sieht Zsifkovics nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine reelle Chance. „Der heutige Mensch ist ein Suchender, ein Mensch der ringt, der Hoffnung braucht. Er ist offen für Spiritualität, aber auch für Religiöses. Wenn es gelingt, diese emotionale Ebene anzusprechen, dann eröffnen sich Möglichkeiten.“

Zum Thema Neuevangelisierung ist für den Eisenstädter Diözesanbischof wichtig klar zu stellen, „dass es dabei nicht um ein neues Evangelium geht.“ Vielmehr gehe es darum, den Menschen die Botschaft Jesu Christi ungekürzt ins Heute zu bringen. „Das Evangelium ist und bleibt Wegweisung, es ist keine Sitzordnung.“ Viele kirchliche Probleme würden daraus resultieren, dass „wir aus dem Evangelium strukturelle Dinge ableiten, anstatt dass wir aufbrechen, um die frohe Botschaft zu den Menschen zu tragen.“

Die 13. Ordentliche Weltbischofssynode wird bis zum 28. Oktober im Vatikan tagen.

"Nur aus dem Glauben kommt Erneuerung der Kirche"

Gemeinsames Hirtenwort der Bischöfe zum "Jahr des Glaubens"

Das "Jahr des Glaubens" soll als Chance genützt werden, um gemeinsam aus Sackgassen herauszufinden und die Kirche aus dem Glauben zu erneuern. Das betonen die österreichischen Bischöfe in einem gemeinsamen Hirtenwort zum "Jahr des Glaubens", das am Mittwoch vom Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, in Wien vorgestellt wurde. Angesichts "mancherlei Prüfungen" gehe es "um die Bewahrung, die Bewährung, die Erneuerung, die Freude des Glaubens", sagen die Bischöfe zur Intention des Hirtenworts. Vor diesem Hintergrund geht der österreichische Episkopat auf den immer wieder geäußerten "Reformstau" in der Kirche ein und bekräftigt die kirchliche Lehre über Eucharistie, Ehe und Weihepriestertum.

Angesichts der "weitverbreiteten Unzufriedenheit mit der Situation der Kirche und der 'Kirchenleitung'" erinnern die Bischöfe an die Predigt des Papstes am Gründonnerstag, in der dieser auf den "Aufruf zum Ungehorsam" einer Priestergruppe in Österreich einging. Diese Worte hätten gezeigt, wie sehr Benedikt XVI. "um diese Sorgen und Anliegen weiß", halten die Bischöfe fest und verweisen auf ihren schon mehrfach formulierten Standpunkt, wonach ein "Aufruf zum Ungehorsam" nicht unwidersprochen hingenommen werden könne.

Geistliche Berufungen fördern
Gleichzeitig betonen die Bischöfe, dass sie die Sorgen teilen, die hinter bestimmten "Reformforderungen" stünden. Dies betreffe vor allem den mangelnden Priesternachwuchs, der an manchen Orten "immer drückender spürbar" wird. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, die österreichischen Bischöfe sollten "Druck in Rom" ausüben zwecks Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt, wird im bischöflichen Schreiben an das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) erinnert. Dieses habe sich "entschieden für die Beibehaltung des priesterlichen Zölibats für die römisch-katholische Kirche ausgesprochen", was auch von allen Bischofssynoden seither immer wieder "als für die Kirche gültig" bestätigt worden sei. In dieser Situation gelte es dorthin zu schauen, wo geistlichen "Berufungen blühen" und daraus zu lernen, unter welchen Bedingungen "Berufungen wachsen können".

Mit der Frage des Priesternachwuchses sei die Zukunft der christlichen Gemeinden eng verbunden, fahren die Bischöfe fort und sagen: "Der Priestermangel ist nur ein Aspekt davon, der 'Gläubigenschwund' ein anderer." Angesichts großer gesellschaftlicher Umbrüche gehe es darum, gemeinsam den "Übergang zu einer veränderten Kirchensituation" zu gestalten. Entscheidend werde es sein, "nicht nur die Verluste zu beklagen, sondern auf die Zeichen der Zeit zu achten", und dass die Kirche wieder "missionarisch werden muss". Pfarrgemeinden sind und bleiben nach Meinung der Bischöfe notwendig und zukunftsfähig. Zugleich wolle man sich "ohne Angst den großen gesellschaftlichen und kirchlichen Änderungen" stellen, die auch die "Pfarren und ihre seelsorglichen Strukturen betreffen".

Verbundenheit mit Weltkirche
Als wichtiges Element zur "Unterscheidung der Geister" angesichts großer Veränderung betonen die Bischöfe die Verbundenheit mit der Weltkirche und schreiben: "Wir wissen uns als Teil der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Wir wollen den Weg der Erneuerung und der Läuterung, auf dem wir uns befinden, bewusst in voller Gemeinschaft mit dem Papst, dem Nachfolger Petri, gehen, und in der vielgestaltigen Vernetzung mit der weltweiten Gemeinschaft der Kirche."

Im Gegensatz zu manchen geforderten Änderungen, die "nur um den Preis des Bruches der Kirchengemeinschaft möglich wären", halten die Bischöfe fest, dass es die Aufgabe des Bischofsamtes ist, "gerade die Kirchengemeinschaft zu wahren und zu fördern".

Eucharistiefeier hat klare Priorität
Zur diskutierten Zukunft der Eucharistiefeier stellen die Bischöfe fest, dass das Bewusstsein von der Wichtigkeit der Mitfeier der sonntäglichen Eucharistie "deutlich zurückgegangen" sei und die Ursachen dafür nicht klar seien. Gleichzeitig gäbe es in nicht wenigen Gegenden nach wie vor "eine Vielzahl von Messfeiern mit jeweils vergleichbar wenigen Gläubigen. Und wo keine Eucharistiefeier mehr möglich ist, werden lieber Wortgottesfeiern gehalten, als sich mit seiner Nachbargemeinde zur Eucharistiefeier zusammenzufinden."

Eine Lösung dieser konfliktträchtigen Situation könne nicht in einem bloßen Entweder-oder liegen. Vor diesem Hintergrund betonen die Bischöfe die "klare Priorität", "dass die eigentliche liturgische Feier des Sonntags, des Herrentages, die Feier der Eucharistie ist, der ein geweihter Priester vorsteht. Die Grenze zwischen Eucharistiefeier und Wortgottesfeier darf nicht verwischt werden. Hier steht die Einheit der Kirche auf dem Spiel." Es werde in Zukunft beides brauchen: "möglichst lebendige Gebetsgemeinschaften vor Ort, getragen von den Gläubigen, und die gemeinsame Eucharistiefeier, vielleicht von mehr als nur einer Gemeinde, als Herzstück des Sonntags".

Unauflöslichkeit der Ehe verteidigen
"Keine einfachen Rezepte, keine fertigen Lösungen" könne und wolle das Schreiben der Bischöfe zu den vielfältigen Situationen von Ehe und Familie, von Scheidung, Wiederverheiratung und unverheiratetem Zusammenleben bieten. Vielmehr gehe es darum, "die Situationen vor allem im Licht des Glaubens zu sehen". Dazu schreiben die Bischöfe: "In diesem Licht erscheinen Ehe und Familie zuerst als von Gott gewollte und geheiligte Wege. Ohne den Glauben ist es daher auch nicht möglich, Jesu Worte anzunehmen, die die Unauflöslichkeit der Ehe begründen: 'Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen' (Mt 19,6). Jesus selber hat den Jüngern gegenüber betont: 'Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist' (Mt 19,11)."

Oft werde "der Kirche" Unbarmherzigkeit vorgeworfen, wenn sie versucht, "die Treue zur Weisung Jesu gegen alles Unverständnis unserer Zeit zu wahren". Viel zu wenig werde aber darauf hingewiesen, "dass Jesu Worte über die Unauflöslichkeit der Ehe aus Seinem Erbarmen mit uns Menschen kommen und dass viel Leid, viele Verletzungen, auch viel Unbarmherzigkeit durch unsere Untreue Seinem Wort gegenüber entstehen, unter denen Partner, Kinder, ganze Familien oft schwer zu leiden haben", stellen die Bischöfe fest.

In den Diözesen herrsche in diesen Fragen daher das Bemühen vor, "einen Weg der Klarheit und auch der Milde, der Treue und der Barmherzigkeit zu gehen". Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf der Unehrlichkeit und Doppelmoral sei unberechtigt und zurückzuweisen, weil die Bischöfe nicht aufgeben könnten und wollten, "was der Herr selber seiner Kirche als klare Weisung gegeben hat". Die damit verbundene "Spannung zwischen Wahrheit und Barmherzigkeit werden wir immer neu auszuhalten haben", heißt es im Hirtenwort.

Auskunftsfähige Glaubenszeugen sind gefragt
Die Situation 50 Jahre nach Konzilsbeginn, der Anlass für das vom Papst ausgerufene "Jahr des Glaubens" ist, bietet nach Meinung der Bischöfe auch neue Chancen für den Glauben. Damit sich die Türen für den Glauben auftun können, seien auskunftsfähige Zeugen gefragt. Dies umso mehr, weil der "Grundwasserspiegel des religiösen Wissens stark gesunken ist". Deshalb gelte es im "Jahr des Glaubens" das persönliche Glaubenswissen zu vertiefen, halten die Bischöfe fest.

Neben der "Liebe zur Heiligen Schrift" sollte es im Gedenkjahr des Konzils ein verstärktes Interesse an den Texten des Zweiten Vaticanums geben, empfehlen die Bischöfe. Gleichzeitig verweisen sie auf den "Katechismus der katholischen Kirche" und den Jugendkatechismus "Youcat", der von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegeben wird und das "derzeit weltweit erfolgreichsten katholischen Buchprojekt" ist.

Zum Volltext des Hirtenwortes ... 

Quelle: KAP

Dienstag, 2. Oktober 2012

Neues Cenacolo-Haus eingeweiht

Gemeinschaft Cenacolo
Die Gemeinschaft Cenacolo in Kleinfrauenhaid
(c) Gemeinschaft Cenacolo
Bischof Zsifkovics würdigt Glaubenszeugnis der Gemeinschaft

Vor fast genau vier Jahren, am 5. September 2008, erfolgte der erste Spatenstich für das neue Cenacolo-Haus in Kleinfrauenhaid. Mittlerweile sind das Haus und die neue Kapelle fertiggestellt. Im Beisein von Cenacolo-Gründerin
Sr. Elvira Petrozzi nahm Bischof Ägidius J. Zsifkovics die Einweihung vor.

In seiner Predigt würdigte der Diözesanbischof das Glaubenszeugnis der Gemeinschaft Cenacolo. Gerade in unserer modernen Gesellschaft, „in der Christsein oft nicht mehr als ein Mitschwimmen, ein Aufputz für besondere Feste, ein romantisches Brauchtum“ sei, verlange es Mut, christliche Überzeugungen zu leben. Die selbstverständliche Glaubenspraxis und Weitergabe des Glaubens an die jüngere Generation zerfalle zusehends. Daher sei es notwendig, so Zsifkovics weiter, neu zu lernen, „unseren Glauben fröhlich, konsequent und glaubwürdig zu leben, auch gegen manchen Widerstand.“ Die Lebensbeispiele der Mitglieder der Gemeinschaft Cenacolo seien Zeugnis dafür, dass es auf dem Weg zu Gott Mut, Umkehr und Durchhaltevermögen brauche. „Doch wir können diesen Weg zuversichtlich gehen, weil wir wissen, dass er uns ans Ziel führt.“

In Kleinfrauenhaid wurde vor 15 Jahren, im September 1997, das erste Haus der Gemeinschaft Cenacolo im deutschsprachigen Raum eröffnet. Es trägt den Namen „Mutter der guten Hoffnung“. Nach eigenen Angaben hat die Gemeinschaft weltweit 60 Niederlassungen.

20 Jahre Haus St. Stephan

Haus St. Stephan
Festgottesdienst mit Alt-Bischof Dr. Paul Iby
(c) Diözese Eisenstadt/martinus 
Vor 20 Jahren, genau am 12. September 1992, hat Bischof Stefan László das Haus St. Stephan gesegnet und seiner Bestimmung als religiöses Bildungszentrum der Diözese Eisenstadt übergeben. Aus diesem Anlass lud das Bildungshaus zu einer Jubiläumsfeier.

Hubert Petrasch, Bundesgeschäftsführer des Forums Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich, referierte in einem Festvortrag über die Herausforderungen Katholischer Erwachsenenbildung. Dabei sprach er drei Bereiche an: Herausforderungen seitens des Staates, der Kirche und der Teilnehmer selbst. Petrasch zitierte aus dem Dokument „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanums und Kardinal Walter Kasper, wonach die Erwachsenenbildung ein wesentlicher und unverzichtbarer Beitrag zur Verkündigung der Kirche sei. Zielfelder der Katholischen Erwachsenen-
bildung seien die Hilfe zum Menschwerden, die Reflexion des Glaubens, die Deutung der Welt und die Motivation zum Engagement in der Welt sowie die Begegnung mit der Kunst.

Festmesse. Alt-Bischof Paul Iby, der „dieses Haus mitgeprägt und zur positiven Entwicklung beigetragen hat“, so Geschäftsführerin Barbara Buchinger, feierte mit den zahlreichen Festgästen Eucharistie. In seiner Predigt betonte der Bischof die Wichtigkeit der biblischen Pastoral und hob zwei Worte aus dem Neuen Testament hervor: „Nicht nur von Brot lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ und „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“. In diesen Worten sehe er die Intention des Bildungshauses grundgelegt, so Iby.

Wallfahrt der burgenländischen Kroaten nach Eisenstadt-Oberberg

Sonntag, 7. Oktober 2012

Die Wallfahrt der Burgenländischen Kroaten nach Eisenstadt-Oberberg findet seit dem Jahr 1897 alljährlich am 1. Sonntag im Oktober anlässlich des Gedenktages Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz (7. Oktober) statt. Heuer ist sie für die burgenländisch-kroatischen Gläubigen der Diözese die gemeinsame Feier zum Beginn des Jahr des Glaubens.

08.00 Uhr: Frühmesse mit Bischofsvikar P. Stefan Vukits OMV

10.00 Uhr: Festgottesdienst mit Petar Ivandić, Moderator der Kurie

14.00 Uhr: Abschlussandacht

7. Oktober: Welttag für menschenwürdige Arbeit

Katholische Arbeitnehmer/innen Bewegung (KAB) tritt für Grundrechte in der Arbeitswelt ein und begeht den Welttag für menschenwürdige Arbeit als Aktionstag.
Sonntag, 7. Oktober 2012, 09.00 Uhr, Parndorf, Pfarrkirche


Menschenwürdige, gute Arbeit ist ein Menschenrecht. Im Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es: „Jede und jeder weltweit hat ein Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen, auf Schutz vor Arbeitslosigkeit, auf gerechte Entlohnung.“

Anlässlich des Welttages für menschenwürdige Arbeit weist die KAB darauf hin, dass auch in unserem Land die Arbeitsbedingungen eine schleichende Veränderung erfahren, die letztlich einen tiefgreifenden Strukturwandel zur Folge hat: durch die ständig steigende Zahl atypischer Arbeitsverhältnisse wie etwa geringfügige Beschäftigung, befristete Anstellungen, Leih- oder Zeitarbeit oder freie Dienstverträge geraten Arbeitnehmer/innen zunehmend unter Druck. Unregelmäßige oder prekäre Beschäftigung stellt aber nicht nur die Existenzsicherung in Frage, sondern bedeutet meist auch eine Schlechterstellung im Sozial- und Arbeitsrecht. Dementsprechend fordern die Verantwortlichen der KAB die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft auf, die Menschen in den Mittelpunkt der Arbeitswelt zu stellen, weil „Arbeit Mitarbeit in und an der Schöpfung Gottes ist“.

Personalnachrichten



  • Mag. Alexandra Kern, bisher Regionalstellenleiterin für die Region Süd, wurde zur Dienststellenleiterin der katholischen Jugend und Jungschar Burgenland ernannt.
  • Dipl. Päd. Martina Zotter-Ganahl wurde zur Pastoralassistentin der Pfarren St. Martin a.d.R. und Neuhaus am Klb. bestellt.

Donnerstag, 27. September 2012

Neuer Dompropst installiert

Neuer Dompropst installiert
Installation des neuen Dompropstes
(c) Diözese Eisenstadt/Gossmann
Hubert A. Wieder, Regens des Bischöflichen Priesterseminars, ist neuer Dompropst des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt.

Am 25. September wurde er, im Rahmen eines Festgottesdienstes zum zweiten Jahrestag der Bischofsweihe von Ägidius J. Zsifkovics, feierlich in das Domkapitel aufgenommen und als Dompropst installiert.

Als nach außen hin sichtbare Zeichen der Kanonikerwürde wurde ihm dabei vom Diözesanbischof Mozett, Kanonikerkreuz und Birett überreicht.

Lebenslauf Hubert A. Wieder . . .

Festpredigt Diözesanbischof Zsifkovics . . .

Montag, 24. September 2012

Lange Nacht der Museen 2012: Diözesane Schauplätze

Mehr als 670 Museen und Galerien nehmen am 6. Oktober österreichweit an der 13. Langen Nacht der Museen teil. Kirchliche Schauplätze im Burgenland sind das Diözesanmuseum, der St. Martinsdom sowie die Bergkirche.
www.langenacht.orf.at

Diözesanmuseum: Sonderschau „Gewänder des Heils – kirchliche Stoffkunst einst und jetzt“
Das Diözesanmuseum im Gebäude des Franziskanerklosters zeigt kirchliche Kunst vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart und gibt Informationen zur Kirchen-, Kunst- und Frömmigkeitsgeschichte. Die Sonderschau „Gewänder des Heils – kirchliche Stoffkunst einst und jetzt“ präsentiert kirchliche Soffkunst anhand ausgewählter historischer und zeitgenössischer Paramente aus dem Burgenland.

Öffnungszeit: 18.00 – 01.00 Uhr

Programm:
19.00 und 20.00 Uhr: Lebendige Werkstatt - Goldstickerei
20.00 und 22.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung
21.00 Uhr: Sax Music – ein Solo-Saxofonist begleitet die Besucher/innen mit sinnlich-spiritueller Musik durch den Abend

Infos: Diözesanmuseum Eisenstadt, J.- Haydn-Gasse 31, Tel. 0676/880701017



St. Martinsdom: Galerie und Konzertreigen
Die spätgotische Kirche mit dem markanten Turm wurde in den Jahren 2003/2004 renoviert. Dabei wurde eine neue Sakristei errichtet, die seither auch als Galerie Verwendung findet. Die gezeigten Werke stammen von Schüler/innen des Theresianums Eisenstadt.

Öffnungszeit: 18.00 – 01.00 Uhr

Programm
18.00 Uhr: Gottesdienst
19.00 Uhr: Domführung mit Klara Prickler
19.30 Uhr: Konzert mit einem Ensemble der Zentralmusikschule Eisenstadt
20.15 Uhr: Marienführung mit Klara Prickler
20.45 Uhr: Konzert der Jugendband der Dompfarre „spirti of life“
21.45 Uhr: Chorkonzert mit „Die synchronen Stimm-Kanonen“ des Theresianums
23.00 Uhr: Hinter den Kulissen – Domführung mit Dompfarrer Josef Prikoszovits

Infos: Dompfarre Eisenstadt, Domplatz 1a, Tel. 02682/62717, www.martinus.at/dompfarre



Bergkirche, Haydn-Mausoleum und Kalvarienberg
Die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung ist in den Jahren 1715 bis 1803 entstanden. 1701 wurde ein Kalvarienberg mit Kapellen, Altären, Nischen, Grotten und Gängen aus Tuffstein errichtet, eine Passionsgeschichte mit über 200 barocken Figuren. Die Grabstätte von Joseph Haydn wurde 1932 erbaut. Seit 1954 ist auch sein Cranium hier bestattet.

Öffnungszeit: 18.30 – 23.30 Uhr

Programm
18.00 bis 23.30 Uhr: „Quer durch den Raum“ – Kurzführungen zu besonderen Räumen der Bergkirche (zu jeder halben Stunde)
19.00 Uhr: „Den Engeln auf der Spur“ – Rätselrallye für Kinder
19.45 und 21.45 Uhr: „Himmel und Haydn – musikalische Interventionen“ mit Duo Affettuoso
21.00 Uhr: „Schatten im Kalvarienberg“ – Führung für Kinder
22.45 Uhr: „Ein Klang durchdringt die Nacht“ – Worte und Schwingungen
23.45 Uhr: Raum der Stille

Infos: Bergkirche Eisenstadt, J. Haydn-Platz 1, Tel. 02682/62638, www.haydnkirche.at

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